Apl. Prof. Dr. Helga Scholten

Zur Person

seit Okt. 2017: Akademische Oberrätin für Alte Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Okt. 2017 - März 2018: Lehrauftrag an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Apr. 2017 - Sep. 2017: Vertretung der Professur für Alte Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum

Apr. 2015 - März 2017: Vertretung der Professur für Alte Geschichte an der Universität zu Köln

Feb. 2014: Umhabilitation an die Ruhr-Universität Bochum

Apr. 2012 - März 2015: Lehrbeauftragte an der Ruhr-Universität Bochum

Feb. 2011 - Juli 2013: Lehrerin in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften am Bischöflichen Gymnasium und Internat Collegium Augustinianum Gaesdonck

Okt. 2010 - Feb. 2011: Vertretung des Lehrstuhls und der Leitung des Fachbereichs Alte Geschichte an der Universität Duisburg Essen

Apr. 2010 - Juli 2010: Vertretung der Stelle einer Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Duisburg Essen

Okt. 2009 - März 2010: Vertretung des Lehrstuhls und der Leitung des Fachbereichs Alte Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Apr. 2009: Verleihung der Bezeichnung "außerplanmäßige Professorin" durch den Fachbereichsrat des Fachbereichs Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen

Apr. 2009 - Sep. 2009: Lehrbeauftragte an der Universität Siegen

Apr. 2006 - Sep. 2009: Hochschuldozentin an der Universität Duisburg Essen

Apr. 2006 - März 2007: Lehrbeauftragte an der Universität Siegen

Apr. 2003 - März 2006: Vertretung der Professur für Alte Geschichte an der Universität Siegen

Aug. 2001 - März 2003: Hochschuldozentin an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Juni 2001: Erteilung der Lehrbefugnis für Alte Geschichte und die Er¬nennung zur Privatdozentin durch den Rektor der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Mai 2001: Habilitation im Fach Alte Geschichte an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Sep. 1995 - Aug. 2001: Wissenschaftliche Assistentin am Fach Geschichte der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Feb. 1994: Promotion im Fach Alte Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Juli 1994 - Aug. 1994: Praktikum am Römisch-Germanischen Museum in Köln

1993 - 1995 Lehrbeauftragte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1991 - 1995: wissenschaftliche Hilfskraft im Fachbereich Alte Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1984 - 1990: Studium der Fächer Geschichte und Soziologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1983 - 1984: Studium der Fächer Geschichte, Politische Wissenschaften und Pädagogik an der RWTh Aachen

1963: geboren in Kalkar

 

Aktuelle Forschungsprojekte

Die spätrömische Gesellschaft im Wandel - Formen politischen Handelns und interkulturelle Kommunikation

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Modells zur terminologisch präziseren Erfassung der komplexen Wandlungsprozesse der spätrömischen Gesellschaft des 4. Jahrhunderts n. Chr. Welche Formen politischen Handelns lassen sich ausmachen? Anhand von Fallbeispielen werden die Wahrnehmungen, die Wirkungen und die Folgen einer von Seiten der politischen Organisationsstrukturen in den "christlich-paganen" und in den "römisch-barbarischen" Kommunikations- prozess eingespeisten Aussagen, Informationen, Mitteilungen. Inwiefern beeinflusste die Politik des Kaiserhauses und deren Umsetzung vor Ort aktiv den Kommunikationsprozess zwischen diesen nur in der Theorie bestehenden festen Einheiten. Es gab weder ein einheitliches, ein "wahres" Christentum, noch bestand eine geschlossene pagane Gemeinschaft. Ein vergleichbar indifferentes Bild ergibt sich bei dem Versuch, den kulturellen Kern "barbarischen" Ethnien zu definieren. Wird die Vorstellung fixer Identitäten aufgegeben, dann bietet sich die Möglichkeit, die spätrömische Gesellschaft als einen Raum interkultureller Kommunikation zu verstehen. Dabei lassen sich zum einen gezielt eingespeiste Mitteilungen, Anordnungen oder Einflussnahmen seitens politischer Institutionen, aber auch sozialer Gruppierungen, d.h. kollektiver Akteure und Einzelakteure erörtern, zum anderen unbewusste Adaptionen ,neuer', bzw. ,anderer' kultureller Vorstellungen und Eigenarten. Ein abschließender Vergleich der in Fallstudien zu leistenden Interpretationen kommunikativer Strukturen in der spätrömischen Gesellschaft soll die bestimmenden Faktoren in diesen vielfältigen Prozessen kulturellen Austauschs erschließen.

