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Aktuelles



RINGVORLESUNG ETHICS - ECONOMIC , LAW AND POLITICS

Wintersemester 2018/19: Mittwoch, 18:15 - 19:45 Uhr, GA 03/ 49 (dowload: Programm)


NEU: MA DOUBLE DEGREE PROGRAMM PELP/ EELP

Seit dem WS 2018/19 besteht für die Studierenden des MA EELP die Möglichkeit, im Double Degree Programm das Auslandssemester an der Karl-Franzens-Universität in Graz/ Österreich zu studieren und einen MA-Abschluss von beiden Universitäten zu erlangen. Unser Partnerstudiengang MA Political, Economic and Legal Philosophy ist eng mit dem Curriculum des MA EELP verzahnt, so dass die forschungsorientierte Vertiefung im 3. Fachsemester an der Uni in Graz studiert werden kann. Die Mastarbeit wird dann von beiden Studiengängen als Abschlusspürfung betreut. Jedes Jahr stehen 5 Studienplätze in Graz den Studierenden des MA EELP zur Verfügung.


VERANSTALTUNGEN - RÜCKBLICK

Vortrag: Henry Shue "Distant Stranger and the Illusion of Separation: Climate, Development, and Disaster"

Am Mittwoch, 17.06.2015 fand der Vortrag zum Thema "Distant Stranger and the Illusion of Separation: Climate, Development, and Disaster"  von Prof. Dr. Henry Shue (Merton College, Oxford University) statt.

Henry Shue ein amerikanischer Philosoph und Professor für Politik und Internationale Beziehungen der Universität Oxford. Seine Beiträge zur Menschenrechtstheorie sowie seit den neunziger Jahren zu den normativen Problemen des Klimawandels machen ihn zu einem der bedeutendsten lebenden Moralphilosophen, dessen Einfluss weit über Philosophie und Politikwissenschaft hinausreicht.
In seinem Vortrag argumentiert Shue auf Basis klimawissenschaftlicher Befunde, dass menschenverursachte Treibhausgasemissionen bis Mitte des Jahrhunderts vollständig gestoppt werden müssen, um einen potenziell katastrophalen und nicht mehr beherrschbaren Klimawandel verhindern zu können. Um das zu leisten, muss der Preis für die Nutzung fossiler Brennstoffe deutlich steigen, durch Steuern oder effiziente Emissionshandelssysteme.
Doch ergeben sich hier dringende und bisher vernachlässigte Fragen globaler Gerechtigkeit: Schon heute trifft der Klimawandel die ärmsten Länder dieser Welt am stärksten, obwohl diese am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben. Steigen die Kosten zur Nutzung fossiler Brennstoffe an, wird diese Gruppe armer Länder erneut am schwersten belastet. Viele arme Menschen brauchen billige Energie aus Holz, Kohle und Gas zum Überleben. Schon geringfügig höhere Kosten würden für sie zu einer nicht zu bürdenden Last. Warum sollten sich aufstrebende Länder wie Indien durch steigende Preise für CO2 vom Pfad kohlebasierter ökonomischer Entwicklung abbringen lassen? Immerhin durften auch westliche Industriestaaten diesen emissionsintensiven Weg unbehelligt gehen, um sich zu entwickeln. Hier deutet sich ein Dilemma an. Wie ihm zu entkommen ist und andere relevante ethische Fragen wird Shue in seinem Vortrag diskutieren.   
Im Rahmen dieser Diskussion regt Shue zudem zum Überdenken eines tief verwurzelten Ver-ständnisses von Verantwortung an. Sind die nahen und unmittelbaren Wirkungen unserer Handlungen wirklich bedeutender als weit entfernte? Und sind Schäden, die wir als Einzelne verursachen, gewichtiger als jene, die wir als Teil einer Gruppe (mit)verursachen? Unsere Emissionen entfalten globale und weit in die Zukunft reichende Wirkungen, ebenso wie unsere Strategien zur Reduzierung der Emissionen. Um diese Form globaler Verbundenheit erfas-sen zu können, brauchen wir ein weitreichenderes Verständnis von Verantwortung – eins, das uns in die Pflicht nimmt.
 

Vortrag: Sven Ove Hansson "Can we manage risks ethically?"

Am Mittwoch, 25.06.2014 fand der Vortrag mit der Fragestellung "Can we manage risks ethically?" von Prof. Sven Ove Hansson (Royal Institute of Technology in Stockholm) statt.

 

Vortrag: Prof. Dr. Thomas Pogge

Am Montag, den 01. Juli 2013 sprach Thomas Pogge zum "Health Impact Fund".
Thomas Pogge ist Professor of Philosophy and International Affairs und der Leiter des Global Justice Program in Yale. Pogges Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Themen Gerechtigkeit, Armut und Gesundheit.
Der "Health Impact Fund" stellt einen Vorschlag dar, wie Anreize für Pharmaunternehmen geschaffen werden könnten, um insbesondere die Entwicklung neuer Medikamente mit erheblichen Gesundheitsauswirkungen voranzutreiben. Dies würde in besonderem Maße Medikamente gegen Krankheiten wie Tuberkulose oder Malaria betreffen, zu denen arme Menschen derzeit nur unzureichenden Zugang haben.

Workshop zum "Helath Impact Fund"

Im Anschluss an den Vortrag von Thomas Pogge am Vortag fand am 02. Juli 2013 von 9.30 - 16.30 Uhr der Workshop zum "Health Impact Fund" am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen gemeinsam mit Thomas Pogge statt. Veranstalter: Lehrstuhl für Praktische Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Politischen Philosophie und der Rechtsphilosophie und das KWI Essen