RUB » Fakultät für Geschichtswissenschaft » Archäologische Wissenschaften

Anschrift des Instituts

Institut für Archäologische
Wissenschaften
Am Bergbaumuseum 31
D- 44791 Bochum

Institutsleitung

Geschäftsführende Leitung:
Jun. Prof. Dr. Constance von Rüden

Stellvertretung:
Prof. Dr. Thomas Stöllner

Geschäftszimmer

arch-wissenschaften@rub.de

Studentische Studienberatung


arwi-campusoffice@rub.de


Sandra Peternek
Mo. 9:30-11:30 Uhr am Institut

Theresa Rafflenbeul
Mi. 11:00-13:00 Uhr am Institut

Am Campus (GA 4/135)
Die Sprechstunde am Campus entfällt bis auf Weiteres!


Tel. Institut: (0234) 32-26484
Tel. Campus: (0234) 32-29680

Campus Office Ummeldung


arwi-campusoffice@rub.de


Computer Beratung



Computerlabor/Miletarchiv (Raum 0.1.3 im Atrium)

Öffnungszeiten Bibliothek:

Vorlesungszeit: 9 - 19 Uhr
Wochenendausleihe: Freitags, 15-18:45 Uhr
Donnerstags schließt die Archäologische Bibliothek während der Vorlesungszeit immer um 18 Uhr.

Vorlesungsfreie Zeit: 10 - 18 Uhr



Internationale Konferenz "Ari und das Laurion von prähistorischer Zeit bis heute"

Vom 01. bis 03. November 2019 findet im Institut für Archäologische Wissenschaften die internationale Konferenz "Ari und das Laurion von prähistorischer Zeit bis heute" statt.

Weitere Informationen erhalten sie unter unseren aktuellen Ankündigungen.


Großproduktion in der Bronzezeit! Die Grabungskampagne 2019 am Mitterberg

Wer lernen will, was Kupferproduktion in der Bronzezeit für die Menschen jener Zeit bedeutete, muss zum Mitterberg (dem Bergbaugebiet Mühlbach-Bischofshofen) im Salzburger Land gehen. Dort hat sich vor über 3.700 Jahren eine frühe Industrielandschaft entwickelt, deren einziges Ziel die großmaßstäbliche Produktion von Kupfer war. Das Kupfer des Mitterberg-Gebietes wurde zeitweise in weite Teile Mittel- und Nordeuropas geliefert.

2019 arbeiteten wieder Teams des DBM und der RUB in diesem weltberühmten Revier. Mit Hilfe der Bergleute des Deutschen Bergbau-Museums sowie dem Verein für Bergbautradition Linker Niederrhein e.V. konnten Teile der „Firststrecke“ im Arthurstollen saniert und gesichert werden. Hierbei handelt es sich um einen Abbaubereich aus der Bronzezeit. Dank gilt dem Bundesdenkmalamt für die finanzielle Unterstützung, die die Arbeiten erst ermöglichte. Neben den Sicherungsarbeiten gelang es auch, diese „Strecke“ nochmals auf 7 m Länge zu räumen, damit sind mehr als 40 m freigelegt und zugänglich. Die neu freigelegten Streckenteile sind sehr gut erhalten und lassen durch zahlreiche Spuren die Arbeitstechnik der urgeschichtlichen Kumpel erkennen.
Am Troiboden, der bronzezeitlichen Aufbereitungsstelle am Mitterberger Hauptgang, werden die Dimensionen der Kupfererzeugung erst so richtig erkennbar. Das DBM und die RUB arbeiten bereits seit 2011 an einem gut 100 m langen Graben (sog. Profil), der die bis zu 3 m mächtigen Abraumhalden der Erzscheidung und -Konzentration durchschneidet. Das Ziel für 2019 war, den letzten der mittlerweile 15 Erzaufbereitungskästen, die in diesem Graben gefunden wurden, zu bergen. Die Dichte der Aufbereitungskästen überrascht und so wird man von Hunderten vergleichbarer Anlagen ausgehen müssen, in denen das Erz gewaschen und vermutlich weiter konzentriert wurde. Die genaue Technik wird seit Jahren auch mit Hilfe von Experimenten weiter erforscht. Mit Kasten 15 haben wir einen weiteren Aspekt der Feinaufbereitung verstehen können. Offensichtlich hat man gemahlenes Erz so aufbereitet, dass es sich in den Becken des Kastens absetzen konnte. In die Bewertung dieser neuen Befunde ist, neben den Laboren des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, auch die Bodenkunde und Mikromorphologie der Universität Frankfurt eingebunden. Wir sind sehr gespannt auf die neuen Resultate!


