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22.02.2019

Tobias StrasdeitWir gra­tu­lie­ren Tobias Strasdeit herz­lich zur er­folg­rei­chen Pro­mo­tion.

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09.02.2018

NMDA-Rezeptor-PeptideBis zu 20 % der Be­völ­ke­rung, Ge­sun­de wie Kran­ke, ha­ben An­ti­kör­per ge­gen Glu­ta­mat­re­zep­to­ren des NMDA-Typs im Blut, wo­bei die Häu­fig­keit mit dem Al­ter zu­nimmt. In Zu­sam­men­ar­beit mit der Ar­beits­grup­pe Kli­ni­sche Neu­ro­wis­sen­schaf­ten von Han­ne­lo­re Eh­ren­reich am Max-Planck-In­sti­tut für Ex­pe­ri­men­tel­le Me­di­zin in Göt­tin­gen konn­ten wir nun ei­ne ähn­li­che Häu­fig­keit von An­ti­kör­pern ge­gen NMDA-Re­zep­to­ren bei an­de­ren Säu­ge­tie­ren nach­wei­sen. Hun­de, Kat­zen, Rat­ten und Mäu­se zeig­ten da­bei auch die Al­ters­ab­hän­gig­keit, wie sie bei den mei­sten Men­schen auf­tritt, Pa­viane und Rhe­sus­af­fen in Ge­fan­gen­schaft da­ge­gen nicht. Dar­aus und aus dem Be­fund, daß auch Mi­gran­ten ei­ne ge­rin­ge­re Al­ters­ab­hän­gig­keit auf­wei­sen, lei­te­ten wir die Hy­po­the­se ab, daß chro­ni­scher Streß die An­ti­kör­per­pro­duk­tion aus­löst.

Im­mu­ni­siert man Mäu­se ge­gen NMDA-Re­zep­to­ren, pro­du­zie­ren sie gro­ße Men­gen An­ti­kör­per; wenn die Tie­re ei­ne de­fek­te Blut-Hirn-Schran­ke ha­ben, ent­wickeln sie an­schlie­ßend ei­ne Art Psy­cho­se, wie sie auch auf­tritt, wenn man NMDA-Re­zep­to­ren mit Me­di­ka­men­ten blockiert. Bei kei­nem der Tie­re konn­ten wir je­doch ei­ne Ent­zün­dung im Ge­hirn (En­ze­pha­li­tis) fest­stel­len. Das deu­tet dar­auf hin, daß man­che der Symp­to­me, die man bei En­ze­pha­li­tis­pa­tien­ten mit An­ti­kör­pern ge­gen NMDA-Re­zep­to­ren be­ob­ach­tet, zwar von den An­ti­kör­pern aus­ge­löst wer­den, die En­ze­pha­li­tis selbst je­doch ei­ne an­de­re Ur­sa­che hat.

Zu­sam­men­fas­sung und biblio­gra­phi­sche In­for­ma­tio­nen (englisch). Der voll­stän­di­ge Ar­ti­kel ist frei zu­gäng­lich.

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Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. Michael Hollmann

Kontaktadresse

Lehrstuhl für Biochemie I - Rezeptorbiochemie
NC 6/171

Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum

Tel.: +49 234 32-28225
Fax: +49 234 32-14244
E-Mail: rezeptorbiochemie@rub.de

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