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Anschrift

Institut für Archäologische Wissenschaften
Am Bergbaumuseum 31
D-44791 Bochum

Institutsleitung

Geschäftsführende Leitung:
Prof. Dr. Jon Albers

Stellvertretung:
Prof. Dr. Constance von Rüden

Geschäftszimmer

Hr. Michael Krauß
arch-wissenschaften@rub.de

Öffnungszeit:

Mo.-Do. 10:00-12:00 Uhr & 14:00-16:00

Studentische Studienberatung

arwi-campusoffice@rub.de
(auch Modul-Ummeldungen in eCampus)

Die geregelten Sprechstunden finden nur während der Vorlesungszeit statt. Ansonsten vereinbaren Sie bitte einen Termin via E-Mail.

Anna-Lisa Schneider B.A.
Dienstags 10:00-11:00 Uhr

Dominic Bachmann M.A.
Freitags 14:00-15:00 Uhr

Telefonnummer der Studienberatung: 0234 32 26484

Fachbibliothek

archbib@rub.de

Vorlesungszeit
Öffnungszeit:
Mo.-Mi., Fr. 9:00-19:00 Uhr
Do. 9:00-18:00 Uhr
Ausleihe:
nach Terminvereinbarung

vorlesungsfreie Zeit
Mo.-Fr. 10:00-18:00 uhr



Neue Funde und Forschungen Kolloquium am 13.06.2024

Liebe Studierende, liebe Kolleg:innen,

Zwischen Meer und Land. Tell Mirhan und sein Hinterland. Geoarchäologische Untersuchungen in der Region Chekka (N-Libanon), lautete der Titel des spannenden Vortrages, den Frau Mag. Dr. Karin Kopetzky aus Wien für uns gehalten hat. Wir möchten uns gerne für Ihre Zeit und Mühen, die sie aufgebracht hat, sowie Fülle an Informationen bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

In der nächsten Runde geht es aber ebenso interessant weiter, wenn Herr Prof. Dr. Markus Scholz aus Frankfurt über Roms Gier nach Silber. Frühkaiserzeitliche Militäranlagen bei Bad Ems im Kontext des römischen Bergbaus im Hörsaal unseres Institutes reden wird.

Alle Studierenden und Kolleg:innen sind herzlich zum Vortrag eingeladen und wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen.
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Absolventenkolloquium der Klassischen Archäologie

Liebe Studierende,

am 07.06.2024 findet das Absolventenkolloquium der Klassischen Archäologie um 14 Uhr c.t. statt.

Wir laden alle herzlich ein in Präsenz oder über ZOOM teilzunehmen.

Informationen zu zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der beiliegenden PDF.
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boscol: Wahres über Rares Vortragsreihe

Liebe Studierende,

boscol oder die Depots der Bochumer wissenschaftlichen Sammlung möchte seine Schätze offenbaren und die dazugehörigen Geschichten Interessierten vermitteln.

Dafür finden bald spannende Vorträge im HMA 20 auf dem Campus von 18:00 bis 18:45 statt. Eine hybride Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter: boscol Vorträge
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Modul 040489 Museumsbezogener Transfer von Prof. Dr. Kleingärtner wird verschoben!

Liebe Studierende,

der Blocktermin zum oben angebenen Modul verschiebt sich von den 20. April 2024 auf den 27. April 2024.

Nachruf für Prof. Dr. Hans Lohmann



Prof. Dr. Hans Lohmann
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An Heiligabend verstarb überraschend Professor Dr. Hans Lohmann im Alter von 76 Jahren. Die Ruhr-Universität Bochum, die Fakultät für Geschichtwissenschaften und das Institut für Archäologische Wissenschaften trauern um unseren ehemaligen Professor, Kollegen und Freund.

Es war sein Idealismus, der ihn in der Archäologie letztlich bis zu seinem Lebensende trug. Ein Merkmal seines Charakters, das schon sein Klassenlehrer heraushob, als Lohmann diesem kurz vor dem Abitur gestand Archäologe werden zu wollen. „Gott möge Ihnen ihren Idealismus erhalten“, soll dieser erwidert haben. Seinen Studierenden predigte er stets, dass wir Archäolog:innen uns nicht nur, um die großen Tempel und touristisch vermarktbaren Ruinen kümmern sollten, sondern unseren Fokus auf die vergänglicheren Spuren kleiner Gehöfte, Dörfer und des Alltags der Menschen in der Antike im Allgemeinen widmen sollen.