Als „Greenhorn“ in die Grube: Marie Feldmann als Praktikantin bei den Ausgrabungen im Salzbergwerk Dürrnberg

Marie Feldmann, 20, Studierende der RUB, nahm 2019 erstmals an einer montanarchäologischen Grabung unter Tage teil. Diese auch für Archäologen und -innen, insbesondere für Archäologiestudierende, ungewöhnliche Ausgrabung hat Marie motiviert, einen kleinen Bericht über Ihre Eindrücke und Erfahrungen zu verfassen:

Meine erste Grabung unter Tage
Meinen ersten Eindruck vom Georgenberg-Stollen werde ich nicht vergessen - ein kühler Luftzug, der einem entgegenkommt und Salzkristalle wie Schnee entlang der Schienen. Ich tue es meinem Vordermann gleich, neige den Kopf nach vorne und die Arme nach hinten. Schritt für Schritt fahren wir tiefer in den Berg ein, vorbei an der Maria mit angezündeter Kerze, über Kies und Holzbretter. In der Steigerstube – 300 Meter weit im Berg – folgt die Vorbesprechung und erste Sicherheitseinweisung. In den darauffolgenden Tagen geht es an die Arbeit. Jeder Tag beginnt mit dem Umziehen in der Kaue. Zur Ausrüstung gehören Helm mit Geleucht, Sicherheitsschuhe, Arbeitskleidung und Handschuhe. Weitere Utensilien wie Ohrstöpsel, Staubmasken oder Schutzbrillen stehen im Berg zur Verfügung. Die Stöße sind von Braun- und Grautönen durchzogen, es handelt sich überwiegend um eher weiches Material. Teilweise ist weiß-oranges Salz zu sehen. Werden die Stöße vom Geleucht angestrahlt, schimmern viele kleine Salzkristalle. Das tonige Material mit dem Hauklein und Exkrementen enthält die Funde; Abfälle, die während der Arbeit der Kelten vor rund 2.000 Jahren auf dem Boden liegen geblieben sind. Wir sind am häufigsten auf Leuchtspäne gestoßen, ab und zu auch ein Stück Leder, welches wie alle organischen Materialien gut im Salz erhalten bleibt.
In den ersten zwei Wochen wird Vortrieb gemacht. Das wichtigste Werkzeug ist hierbei der Abbauhammer. Im Berg ist es meistens laut, man muss manchmal schreien, um sich verständigen zu können. Als ich zum ersten Mal das Dröhnen des Hammers gehört habe, hatte ich das Gefühl der Schall bringe die Stöße zum Schwingen. Es ist auf jeden Fall das spannendste Werkzeug unter Tage. Ab der dritten Woche wurde mit dem kleineren „Putzhammer“ gearbeitet. Mit ihm werden die Wände geglättet, um die Profile erkennen zu können. Bei härterem Material ist das kein Problem, doch im Tonigen bricht gerne einmal ein Stück heraus und man muss sehen wie man die Fläche wieder glatt bekommt.
Ich habe auf der Lehrgrabung sehr viel Neues kennengelernt und schöne Erfahrungen gesammelt. Neben dem ersten Anfertigen einer Profilzeichnung und dem setzen neuer Messpunkte, wurde mir auch viel über die Handhabung eines Abbauhammers vermittelt. Die Arbeit unter Tage hat mir sehr gefallen. Es war ein Abenteuer, das ich jederzeit wiederholen würde. Vielen Dank an ein tolles Grabungsteam mit dem die Arbeit großen Spaß gemacht hat.


