Sprechstunde

Im Semester:

Donnerstags, 9:30-11 Uhr, in GA 5/60

Am Donnerstag, den 22.11.18 fällt die Sprechstunde aus.

(Für die Sprechstunde ist keine vorherige Anmeldung notwendig).

 

Kontakt

Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Geschichtswissenschaft
Historisches Institut
Prof. Dr. Michael Wala
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
Raum: GA 5/60
Fach-Nr. 182
Tel. +49-234-32-24667
Fax. +49-234-32-14083
Michael.Wala[at]rub.de
gna[at]rub.de

Sekretariat
Victoria Junkernheinrich
Raum: GA 4/157
Tel. +49-234-32-28635
Fax. +49-234-32-14083
bereichssekretariat5[at]rub.de
Informationen zu den Öffnungszeiten

Aktuell

Zusammen mit Frank Becker und Darius Harwardt (beide UDE) lädt Prof. Wala zur Tagung:

Ver-Ortung der Bundesrepublik
Ideen und Symbole politischer Geographie nach 1945
Glaspavillon der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen (Gebäude R12)

Mit dem Sieg der Alliierten über das "Dritte Reich" endeten auch Pläne zur Errichtung eines eurasischen "Großraumes" unter nationalsozialistischer Vorherrschaft, den unter anderem Carl Schmitt entworfen und mit Verweis auf die amerikanische Monroe-Doktrin gerechtfertigt hatte. Keineswegs jedoch war die bundesdeutsche Nachkriegsgesellschaft frei von Ideen einer symbolischen Geographie und deren mentaler Landkarten. Ganz im Gegenteil schienen der Bundesrepublik durch ihre Teilung die Zuordnungen zu politischen "Großräumen" unmittelbar eingeschrieben: Aus der Zugehörigkeit zum "Westen" und die Einbindung der Bundesrepublik
in einen europäischen und trans-nationalen Kultur- und Wirtschaftsraum schöpfte die junge Demokratie einen wesentlichen Bestandteil ihrer Identität. Immer wieder wurden jedoch auch neue, abweichende, konkurrierende oder synergierende mentale Landkarten verhandelt, die die Bundesrepublik in einem größeren räumlichen Kontext verorteten. Nach Ende des Kalten Krieges und zu Beginn des 21. Jahrhunderts gewannen diese Aushandlungsprozesse an Multiperspektivität und Komplexität: Gehörte und gehört das wiedervereinigte Deutschland in Gänze zum "Westen"? Ist es Teil einer "europäischen Wertegemeinschaft"? Oder fühlt es sich gar einem "christlichen Abendland" verbunden, dass seine Identität aus einer Abgrenzung gegenüber dem Islamismus schöpft?

Die Tagung wirft einen ideengeschichtlichen Blick auf die unterschiedlichen Imaginationen politischer Geographien in der Bundesrepublik und umfasst dabei den Zeitraum von der frühen Bundesrepublik bis in die jüngste zeithistorische Vergangenheit.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.


Gerade erschienen:

Prof. Walas Aufsatz “The Value of Knowledge: Western Intelligence Agencies and Former Members of the SS, Gestapo and Wehrmacht during the Early Cold War“.

Was der britische Historiker und ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Michael Herman kürzlich ‘the state of mind of the Cold War’ genannt hat, beruht zu einem gewichtigen Teil auf der gemeinsamen Jagd westlicher Geheimdienste nach Überlebenden der so genannten „Roten Kapelle” nach 1945.

Dieser Prozess war eng verbunden mit denen sich in dieser Zeit verändernden Beziehungen zwischen britischen, französischen und insbesondere amerikanischen Nachrichtendiensten auf der einen und ehemaligen Mitgliedern von Gestapo, SS und Wehrmacht auf der anderen Seite. Er war wesentlich für die Schaffung einer westeuropäischen und transatlantischen Zusammenarbeit der Dienste während des Kalten Krieges.

Erschienen ist der Aufsatz bei Bloomsbury in:

 

 

Transatlantic PhD Workshop RUB/ CUNY 2018

Zum vierten Mal fand der „Transatlantische Summer Workshop“ mit jeweils neun Doktoranden der Ruhr-Universität und der Graduate School, City University of New York an der Ruhr-Universität statt. Von Professor Wala zusammen mit seinen Kollegen Professor Constantin Goschler (RUB, Zeitgeschichte), Professor John Torpey (CUNY, Graduate Center) und Professor Benjamin Hett (CUNY, Hunter College) vor vier Jahren ins Leben gerufen und u.a. von der RUB Research School und der Max Kade Foundation finanziert, haben die Mitglieder in der vergangenen Woche ihre Forschungsprojekte unter dem gemeinsamen Oberthema „Globalization, Nationalism, and Populism in the Transatlantic World“ diskutiert. Der Historiker und freie Autor Per Leo und Steven Milder, Historiker an der University of Groningen, haben durch anregende Vorträge und Diskussionen zum Gelingen des Workshops beigetragen.

