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Universitätsprogramm Forschendes Lernen

 

Welches Ziel verfolgt das Programm?

Das Programm Forschendes Lernen soll sichtbar zur Weiterentwicklung gestufter und Staatsexamens-Studiengänge beitragen, insbesondere durch wachsende Freiheitsgrade und Mitgestaltungs-möglichkeiten für Studierende, die sich aus dem frühzeitigen Heranführen an die Forschung ergeben.

Download Zukunftskonzept Lehre

 

Wer kann sich bewerben?

Lehrende aller Fakultäten und an Studiengängen beteiligten Institute können sich an dem Programm beteiligen. Anträge können von Lehrenden und Studierenden gemeinsam gestellt, sie müssen vom jeweiligen Fachschaftsrat durch ein positives Votum mitgetragen werden. Die Institutsleitung und das Dekanat der Fakultät sollen über die Antragstellung informiert werden. Wenn es nicht nur um die Veränderung einer einzelnen Lehrveranstaltung, sondern auch eine curriculare Veränderung in der Lehre geht, ist eine Mitzeichnung des Antrags durch das Dekanat erforderlich.

 

Welche Entscheidungskriterien werden für eine Förderung zugrunde gelegt?

Die Programmlinie „Forschendes Lernen“ verfolgt die Umsetzung der Gestaltungsprinzipien des Zukunftskonzepts auf der curricularen Ebene der bestehenden Studiengänge. Folgende Kriterien sollten in den Anträgen Berücksichtigung finden:

  • Die Vorhaben sollen den im Zukunftskonzept genannten wesentlichen Merkmalen forschenden Lernens an         der RUB entsprechen, d.h. sie
  • konfrontieren mit neuesten Forschungsfragen / folgen einem problemorientierten didaktischen Prinzip und
  • vermitteln und erproben methodische Fähigkeiten (projektbezogene Ansätze mit eigenverantwortlicher Projektdurchführung) zur systematischen Untersuchung von Forschungsfragen und/oder
  • integrieren Querbezüge aus interdisziplinären Zusammenhängen und kreativitätsförderliche Ansätze („think out of the box“), um zu neuen Perspektiven und innovativen Problemlösungen zu gelangen.
  • Die Vorhaben sollen eine höhere zeitliche Flexibilität im Studium ermöglichen (z.B. durch Abkehr vom wöchentlichen Veranstaltungsrhythmus und/oder durch eine Projektorientierung).
  • Die Vorhaben sollen sich auf das Lehrkonzept der Fakultäten beziehen.
  • Vor allem sollen klassische Veranstaltungstypen bzw. Pflichtveranstaltungen umgestaltet werden, denn es sollten möglichst viele Studierende von den geförderten Vorhaben profitieren.               Von den Vorhaben sollte eine Signalwirkung ausgehen.
  • Die Vorhaben sollen an die bestehende Forschungs- und/oder Lerninfrastruktur anknüpfen, um           im Erfolgsfall die Projekte nachhaltig verstetigen zu können.

Gegenstand des Entwicklungsvorhabens kann auch der innovative Einsatz digitaler Technik zur Umsetzung Forschenden Lernens sein.

 

Was wird gefördert?

Das Universitätsprogramm fördert in drei unterschiedlichen Linien:

