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Projekt: Fröschweiler Chronik

Als "unangefochtener" Bestseller der Kriegserinnerungen an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 bezeichnete Frank Becker die "Fröschweiler Chronik" von Karl Klein in seiner Habilitationsschrift zur Geschichte der Einigungskriege in der bürgerlichen Öffentlichkeit Deutschlands zwischen 1864 und 1913. Der Text des Elsässers erfährt auch Einstufungen als kritische und tendenziell pazifistische Darstellung (Arand 2008) oder als das bedeutendste deutsche "Anti-Kriegsbuch" aus christlichem Geist in der Kaiserzeit (Führ 1995). In einem gemeinsamen Projekt von Prof. Dr. Tobias Arand (Ludwigsburg) und Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg wird eine Neuauflage mit Kommentierung, biographischer und historischer Einführung sowie ergänzender Quellen zusammen mit dem Osburg Verlag (Hamburg) realisiert.  Die Vorschau des Osburg Verlags zum Frühjahr 2021 finden Sie hier. Den passenden Ausschnitt zur Fröschweiler Chronik erhalten sie hier.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Tobias Arand (PH Ludwigsburg)

Laufzeit: 2020-2021

Publikationen:

  • Karl Klein: Fröschweiler Chronik. Kriegs- und Friedensbilder aus dem Jahr 1870. Herausgegeben, erläutert und kommentiert von Tobias Arand und Christian Bunnenberg, Hamburg 2021.

Pressemitteilungen und Vorträge:

  • In der Welt am Sonntag erschien am 23. Juni 2021 eine Kurzkritik zur Fröschweiler Chronik, die kürzlich von Christian Bunnenberg und Tobias Arand herausgegeben wurde.
  • Am 8. Juni 2021 trug Christian Bunnenberg in der Vortragsreihe "Der Deutsch-Französische Krieg in interdisziplinärer Perspektive" vor, der Titel des Vortrags lautet: "Major #vonKretschmann ist immer noch wütend." - 4.000 Tweets zum Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Ein Projektbericht. Hier geht es zum Programm.
Bergbau im Kreis Recklinghausen - Modellprojekt zur Kooperation von Schulen und kommunalen Archiven

Das Projekt wirft die Frage auf, wie die archivpädagogischen Lernangebote der kleineren, kommunalen Archive in NRW für schulische Lerngruppen erweitert werden können. Dazu ist eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus den Bildungspartnern NRW – Archiv und Schule, dem LWL-Archivamt, dem ZfSL Recklinghausen, kommunalen Archiven des Kreises Recklinghausen, Lehrerinnen und Lehrern und der Juniorprofessur für Didaktik der Geschichte gebildet worden. Grundannahme für das Projekt ist, dass den genannten Archiven vor allem zeitliche und materielle Ressourcen fehlen und Unsicherheiten hinsichtlich der pädagogisch-didaktischen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Lerngruppen bestehen. Eine Vernetzung mehrerer kommunaler Archive wurde als sinnvoll erachtet, um unterstützende Maßnahmen zu entwickeln. Das Ergebnis des Modellprojektes soll ein in Printform und/oder digital verfügbares Lernmittel für Schülerinnen und Schüler an Schulen des Kreises Recklinghausen sein, das den industriellen Aufbruch der Region in den Jahren 1870-1912 anhand von exemplarischem Archivgut sowie die vertiefende Kooperation schulischer Lerngruppen mit Kommunalarchiven darstellt. Die Juniorprofessur entwickelt im Rahmen des Projekts didaktische Vorschläge zur unterrichtlichen Arbeit mit dem Lernmittel.

Das Unterrichtsmaterial "Aufbruch im nördlichen Ruhrgebiet 1870 bis 1914" kann unter https://url.nrw/BiPa_Archivheft heruntergeladen werden. Anfragen für die gedruckte Fassung können an info@bildungspartner.nrw gerichtet werden.

Projektpartner: Bildungspartner NRW (Archiv und Schule), LWL-Archivamt für Westfalen

Laufzeit: 2019-2021

Publikationen:

  • Kommunale Archive und Geschichtsunterricht - geschichtsdidaktische Perspektiven auf lokal- und regionalgeschichtliches historisches Lernen "vor Ort", in: Bildungspartner NRW (Hrsg.): Aufbruch im nördlichen Ruhrgebiet 1870 bis 1914 - exemplarische Quellen aus kommunalen Archiven des Kreises Recklinghausen. Düsseldorf 2022, S. 10-19.
Phase: in Public History angeleitet soziale Wirklichkeit erforschen