Hans Lohmann kam am 16. September 1947 im kriegszerstörten Berlin auf die Welt. Er wuchs im Westen der Stadt auf und begann dort 1966 sein Studium, das er an der Universität Basel abschloss. Er erhielt anschließend zwei DAAD-Stipendien, die ihm Aufenthalte in Griechenland (1970) und Italien (1971/72) ermöglichten. 1975 promovierte Hans Lohmann über das Thema „Grabmäler auf unteritalischen Vasen“ bei Erika Simon an der Universität Würzburg. Es folgte ein Reisestipendium des DAI (Deutsches Archäologisches Institut) und Arbeiten als Grabungsleiter in Augst und Kaiseraugst (CH), ehe es ihn erstmals nach NRW zog. Dort war er zwei Jahre als wissenschaftlicher Referent am Rheinischen Landesmuseum in Bonn tätig, 1981 wechselte er dann an die Ruhr-Universität Bochum. Hier war er zunächst als Mitarbeiter am Institut für klassische Archäologie tätig. Es folgte 1989 seine Habilitation mit dem Titel „Atene – Forschungen zur Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur des klassischen Attika“. Schon hier zeigte sich, was prägend für seine künftige Arbeit sein sollte, ein siedlungsarchäologischer Schwerpunkt, der ihn bis zum Schluss begleiten sollte. Und das in einer Zeit, in der die deutschsprachige klassische Archäologie noch sehr stark kunsthistorisch geprägt war. 2000 folgte dann seine verdiente Ernennung zum apl. Professor.

Auf dem Gebiet der Survey- und Siedlungsarchäologie gehörte Herr Lohmann und das Institut damals zu den Pionieren in der klassischen Archäologie und im Zuge dessen trug er seit den 1990er Jahren wesentlich zum besseren Verständnis der Siedlungslandschaften rund um die antiken Städte Athen und Milet bei, indem er sowohl Surveys in Attika als auch auf der Halbinsel von Milet durchführte. Daran schloss er, ab 2001, ein Projekt im nördlich von Milet gelegenen Mykalegebirge an, die Region heißt heute Dilek Dağları. Ziel des Projekts war eine systematische Exploration des Gebirgszugs. 2004 gelang dabei die Entdeckung des archaischen Panionions – dem Zentralheiligtum des im 7. Jh. v. Chr. gegründeten ionischen Bundes. Auch nach seiner feierlichen Verabschiedung in den Ruhestand im Oktober 2012 blieb Lohmann dem Institut weiter eng verbunden, unter anderem durch Lehraufträge. Er wurde bis zuletzt oft im Haus der Archäologien angetroffen und verbreitete stets gute Laune. Unser tiefstes Mitgefühl gilt insbesondere seiner Familie, allen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern. Sein Tod reißt auch bei uns eine große Lücke.

Prof. Dr. Martin Paul
Rektor der Ruhr-Universität

Prof. Dr. Ulrich Rehm
Dekan der Fakultät für Geschichtswissenschaften

Prof. Dr. Jon Albers
Geschäftsführender Leiter, Institut für Archäologische Wissenschaften

Auf kleinem Fuße! Über 2000 Jahre alter Kinderschuh in Salzbergwerk am Dürrnberg gefunden.



