Das Projekt VIMPLA entwickelt ein videobasiertes Fortbildungsformat für Lehrkräfte, um sie im Umgang mit antisemitischen Vorfällen im Schulalltag zu schulen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen wurden fünf animierte Video-Vignetten erstellt, die reale schulische Situationen mit antisemitischen Vorfällen darstellen. Diese Vignetten sollen in der universitären und staatlichen Lehrkräftebildung eingesetzt werden, um eine multiperspektivische Analyse zu ermöglichen und die professionelle Urteils- und Handlungskompetenz der Lehrkräfte zu fördern. Jede Vignette wird von einer wissenschaftlichen Handreichung für Dozenten und Moderatoren begleitet.
Das Folgeprojekt NATAV zielt darauf ab, die VIMPLA-Vignetten nachhaltig in bestehende Strukturen der Lehrkräfteaus- und -fortbildung zu integrieren. Die Projektziele umfassen die Verbreitung und Vernetzung der Vignetten, ihre Erprobung und Implementierung in Fortbildungssettings sowie die Entwicklung von praxisnahen Einsatzszenarien und Begleitmaterialien für eine dauerhafte Nutzung.
- Ein studentisches Ausstellungsprojekt im Public History-Studiengang -
Der „Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation“ war einer der führenden Konzerne Deutschlands. Früh zeigte er Interesse am Medium Fotografie und engagiere freie „Lichtkünstler". 1886 gab es den ersten fest angestellten Werksfotografen, und 1939 beschäftigte die Firma neun Fotografen – so viele wie kaum eine andere in Deutschland. [weiterlesen]
Im Historischen Archiv Krupp in Essen liegen mehr als 180.000 Motive der Fotografie des Bochumer Vereins. Diese Ausstellung präsen tiert erstmals einen Querschnitt und ist ein Kooperationsprojekt des Krupp-Archivs, von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum und dem Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.
Die Ausstellung ist vom 28. Mai 2026 bis zum 31. Januar 2027 im Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Str. 47, 44789 Bochum zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10.00-18.00 Uhr ,Sa/So und an Feiertagen 11.00-17.00 Uhr
Folge 7: Im Gespräch mit Prof. Dr. Nicola Brauch geht es um die Frage, wie ein zeitgemäßer Geschichtsunterricht aussehen kann. Nicola Brauch plädiert dafür, den Geschichtsunterricht konsequent an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler auszurichten und hebt die Bedeutung von Emotionen im Hinblick auf den Geschichtsunterricht hervor. Emotionen sollten, so ihre Position, trotz aller Herausforderungen zugelassen und keinesfalls vermieden oder ignoriert werden. Sie sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur historischen Urteilsbildung von Schülerinnen und Schülern. Weiterführende Literatur ausgehend von dem Gespräch:
https://swk-bildung.org/content/uploads/2024/06/SWK-2024-Stellungnahme_Demokratiebildung.pdf
Hier der Link zur Projekthomepage: https://empathia3.de/
Näheres zur Urteilskompetenz im Geschichtsunterricht finden Sie hier: https://www.wochenschau-verlag.de/Historische-Urteilskompetenz-foerdern/41684.
Das Gespräch für QUA-LiS NRW führen Dr. Johanna Gesang und Dr. Oliver Geister.
Unter diesen Links können Sie auf die Folge zugreifen (spotify und apple):
Bewerber:innen für den Lehramts-Master weisen künftig im Bewerbungsportal die Zugangsvoraussetzungen für die Unterrichtsfächer sowie die überfachlichen Voraussetzungen ("Profil Lehramt") nach. Die unterschiedlichen Stellen innerhalb der RUB prüfen die Angaben und Unterlagen im Bewerbungsportal. Die bisher gebräuchlichen PDF-Formulare, mit denen Bewerber:innen verschiedene Stellen kontaktieren mussten, entfallen.
Am 29.01.2026 findet im Rahmen der Reihe "History Revisited - Aktuelle fachwissenschaftliche und geschichtskulturelle Perspektiven auf Geschichtsunterricht" die Plenumsdiskussion zum Thema „KI im Geschichtsunterricht und der Lehrkräfteausbildung" statt. Auch in diesem Jahr bieten wir die Veranstaltung in hybrider Form (als vor Ort in GABF 04/516 oder online via Zoom) an.
