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Aktuelles



Ringvorlesung 2016/17

Hier finden Sie Informationen (Plakat) zur diesjährigen Ringvorlesung (Mi 18-20, GA 03/49)



Öffentlicher Vortrag von Henry Shue (Merton College, Oxford), am 17.06.2015

Henry Shue ein amerikanischer Philosoph und Professor für Politik und Internationale Bezie-hungen der Universität Oxford. Seine Beiträge zur Menschenrechtstheorie sowie seit den neunziger Jahren zu den normativen Problemen des Klimawandels machen ihn zu einem der bedeutendsten lebenden Moralphilosophen, dessen Einfluss weit über Philosophie und Poli-tikwissenschaft hinausreicht. Am Mittwoch, den 17. Juni, wird er auf Einladung des Master-studiengangs „Ethics – Economics, Law, and Politics“ und des Kulturwissenschaftlichen Insti-tuts Essen (KWI) einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Distant Strangers and the Illusion of Separation: Climate, Development, and Disaster“ an der Ruhr-Universität halten.

In seinem Vortrag argumentiert Shue auf Basis klimawissenschaftlicher Befunde, dass men-schenverursachte Treibhausgasemissionen bis Mitte des Jahrhunderts vollständig gestoppt werden müssen, um einen potenziell katastrophalen und nicht mehr beherrschbaren Klima-wandel verhindern zu können. Um das zu leisten, muss der Preis für die Nutzung fossiler Brennstoffe deutlich steigen, durch Steuern oder effiziente Emissionshandelssysteme.

Doch ergeben sich hier dringende und bisher vernachlässigte Fragen globaler Gerechtigkeit: Schon heute trifft der Klimawandel die ärmsten Länder dieser Welt am stärksten, obwohl die-se am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben. Steigen die Kosten zur Nutzung fos-siler Brennstoffe an, wird diese Gruppe armer Länder erneut am schwersten belastet. Viele arme Menschen brauchen billige Energie aus Holz, Kohle und Gas zum Überleben. Schon ge-ringfügig höhere Kosten würden für sie zu einer nicht zu bürdenden Last. Warum sollten sich aufstrebende Länder wie Indien durch steigende Preise für CO2 vom Pfad kohlebasierter öko-nomischer Entwicklung abbringen lassen? Immerhin durften auch westliche Industriestaaten diesen emissionsintensiven Weg unbehelligt gehen, um sich zu entwickeln. Hier deutet sich ein Dilemma an. Wie ihm zu entkommen ist und andere relevante ethische Fragen wird Shue in seinem Vortrag diskutieren.

Im Rahmen dieser Diskussion regt Shue zudem zum Überdenken eines tief verwurzelten Ver-ständnisses von Verantwortung an. Sind die nahen und unmittelbaren Wirkungen unserer Handlungen wirklich bedeutender als weit entfernte? Und sind Schäden, die wir als Einzelne verursachen, gewichtiger als jene, die wir als Teil einer Gruppe (mit)verursachen? Unsere Emissionen entfalten globale und weit in die Zukunft reichende Wirkungen, ebenso wie unse-re Strategien zur Reduzierung der Emissionen. Um diese Form globaler Verbundenheit erfas-sen zu können, brauchen wir ein weitreichenderes Verständnis von Verantwortung – eins, das uns in die Pflicht nimmt.

Datum: Mittwoch, 17.06.2015

Zeit: 18:15

Ort: HGA 20


Öffentlicher Vortrag: Prof. Sven Ove Hansson (Royal Institute of Technology, Stockholm): "Can we manage risks ethically?"

Am Mittwoch den 25.06.2014 wird Sven Ove Hansson vom Royal Institute of Technology in Stockholm einen Vortrag mit der Fragestellung "Can we manage risks ethically?" halten.

Datum: 25.06.2014

Zeit: 18:15

Ort: HGA 20



Veranstaltungen - Rückblick

WORKSHOP MIT PROF. THOMAS POGGE (YALE UNIVERSITY) ZUM „HEALTH IMPACT FUND“ AM 02.07.2013

Der Lehrstuhl für Praktische Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Politischen Philosophie und der Rechtsphilosophie und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) haben am 02. Juli 2013 gemeinsam einen Workshop mit Prof. Thomas Pogge (Yale University) zum „Health Impact Fund“ veranstaltet. Der Workshop fand von 09.30-16.30 Uhr am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen statt.
Der "Health Impact Fund" stellt einen Vorschlag dar, wie Anreize für Pharmaunternehmen geschaffen werden könnten, um insbesondere die Entwicklung neuer Medikamente mit erheblichen Gesundheitsauswirkungen voranzutreiben. Dies würde in besonderem Maße Medikamente gegen Krankheiten wie Tuberkulose oder Malaria betreffen, zu denen arme Menschen derzeit nur unzureichenden Zugang haben.



Vortrag: Prof. Thomas Pogge (Yale University) zum "Health Impact Fund" am 01.07.2013

Am Montag, den 01. Juli 2013 sprach Prof. Thomas Pogge (Yale University) zum "Health Impact Fund".
Thomas Pogge ist Leitner Professor of Philosophy and International Affairs und der Leiter des Global Justice Program in Yale. Pogges aktuelle Arbeiten konzentrieren sich vor allem auf die Themen Gerechtigkeit, Armut und Gesundheit.
Der "Health Impact Fund" stellt einen Vorschlag dar, wie Anreize für Pharmaunternehmen geschaffen werden könnten, um insbesondere die Entwicklung neuer Medikamente mit erheblichen Gesundheitsauswirkungen voranzutreiben. Dies würde in besonderem Maße Medikamente gegen Krankheiten wie Tuberkulose oder Malaria betreffen, zu denen arme Menschen derzeit nur unzureichenden Zugang haben.