Die Philosophie der Farben und Klänge
Wintersemester 2011/2012
Leitung: Prof. Dr. Markus Werning
Zeit: Donnerstag, 12-14 Uhr, GA 04/187
Seminar im Modulbereich WM IIIc
Creditpoint: 6
Kommentar:
Farben und Klänge begleiten uns seit frühester Kindheit und gehören zu dem Vertrautesten, das wir kennen. Doch was sind Farben und Klänge? Gibt es sie überhaupt? Wenn ihnen keine subjektunabhängige Realität zukommt, welchen ontologischen Status haben sie dann? Während Farben in unserer Wahrnehmung normalerweise als Eigenschaften räumlich ausgedehnter Objekte vorkommen, handelt es sich bei Klängen möglicherweise um pure Ereignisse in der Zeit, die kein ausgedehntes Objekt als Träger benötigen. Trotzdem können wir etwa eine Tür zuschlagen hören. Wie verhalten sich diese Hypothesen und Rätsel aus der Metaphysik von Farben und Klängen zu den empirischen Erkenntnissen hinsichtlich ihrer zerebralen Verarbeitung?
Ein weiteres Thema des Seminars ist die kreuzmodale Interaktion von Farben und Klängen. Warum gibt es laute Farben und dunkle Klänge? Neben diesen linguistischen Beispielen für Synästhesie wollen wir auch dem Phänomen synästhetischer Wahrnehmung mithilfe psychophysischer und neurobiologischer Befunde auf den Grund gehen.
Von den Seminarteilnehmer(-inne)n wird die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Alle Texte liegen ausschließlich in Englischer Sprache vor. Ein Reader wird bereitgestellt.
Literatur:
Nudds, N., & O'Callaghan, C., (Eds). Sounds & Perception: New Philosophical Essays. Oxford, 2009: OUP.
Byrne, A. & Hilbert, D. (Eds.) Readings on Color. (Vol. 1+2.) Cambridge, MA, 1997: MIT Press.
V. S. Ramachandran & E. M. Hubbard: Synaesthesia - A window into Perception, Thought and Language? Journal of Consciousness Studies 8 (2001): S. 3-34.
Aktuelle Themen der Sprachphilosophie: Das Problem der Kompositionalität von Bedeutung
Wintersemester 2010/2011
Leitung: Prof. Dr. Markus Werning
Zeit: Donnerstag, 12-14 Uhr, GA 04/187
Seminar im Modulbereich WM IIIa/IIIc
Creditpoint: 6
Kommentar:
Das Prinzip der Kompositionalität der Bedeutung spielt als zentrales Adäquatheitskriterium für jede Bedeutungstheorie eine herausragende Rolle in Philosophie und Linguistik sowie Teilen der Psychologie, Computerwissenschaft und Neurowissenschaft. Es besagt, dass die Bedeutung eines syntaktisch komplexen Ausdrucks eine syntaxabhängige Funktion der Bedeutungen seiner Teile ist.
Die aktuelle Debatte wird im Oxford Handbook of Compositionality (Oxford University Press, 2011) anhand einzelner Artikel zu verschiedensten Fragestellungen wiedergespiegelt. In dem Seminar werden noch nicht erschienene Texte aus dem von Markus Werning mit zwei anderen Wissenschaftlern herausgegeben Handbuch behandelt. Von den Seminarteilnehmer(-inne)n wird die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Alle Texte liegen ausschließlich in Englischer Sprache vor. Ein Reader wird bereitgestellt.
Philosophy and the Cognitive Sciences Recent Debates and Learning to make a Presentation in English
Wintersemester 2010/2011
Leitung: Prof. Dr. Albert Newen, Prof. Dr. Markus Werning
Zeit: Donnerstag, 16-18 Uhr, GABF 04/187
Kolloquium im Modulbereich WM IIIa/IIIc
Creditpoints: 6
Kommentar:
The colloquium will offer regular presentations half from M.A. or PhD-students from Bochum and half from external guests. The presentations will all be in the general domain of theoretical philosophy and cognitive sciences. The presentations should ideally but not necessarily have some interdisciplinary dimension such that perspectives from philosophy, psychology, linguistics and neurosciences can be systematically interconnected. The aim of the colloquium is to offer a platform for discussion of ongoing research and to support the education of students at the
Master and PhD-level. Students who are accepted for a presentation in this seminar will receive a special training in preparing presentations in English.
Language: The presentations in the colloquium and the discussion will be in English. Questions can be raised in German but will then be translated for the whole audience.
Anmeldung: PhD-students who are interested in presentations should write an email to both organizers (albert.newen@rub.de and Markus.Werning@rub.de ) and come to the first meeting at the 14.10.2010. The program of the semester will be fixed then. PhD-students can receive 2 credit points for an active participation. M.A.-students can receive 4 CP for a presentation in the colloquium (in the case of an additional essay, M.A. students can receive 6 CP).
Klassiker der modernen Sprachphilosophie
Sommersemester 2010
Leitung: Prof. Dr. Markus Werning
Zeit: Donnerstag, 12-14 Uhr
Seminar im Modulbereich WM Ia
Kommentar:
Keine philosophische Disziplin hat die moderne Philosophie so sehr geprägt wie die Sprachphilosophie. Im Zuge des „linguistic turn“ haben Fragen über den Zusammenhang zwischen Bedeutung, Wahrheit und Referenz die Diskussion auch in anderen Teildisziplinen maßgeblich beeinflusst. Das Seminar bietet einen Überblick über die wichtigsten Texte der modernen Sprachphilosophie. Ausgehend von Gottlob Frege, werden wir über Bertrand Russell, Nelson Goodman, H. P. Grice, John Searle, Alfred Tarski, Donald Davidson, Hilary Putnam und W.V. Quine den Weg in die zeitgenössische Sprachphilosophie suchen, wo Kommunikationstheorien einerseits und Fragen der Naturalisierbarkeit von Bedeutung andererseits im Vordergrund stehen. Systemisch gehen wir auf Schlüsselprinzipien wie die Determination von Referenz durch Bedeutung, die Kompositionalität von Bedeutung und das Kontextprinzip ein. Von allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen wird die Übernahme eines Referats erwartet.
Literatur:
G. Patzig (Hrsg., 1996). Funktion, Begriff, Bedeutung. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht.
H. Geirsson & M. Losonsky (Hrsg., 1996). Readings in language and mind. Oxford: Blackwell.
E. Lepore & B. C. Smith (Hrsg., 2006), The Oxford handbook of philosophy of language. Oxford: Oxford University Press.
Interdisziplinäres Forschungskolloquium zu Philosophie und Kognitionswissenschaft
Sommersemester 2010
Leitung: Prof. Dr. Markus Werning
Zeit: Donnerstag, 16-18 Uhr
Kolloquium/Promotionsstudiengang
Kommentar:
In dem Forschungskolloquium werden aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Kognitionswissenschaft behandelt. Erwartet werden sowohl auswärtige Vorträge als auch Beiträge von Mitarbeitern, Doktoranden und Masterstudenten aus Bochum. Die Veranstaltung wendet sich nicht nur an Wissenschaftler und fortgeschrittene Studenten aus der Philosophie, sondern auch aus der Linguistik, der Psychologie, den Neurowissenschaften und der Informatik. Das aktuelle Vortragsprogramm wird rechtzeitig bekanntgegeben.

