Dr. Aeneas Rooch

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Dr. Aeneas Rooch


NA 3/36
Tel.: +49 (0)234 / 32 23425
Fax: +49 (0)234 / 32 14039
E-Mail: aeneas.rooch@ruhr-uni-bochum.de


Sprechstunde im Wintersemester: nach Vereinbarung




Forschung

Interessen

  • U-Statistiken
    In der Statistik versucht man, auf der Grundlage von Beobachtungen (Temperatur, Börsenkurs, ...) Schlüsse zu ziehen und möglichst gute Entscheidungen zu treffen. Eine Möglichkeit, die beobachteten Daten zu analysieren, sind U-Statistiken, zu denen der Mittelwert, die empirische Varianz und der Mann-Whitney-Wilcoxon-Test gehören. Ich untersuche, wie sich solche Verfahren verhalten, wenn die Daten, die man analysieren will, stark abhängig sind.
  • Stark abhängige Zufallsprozesse / Long range dependence
    Abhängige Zufallsvariablen beeinflussen sich gegenseitig: Unabhängig sind zum Beispiel die Augenzahlen bei einem Wurf mit zwei Würfeln, abhängig hingegen die Regenwahrscheinlichkeit an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Unter anderem in der Ökonometrie, in der Klimawissenschaft und in der Informationstechnik treten Prozesse auf, die sich so stark gegenseitig beeinflussen, dass herkömmliche statistische Verfahren versagen und man andere Methoden zur Auswertung erarbeiten muss.
  • Strukturbruch-Tests
    Bei der Analyse von Messreihen wie Börsenkursen oder Temperaturkurven ist besonders interessant, ob sich der beobachtete Prozesses grundlegend ändert, ob zum Beispiel die Kurse oder Temperaturen ab einem Zeitpunkt tendenziell höher sind als vorher. Doch da die Messwerte dem Zufall unterliegen, schwanken sie, und solche Strukturbrüche können im zufälligen Schwanken untergehen und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sein. Strukturbruch-Tests sind speziell entwickelte Verfahren, um in zufälligen Datenreihen solche verborgene Änderungen in der Struktur aufzuspüren.

Veröffentlichungen

  • A. Rooch, P. Junker, J. Härterich, K. Hackl: Making maths more attractive – how real applications increase first year students’ motivation (submitted to EJEE)
  • A. Rooch, C. Kiss, J. Härterich: Brauchen Ingenieure Mathematik? - Wie Praxisbezug die Ansichten über das Pflichtfach Mathematik verändert, Mathematische Vor- und Brückenkurse: Konzepte, Probleme und Perspektiven, in: Hochschulmathematik und Mathematiklehrerbildung unter didaktischer Perspektive (accepted)
  • H. Dehling, A. Rooch, M. S. Taqqu: Nonparametric Change-Point Tests for Long-Range Dependent Data, Scand. J. Stat. (accepted)
  • J. Härterich, C. Kiss, A. Rooch, M. Mönnigmann, M. Schulze Darup, R. Span: MathePraxis – Connecting first year mathematics with engineering applications, EJEE, 2012, Vol. 37, Issue 3, p. 255-266

Poster und Vorträge

  • Diskussion: "Mathematik – Zugänge zu einer schwierig gewordenen Disziplin", Literarischer Salon, Leibniz Universität Hannover, 14. Januar 2013
  • Vortrag: "Nonparametric Change-Point Tests for Long-Range Dependent Data", German Probability and Statistic Days - Stochastik-Tage Mainz, Universität Mainz, 6.-9. März 2012
  • Vortrag: "Bruch oder nicht? Strukturbruchtests in stark abhängigen Daten", Doktorandinnen- und Doktorandentreffen der DMV-Fachgruppe Stochastik, Ruhr-Universität Bochum, 13.-15. Oktober 2011
  • Vortrag: "Nonparametric Change-Point Tests for Long-Range Dependent Data", Statistische Woche 2011, Universität Leipzig, 19.-22. September 2011
  • Poster: "MP² - MathePlusPraxis", 2. MINT-Botschafterkonferenz, Haus der Deutschen Wirtschaft, 4. November 2010

Projekte

MP2

Ich leite seit Herbst 2010 das innovative Lehrprojekt "MathePraxis" für angehende Ingenieure, das aufzeigt, wie sich Probleme aus Technik und Industrie mit Mathematik bewältigen lassen. Mehr...

SFB 823

Wie lassen sich komplexe Prozesse in Wirtschaft und Technik statistisch modellieren, prognostizieren und steuern? Unser Forschungsverbund "Statistik nichtlinearer dynamischer Prozesse", in dem wir unter anderem mit Kollegen der TU Dortmund dieser spannenden und komplizierten Frage nachgehen, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Mehr...

SFB Akademie

2009–2011 habe ich die SFB Akademie des Sonderforschungsbereichs 823 geleitet, die interne Fortbildung der Jung-Wissenschaftler. Mehr...

Lehre

  • Wintersemester 2012/13: Übungen zu "Mathematik III für Maschinenbau- und Bauingenieure"
  • Sommersemester 2012: Projektleitung und Übungen zu "MathePraxis" für Maschinenbau- und Bauingenieure
  • Sommersemester 2011: Projektleitung und Übungen zu "MathePraxis" für Maschinenbau- und Bauingenieure
  • Wintersemester 2010/11: Lehrassistenz zu "Mathematik III für Maschinenbau- und Bauingenieure"
  • Sommersemester 2010: Übungen zu "Mathematik II für Maschinenbau- und Bauingenieure"
  • Wintersemester 2009/10: Übungen und Lehrassistenz zu "Mathematik III für Maschinenbau- und Bauingenieure"
  • Sommersemester 2009: Übungen zu "Lineare Algebra II"
  • Wintersemester 2008/09: Übungen zu "Lineare Algebra I"

Und sonst noch...

Film

www.rooch.deZusammen mit Studenten, Wissenschaftlern und Angestellten der Ruhr-Universität habe ich Elite now ! gedreht, eine witzig-kritische Persiflage auf Imagefilme und Exzellenz. Das ungewöhnliche Projekt hat viele Menschen rund um die Uni begeistert: Rektor Prof. Elmar Weiler hat die Schirmmherrschaft übernommen, und das Akademische Förderungswerk und der Studienkreis Film richtet die Premiere am 24. Oktober aus. Mehr Informationen: www.elite-now.de



Schülerakademie

DSA Hilden 2012Im Sommer 2012 habe ich zusammen mit Dr. Jan Nagel (TU München) den Kurs Immer mehr und trotzdem wenig? Das Bezwingen unendlicher Summen an der Deutschen SchülerAkademie geleitet. Mit 16 interessierten Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland haben wir Reihen erforscht, ein faszinierendes Thema aus der Mathematik.




Lesung

[Lit:Lounge]Am 28.04.2011 habe ich bei der Lesung "[Lit:Lounge] – Dozenten lesen Lieblingstexte" mitgemacht, präsentiert vom AKAFÖ-Kulturbüro boSKop, mit Matt Ruffs „Ich und die anderen" und „Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann. Mehr...





Partyformel

ZEIT CampusFür die ZEIT Campus, Ausgabe 1/2010, habe ich zusammen mit Matthias Kalus (Lehrstuhl Komplexe Geometrie) eine Spaß-Formel aufgestellt, die die Qualität einer Party in Prozent angibt – anhängig von der Menge an Getränken und Essen, der Gästestruktur, der Musiklautstärke usw.. Zur Partyformel