Bei Interesse können Sie sich bis zum 28.01. per Mail (sekr-geschichtsdidaktik@ruhr-uni-bochum.de) anmelden.
Antisemitismus begegnen: Leitfaden für Schulen bietet jetzt Hilfestellung in vier Sprachen
Mit ihrem Leitfaden „Eine sichere Schule für Jüdinnen und Juden“ wollen die Autoren Marc Grimm und Florian Beer Antisemitismus nicht nur theoretisch betrachten, sondern Lehrkräften und anderen Bildungsfachkräften für ihren Berufsalltag etwas Praktisches an die Hand geben: 35 Fragen und ihre Antworten geben Anstoß, darüber zu diskutieren, was in jeder einzelnen Schule gemacht werden kann – um aufzuklären, präventiv vorzusorgen und Themen aufzugreifen, die häufig unausgesprochen bleiben. Neben der überarbeiteten deutschen Fassung steht der Leitfaden nun auch auf Englisch, Spanisch und Arabisch kostenlos zum Download zur Verfügung.
Pressemeldung zum Weiterlesen: https://www.uni-wuppertal.de/de/news/detail/antisemitismus-begegnen-leitfaden-fuer-schulen-bietet-jetzt-hilfestellung-in-vier-sprachen/
Schulische Zugänge zu jüdischem Leben und Antisemitismus Seminar für angehende Lehrkräfte
Das Verbundprojekt EMPATHIA³ verfolgt das Ziel der Professionalisierung künftiger Staatsbeamter in der Antisemitismusprävention und nimmt hierbei auch angehende Lehrkräfte in den Blick. Dafür wurde unter anderem ein Seminar („Intervention“) für diese Zielgruppe konzipiert.
Im Sommersemester 2025 wird es von der Didaktik der Geschichte der RUB mit angehenden Lehrkräften im Optionalbereich und M.Ed. Geschichte durchgeführt.
Lesen Sie weiter auf Seite 16.
Historisch denken – Emotionen „verstehen“.
Geschichtsbewusste Empathie als eine Komponente historischer Orientierung im Kontext des Antisemitismus der Gegenwart
Das Working Paper führt das Konstrukt der geschichtsbewussten Empathie (gbE) ein. Diese wird als erlernbare Fähigkeit verstanden, Emotionen in ihrer narrativen Formung wahrzunehmen, nachzuspüren und zu verstehen. Unter narrativer Emotionsformung wird – im Sinne eines narrativistischen Geschichtsverständnisses – der Einfluss historischer Darstellungen auf Emotionen bei ihrer Produktion und Rezeption gefasst.
GbE wird als Komponente der Orientierungskompetenz konzipiert: Sie nutzt historisches Denken, um narrative Emotionsformungen bei anderen und der eigenen Person zu verstehen und reflektiert in historische Urteilsbildungsprozesse einzubeziehen. „Verstehen“ ist dabei nicht normativ zu fassen, sondern als „Nachvollziehen", um rationale Betrachtung und fundierte Werturteile zu ermöglichen.
Der Beitrag entwickelt ein theoretisches Modell zur Förderung von gbE in historischen Lernprozessen und erläutert Möglichkeiten ihrer Förderung im Kontext des Antisemitismus der Gegenwart. GbE wird dabei als zentrale Komponente betrachtet, um die emotionale Dimension des Antisemitismus zu verstehen und SchülerInnen zu einem reflektierten Umgang mit antisemitischen Situationen zu befähigen.
https://empathia3.de/working-papers/
https://omp.ub.rub.de/index.php/Empathia3/catalog/book/394
Rüsen, J., Barricelli, M., Brauch, N., de Rezende Martins, E. C., Jaeger, F. (2025). Handbuch der Historik. Wiesbaden: Springer VS. [Link]
Zu den Auswirkungen des arabisch-israelischen Konflikts im Klassenraum.