Forschungsinteressen

  • Griechische Geschichte
  • Römische Kaiserzeit
  • Spätantike
  • Regionalgeschichte
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte
  • Religionsgeschichte

 

Publikationen

1. Monographien:

  • Die Sophistik – Eine Bedrohung für die Religion und Politik der Polis? Eine historische Analyse, Berlin 2003.
  • Der Eunuch in Kaisernähe. Zur politischen und sozialen Bedeutung des praepositus sacri cubiculi im 4. und 5. Jahrhundert n.Chr. (Prismata Bd. V), Frankfurt am Main 1995.

2. Herausgeberschaften:

  • Die Wahrnehmung von Krisenphänomenen. Fallbeispiele von der Antike bis in die Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2007.

3. Aufsätze:

  • Handwerk (Die griechische Wirtschaft 1000 v. Chr. - 100 v. Chr.), in: S. von Reden / K. Ruffing (Hg.): Handbuch der Wirtschaftsgeschichte. Die antike Wirtschaft, Berlin (in Vorbereitung).
  • Bagauden und Räuber am Niederrhein in der Spätantike, in: H. Eickmanns / S. Frank (Hg.): Kriminalität am Niederrhein (Rhein-Maas. Geschichte, Sprache, Kultur 9), Hamburg 2019 (in Vorbereitung).
  • Fortbestand im Wandel: Römische Kommunikationsräume bei Salvian von Marseille, in: J. Strothmann (Hg.): Das "unsichtbare römische Reiche" (in Vorbereitung).
  • Germania magna und Imperium Romanum: Exempla imperialer Herrschaftspraxis, konstruierter Geschichte und politischer Mythen, in: B. Kuh / M. Weipert (Hg.): Region und außerschulische Lernorte (Historica et Didactica, Fortbildung Geschichte. Ideen und Materialien für Unterricht und Lehre), St. Ingbert 2019, 111-116 (im Druck).
  • Materialien für den Unterricht: Region - Außerschulische Lernorte (AL I), in: B. Kuh / M. Weipert (Hg.): Region und außerschulische Lernorte (Historica et Didactica, Fortbildung Geschichte. Ideen und Materialien für Unterricht und Lehre), St. Ingbert 2019, 29-49 (im Druck).
  • Begegnungsräume Römer und Germanen - Haltern und Kalkriese als Beispiele, in: B. Kuh / M. Weipert (Hg.): Region und außerschulische Lernorte (Historica et Didactica, Fortbildung Geschichte. Ideen und Materialien für Unterricht und Lehre), St. Ingbert 2019, 21-29 (im Druck).
  • Die emotionale Wirkung religiöser Bildkunst in der Antike. Das Beispiel Dura-Europos, in: Ph. Reichling/M. Strothmann (Hg.): Religion für die Sinne - Religion for the Senses, Oberhausen 2016, 99-117.

