Laufende Projekte / iWaGSS - Südafrika Phase II

FuE-Vorhaben "iWaGSS - Südafrika Phase II - Ausrichtung von IWRM-Maßnahmen an der Wertschöpfung zur Sicherung der Nachhaltigkeit"



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© Jolk, 2016

Im BMBF-geförderten FuE-Vorhaben "iWaGSS - Integrated Water Governance Support System" führt das Zentrum für integriertes Wasserressourcenmanagement (ZIU), in Kooperation mit U+Ö im Bauwesen (U+Ö), die praktische Erprobung eines innovativen Wassergovernancesystems zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen in der südafrikanischen Pilotregion des Olifants Flusseinzugsgebietes durch. Im genannten FuE Vorhaben handelt es sich um ein Verbundvorhaben mehrerer deutscher und südafrikanischer Partner. Die Universität Witten/Herdecke gGmbH (IEEM) koordiniert das FuE-Verbundvorhaben „iWaGSS“.

ZIU und U+Ö leisten einen Beitrag in der Komponente "GIS-basiertes Risk Assessment und Fließgewässermodellierung" in Kooperation mit dem Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke gGmbH (IEEM), dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), Disy Informationssysteme GmbH, LAR Process Analysers AG, der Global Water Franchise Agency, Die Gewässer-Experten! und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Projektleitung in Bochum erfolgt durch Dr.-Ing. Christian Jolk.

In Abstimmung mit dem Department of Water and Sanitation, des südafrikanischen Wasser- und Umweltministeriums, SANParks (Kruger National Park), dem CSIR (Council for Scientific and Industrial Research) und Lepelle Northern Water werden neuartigen GIS-basierte Methoden zur Kontaminationsrisikoanalyse und Maßnahmenpriorisierung entwickelt und mit Fließgewässermodellen kombiniert, um Risiken für eine nachhaltige Wasserversorgung zu identifizieren und zu minimieren, die Effizienz der Wassernutzung zu erhöhen und natürliche Lebensgrundlagen und Ökosysteme zu schützen. Durch die Auswahl der Pilotregion werden auch potentielle grenzüberschreitende Wasserkonflikte einbezogen und entsprechende Lösungsansätze entwickelt. Das Projekt beinhaltet die Entwicklung eines Echtzeit-Wassermanagement-Systems zur Unterstützung der regional verantwortlichen Entscheidungsträger.

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© Jolk, 2016

Das Flusseinzugsgebiet des Olifants befindet sich nordöstlich von Johannesburg und Pretoria. Im semiariden Teil des Olifants Flusseinzugsgebietes finden sich wachsende Industriezonen (Bergbau, Kraftwerke, Metallverarbeitung usw.), schnell und teilweise unkontrolliert wachsende Siedlungen, industriell organisierte Landwirtschaft und Kleinbauern. Die ökologische Bedeutung des Olifants-Flusses ist mit erheblichen touristischen Werten verbunden (Krüger Nationalpark). Der Olifants ist die wichtigste Wasserquelle für den zentralen Teil des Krüger Nationalparks, allerdings befindet er sich in einem sowohl qualitativ als auch quantitativ schlechten Zustand. Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende wasserwirtschaftliche Verflechtungen und Verpflichtungen mit dem Nachbarland Mozambique.