Publikationsfonds

Seit 2014 steht an der RUB ein Fonds zur Förderung von Publikationen in Open Access-Zeitschriften zur Verfügung. Der Publikationsfonds wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Programm Open Access Publizieren  gefördert.

Für das Publikationsjahr 2021 stehen weiterhin Fördermittel zur Verfügung. Die Höhe orientiert sich an den Ausgaben 2020.
Einzige vorläufige Änderung: Der Autorenanteil erhöht sich auf 40%, da unsere DFG-Unterstützung am 31.12.2020 endete. Mitglieder der RUB können Mittel aus dem Fonds beantragen, sofern die Förderkriterien  erfüllt sind. Die Abwicklung der Anträge übernimmt die Universitätsbibliothek. Bitte stellen Sie Förderanträge ausschließlich über das Web-Formular.

Zum Antragsformular

Verteilungsschlüssel

  • Das Budget für das Publikationsjahr 2020 betrug insgesamt 187.155 € (40% DFG, 20% zentrale Mittel der RUB, 20% UB, 20% Autorenanteil). Die Anträge werden nach der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.
  • Jede Autorin / jeder Autor muss ab 2021 einen Anteil von 40% des Rechnungsbetrags selbst finanzieren.
  • Es werden pro Jahr maximal 5% der Gesamtsumme aus dem Publikationsfonds pro Autorin oder pro Autor ausgeschüttet. Wenn absehbar genug Gelder vorhanden sind, kann die UB in Einzelfällen auch entscheiden, über diese 5% hinaus zu fördern.

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Förderkriterien (nach den Richtlinien der DFG)

  • Directory of Open Access Journals
    Die zu veröffentlichenden Artikel erscheinen in Zeitschriften, deren Beiträge sämtlich unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich sind ("echte Open Access Zeitschriften", vgl. Directory of Open Access Journals) und die im jeweiligen Fach anerkannte, strenge Qualitätssicherungsverfahren anwenden.
  • Aus den bereitgestellten Mitteln dürfen Publikationsgebühren ausschließlich dann gezahlt werden, wenn sie die Höhe von maximal 2.000,- € pro Aufsatz (inklusive Steuern) nicht übersteigen. Eine anteilige Förderung höherer Rechnungssummen ist nicht möglich.
  • Es können ausschließlich Artikel finanziert werden, bei denen ein Mitglied der Ruhr-Universität Bochum als "submitting author" oder "corresponding author" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich ist. Artikelname und Corresponding author sollen auf der Rechnung ausgewiesen sein.
  • Die Open Access Freischaltung von Aufsätzen in prinzipiell subskriptionspflichtigen Zeitschriften nach dem Modell des "Open Choice" ist nicht förderfähig. Sonderregelungen durch zusätzliche Verlagsverträge mit Springer und Wiley s. u.
  • Publikationskosten, die aus Drittmittelkosten bezahlt werden können, werden nicht gefördert.
  • Gebühren, die von Zeitschriften für das bloße Einreichen von Beiträgen (submission fees) unabhängig von einer eventuellen Veröffentlichung erhoben werden, können nicht aus dem Publikationsfonds erstattet werden.
  • Die Kosten können nur gegen Vorlage einer Rechnung erstattet werden, auf der der ausgewiesene Leistungszeitraum innerhalb der Förderperiode liegt. Ohne Angabe eines Leistungszeitraumes gilt das Rechnungsdatum.
  • Die Autorinnen und Autoren verpflichten sich zur Übernahme von 40% des Rechnungsbetrags in Euro und geben dafür eine Rechnungsadresse oder ihre Finanzstelle an.
  • Der Antrag muss über das Web-Formular gestellt werden.
  • Dokumentenrepositorium
    Alle geförderten Artikel werden auf dem Dokumentenrepositorium der RUB archiviert.

Erforderliche Angaben auf Verlagsrechnungen

Im Falle der Bewilligung sollte die Rechnung an folgende Adresse adressiert sein:

  • Universitätsbibliothek Bochum
    Zeitschriftenteam, UB 5/8
    D44780 Bochum
    (email: journals-ub@rub.de)
  • Bitte beachten Sie, dass bei Rechnungen aus dem europäischen Ausland die VAT-Nr. der Ruhr-Universitaet Bochum (DE 127056261) und die UID des Verlags auf der Rechnung ausgewiesen sein müssen.