Kritische Anmerkungen zu „Empfehlung Fachdidaktik: Hamas-Terror, Gaza-Krieg, Nahost-Konflikt – 50 Handlungsmöglichkeiten für Lehrer*innen“ von Karim Fereidooni
Der Artikel analysiert kritisch die Publikation „Der Hamas-Terror, der Gaza-Krieg und der Nahost-Konflikt: 50 Handlungsempfehlungen für Lehrer*innen“ von Karim Fereidooni. Die Autor*innen identifizieren mehrere kritikwürdige Aspekte: Eine durchgängige Parallelisierung von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus, die der Realität an deutschen Schulen nicht gerecht wird, sachliche Fehler bei der Darstellung des Nahost-Konflikts sowie eine mangelnde Berücksichtigung der spezifischen Bedrohungslage jüdischer Schüler*innen. Abschließend empfehlen die Autor*innen sieben Präventions- und Interventionsmaßnahmen für den schulischen Alltag.
https://empathia3.de/working-papers/
https://doi.org/10.46586/E3.358
Am 30.01.2025 findet im Rahmen der Reihe "History Revisited - Aktuelle fachwissenschaftliche und geschichtskulturelle Perspektiven auf Geschichtsunterricht" die Plenumsdiskussion zum Thema „Mehr Demokratie wagen“? - Politische Bildung als Auftrag von Geschichtsunterricht und Schule statt. Auch in diesem Jahr bieten wir die Veranstaltung in hybrider Form (als vor Ort in GABF 04/516 oder online via Zoom) an.
Bei Interesse können Sie sich bis zum 29.01. per Mail (sekr-geschichtsdidaktik@ruhr-uni-bochum.de) anmelden.
Künstliche Intelligenz in der Lehrerbildung
Am 15.11.2024 fand die diesjährige Fachverbundtagung in der Ausbildungsregion der Ruhr-Universität mit 120 Teilnehmenden – Vertreter:innen aus Schule, ZfsL, Bezirksregierung und Universität – im Veranstaltungszentrum der RUB statt. Die Tagung widmete sich dem aktuellen Thema „Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht“ und stand ganz im Zeichen der Frage, wie KI die Bildung verändert und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben.
Nach Grußworten von Prof. Dr. Gabriele Bellenberg (PSE), Dr. Peter Lücke (BR Arnsberg) und Dr. Uwe Gotthardt (ZfsL Hagen) setzten Prof. Dr. Bardo Herzig (Universität Paderborn) und Dr. Birte Güting (MSB) inhaltliche Impulse für den Tag.
"Eine sichere Schule für Jüdinnen und Juden: Ein Leitfaden für die antisemitismuskritische Schulentwicklung in 35 Fragen und Antworten"
Der Handlungsleitfaden „Eine sichere Schule für Jüdinnen und Juden“ behandelt in Form von 35 Fragen und Antworten zentrale Aspekte der Prävention, Intervention und Repression von Antisemitismus im schulischen Kontext. Der Leitfaden richtet sich an Pädagoginnen, Schulleitungen und weitere Akteure im Bildungsbereich. Er thematisiert neben der unterrichtlichen Bildung auch außerunterrichtliche Angebote, Elternarbeit, Schulkultur und emotionale Bildung. Besonderer Wert wird auf den Schutz und das Empowerment jüdischer Schülerinnen sowie auf die Sensibilisierung aller Beteiligten für die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus gelegt. Der Leitfaden ist praxisorientiert und bietet konkrete Handlungsempfehlungen, um Schulen zu Orten der Sicherheit und Wertschätzung für Jüdinnen und Juden zu machen.
https://omp.ub.rub.de/index.php/Empathia3/catalog/book/330
Im Wintersemester 2024/25 bieten wir bereits zum sechsten Mal die Veranstaltung History Revisited an. Sie zielt darauf ab, Zugänge, Fallbeispiele, Methoden und Erkenntnisse neuerer Forschung zu den verschiedenen Inhaltsfeldern der Kernlehrpläne Geschichte NRW aufzuzeigen wie auch geschichtskulturelle Angebote und Institutionen kennen zu lernen, um somit altvertraute Themen und Basisnarrative einer Neubetrachtung zu unterziehen und Innovation zu ermöglichen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Ausführliche Informationen zu Inhalt und Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage. (Interessierte Studierende melden sich mit im Sekretariat Matrikelnummer an.)
Dank der Förderung durch das Universitätsprogramm Forschendes Lernen ist ein zusätzliches Angebot für Studierende entstanden:
Sie haben die Möglichkeit in Form von empirischer oder historischer Forschung, gegenwärtige und historische Dimensionen jüdischen Lebens zu erforschen und ihre Ergebnisse als OER-Materialien aufzubereiten. Die Veranstaltung kann auch im Optionalbereich besucht werden (https://module.optio.ruhr-uni-bochum.de/modules/5582).