Faszination Kelten: Salzarchäologie am Dürrnberg

Am 13.07.2019 fand im Rahmen des Dürrnberg-Projektes ein Tag für die Öffentlichkeit statt. Unter dem Motto: Faszination Kelten: Salzarchäologie am Dürrnberg zeigten das DBM und die RUB, zusammen mit den Salzwelten Hallein, an neun Mitmachstationen das Leben und Arbeiten der eisenzeitlichen Bergleute im „Keltendorf Salina“ am Dürrnberg. (www.salzwelten.at/de)

Neben unterschiedlichen Methoden der experimentellen Archäologie wurden auch der wissenschaftliche Umgang mit den Funden und die Analyse der archäologischen Relikte vorgestellt. Kurzvorträge der zahlreich beteiligten Spezialistinnen und Spezialisten bereicherten das Programm und wurden bei teils regnerischem Wetter im sog. Versammlungshaus des „Keltendorfes Salina“ gehalten. Die Themen reichten vom Herrichten und Schmieden des Abbaugezähes (Pickel samt ihrer Schäftungen) und dem Herrichten der Leder- und Textilkleidung bis hin zum Holzbau und dem Kochen der typischen Eintopfgerichte für die Versorgung der Bergleute unter Tage. Besonderen Anklang fand die Station „Wer pickt schneller“, wo Besucher mit Abbaugeräten des Dürrnbergs bzw. mit Geräten aus dem Salzbergwerk von Chehrabad in Iran gegeneinander antraten. Vor allem die Kinder hatten großen Spaß. Diese Aktion am Dürrnberg steht in Zusammenhang mit einer intensiven Zusammenarbeit mit den Salinen Austria (www.salzwelten.at/de/hallein/bergwerk).
Im Zuge dieser Kooperation betreut das Forschungsteam auch die Neugestaltung der Schaustrecke im Salzbergwerk auf dem Dürrnberg wissenschaftlich.


Mobile Workshop

Constructing and Deconstructing Past and Present Identities between the Adriatic and the Tyrrhenian Seas


Wo: Ferrara –Italien

Wann: Ende Oktober 2019

Wer: 5 Studierende der Archäologie (B.A. und M.A.)

Was: Während des Reise-Workshops in der Region des Po-Deltas soll der Zusammenhang von Archäologie und Identitätskonstruktionen erforscht und diskutiert werden. Ziel des Workshops ist das Sammeln und Auswerten von Daten anhand verschiedener quantitativer und qualitativer Methoden zur Rolle von Museen, heritage sites und Kulturlandschaften bei der Konstruktion und Dekonstruktion von Identitäten und ihrer Verbindung zur Erinnerungspolitik und aktuellen politischen Strömungen.
Wir werden Museen und Ausgrabungsstätten in und um Ferrara besuchen und einen Final Workshop am Ende der Exkursion veranstalten.
Es handelt sich um eine Kooperation der RUB und der Università degli Studi di Ferrara, daher wird der Reise-Workshop zusammen mit Studierenden und Lehrenden der Universität Ferrara stattfinden.

Wichtig: Die Reisekosten, Unterkunft (mit Frühstück) und Bewegung vor Ort werden vollständig finanziert!

weitere Infos:
daad-workshop
www.daad.de/de


Vortrag von Prof. Dr. Rouhollah Shirazi "New Archaeological Researches in Southeastern Iran"

Foto: DBM, Th. Stöllner 2003 Am 19.06.2019 wird eine iranische Delegation in Bochum zu Gast sein, um den kommenden, vom Institut betreuten DFG Schwerpunkt: Das iranische Hochland: Resilienz und Integration vormoderner Gesellschaften zu besprechen. Dieser soll im Herbst diesen Jahres anlaufen.

Zu diesem Anlass hält Prof. Dr. Rouhollah Shirazi, Professor der Universität von Sistan and Balutschistan und derzeitiger Leiter des Iranischen Zentrums für Archäologische Forschung (kurz ICAR) einen Vortrag am Institut zum Thema: New Archaeological Researches in Southeastern Iran. Herr Shirazi hat vor allem zu prähistorischen Kulturen in Südostiran geforscht und hier ein Desiderat der archäologischen Landkarte Irans versucht auszugleichen. Seine breit angelegten Forschungen reichen von Feldforschungen (z.B. zur bekannten Siedlung von Shahr-e-Sukhte) über pastorale Wirtschaftsweisen bis zur Felsbildkunst Südostirans. Gemeinsam mit seiner Frau Dr. Z. Shirazi arbeitet er auch am Aufbau einer systematischen Archäobotanik in Iran.