Hinweise für Publikationen bei BioMed Central (BMC)

gekündigt zum 31.7.2020, jetzt über Springer Deal-Vertrag

Die RUB hat eine Mitgliedschaft bei BioMed Central abgeschlossen und erhält dadurch einen Rabatt von 20% auf Publikationsgebühren. Bitte stellen Sie Ihren Antrag auf Kostenübernahme aus dem Publikationsfonds vor Einreichung des Artikels. Im Falle der Bewilligung senden wir Ihnen einen Code zu, der während des Einreichungsprozesses bei BioMed Central eingegeben werden muss. Die Kostenübernahme wird in diesem Fall direkt über das Mitgliedschaftskonto der RUB abgewickelt, die Eigenbeteiligung in Höhe von 20% fällt auch bei BMC an.

Sollte eine Finanzierung für eine Publikation bei BMC über den Publikationsfonds nicht möglich sein, können Mitglieder der RUB zumindest den Mitgliedschafts-Rabatt von 20% erhalten. Die UB übernimmt in Vorleistung die Abwicklung der Zahlung an BioMed Central, die Autorinnen und Autoren verpflichten sich zur Rückerstattung der gezahlten Gebühren an die UB.


Weitere Mitgliedschaften, Vereinbarungen

Die RUB hat eine weitere Mitgliedschaft abgeschlossen mit MPDI (10% Rabatt); mit Copernicus, PLOS und Frontiers gibt es Vereinbarungen über die zentrale Rechnungsstellung der Artikelgebühren. Bitte geben Sie stets direkt im Einreichungsprozess Ihre Zugehörigkeit zur RUB an und stellen Sie Ihren Antrag auf Fördermittel möglichst vor der Einreichung beim Verlag, damit wir in Zusammenarbeit mit dem Verlag die RUB-Zugehörigkeit sicher verifizieren.

Darüber hinaus gibt es folgende Vereinbarungen im Rahmen von Subskriptionsverträgen:

  • Handreichung Open Access
  • Association for Computing Machinery
    RUB-Mitglieder zahlen $1500 für Journal Articles; 800$ für Proceedings Articles.
  • Cambridge University Press:
    Open Access publizierte Artikel in Subskriptionszeitschriften des Paketes Cambridge HSS sind für die RUB bis zu einer festgelegten Anzahl kostenfrei.
  • Cogitatio
    Vereinbarung beinhaltet einen Rabatt von 20% auf die Artikelgebühr; derzeitige Begrenzung auf 2 Artikel im Jahr.
  • de Gruyter:
    20% Rabatt auf die APCs für die Publikation in reinen Open-Access-Zeitschriften.
  • Hogrefe:
    Der neue Vertrag ab 2021 ermöglicht die sofortige Open Access Publikation in sämtlichen PsyJournals-Zeitschriften ohne Zusatzkosten für RUB-Autoren.
  • IEEE:
    Im Rahmen des Konsortiums für die IEEE Electronic Library (IEL) 2020 kann die RUB 10 Artikel pro Jahr Open Access zu einem reduzierten Preis von 1410 $ veröffentlichen. Dies gilt sowohl für Subskriptions-, als auch für reine Open Access-Zeitschriften. Die Universitätsbibliothek ist für zunächst 10 Artikel in Vorleistung gegangen. Autor*innen bzw. deren Einrichtung/ Lehrstuhl erstatten der Universitätsbibliothek die Gebühren nach Veröffentlichung ihres Artikels; RUB-Mitglieder werden im Einreichungsverfahren bei IEEE über das Portal CCC RightsLink Author OA als Rabatt-berechtigt identifiziert.
  • Nature
    Es fallen keine Artikelgebühren für Open Access Artikel in Nature Subskriptionszeitschriften an – diese sind durch den von Universitätsbibliothek und einigen Fakultäten kooperativ finanzierten neuen Publish & Read-Vertrag 2021/2024 abgedeckt.
  • IOP:
    Im Rahmen des Nationalkonsortiums IOP Journals 2019-2021 kann die RUB 8 Artikel pro Jahr kostenfrei im Open Access veröffentlichen. Die Vereinbarung gilt nur für Subskriptionszeitschriften.
  • Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS):
    PNAS bietet für Autoren von lizenzierenden Einrichtungen 24% Rabatt bei Entscheidung für die sofortige Veröffentlichung als Open-Access-Publikation (sonst gilt: Alle Artikel von PNAS sind nach 6 Monaten über PubMed Central frei zugänglich).
  • Wiley:
    1) Für Open Access-Veröffentlichungen in subskriptionspflichtigen Zeitschriften (sog. hybride Zeitschriften) fallen für die Autoren seit dem 1. Juli 2019 keine Gebühren mehr an. Die Kosten werden während der 3-jährigen Laufzeit des Deal-Vertrages der RUB insgesamt in Rechnung gestellt und über den bisherigen Verteilungsschlüssel der Subskriptionskosten von der Universitätsbibliothek und den Fakultäten/Einrichtungen getragen. Ab 2022 soll dieses „Publish & Read-Modell“ deutschlandweit übergehen in ein Publish-Modell , dann muss konkret artikelbasiert abgerechnet werden. Die Autoren haben weiterhin das Entscheidungsrecht für oder gegen Open Access, politisch gewollt auch von der Ruhr-Universität ist die Open Access-Publikation mit einer cc-by-Lizenz.

