Stiftungen werden in Deutschland immer wichtiger. Der Staat zieht sich angesichts knapper Kassen aus vielen Bereichen des Gemeinswohls zurück. Stiftungen treten an seine Stelle. Technologische, kulturelle und medizinische Umwälzungen werden oft von Stiftern gefördert, die bei der Setzung des Stiftungszwecks nicht auf demokratische Mehrheiten angewiesen sind und daher oft auf völlig neue Ideen setzen können. Viele Stifter haben große Vermögen erworben und wollen der Gemeinschaft, die ihnen den Erwerb des Vermögens ermöglicht hat, etwas zurückgeben.
Um das Stiftungswesen auch in seiner wissenschaftlichen Erforschung zu fördern, hat der Verein "Fundare e.V. - Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens", der seit einigen Jahren die größte deutsche Veranstaltung zum Stiftungsrecht in Bochum ausrichtet, den FUNDARE-Preis gestiftet und mit jährlich 2.000,-- € dotiert. Der Preis soll herausragende Leistungen bei der Erforschung des Stiftungswesens in seiner ganzen Breite auszeichnen. Er ist nicht auf das Stiftungsrecht beschränkt. Auch anderen Fächern angehörende, z. B. historische, philosophische, soziologische und wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten zu den Themen Schenken und Stiften können prämiert werden.
Der FUNDARE-Preis wurde erstmals im Rahmen der Fakultätsfeier der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum am 21.1.2011 verliehen.