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Band 5 -- Das Jahr 1990 und die Wiedervereinigung der deutschen Materialkundler und Werkstofftechniker

Im Jahr 2015 stand das 25. Jubiläum der deutsch-deutschen Wiedervereinigung im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
In zahlreichen Verbänden wurde der inzwischen historischen Ereignisse gedacht und das seitdem Erreichte diskutiert. Auch der Geschichtsausschuss in der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) nahm das Jubiläum zum Anlass, sein Symposium im September 2015 in Dresden dem Thema zu widmen. Gerade auch den Zeitzeugen sollte ein Forum geboten werden, ihre Erinnerungen an die Wendezeit zu präsentieren. Ziel der Tagung war es, die mit der Vereinigung verbundenen Veränderungen in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik zu diskutieren. Was änderte sich in den Instituten und Unternehmen? Wie verlief die Annäherung der durch die Jahrzehnte währende Abschottung unterschiedlich geprägten Fachkulturen?
Die Beiträge des Symposiums sind in dem hier vorliegenden Band zusammengefasst. Schon im Laufe der Tagung hatte sich abgezeichnet, dass die „Metallographie“, ein seit den 1950er Jahren mehrfach wieder aufgelegtes und überarbeitetes Handbuch, Ost und West wie ein unsichtbares Band miteinander verbunden hatte. Daher wurde der Tagungsband um einen biographischen Aufsatz über dessen Autor Hermann Schumann (1924–1989), dem langjährigen Professor für Werkstoffkunde an der Universität Rostock, erweitert.

Der Band kann hier erworben werden.


Band 3 -- Miroslav Sikora: Die Waffenschmiede des "Dritten Reiches"

Dank reicher Steinkohlevorkommen war Oberschlesien seit dem 19. Jahrhundert eines der wichtigsten deutschen und polnischen Industriereviere. Infolge der politischen Teilung ging seine Bedeutung jedoch ab Anfang der 1920er Jahre erheblich zurück. Nach dem Überfall auf Polen und der Besetzung Ostoberschlesiens durch die Deutschen Ende 1939 wurden seine Unternehmen sukzessive in die deutsche Kriegswirtschaft integriert.
Während die polnische Historiographie die Geschichte Oberschlesiens bereits erforscht hat, wurde das Thema in Deutschland bislang nur randständig untersucht. Der Band legt die Übersetzung der Studie des polnischen Historikers Miroslaw Sikora vor, der die Bedeutung Oberschlesiens für die Rüstung des Deutschen Reiches bis 1945 umfassend darstellt. Auf der Grundlage reicher statistischer Daten zeigt er, dass das oberschlesische Industrierevier bei der Produktion von Panzern, Waffen und Munition vor allem bei der Heeresrüstung eine Schlüsselstellung innehatte.

Der Band kann hier erworben werden.


Band 1 -- Marco Heckhoff: Vom Acker zum Ofen


Zu den hygienisch gravierendsten Folgen der Urbanisierung des 19. Jahrhunderts zählte das Hausmüllproblem. Im Kontext der Hygienebewegung, die von Verantwortlichen in den Kommunen, aber auch Ärzten, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern getragen wurde, wurden Kriterien entwickelt, nach denen die Städteassanierung idealerweise zu erfolgen hatte. Die Kommunen erkannten dabei nicht nur die gesundheitspolitische Notwendigkeit, das Problem zu lösen. Sie standen auch vor der Herausforderung, eine zugleich ökonomische Lösung umzusetzen. In diesem Spannungsfeld entstand eine Vielzahl technischer Konzepte, die den lokalen Bedingungen entsprechend zur Anwendung kamen. Die Umweltgeschichte hat sich bislang vornehmlich der Herausbildung der Kanalisation und der Deponierung gewidmet, dem am Ende erfolgreichsten, weil kostengünstigsten Entsorgungsverfahren. Gleichwohl kam es um die Jahrhundertwende zu Versuchen, mit Müllverbrennungsanlagen eine englische Technologie einzusetzen.

Der Band kann hier erworben werden.