Curriculum Vitae: Janosch Steuwer
Seit April 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Der Nationalsozialismus als biografische und gesellschaftliche Herausforderung. Formen des individuellen Umgangs mit dem Nationalsozialismus nach 1933 und 1945" mit dem Promotionsprojekt "Die individuelle Herausforderung des Nationalsozialismus"
2009-2011 Mitarbeiter im Forschungsprojekt zur "Geschichte der Stiftung Erinnerung Verantwortung und Zukunft und ihrer Partnerorganisation" mit dem Teilprojekt zum Thema "Öffentliche Meinung und Zwangsarbeiterentschädigung"
Seit Februar 2009 Promotionsstudent an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Projekt: "Die individuelle Herausforderung des Nationalsozialismus"
2008 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum
2007-2008 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
2006-2008 Studium des Master of Arts in den Fächern Geschichte/Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Bielefeld
2004-2007 Studentische Hilfskraft am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum
2003-2006 Studium des Bachelor of Arts in den Fächern Geschichte/Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum
2003 Zivildienst
2002 Abitur am Ernst-Barlach-Gesamtschule Dinslaken
1983 geb. in Duisburg
Forschungsschwerpunkte
- Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus
- Geschichte der europäischen Parteienkooperation
- Geschichte kollektiver Gewalt im 20. Jahrhundert
Aktuelle Lehrveranstaltungen
- Keine Lehrveranstaltungen im aktuellen Semester.
Kontakt
e-mail: janosch.steuwer@rub.de
Tel: 0234 - 32 - 22540
Sprechstunde n.V.
Raum: GA 4/59
Promotionsprojekt "Die individuelle Herausforderung des Nationalsozialismus"
Die Etablierung des Nationalsozialismus ist von der historischen Forschung bisher vor allem als politischer und institutioneller Wandlungsprozess begriffen worden. Doch das NS-Regime erhob nicht allein den Anspruch auf Umgestaltungen staatlicher und gesellschaftlicher Institutionen, sondern strebte die Neustrukturierung der sozialen Beziehungen innerhalb der deutschen Gesellschaft an: Mit der „Volksgemeinschafts“-Ideologie gingen neue soziale Differenzierungen einher – zwischen „Volksgenossen“ und „Gemeinschaftsfremden“, zwischen „Parteigenossen“ und „Volksgenossen“ – an denen die deutsche Gesellschaft ihre lebensweltlichen Verhaltensweisen ausrichten sollte. Aus der Perspektive der Zeitgenossen stellte der Nationalsozialismus damit eine fundamentale Herausforderung an ihr alltägliches Handeln und ihre Selbstbilder dar. Das Dissertationsprojekt will den individuellen Umgang mit dieser Herausforderung anhand von Tagebüchern und Briefen untersuchen und verknüpft damit Fragen nach gesellschaftlichem Wandel, den Machtbefugnissen des NS-Regimes und den Erfahrungen der Zeitgenossen miteinander.
Publikationen
- Conference Report: German Society in the Nazi Era. Volksgemeinschaft between Ideological Projection and Social Practice, in: German Historical Instiute London. Bulletin 32 (2010) 2, S. 120-128. [PDF]
- zusammen mit Jürgen Mittag: Politische Parteien in der EU, Wien 2010. [Inhaltsverzeichnis]
- zusammen mit Jürgen Mittag: "Die größte Friedenspartei in Deutschland..." Programmatik und Semantik der Friedenskonzeptionen sozialdemokratischer Bundespräsidenten und Bundeskanzler, in: Stadtland, Helke (Hg.): "Friede auf Erden". Religiöse Semantiken und Konzepte des Friedens im 20. Jahrhundert, Essen 2009, S. 195-230.
- Eine neue Partei ,links von der SPD‘. Überlegungen zur Bedeutung nicht-etablierter Kleinparteien im politischen System Nordhrein-Westfalens am Beispiel der WASG und Linkspartei.PDS, in: Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegungen (2008) 38, S. 97-124.
- Veröffentlichte Schriften und Reden von Johannes Rau, in: Jürgen Mittag/Klaus Tenfelde (Hg.): Versöhnen statt Spalten. Johannes Rau: Sozialdemokratie, Landespolitik und Zeitgeschichte, Oberhausen 2007, S. 361-402.
- Rechtsextremismus und Europa: Verkehrte Welten? Die Entwicklung des Europäischen Rechtsextremismus seit 1945, in: Jürgen Mittag (Hg.): Politische Parteien und europäische Integration. Entwicklung und Perspektiven transnationaler Parteienkooperation in Europa, Essen 2006, S. 361-389.
- zusammen mit Siebo Janssen: Die christlich-konservative Volkspartei: Potenziale und Probleme der Zusammenarbeit christdemokratischer und konservativer Parteien in der EVP, in: ebd., S. 579-601.
- Dokumentation: Die Entwicklung der europäischen Parteiorganisationen nach 1945, in: ebd., S. 723-767.
- zusammen mit Jürgen Mittag: Legitimation durch Kommunikation? Das Weißbuch der EU-Kommission, in: Dokumente. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog (2006) 3, S. 14-21. [PDF]
- Rezensionen für H-Soz-u-Kult, Zeitschrift für Genozidforschung, Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegungen.