  • Urbanität und Romanisierung – eine siedlungshistorische Einordnung Aachens, in: R. von Haehling/A. Schaub (Hg.): Römische Aachen. Archäologisch-historische Aspekte zu Aachen und der Euregio, Regensburg 2013, 269-297.
  • Der Mars-Camulus-Stein, in: M. Klöckner / U. Tworuschka (Hg.): Handbuch der Religionen. Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland und im deutschsprachigen Raum, 31. Ergänzungslieferung, Bd. I. 23.1, München 2012, 1-13.
  • Römer und Germanen, in: B. Kuh / H. Schmenk / A. Windus (Hg.): Weltgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht (Historica et Didactica, Fortbildung Geschichte. Ideen und Materialien für Unterricht und Lehre, Bd. 1), St. Ingbert 2010, 34-37; 54-60.
  • Athen und der Nimbus einer Kulturmetropole, Forum Classicum 1 (2010), 4-15.
  • Göttliche Vorsehung und die Bedeutung des Griechentums. Plutarchs De sera numinis vindicta, in: Antike und Abendland 55 (2009), 99-117.
  • Technischer Fortschritt im Denken Vitruvs, in: Archiv für Kulturgeschichte 91/1 (2009), 21-44.
  • Die „Schule von Hellas“: Athen, in: Unikate 34 (2009), 23-27.
  • Gemeinsame Tendenzen in der Wahrnehmung von Krisenphänomenen?, in: H. Scholten (Hg.): Die Wahrnehmung von Krisenphänomenen. Fallbeispiele von der Antike bis in die Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2007, 323-339.
  • Aristophanes’ Ekklesiazusen und Platons Politeia – die Wahrnehmung der Nachkriegszeit in Athen, in: H. Scholten (Hg.): Die Wahrnehmung von Krisenphänomenen. Fallbeispiele von der Antike bis in die Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2007, 29-55.
  • Wahrnehmung und Krise, in: H. Scholten (Hg.): Die Wahrnehmung von Krisenphänomenen. Fallbeispiele von der Antike bis in die Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2007, 5-13.
  • Die kulturelle Bewertung körperlicher Arbeit in den Gedichten Theokrits, in: D. Dormeyer /F. Siegert /J. Cornelis de Vos (Hg.): Arbeit in der Antike, in Judentum und Christentum (MJSt Bd. 20), Münster 2006, 66-86.
  • Das "Spiel" mit dem Mythos in Aristophanes’ Acharnern, in: Archiv für Kulturgeschichte 88/1 (2006), 1-22.
  • Der Demeter- und Persephonemythos in der Auseinandersetzung christlicher Autoren, in: R. von Haehling (Hg.): Griechische Mythologie und frühes Christentum, Darmstadt 2005, 268-295.
  • Akkulturationsprozesse in der Euphrat-Region am Beispiel der griechisch-makedonischen Siedlung Dura-Europos, in: Historia 54 (2005), 18-36.
  • Die Schildbeschreibung Homers als Spiegel der frühgriechischen „Staatswerdung“, in: Gymnasium 111 (2004), 335-357.
  • Die Bewertung körperlicher Arbeit in der Antike, in: Ancient Society 33 (2003), 1-22.
  • Kulte weiblicher Gottheiten in patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen, in: M. Heinz / F. Kuster (Hg.): Geschlechtertheorie, Geschlechterforschung. Ein interdisziplinäres Kolloquium, Bielefeld 1998, 165-198.
  • Der oberste Hofeunuch. Die politische Effizienz eines gesellschaftlich Diskriminierten, in: A. Winterling (Hg.): Comitatus. Beiträge zur Erforschung des spätantiken Kaiserhofes, Berlin 1998, 51-75.
  • Römische Diplomatie im 4. Jahrhundert n.Chr. - Eine Doppelstrategie des praefectus praetorio Orientis Musonianus?, in: Historia 47 (1998), 454-467.

4. Rezensionen:

  • Rez. Jan Dreßler, Wortverdreher, Sonderlinge, Gottlose. Kritik an Philosophie und Rhetorik im klassischen Athen, (Beiträge zur Altertumskunde Bd. 331), Berlin / Boston 2014, in: HZ 302 (2016), 761-763.
  • Rez. Ayad Al-Ani: Araber als Teil der hellenistisch-römischen und christlichen Welt. Wurzeln orientalischer Betrachtung und gegenwärtiger Konflikte: von Alexander dem Großen zur islamischen Eroberung, Berlin 2014, in: Das Historisch-Politische Buch 63/2 (2015), 136.
  • Rez. Hendrik Obsieger: Plutarch: DE E apud Delphos. Über das Epsilon am Apolltempel in Delphi. Einführung, Ausgabe und Kommentar, Stuttgart 2013 (Palingenesia. Schriftenreihe für Klassische Altertumswissenschaft Bd. 101), in: Das Historisch-Politische Buch 63/1 (2015), 33f.
  • Rez. V. Rosenberger (Hg.): Divination in the Ancient World. Religious Options and the Individual, Stuttgart 2013, in: Das Historisch-Politische Buch 62/6 (2012), 602f.
  • Rez. M. Tröster: Themes, Character, and Politics in Plutarch’s Life of Lucullus. The Construction of a Roman Aristocrat (Historia Einzelschriften 201), Stuttgart 2008, in: Das Historisch-Politische Buch 57 (2009), 229f.
  • Rez. A. Thiel: Die Römer in Deutschland, Stuttgart 2008, in: Das Historisch-Politische Buch 56/5 (2008), 478-479.
  • Rez. W. Will: Thukydides und Perikles. Der Historiker und sein Held, Bonn 2003, in: HZ 280 (2005), 712-713.
  • Rez. B. Patzek: Homer und seine Zeit, München 2002, in: Gymnasium 111 (2004), 477-478.
  • Rez. M. Staesche: Das Privatleben der römischen Kaiser in der Spätantike. Studien zur Personen- und Kulturgeschichte der späten Kaiserzeit, Bern 1998, in: HZ 271 (2000), 160-162.