 

DFG-Forschungsprojekt

Sicherheit, Demokratie und Transparenz. NADIS, HYDRA und die Anfänge der elektronischen Datenverbundsysteme in der Bundesrepublik und den USA

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert ab Sommer 2018 ein umfangreiches Forschungsprojekt zur Untersuchung von Datenverarbeitungssystemen in geheimen Nachrichtendiensten von den 1960er bis in die 1980er Jahre. Das von Professor Michael Wala zusammen mit seinem Kollegen Professor Constantin Goschler (Zeitgeschichte) beantragte und im Forschungsschwerpunkt "Sicherheit und Öffentlichkeit" verankerte Projekt soll den in liberalen Demokratien zentralen Konflikt zwischen dem Sammeln privater Daten durch Sicherheitsbehörden, dem das staatliche Sicherheitsversprechen zugrunde liegt, und den gegenläufigen Forderungen der Öffentlichkeit nach Schutz privater Informationen untersuchen. Das hieraus resultierende Spannungsverhältnis stellt die Frage nach dem Vertrauen in demokratische Institutionen und nach den gesellschaftlichen und politischen Aushandlungsprozessen, die die strukturelle Asymmetrie dieser gegenseitigen Visibilisierungsforderungen verändern und angleichen.

© RUB, Marquard

Dr. Jens Wegener hat als PostDoc an der Professur für die Geschichte Nordamerikas bereits seit Juni 2018 die Arbeit an dem Projekt aufgenommen, Christopher Kirchberg (Zeitgeschichte) wird im Herbst dazustoßen.

Siehe auch die Pressemitteilung der Ruhr-Universität, ein Radiointerview mit Professor Wala und ein Zeitungsartikel mit Professor Goschler zum Projektbeginn.

 

VW-Stiftung bewilligt Forschungskolleg

„Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions”

 

Prof. Wala hat zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Duisburg-Essen (Barbara Buchenau, Jens Gurr, Josef Raab), der Ruhr-Universität (Kornelia Freitag) und der TU Dortmund (Randi Gunzenhäuser, Walter Grünzweig) erfolgreich ein Forschungskolleg für sieben DoktorandInnen und eine Post-Doc Stelle eingeworben. Finanziert werden die Kollegiaten als wissenschaftliche Mitarbeiter von der VW-Stiftung mit einer Zuwendung von €1,7 Millionen für einen Zeitraum von vier Jahren, in denen ein Praxisanteil eingeschlossen ist. Das Kolleg findet seinen Platz am Institut für Anglophone Studien der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Barbara Buchenau ist die Sprecherin.

Analysiert werden Skripte über die Geschichte, Entwicklung und Planung US-amerikanischer Städte, die durch Deindustrialisierung, Schrumpfung und demographische Diversifizierung gekennzeichnet sind. Diese postindustriellen Städte werden aus dem Blickwinkel des Großraums Ruhrgebiet untersucht. Dabei stehen im Zentrum der Forschungsarbeit narrative, figurative und mediale Strategien von Kommunen, Stadtentwicklern, Kreativen und Industrien bei den Bemühungen, Veränderungen herbeizuführen und in nachhaltige und inklusive Stadtplanung und Stadtentwicklung zu integrieren.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

 

DFG-Forschungsprojekt

Westalliierte Nachrichtendienste und ehemalige Mitglieder von Waffen-SS, Gestapo und Deutscher Wehrmacht im frühen Kalten Krieg. Kooperation, Netzwerke, Kommunikationsstrategien.

Basierend auf Ergebnissen und Vorarbeiten, die durch eine Anschubfinanzierung des Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) möglich gemacht wurden, werden am Lehrstuhl Geschichte Nordamerikas im Forschungsschwerpunkt "Sicherheit und Öffentlichkeit" seit November 2017 Prozesse der Informationsgewinnung und Wissenskonstruktion der amerikanischen Geheimdienste über den noch diffusen Gegner UdSSR nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges herausgearbeitet. Im Fokus steht dabei die Frage, wie ehemalige SS-, Gestapo- und Wehrmachtsangehörige ihre Stellung auf den Wissens- und Deutungsmärkten der unmittelbaren Nachkriegszeit nutzten und so dazu beitrugen, die Gegnerwahrnehmung von ehemaligen Mitgliedern des NS-Regimes zu Kommunisten sowie sowjetischen Spionen zu verschieben und hierdurch selbst als potentielle Gegner unsichtbarer wurden. Bearbeiter des Projekts ist Lutz Heilmann, M.A.