Kern des Vorhabens ist es, den im Rahmen des Projekts "ABC - Abseits des Curriculums" (gefördert durch das Universitätsprogramm "Forschendes Lernen") von den Erziehungswissenschaften entwickelten, in der Lehre eingesetzten und evaluierten Selbstlernkurs (Moodle) zur Einführung in Methoden der qualitativen Sozialforschung für die Anforderungen des neuen Masterstudiengangs "Public History" zu adaptieren. Es erfolgt also ein Transfer von der Erziehungs- in die Geschichtswissenschaft sowie von der Bachelor- auf die Masterstufe. Bei dem Kurs handelt es sich um eine interaktive und handlungsorientierte Einführung in Methoden der emprisch-qualitativen Sozialforschung. Die Auseinandersetzung mit den Kursinhalten befähigt Studierende sich eine eigene Forschungsfrage zu wählen und diese in kleinem Rahmen empirisch zu bearbeiten (z.B. durch die Entwicklung eines Interviewleitfadens und die Durchführung, Transkription und Reflexion eines Interviews). Studierende des Masterstudiengangs "Public History" bewegen sich perspektivisch in potenziellen Berufsfeldern (z.B. Museen), für die Grundkenntnisse in qualitativer Sozialforschung in zunehmendem Maße erforderlich sind (z.B. Besucher- und RezipientInnenforschung). Insofern ist der interdisziplinäre Ansatz hier leitend, um erziehungswissenschaftliches Wissen auf die Geschichtswissenschaft und ihre speziellen Anforderungen zu übertragen.

Projektpartner: Prof. Dr. Sandra Aßmann, Institut für Erziehungswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

Gefördert durch: Universitätsprogramm "Forschendes Lernen" der RUB

Laufzeit: 2018-2019

Publikationen:

  • PHase - In Public History angeleitet soziale Wirklichkeit untersuchen, in: Straub, Jürgen/Plontke, Sandra/Ruppel, Paul Sebastian/Frey, Birgit/Mehrabi, Flora/Ricken, Judith (Hrsg.): Forschendes Lernen an Universitäten. Prinzipien, Methoden, Best-Practices an der Ruhr-Universität Bochum. Wiesbaden 2020, S. 137-145. (zus. mit Sandra Aßmann, Andrea Blome, Jörg Maack)
Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung

Seit 2005 ist das Videoportal YouTube Teil einer sich stetig verändernden Medienlandschaft. Im Gegensatz zu anderen Onlineangeboten wie Mediatheken, Streaming-Diensten und Video-on-Demand-Anbietern bietet YouTube seinen Nutzer*innen, sowohl Konsument als auch Produzent der eingestellten Videos zu sein. Damit wurden auch neue Zugänge und Formate zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Geschichte geschaffen. Neben hochgeladenen TV-Dokumentationen und historischen Filmdokumenten erfreuen sich insbesondere die sogenannten Erklär- und Lernvideos einem großen Zuspruch durch die Zuschauer*innen. YouTube-Kanäle wie "The Great War" oder "Einfach Geschichte" bieten ebenso wie der YouTuber "MrWissen2go" eigene Formate zur Darstellung von Geschichte an. Klassische mediale Gate Keeper und Agenda Setter wie Journalist*innen und Historiker*innen erhalten dadurch eine erfolgreiche Konkurrenz - Grund genug, sich mit dem Phänomen "Geschichte auf YouTube" aus fachwissenschaftlicher, geschichtsdidaktischer und pragmatischer Perspektive auseinanderzusetzen. „Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung“ erscheint im März 2019 bei De Gruyter Oldenbourg und wird Beiträge aus den Perspektiven der Geschichtswissenschaft, der Geschichtsdidaktik und der praktischen YouTube-Arbeit beinhalten.

Der Band bildet den Auftakt zur neuen Reihe „Medien der Geschichte„, die von den Hamburger Professoren Thorsten Logge (Public History), Andreas Körber (Geschichtsdidaktik) und Thomas Weber (Medienwissenschaft) herausgegeben wird. Link zur Publikation

Projektpartner: Nils Steffen, anders & wissen - das projektlabor

Laufzeit: 2017-2018

Publikationen

  • Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien in der Geschichte, Band 2). Berlin 2019. (Herausgeberschaft zus. mit Nils Steffen)
  • Broadcast yourself: history stories! Geschichte auf Youtube – eine Bestandsaufnahme, in: Bunnenberg, Christian/Steffen, Nils (Hrsg.): Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien der Geschichte, Band 2). Berlin 2019, S. 3-23. (zus. mit Nils Steffen)
Digital Storytelling in historischen Museen? – Empirische Begleitung des Projekts "Stuttgart neu erzählt. Pulsierende Stadtgeschichten"

Ende 2017 wird das derzeit im Aufbau befindliche Stadtmuseum Stuttgart eröffnet. Das Museum setzt neben bewährten Formen der Ausstellungsgestaltung auch auf die Methode des Digital Storytellings in der Konzeption der Dauerausstellung. Das Projekt begleitet den Prozess beratend und empirisch. Im Zentrum steht eine Analyse der durch das Digital Storytelling von Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern erstellten historischen Narrationen. Das Projekt untersucht den Produktionsprozess (incl. Produzentinnen und Produzenten), die Produkte sowie die Rezeption.

Projektpartner:

  • Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg GmbH
  • Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart
  • Hochschule der Medien, Stuttgart
  • Didaktik der Geschichte, Ruhr-Universität Bochum

Laufzeit: 2016 - 2018

Publikationen

  • Digital Storytelling im Museum – Besucher(innen) erzählen Stadtgeschicht(e), in: Bunnenberg, Christian/Steffen, Nils (Hrsg.): Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien der Geschichte, Band 2), Berlin 2019, S. 133-144. (zus. mit Nils Steffen)