wo: Im Hörsaal des Instituts für Archäologische Wissenschaften der RUB
wann: am Mittwoch den 19.06.2019 um 18:00h


Romanos ire domo - Graffiti von der Steinzeit bis Street Art

Interaktive Ausstellung im Haus der Archäologien Bochum
Vom 02. Mai bis zum 13. Juni 2019

Sie kommen nachts: die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, einen Beutel voll Spraydosen im Schlepptau beschmieren sie Brücken, U-Bahnen und alles, was sich ihnen unbemalt in den Weg stellt. Das Bild der Sprayer*innen als Kriminelle ist schnell gezeichnet. Trotzdem – oft sind Graffiti beeindruckende, auch witzige oder politische Kunstwerke, die einen Ort prägen und ihm ein Gesicht geben.

Seit Menschen malen, gibt es Graffiti. Mit dem eigenen Namen, einem Spruch oder einem plakativen Bild ein unübersehbares Zeichen zu setzen, das alles sind keine modernen Erscheinungen.
Von den Höhlenmalereien der Steinzeit über das alte Ägypten, den Sudan, Griechenland und Rom bis heute reichen die Beispiele, die eine Ausstellung im Haus der Archäologien präsentiert. Sie lenken den Blick auf ein breites Spektrum von Fragen: welche Funktionen besitzen Graffiti und sekundäre Malereien innerhalb einer Gruppe? Was drücken die oft anonymen Kritzeleien, Pamphlete oder Bilder aus? An wen richten sie sich?

Was Sie schon immer über Graffiti wissen wollten, erfahren Sie vor Ort. QR-Codes in der Ausstellung führen Sie zum Blog; hier nehmen wir viele Epochen archäologisch in den Blick – und erzählen manches, das Sie vielleicht noch nicht über Graffiti und ihre Geschichte wussten.

Vernissage:
02. Mai 2019 19:30
Öffnungszeiten:
Montag–Freitag 10–18 Uhr
Atrium im Haus der Archäologien, Am Bergbaumuseum 31, 44791 Bochum

https://romanosiredomo.wordpress.com/

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Vorabinformationen zur Exkursion im Sommersemester 2019

Wohin:
• Sizilien; besucht werden Fundstellen die vom Paläolithikum über die phönizisch-griechische Zeit bis in das Hochmittelalter reichen
Wann:
• voraussichtlich 05.06.-15.06.2019
Wer:
• 20 Studierende im Masterstudium
• Plätze werden bevorzugt an Masterstudierende in der Abschlussphase ihres Studiums vergeben, freie Plätze an alle weiteren Master-, und Bachelorstudierende
Wieviel:
• Ein Teil der Kosten kann über entsprechende Zuschüsse der Universität gedeckt werden,
die Eigenbeteiligung wird bei voraussichtlich bis zu 500,- € liegen

Eine erste Infoveranstaltung findet am 04.04.2019 im Rahmen des mit der Exkursion modularisierten Hauptseminars „040 442 Sizilien“ statt, verbindliche Anmeldungen mit einer Anzahlung über 150,- € sind bis zum 05.04.2019 möglich.

Denken Sie bitte schon jetzt daran, Ihren Personalausweis (Bürger_innen der EU), bzw. Ihren Reisepass (Nicht-EU-Bürger_innen) rechtzeitig zu verlängern/beantragen. Bitte lassen Sie alle notwendigen Impfungen durch ihre_n Hausarzt/-ärztin kontrollieren; stellen Sie sicher, dass Sie über eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) o.ä. verfügen.

Bei Interesse können Sie sich schon jetzt unverbindlich per Mail anmelden bei:
Frau Morstadt, Frau Agelidis, oder Herrn Abar


DENDROCHRONOLOGIE WORKSHOP – EINLADUNG ZUM ÖFFENTLICHEN VORTRAGSPROGRAMM AM 7.2.2019

Im Rahmen der Dürrnbergforschungen vom 6.-8. Februar 2019 sind mit Dr. Ullrich Ruoff und Dr. Mathias Seifert zwei ausgewiesene Experten der dendrochronologischen Forschung im Haus der Archäologien in Bochum zu Gast. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, Sie zum öffentlichen Vortragsteil dieses Treffens einzuladen, bei dem es um die langjährigen Dürrnbergforschungen der Archäologischen Wissenschaften an der RUB und des Deutschem Bergbau-Museums unter der Leitung von Prof. Dr. Th. Stöllner im Speziellen sowie um Dendrochronologie und seine Methoden im Allgemeinen gehen wird.

