Auf dem Euro PM2026 Congress & Exhibition, der vom 11. bis 14. Oktober 2026 in Budapest (Ungarn) stattfand, präsentierte Jonathan Hann vom Lehrstuhl für Neue Fertigungstechnologien und Werkstoffe der Bergischen Universität Wuppertal aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe 5620. In seinem Beitrag mit dem Titel „Comparative Study on DED-LB/M Processing of the Martensitic Hardenable Tool Steel X38CrMo7-2 Using Cored Wire- and Powder-Based Feedstock“ verglich er Fülldraht und Pulver als Zusatzwerkstoff für das Laserauftragschweißen eines Werkzeugstahls.
Die vorgestellte Arbeit untersucht den Einfluss des Zusatzwerkstoffs auf die Verarbeitbarkeit, die Gefügeausbildung und die Härte des martensitisch härtbaren Werkzeugstahls X38CrMo7-2 im Aufbauzustand und nach dem Härten und Anlassen. Mit beiden Zusatzwerkstoffen ließen sich ohne Vorwärmung dichte und rissfreie Strukturen herstellen. Dabei zeigte sich, dass die Prozessparameter nicht direkt von einem Zusatzwerkstoff auf den anderen übertragbar sind. Der Fülldraht erreichte eine deutlich höhere Materialausnutzung, während das Pulver eine höhere und gleichmäßigere Härte erzielte. Die Ergebnisse verdeutlichen damit einen Zielkonflikt zwischen Ressourceneffizienz im Prozess und den erreichbaren Bauteileigenschaften. Weiterführende Arbeiten widmen sich der Anpassung der Prozessführung über die Bauhöhe sowie dem Verschleißverhalten der Strukturen.
Die anschließende Diskussion sowie zahlreiche Gespräche am Rande des Kongresses ermöglichten einen intensiven Austausch mit der internationalen Pulvermetallurgie- und AM-Community und lieferten wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit in der Forschungsgruppe.
Zur Veröffentlichung: DOI 10.59499/EP267150141