Das Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FoNA21) wurde im Rahmen des BMBF-Förderprogramms Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus gegründet. Es begleitet zehn Verbundprojekte, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und Fragestellungen der Erforschung der Ursachen und Hintergründe der gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus in Deutschland widmen.
Polizei und Lehrkräfte gegen Antisemitismus professionalisieren
Staatsbedienstete sollen Antisemitismus entgegenwirken, werden darauf aber bisher kaum ausreichend vorbereitet. Ein neuer Forschungsverbund befasst sich nun mit dieser Thematik.
Über welches Wissen sollten künftige Staatsbedienstete im Schul- und Polizeidienst verfügen, um Antisemitismus in ihrem Arbeitsumfeld aktiv entgegenwirken zu können? Und wie kann ihr Wissensstand zum Thema, mit dem auch individuelle Einstellungen verbunden sind, erhoben und gemessen werden? Welche Art von Argumentationstraining kann dazu beitragen, die notwendigen Fähigkeiten der Zielgruppe schon während der Ausbildung zu professionalisieren? Diesen Fragen widmet sich das interdisziplinäre Team des Forschungsverbundes EMPATHIA³ unter Leitung von Prof. Dr. Nicola Brauch, Geschichtsdidaktikerin an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Als eines von zehn bundesweiten Vorhaben wird er vom Bundesforschungsministerium in der Förderline „Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“ für vier Jahre gefördert. Anfang Oktober 2021 beginnt der Verbund seine Forschungsarbeit.
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Kontakt
Ruhr-Universität Bochum
Didaktik der Geschichte
GA 5/62
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Sekretariat
Roxana Breitenbach
0234 32-23992
GA 4/147
Frau Brauch
Herr Urbach
Frau Hauch
Beratungsveranstaltung zum Master of Education Geschichte für alle B.A.-Absolventen, die sich zum Wintersemester 2026/27 in den Master of Education-Studiengang umschreiben wollen, werden fünf Zoom-Termine zur Auswahl angeboten:
Vom HiBo wurde eine Mailingliste eingerichtet, um die Reichweite der Verbreitung von wichtigen Informationen am Institut zu erhöhen.
Ziel ist es, die Studierenden schnell über aktuelle und studiumsrelevante Entwicklungen am HiBo in Kenntnis setzen zu können (z.B. wenn es - wie aktuell - zu Schwierigkeiten bei der Zuteilung in e-campus kommt oder es coronabedingte Änderungen im Lehrablauf etc. gibt.).
Die Eintragung in die Liste ist selbstverständlich freiwillig und ist jedoch nur mit der RUB-Mail Adresse möglich.
https://lists.ruhr-uni-bochum.de/mailman/listinfo/hibo-studierende
(Auszüge)
Film und Geschichte – „Das Boot“ Revisited
Symposium zum 80. Geburtstag von Dr. Rudolf Tschirbs
18. September 2026 im Institut für soziale Bewegungen
Dirk Urbach
Posterpräsentation zum Dissertationsprojekt Historical-Consciousness-Based Empathy (HCBE),
SIG 13 Conference der EARLI
4.–5. Juli 2026, Norwegen
Jana Habig
Susi Schmerler/Schulamith Nadir: „Ich wollte immer nur nach Palästina“
Im Rahmen der Vortragsreihe „Aus Nazi-Deutschland entkommen – Flucht und Neubeginn“
13. Mai 2025 im Historischen Nordbahnhof Bochum
Dirk Urbach
Monografie
Rüsen, J., Barricelli, M., Brauch, N., de Rezende Martins, E. C., Jaeger, F. (2025). Handbuch der Historik. Wiesbaden: Springer VS. [Link]
Monografie
Hoffmann, F. unter Mitarbeit von Brauch, N. (2024). Historische Urteilskompetenz fördern - Geschichtsunterricht planen mit dem Fhurko-Modell. Frankfurt am Main: Wochenschau Verlag. [Link]
Monografie
Mierwald, M. (2020). Historisches Argumentieren und epistemologische Überzeugungen. Eine Interventionsstudie zur Wirkung von Lernmaterialien im Schülerlabor. (Reihe: Empirische Forschung in den gesellschaftswissenschaftlichen Fachdidaktiken). Wiesbaden: Springer VS. [Verfügbar unter: https://www.springer.com/de/book/9783658299545]
Aufsätze und Artikel in Zeitschriften