Zu den unten angeführten Vorträgen laden wir Sie herzlich am 7.2.2019 in Seminarraum 1 ein (je nach Nachfrage behalten wir uns vor, auf den Hörsaal auszuweichen).

13.30-14.15 Uhr: Prof. Dr. Thomas Stöllner: Das Dürrnbergprojekt -
Einbindung bisheriger dendrochronologischer Ergebnisse
in den montanarchäologischen Kontext.


14.15-15.00 Uhr: Nicole Boenke M.A.: Aspekte der Holznutzung am
Dürrnberg. Holzanatomische Untersuchungen,
materialkundliche Überlegungen und Rohstoff-
management.

15.00-15.15 Uhr: Kaffeepause

15.15-16.15 Uhr: Dr. Mathias Seifert: Grundlagen der
Dendrochronologie - von der Probenentnahme
bis zum 14C - wiggle matching.

16.15-17.00 Uhr: Dr. Ulrich Ruoff: Wie zuverlässig sind die
dendrochronologischen Datierungen?



Einmal 5x5000 RUBel gehen an das Lehrteam PS Archäometrie

Die Kolleginnen aus der Klassischen Archäologie haben es vorgemacht, und wir machen es nach. Bereits zum 3. Mal geht einer der Gewinne des vom Zentrum für Wissenschaftsdidaktik ausgeschriebenen Wettbewerbs an die Archäologischen Wissenschaften. Unter dem Motto des SS2018 „Am Ball bleiben… mit eLearning“ hat das Lehrteam des Proseminars Archäometrie für die Idee und das Konzept zum Projekt „Virtuelles Archäometrielabor“ einen der Preise eingeworben. Die Idee dazu war bei der Umsetzung des Moodle Kurses zum Proseminar im SS2018 entstanden, der von den E-Tutoren Jacqueline Bungardt und Timo Perschweski in Zusammenarbeit mit dem Lehrteam bestehend aus Nicole Boenke, Nikolas Heil, Antje Kozak, Stephen Merkel und Beate Sikorski erarbeitet wurde.
Wir freuen uns sehr darüber und danken, denn, was nutzen gute Ideen, wenn es an der Förderung fehlt. Mit dem Preisgeld von 5000 Euro kann nun im WS2018/2019 die Umsetzung des Projektes unterstützt werden, sodass wir im Moodle Kurs des SS2019 damit an den Start gehen können. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch beim Team für eLearning, die für technische und gestalterische Fragen immer ein offenes Ohr haben!

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Joint Chapter Meeting der CAA Deutschland und CAA Niederlande/Flandern

04. – 05. Oktober 2018 | Haus der Archäologien, Am Bergbaumuseum 31, 44791 Bochum

Vom 4.-5. Oktober findet im Haus der Archäologien das fünfte gemeinsame Treffen der deutschen und niederländischen Sektion der CAA statt.
Die CAA - AG Computeranwendungen und Quantitative Methoden in der Archäologie - ist eine internationale Organisation, die den Austausch zwischen Archäologen, Mathematikern und Informatikern fördert.
Die deutsche und niederländische Sektion der CAA arbeiten seit Jahren eng zusammen und treffen sich alle zwei Jahre zum gemeinsamen Austausch. Dieses Jahr ist die CAA zu Gast in Bochum, im Haus der Archäologien. Organisiert wird das Treffen von der Abteilung Forschung des DBM zusammen mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften der RUB.
Die beiden CAA Sektionen und die Bochumer Wissenschaftler freuen sich auf die Präsentationen und Diskussionen aktueller Forschungsarbeiten, die insbesondere auf digitale Aufnahme-, bzw. Auswerteverfahren beruhen.
Weitere Informationen zum Tagungsprogramm und zur Anmeldung finden sie unter:

ag-caa.de

www.caanlfl.nl


Die diesjährige Exkursion der Ur- und Frühgeschichte führt in die Zentralalpen

Die diesjährige Exkursion der Ur- und Frühgeschichte führt in die Zentralalpen und wird sich den sehr unterschiedlichen Lebenswelten der alpinen Gesellschaften seit dem Mesolithikum bis in das Mittelalter widmen. Die Reiseroute wird die Teilnehmer_innen vom Schweizer Mittelland und seinen Seeufersiedlungslandschaften nach Savoyen, über verschiedenen Alpenpässen in das Aostatal, in das Wallis und nach Graubünden. Tirol und Trentino werden den Abschluss der Rundreise darstellen, in der uns zahlreiche Kollegen_innen begleiten, regionale Sammlungen und Museen sowie Ausgrabungsstätten besucht werden. Die Reise beginnt am 18.05.2018 frühmorgens (Treffen 5h, am Institut). Die Rückkehr der Exkursion wird am 31.05. sein. Die Koordination und Leitung liegt bei Prof. Dr. Ebel-Zepezauer und Prof. Dr. Thomas Stöllner.


DFG Schwerpunkt wird zum Iran eingerichtet

Das DFG Schwerpunktprogramm „Das iranische Hochland: Resilienzen und Integration in vormodernen Gesellschaften (SPP 2176)“ wurde vom Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im März 2018 für eine Laufzeit von 6 Jahren ab 2019 eingerichtet. Das Schwerpunktprogramm ist auf archäologische, kultur- und sprachwissenschaftliche Forschungsvorhaben (prä)historischer Gesellschaften des vormodernen Iran ausgerichtet. Das SPP versucht die verschiedenen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Prozesse dieses Raums nach drei grundsätzlich beschreibbaren Bereichen, den Rohstoffregimen, den institutionellen Verhältnissen und der Mobilität seiner Bewohner nachzuzeichnen. Dabei werden die verschiedenen Formen von Krisenbewältigung und sozialer Widerständigkeit als auch die kulturelle Integrationsfähigkeit als tragende Elemente dieser Hochlandgesellschaften untersucht. Projekte sollen mindestens in einem Thema verankert sein und Beiträge zu den zentralen Fragestellungen leisten. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit iranischen Partnerinnen und Partnern und Institutionen durchgeführt. Die Koordination des jährlich mit 1,74 Mio EUR ausgestatteten Programms liegt bei Prof. Dr. Thomas Stöllner.


Einladung zur Ausstellungseröffnung am 6. Juni im Haus der Archäologien

Unterwegs – Eine Fotoausstellung im Haus der Archäologien

 6. Juni – 16. November 2018

Am 6. Juni 2018 eröffnet das Haus der Archäologien im Atrium die neue, von Studierenden konzipierte Fotoausstellung Unterwegs. Dabei geben sowohl Studierende als auch MitarbeiterInnen des Hauses der Archäologien einen außergewöhnlichen Einblick in den archäologischen Arbeitsalltag.
Die ausgestellten Fotografien zeigen ein breit gefächertes Spektrum an Landschaftsaufnahmen, Porträts und Architektur aus der ganzen Welt. Die intensive Beschäftigung mit der Umgebung der untersuchten Orte sowie der enge Austausch mit den ansässigen Menschen ermöglichen tiefere Einblicke, die in unzähligen Fotografien festgehalten wurden. So sind unter Anderem Fotografien von Exkursionen, beispielsweise nach Athen, Jordanien oder in die Bretagne, sowie den unzähligen Forschungsprojekten des Instituts für Archäologische Wissenschaften und der Forschungsabteilungen Montanarchäologie und Archäometallurgie des Deutschen Bergbau-Museum Bochum zusammengetragen worden. Dabei wird die Symbiose von Forschung und Lehre materialisiert, welche das Haus der Archäologien in Bochum ausmacht.