 

Neuveröffentlichung

Jan Hildenhagen: Demokratie als Gefahr für die Republik. Andrew Jackson und warum die USA Tyrannen (nicht) fürchten sollten.

Mit der Präsidentschaft Donald Trumps ist die Frage, wie viel direkten Einfluss das »einfache Volk« im politischen Willensbildungsprozess haben sollte, auf beiden Seiten des Atlantiks präsent. Doch bereits der 7. US-Präsident Andrew Jackson polarisierte und wurde von seinen Anhängern als Kandidat des Volkes und Heilsbringer gefeiert, der gegen eine korrupte Elite vorgehen würde. Auf die Lehren antiker Autoren zurückgreifend und die Geschichte untergegangener Republiken als mahnendes Exempel vor Augen, warfen seine Gegner ihm jedoch vor, eine Gefahr für die Republik darzustellen. Jan Hildenhagen zeigt, dass diese politisch ambivalent diskutierte Frage damit nicht neu ist, sondern von Beginn an maßgeblich zur Demokratisierung der USA  beitrug.

 

Transatlantic Workshop in New York

Anfang August fand der 3. Transatlantic Workshop mit 11 Teilnehmern aus Bochum am CUNY Graduate Center in New York  statt. Im Kontext des Themas "Globalization, Nationalism, and Populism in the Transatlantic World" diskutierten Promovierende beider Universitäten ihre Dissertationsprojekte mit den Professoren Ben Hett (CUNY), John Torpey (CUNY), Constantin Goschler (RUB) und Michael Wala (RUB). Begleitet wurde dies durch eine Reihe von Präsentationen, darunter auch ein Vortrag von Dr. Karen Donfried, President of the German Marschall Fund of the United States, im Deutschen Generalkonsulat in New York.

Transatlantic_Workshop

Michael Wala, Karen Donfried, John Torpey (CUNY), Peter Rosenbaum (UA Ruhr), Patrizia Nobbe (CUNY)

 

Interview mit Prof. Wala

Prof. Wala in einem Interview mit Yun-chen Tsai von Phoenix TV, Hong Kong, über Spionage und internationale Beziehungen.

  • Zum Video geht es hier.

 

Konferenz "Creating and Challenging the Transatlantic Intelligence Community"

 Die von Prof. Wala mit Kollegen in Washington, D.C., organisierte Konferenz "Creating and Challenging the Transatlantic Intelligence Community" vom 30. März bis 1. April 2017 ist von der amerikanischen Fernsehstation C-Span aufgezeichnet und gesendet worden. Die Sendungen können hier abgerufen werden:

Bilder der Konferenz finden sich hier.

 

Videoveröffentlichung eines Vortrags

Prof. Wala hielt am 24.Oktober 2016 in New York anlässlich der Konferenz "Negotiating Security in Europe and the United States, 1945-2015" einen Vortrag. Das Video der Präsentationen ist nun veröffentlicht worden.

 

Informationen

Vorlesungsverzeichnis WiSe 2018/19

  • Hauptseminar: "Civil War" - "War between the States" - "War for Southern Independence"?: Der Krieg von 1861-1865 in den USA, Di 12-14, GA 5/29
  • Oberseminar: Die Anti-Hitler Koalition und Europa nach 1945, Di 16-18, GA 5/39 Zeitungslesesaal
  • Kolloquium: Kolloquium zur Geschichte der USA, Mi 18-20, GABF 05/707
  • Vorlesung: Die Kolonialisierung Nordamerikas , Do 12-14, HGA 30
 

Aktuelle Publikationen

Keine Neue Gestapo Reise zum Nordpazifik und um die Welt Lucie-Patrizia Arndt, Ehre den Deutschen vom District Columbia Michael Wala, Weltmacht USA Michael Wala, Kleine Geschichte der USA Jochen Krebber, Württemberger in Nordamerika Heike Bungert, Jan G. Heitmann, Michael Wala, Secret Intelligence in the Twentieth Century Jan Erik Schulte, Michael Wala, Widerstand und Auswärtiges Amt