Anwendung der dynamischen Olfaktometrie für MRT-Untersuchungen von Reizstoffwirkungen: Hirnkonnektivität & MR-Spektroskopie

Es wird immer wieder diskutiert, ob es bestimmte Personengruppen gibt, die eine erhöhte Sensitivität gegenüber Geruchs- und Reizstoffen haben und dadurch in erhöhtem Maß belästigt bzw. abgelenkt werden können. Bisher existieren jedoch keine systematischen Untersuchungen, die der Frage nachgehen, ob und wie sich die Dosis-Wirkungsbeziehung bei gesunden und suszeptiblen Personen unterscheidet. Mittels fMRT können nicht nur einzelne Gehirnregionen, sondern auch ganze Netzwerke, wie z.B. das Olfaktionsnetzwerk oder das Schmerznetzwerk untersucht werden. Es wird vermutet, dass eine hohe Konnektivität, d.h. eine gute Vernetzung zwischen bestimmten Hirnregionen, mit einer erhöhten Empfindlichkeit einhergeht. Als Kooperationspartner innerhalb des Forschungsprojektes FP 365, zusammen mit dem Institut für Neuropsychologie (Studienleiter: Prof. Dr. B. Suchan; Ruhr-Universität Bochum) und dem Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA; Ruhr-Universität Bochum) untersuchen wir neuronale Korrelate der Geruchsempfindlichkeit, u.a. auch, ob ein Zusammenhang zwischen Geruchsempfindlichkeit und Schmerzschwellen besteht. Zudem interessiert uns, wie lokale Neurotransmitter-Konzentrationen im insulären Kortex die Geruchsempfindlichkeit bzw. die Schmerzschwellen modulieren, und welchen Einfluss sie auf die entsprechenden neuronalen Netzwerke haben.

Gefördert durch die DGUV (FP 365)