rubrech

Corinna Rubrech, M.A.



Doktorandin

Dissertationsthema: Eigenverantwortung und Solidarität - Gerechtigkeit in einem zukunftsfähigen Gesundheitssystem








Zur Person

  • 2005 - 2008: Bachelor-Studium der Germanistik und Philosophie
  • September 2009 - Januar 2010: Auslandssemester an der Universität Bologna, Italien
  • Februar 2010 - April 2010: Auslandspraktikum in Malaysia
  • 2008 - 2011: Masterstudium der Germanistik und Philosophie
  • November 2010 - Februar 2011: Masterarbeit zum Thema "Die Konzeptionen der Wirtschaftsethik von Karl Homann und Peter Ulrich - ein Vergleich."
  • ab Oktober 2011: Promotionsstudiengang Philosophie

 

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens

Der medizinisch-technologische Fortschritt und die damit einhergehenden kostenintensiven Behandlungsmöglichkeiten treffen aufgrund des sozialen und insbesondere des demographischen Wandels auf einen Rückgang der zur Verfügung stehenden Mittel für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in westlichen Industrienationen. Das sich zuspitzende Spannungsverhältnis zwischen dem medizinisch Möglichen und dem finanziell Tragbaren begründet die fortschreitende Krise der Gesundheitssysteme dieser Länder. Eine tiefgreifende Reform scheint unumgänglich zu sein.

In Anbetracht der fortschreitenden Mittelknappheit steht die Frage nach einer gerechten Allokation der zur Verfügung stehenden Ressourcen für Gesundheitsleistungen im Fokus der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte. Gelangt man zu der Annahme, dass die Bereitstellung aller medizinisch verfügbaren Leistungen die Belastungsgrenze einer Gesellschaft übersteigt, gilt es geeignete Kriterien für eine gerechte Verteilung der begrenzten Mittel auszuweisen, um den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen zu gewährleisten. Wie aber kann man das medizinisch Notwendige bestimmen? Wer soll welche Leistungen in Anspruch nehmen können? Und wer soll die für eine angemessene Gesundheitsversorgung benötigten Mittel bereit stellen? Die Frage nach der Bereitstellung der benötigten Ressourcen geht einher mit der Frage, welche Verantwortung der Einzelne für seine gesundheitlichen Risiken zu tragen hat und welche Lasten ein Sozialstaat zur Übernahme dieser Risiken schultern soll. Es gilt, das gerechte Verhältnis von Eigenverantwortung und Solidarität zu begründen.

Die Arbeit erörtert zum einen, wie die Gewährleistung der Gesundheitsversorgung in den verschiedenen Typen von Gesundheitssystemen derzeit realisiert wird und untersucht zum anderen auf der Grundlage eines normativen Ansatzes ausgewählte Modelle, die unterschiedliche strukturelle und prozedurale Verteilungskriterien und in den Blick nehmen. Ziel ist es zu prüfen, in wie fern diese Kriterien einem finanziell realisierbaren und als gerecht klassifizierbaren Gesundheitssystem dienlich sind.

 

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

Ethik, insbes. Wirtschaftsethik
Politische Philosophie