  • Konzeptentwicklung: Beantragt werden können Mittel für Personal- und Sachkosten zur weitreichenden Weiterentwicklung bzw. Neukonzeption von Lehrveranstaltungen oder Modulen im Sinne des Forschenden Lernens. Es zielt darauf, Lehrende bei der Konzeptionierung und Erprobung neuer Arbeitsformen, Zeitrhythmen oder Bereiche angeleiteten studentischen Forschens zu unterstützen. Der Zeitraum der Vorhaben erstreckt sich in der Regel über zwei Semester und muss eine überzeugende Form der begleitenden und abschließenden Evaluation des Konzepts vorsehen.
  • Konzepttransfer: Beantragt werden können Mittel für Personal- und Sachkosten zum Transfer eines bereits nachweislich erfolgreich erprobten Konzepts zum Forschenden Lernen von einer Disziplin auf eine andere bzw. in ein interdisziplinäres Vorhaben. Der Zeitraum der Vorhaben erstreckt sich in der Regel über zwei Semester und muss eine überzeugende Form der Evaluation des Transfers vorsehen.
  • Forschendes Lernen Sachkostenzuschuss: Beantragt werden können Mittel für Sachkosten, die zur Umsetzung Forschenden Lernens erforderlich sind. Dabei kann es sich z. B. um eine spezifische Form der Arbeit im Feld bzw. mit Daten oder eine besondere Form des öffentlichen Diskurses bzw. der Präsentation der Ergebnisse handeln. Beantragt werden können – je nach Gruppengröße und Vorhaben – bis zu 5.000 Euro.

Förderfähig sind auch solche Maßnahmen, die in ihrer Implementierung bereits begonnen haben. Von der Förderung jedoch ausgeschlossen sind Vorhaben, die in der beantragten Form in der Lehreinheit der Antragstellenden bereits seit längerem praktiziert werden oder bereits durch das Programm gefördert wurden. Die Anträge sollen deutlich machen, in welcher Form das Vorhaben, wenn es erfolgreich verläuft, verstetigt wird.

Wie sieht das Verfahren aus und wer entscheidet über die Förderung?

Die Vergabe erfolgt innerhalb eines wettbewerblichen Verfahrens. Zur Teilnahme nutzen Sie bitte das online bereitgestellte Antragsformular, in dem das Vorhaben, seine Zielgruppe, die curriculare Einbindung in die Lehre und die angebotenen Studiengänge, ein Zeitplan, die eingebrachten und beantragten Ressourcen sowie Verstetigungsabsichten dargestellt werden.
Dem Antragsformular kann, falls erforderlich, eine zusätzliche Seite mit Grafiken, Tabellen o.ä. zur näheren Erläuterung beigefügt werden. Weitere Anlageseiten sind, bis auf die Stellungnahme der Fachschaft, nicht zugelassen.

Download Antragsformular Konzeptentwicklung

Download Antragsformular Konzepttransfer

Download Antragsformular Sachkostenzuschuss

Die fächerübergreifend und gruppenparitätisch zusammengesetzte Universitätskommission für Lehre (UKL) berät die Anträge und spricht eine Empfehlung an das Rektorat aus, das über die Förderung entscheidet. Zur hochschuldidaktischen Bewertung der Anträge kann die UKL zur externen Beratung eine/n Vertreter/in aus dem Zentrum für Wissenschaftsdidaktik heranziehen.

Welche Antragsfrist muss beachtet werden?

Das Programm sieht pro Semester zwei Runden mit folgenden Stichtagen vor: im Sommersemester den 15.04. und 15.06, im Wintersemester den 15.11. und 15.01. Vorhaben, die in der ersten Runde eines Semesters beantragt werden, werden voraussichtlich bis etwa zur Semestermitte abschließend beraten. Anträge der zweiten Runde werden voraussichtlich in dem Monat abschließend beraten, in dem die Vorlesungszeit endet.
Reichen Sie Ihre Anträge zu den jeweiligen Stichtagen per Mail ein. Senden Sie sie unter dem Betreff „Forschendes Lernen“ an universitaetsprogramme-lehre@rub.de. Bitte informieren Sie auch Ihre Institutsleitung und das Dekanat Ihrer Fakultät über Ihre Antragstellung.

Wir freuen uns auf Ihre Konzepte und beraten Sie gerne im Vorfeld!

 

Wie kann man sich bewerben?

Laden Sie das aktuelle Antragsformular herunter:

Schreiben Sie Ihren Antrag entlang des Antragsformulars. Schicken Sie Ihren Antrag mit Betreff „Forschendes Lernen“ an universitaetsprogramme-lehre@rub.de.

Ansprechpartnerin

Dr. Judith Ricken
Dezernat 1
Tel.: +49 (0)234 32-23187

E-Mail: universitaetsprogramme-lehre@rub.de