    2) Für Open Access-Veröffentlichungen in reinen Open Access-Zeitschriften von Wiley – sog. Gold Open Access-Journals - erhalten Autorinnen und Autoren der RUB während der Laufzeit des Wiley-Vertrages einen Rabatt von 20 % auf die anfallenden Publikationsgebühren. Letztere werden gemäß den Förderrichtlinien des Publikationsfonds finanziert, d. h. nur für Artikelkosten bis zu 2000 € brutto gibt es eine Fördermöglichkeit. Liegen die jeweiligen Artikelkosten über 2000 € brutto entfällt die Fördermöglichkeit von vornherein. Autoren und Autorinnen müssen der UB die Erstattung dieser Kosten im Einreichungsverfahren zusagen. Wiley rechnet die Gesamtkosten einmal jährlich ab, daher werden die Lehrstühle/Einrichtungen gebeten, Finanzstellen für die wiederum jährliche Abrechnung mit der UB vorzusehen. Weitere Informationen zur Open Access Publikation im Rahmen dieses Vertrages mit Wiley finden Sie hier, Detailfragen zur Abwicklung an der RUB können Sie gern oa@rub.de richten.
  • Springer:
    1) Für Open Access-Veröffentlichungen in subskriptionspflichtigen Zeitschriften (sog. hybride Zeitschriften) fallen für die Autoren seit dem 1. Januar 2020 keine Gebühren mehr an. Die Kosten werden während der 3-jährigen Laufzeit des Deal-Vertrages der RUB insgesamt in Rechnung gestellt und über den bisherigen Verteilungsschlüssel der Subskriptionskosten von der Universitätsbibliothek und den Fakultäten/Einrichtungen getragen. Ab 2023 soll dieses „Publish & Read-Modell“ deutschlandweit übergehen in ein Publish-Modell, dann muss wie bei Wiley auch artikelbasiert abgerechnet werden. Die Autoren haben weiterhin das Entscheidungsrecht für oder gegen Open Access, politisch gewollt auch von der Ruhr-Universität ist die Open Access-Publikation mit einer cc-by-Lizenz.

    2) Für Open Access-Veröffentlichungen in reinen Open Access-Zeitschriften (Gold Open Access Journals) von Springer (incl. BMC) erhalten Autorinnen und Autoren der RUB ab 1.8.2020 während der Laufzeit des Springer-Vertrages bis 31.12.2022 einen Rabatt von 20 % auf die anfallenden Publikationsgebühren. Es gelten auch hier die Förderrichtlinien des Publikationsfonds: Nur für Artikelkosten bis zu 2000 € brutto gibt es eine Fördermöglichkeit. Liegen die jeweiligen Artikelkosten über 2000 € brutto entfällt die Fördermöglichkeit von vornherein. Autoren und Autorinnen müssen der UB die Erstattung dieser Kosten im Einreichungsverfahren zusagen. Springer rechnet die Gesamtkosten einmal jährlich ab, daher werden die Lehrstühle/Einrichtungen gebeten, Finanzstellen für die wiederum jährliche Abrechnung mit der UB vorzusehen. Weitere Informationen zur Open Access Publikation im Rahmen dieses Vertrages mit Springer finden Sie hier, Detailfragen zur Abwicklung an der RUB können Sie gern oa@rub.de richten.

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Fördergelder beantragen

Bitte füllen Sie das folgende Formular aus, wenn Sie als RUB-Mitglied corresponding author eines Artikels sind und keine weiteren Drittmittel für Publikationskosten zur Verfügung stehen. Folgende Angaben sind für die Beantragung erforderlich:

  • die ISSN der Zeitschrift mit Bindestrich (XXXX-YYYY), ermittelbar über das DOAJ - Directory of Open Access Journals,
  • Ihre Organisationszugehörigkeit zur RUB,
  • die ungefähren Publikationskosten in Euro.

in DOAJ finden.


Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das OA-Team (0234/32-22053).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Kornelia Wallschlag-Sobotta (0234/32-22354) oder Lioba Fleige.
Mail: oa@rub.de