Eine studentische Initiative von Emmanuel Giagtzoglou und Theresa Rafflenbeul

  Vernissage:
  6. Juni 2018 I 18 Uhr
  Öffnungszeiten:
  Montag-Freitag I 10-18 Uhr
  Haus der Archäologien I Atrium Am Bergbaumuseum 31 I 44791 Bochum
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Exkursion nach Rom

Die Fachexkursion "Klassische Archäologie" im Sommersemester 2018 wird gemeinsam mit der Kunstgeschichte veranstaltet und führt vom 1. bis zum 9. Oktober nach Rom. Die Exkursion richtet sich primär an Studierende im Master "Klassische Archäologie". Teilnahmevoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des mit der Exkursion modularisierten Hauptseminars. Es ist mit einer Eigenbeteiligung von ca. 250.- Euro zu rechnen. Interessenten melden sich bitte bis spätestens 27.3.2018 bei Christof Berns mit Angaben zu Studiengang, Semesterzahl und dazu, ob sie die Exkursion als Pflichtexkursion anrechnen möchten.


Neues landschaftsarchäologisches Projekt & Lehrgrabung auf Sardinien

Im Sommer 2017 konnte die erste vielversprechende Feldkampagne eines längerfristig geplanten Projektes auf Sardinien im Zuge einer Lehrgrabung der Ur- und Frühgeschichte erfolgreich durchgeführt werden. Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Constance von Rüden war und wird es Bochumer Studentinnen und Studenten möglich sein, die Überreste einer sog. Nuraghe und dazugehöriger Siedlungsstrukturen südlich des modernen Städtchens Sant’Antioco zu dokumentieren und zu erforschen. Gleiches galt und gilt für ein sog. Gigantengrab im näheren Umfeld. Nach bisherigem Erkenntnisstand lässt sich vor allem für das Areal der Nuraghe eine Nutzung über viele Epochen – von der Mittelbronze- bis möglicherweise in die frühe Eisenzeit – hinweg feststellen. Künftig sollen die Strukturen durch Surveys der Canai-Ebene in ihrer räumlichen Beziehung zur Landschaft gesetzt werden, wodurch Siedlungs-, Nutzungs- und Mobilitätsdynamiken greifbar werden. Neben klassischer Felddokumentation stehen vor allem auch Computer- und GPS gestützte Methoden im Mittelpunkt. Im Rahmen der Lehrgrabungsangebote im Sommersemester 2018 steht den Studierenden des Instituts wieder die Möglichkeit zur Teilnahme offen.


Lehrgrabung in Milet 2018

Die Lehrgrabung in Milet bietet 2018 neue Plätze für Studierende an. Die Grabung wird im Rahmen des Programms „Forschendes Lernen“ durchgeführt werden, das die Teilnahme am Praktikums-Modul ‚Milet‘ im Sommersemester 2018 vorsieht. Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.ruhr-uni-bochum.de/archaelogie/forschendeslernen/flmilet.html.de

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden auf Basis kurzer Bewerbungsgespräche ausgewählt werden, welche am 16. und 17. 11. stattfinden. Bei Interesse wenden Sie sich bis zum 15. November unter Angabe Ihres bevorzugten Gesprächstermins per e-Mail an: miletgrabung@rub.de

Mit herzlichen Grüßen
Christof Berns & Sabine Huy


„Sei ein Gewinner!"

„Sei ein Gewinner!", hieß es in der Ausschreibung des Zentrums für E-Learning der RUB. Und genau das sind wir! Ein zweites und drittes Mal punktete nun schon das Institut für Archäologische Wissenschaften mit Projekten im Bereich des E-Learnings und gewann insgesamt 5000 € zur Umsetzung zweier neuer Projekte im Bereich der Klassischen Archäologie (nachdem bereits das Projekt ATHENA von Dr. Clarissa Blume-Jung im Jahr 2015 mit 5000 € gefördert wurde). Zum einen wird Frau Dr. Blume-Jung mit Syliva Hunsicker und Lucas Latzel einen bereits im Sommersemester 2017 initiierten Moodle-Kurs zur Begleitung der „Einführung in die Klassische Archäologie" ausbauen, der nun alle Studierenden ab dem ersten Semester beim Erlernen des klassisch-archäologischen Grundwissens mit Zusatzmaterial verschiedener Medienarten sowie mit Selbsttests unterstützen soll. Zum anderen werden Dr. Soi Agelidis und Lucas Latzel die Sammlung klassisch-archäologischer Gipsabgüsse dreidimensional digitalisieren und die Exponate mit QR-Codes versehen, die zu von Studierenden im Rahmen von Seminaren erstellten Informationsseiten führen werden.


