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Phase: in Public History angeleitet soziale Wirklichkeit erforschen

Kern des Vorhabens ist es, den im Rahmen des Projekts "ABC - Abseits des Curriculums" (gefördert durch das Universitätsprogramm "Forschendes Lernen") von den Erziehungswissenschaften entwickelten, in der Lehre eingesetzten und evaluierten Selbstlernkurs (Moodle) zur Einführung in Methoden der qualitativen Sozialforschung für die Anforderungen des neuen Masterstudiengangs "Public History" zu adaptieren. Es erfolgt also ein Transfer von der Erziehungs- in die Geschichtswissenschaft sowie von der Bachelor- auf die Masterstufe. Bei dem Kurs handelt es sich um eine interaktive und handlungsorientierte Einführung in Methoden der emprisch-qualitativen Sozialforschung. Die Auseinandersetzung mit den Kursinhalten befähigt Studierende sich eine eigene Forschungsfrage zu wählen und diese in kleinem Rahmen empirisch zu bearbeiten (z.B. durch die Entwicklung eines Interviewleitfadens und die Durchführung, Transkription und Reflexion eines Interviews). Studierende des Masterstudiengangs "Public History" bewegen sich perspektivisch in potenziellen Berufsfeldern (z.B. Museen), für die Grundkenntnisse in qualitativer Sozialforschung in zunehmendem Maße erforderlich sind (z.B. Besucher- und RezipientInnenforschung). Insofern ist der interdisziplinäre Ansatz hier leitend, um erziehungswissenschaftliches Wissen auf die Geschichtswissenschaft und ihre speziellen Anforderungen zu übertragen.

Projektpartner: Prof. Dr. Sandra Aßmann, Institut für Erziehungswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

Gefördert durch: Universitätsprogramm "Forschendes Lernen" der RUB

Laufzeit: 2018-2019

Publikationen

  • PHase - In Public History angeleitet soziale Wirklichkeit untersuchen, in: Straub, Jürgen/Plontke, Sandra/Ruppel, Paul Sebastian/Frey, Birgit/Mehrabi, Flora/Ricken, Judith (Hrsg.): Forschendes Lernen an Universitäten. Prinzipien, Methoden, Best-Practices an der Ruhr-Universität Bochum. Wiesbaden 2020, S. 137-145. (zus. mit Sandra Aßmann, Andrea Blome, Jörg Maack)
Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung

Seit 2005 ist das Videoportal YouTube Teil einer sich stetig verändernden Medienlandschaft. Im Gegensatz zu anderen Onlineangeboten wie Mediatheken, Streaming-Diensten und Video-on-Demand-Anbietern bietet YouTube seinen Nutzer*innen, sowohl Konsument als auch Produzent der eingestellten Videos zu sein. Damit wurden auch neue Zugänge und Formate zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Geschichte geschaffen. Neben hochgeladenen TV-Dokumentationen und historischen Filmdokumenten erfreuen sich insbesondere die sogenannten Erklär- und Lernvideos einem großen Zuspruch durch die Zuschauer*innen. YouTube-Kanäle wie "The Great War" oder "Einfach Geschichte" bieten ebenso wie der YouTuber "MrWissen2go" eigene Formate zur Darstellung von Geschichte an. Klassische mediale Gate Keeper und Agenda Setter wie Journalist*innen und Historiker*innen erhalten dadurch eine erfolgreiche Konkurrenz - Grund genug, sich mit dem Phänomen "Geschichte auf YouTube" aus fachwissenschaftlicher, geschichtsdidaktischer und pragmatischer Perspektive auseinanderzusetzen. „Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung“ erscheint im März 2019 bei De Gruyter Oldenbourg und wird Beiträge aus den Perspektiven der Geschichtswissenschaft, der Geschichtsdidaktik und der praktischen YouTube-Arbeit beinhalten.

Der Band bildet den Auftakt zur neuen Reihe „Medien der Geschichte„, die von den Hamburger Professoren Thorsten Logge (Public History), Andreas Körber (Geschichtsdidaktik) und Thomas Weber (Medienwissenschaft) herausgegeben wird. Link zur Publikation

Projektpartner: Nils Steffen, anders & wissen - das projektlabor

Laufzeit: 2017-2018

Publikationen

  • Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien in der Geschichte, Band 2). Berlin 2019. (Herausgeberschaft zus. mit Nils Steffen)
  • Broadcast yourself: history stories! Geschichte auf Youtube – eine Bestandsaufnahme, in: Bunnenberg, Christian/Steffen, Nils (Hrsg.): Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien der Geschichte, Band 2). Berlin 2019, S. 3-23. (zus. mit Nils Steffen)
Digital Storytelling in historischen Museen? – Empirische Begleitung des Projekts "Stuttgart neu erzählt. Pulsierende Stadtgeschichten"

Ende 2017 wird das derzeit im Aufbau befindliche Stadtmuseum Stuttgart eröffnet. Das Museum setzt neben bewährten Formen der Ausstellungsgestaltung auch auf die Methode des Digital Storytellings in der Konzeption der Dauerausstellung. Das Projekt begleitet den Prozess beratend und empirisch. Im Zentrum steht eine Analyse der durch das Digital Storytelling von Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern erstellten historischen Narrationen. Das Projekt untersucht den Produktionsprozess (incl. Produzentinnen und Produzenten), die Produkte sowie die Rezeption.

Projektpartner:

  • Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg GmbH
  • Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart
  • Hochschule der Medien, Stuttgart
  • Didaktik der Geschichte, Ruhr-Universität Bochum

Laufzeit: 2016 - 2018

Publikationen

  • Digital Storytelling im Museum – Besucher(innen) erzählen Stadtgeschicht(e), in: Bunnenberg, Christian/Steffen, Nils (Hrsg.): Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien der Geschichte, Band 2), Berlin 2019, S. 133-144. (zus. mit Nils Steffen)