Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt „Bedeutende Probleme und Kontroversen der arabischen Logik und Sprachphilosophie” ist ein deutsch-britisches Kooperationsprojekt, welches zwischen 2011 und 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem britischen Arts and Humanities Research Council (AHRC) gefördert wurde. Mit Förderung der DFG konnten drei Nachwuchswissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt werden. Mit Förderung des AHRC wurden in den Jahren 2012-2014 an der Universität Cambridge (GB) unter Leitung von Dr. Tony Street (Faculty of Divinity) jährliche Workshops durchgeführt, bei welchen die Forschungsergebnisse der beteiligten Wissenschaftler ausgetauscht und in einem größeren Forscherkreis diskutiert wurden. Ein weiterer Projektworkshop fand 2015 an der Ruhr-Universität Bochum statt. Ein Teil der Vorträge der Workshops wurden in der Zeitschrift Oriens (Brill) publiziert.  

Das Forschungsprojekt schließt Grundlagenforschung zur arabischen Logik und Sprachphilosophie zusammen. Vor dem doppelten Hintergrund der spätantiken Kommentarliteratur zum aristotelischen Organon sowie logisch-sprachphilosophischer Problemstellungen in der formativen Phase der muslimischen Theologie und arabischen Linguistik liegen die besonderen Schwerpunkte des Projekts auf dem Verhältnis von arabischer Logik, Sprache und Grammatik einerseits und der Entwicklung der arabischen Logik und Sprachphilosophie nach Ibn Sīnā (gest. 428/1037) andererseits. Dabei sollen in problemgeschichtlicher Absicht sowohl entscheidende Diskurslinien, die zu Ibn Sīnās Neusystematisierung der aristotelischen Logik und Wissenschaftstheorie hinführen, als auch die unmittelbar danach einsetzende Aneignung und Weiterentwicklung dieses transformierten Erbes im Bereich der islamischen Wissenschaften untersucht werden.