Exkursion nach Jordanien (Oktober 2017)

Im Rahmen des DAAD-Projektes "Cultural Resources Management in an International Perspective: Initiatives, Institutions & Experiences" findet vom 9. bis zum 17.10.2017 eine Exkursion nach Jordanien statt. Das Angebot ist innerhalb der Bochumer MA-Studiengänge "Klassische Archäologie" und "Wirtschafts- und Rohstoffarchäologie" modularisiert und richtet sich daher primär an Studierende dieser beiden Studiengänge. Es umfasst neben der Exkursion eine vorbereitende Übung (4.-6.10.2017 in Bochum) sowie das Hauptseminar "Jordanien: Landschaften - Ressourcen - Kulturgeschichte" (dienstags 10-12 Uhr). Es stehen insgesamt 12 Exkursionsplätze zur Verfügung.
Die Exkursion umfasst folgende Programmpunkte:
- Amman: University; Downtown; Citadell
- Amman: Dept of Antiquites; Jordan Museum; Qasr Mshatta
- Qasr Kharaneh; Qasr Amra; Umm al Jimal
- Jerash
- Umm Qais; Jordan Valley; Dead Sea; Wadi Feynan
- Petra
- Wadi Rum; Iraq al-Amir; Ain Ghazal
Die Exkursion wird aus Projektmitteln finanziert. Ihre formlose Bewerbung um die Teilnahme richten Sie bitte bis zum 27.8.2017 per mail mit Angabe des Namens, der Matrikelnummer, des Studiengangs und der Semesterzahl an christof.berns@rub.de. Sollte die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber größer sein als die der zur Verfügung stehenden Plätze, finden am 30.8. Auswahlgespräche statt. Sollten Exkursionsplätze frei bleiben, können sie von Studierenden der übrigen Studiengänge des Instituts belegt werden. Melden Sie daher in jedem Fall Ihr Interesse an einer Teilnahme an!
Das Projekt und die Exkursion werden in Kooperation mit dem Department for Cultural Resources Management and Conservation der University of Amman / Jordanien durchgeführt.
Christof Berns, Fuad Hourani, Patric Kreuz, Anne Riedel und Ünsal Yalçın


Forschungen in der Mykale publiziert

Die Mykale, in byzantinischer Zeit Brachianos, heute Dilek Dağları in der westtürkischen Provinz Aydın, begrenzt den westlichsten Abschnitt des Mäandergrabens im Norden und erstreckt sich von der türkischen Mittelstadt Söke im Osten bis Kap Dip Burun, dem antiken Trogilion, im Westen über rund 30 km in südwestlicher Richtung. Obwohl Th. Wiegand schon 1895 mit Ausgrabungen im spätklassisch-hellenistische Priene am Südabhang der Mykale begonnen hatte, blieb das Gebirge selbst weithin unerforscht. Ein Team von Bochumer Archäologen unter Leitung der Herausgeber hat mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stftung Köln zwischen 2001 und 2009 die Mykale systematisch erkundet und legt nun die Funde und Befunde unter historisch-geographischen und siedlungsarchäologischen Aspekten vor. Nichts könnte nachdrücklicher die Bedeutung siedlungsarchäologischer Forschung unterstreichen, als der Umstand, dass die langjährige Suche nach dem Panionion, dem Zentralheiligtum des Ionischen Bundes, erst knapp zweieinhalb Jahrhunderte nach der Entdeckung des ersten inschriftlichen Hinweises und mehr als ein Jahrhundert nach dem ersten Spatenstich in Priene von Erfolg gekrönt war.
H. Lohmann – G. Kalaitzoglou – G. Lüdorf (Hrsg.), Forschungen in der Mykale I, 1. Survey in der Mykale (Dilek Dagları / Aydın) 2001 – 2009. Siedlungsarchäologie eines westkleinasiatischen Gebirgszuges vom Chalkolithikum bis in spätosmanische Zeit, Asia Minor Studien 77 (Bonn 2017), 2 Bde., 879 S., 337 Abb., 104 Taf., 6 Beil.



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