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Der schönste Fund der diesjährigen Dürrnberg Kampagne – Ein über 2000 Jahre alter Kinderschuh
Der schönste Fund der diesjährigen Dürrnberg Kampagne – Ein über 2000 Jahre alter Kinderschuh
© Deutsches Bergbau-Museum



Unsere Kolleg:innen und Studierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Stöllner waren auch in diesem Jahr wieder im Georgenberg-Stollen am Dürrnberg tätig und setzten damit eine seit 2001 bestehende Forschungstradition des Deutschen Bergbau-Museums Bochum am Dürrnberg oberhalb Halleins (AT) fort. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften durchgeführt und durch die Salinen Austria AG und den Salinen Tourismus gefördert. Dem Team gelang dabei u.a. der Fund eines hervorragend erhaltenen Kinderschuhs aus Rohhaut (zu sehen im Bild). Der in seiner Größe ungefähr der heutigen Schuhgröße 30 entspricht. Im Falle des vermutlich im 2. Jh. v. Chr. gefertigten Schuhs ist die Erhaltung so gut, dass sich sogar die Reste einer Schnürung aus Flachs/Lein erhalten hat.
Im näheren Umfeld des Schuhes konnte das Team zudem weitere organische Reste bergen. Darunter ein Fragment einer hölzernen Schaufel – genau genommen ein halbes Schaufelblatt – und Fellreste mit einer Schnürung, die möglicherweise zu einer Fellhaube gehörten. „Solche Funde, wie wir sie am Dürrnberg finden, bieten uns einen Einblick in das Leben der eisenzeitlichen Bergleute“, betont Thomas Stöllner.

Mehr zum Fund – u.a. ein 11-minütiges Interview – und dem Projekt gibt es auf unserem Science Blog Unterirdisch

Löwenkopf aus Marmor auf Sizilien gefunden!



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© Selinuntprojekt Ruhr-Universität Bochum, Marc Klauß/Leah Schiebel



Während der derzeitigen Kampagne des DFG-geförderten Projektes Der Osthafen von Selinunt. Funktionsbereiche einer antike Hafenzone, wurde eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Das Projekt findet in Kollaboration mit dem Archäologischen Park Selinunte Cave di Cusa unter Dr. Felice Crescente und dem Deutschen Archäologischen Institut Rom unter Prof. Dr. Ortwin Dally statt. Die Grabung wird von Prof. Dr. Jon Albers aus unserem Haus geleitet.

Die Archäolog*innen fanden einen Sima (Wasserspeier) aus Marmor in Form eines Löwenkopfes. Der Fund ist in gutem Zustand und kann Hinweise auf Handelsbeziehungen und technische Fertigkeiten der Bewohner von Selinunt liefern. Zu welchem Tempel der Löwenkopf gehört, wie er einzuordnen ist und weitere Informationen können Sie den RUB-NEWS entnehmen.

Teil des fleißigen Teams von Prof. Dr. Jon Albers, die bei der diesjährigen Kampagne mitwirken sind: Axel Miß M.A., Dr. Barbora Weissová, Clarissa Haubenthal M.A., Marc Christian Klauß B.A., Anna-Lisa-Schneider B.A., Leonie Nolte B.A., Damaris Axmann, Antonia Becker B.A., Stella Milena Becker B.A., Sina Celine Blecher, Johanna Maria Brennecke, Angelina Daxenberger, Lennart Julian Fütterer, Benjamin Michael Gronwald, Selin Isli, Lucas Latzel M.A., Hanna Merk, Pascal Mund, Sophie Peintinger, Leah Valeria Schiebel M.A., Ira Victoria Schwabenland, Dina Schwarz und Jonas Tilahun.

Das Institut für Archäologische Wissenschaften wünscht allen Beteiltigten weiterhin eine gute Zusammenarbeit sowie eine erfolgreiche Restkampagne und freut sich auf die gesunde Rückkehr aller.

Neuerscheinung in der Bibliothek

Liebe Studierende,

anbei finden Sie das Plakat zur publizierten Dissertation von Frau Dr. Sandra Peternek mit dem Thema Eisenzeitliche Siedlungsstrukturen in Inden-Weisweiler: Neuinterpretation einer Siedlungslandschaft im Rheinischen Braunkohlerevier mit Beiträgen von Frau Dr. Nicole Boenke und Sabine Fischer-Lechner B.A.. Herausgegeben wurde der Band von Prof. Dr. Wolfgang Ebel-Zepezauer, Prof. Constance von Rüden und Prof. Dr. Thomas Stöllner von unserem Hause und mit Hilfe des VML Verlages.


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