Profil

In der Lehre geben wir Studierenden Einblicke in die Geschichte von Russland, Polen und Tschechien. Darüber hinaus unternehmen wir Streifzüge in die Geschichte des südöstlichen Europa, um übergreifende Phänomene wie den Aufbruch in die Moderne, die Herausbildung von Nationen, den Zerfall von Imperien oder die Ausprägung sozialistischer Gesellschaftsordnungen vergleichend zu betrachten. Dabei decken wir vorwiegend die Neuzeit seit dem 17. Jahrhundert ab. In der Forschung liegen die Schwerpunkte auf dem Zarenreich beziehungsweise der Sowjetunion sowie Polen im 19. und 20. Jahrhundert. Die Zeitgeschichte steht zurzeit im Zentrum der Lehrstuhltätigkeit, ohne dass andere Epochen dabei zu kurz kämen. Die Geschichte des Stalinismus und die Nachkriegsgeschichte der UdSSR stellen die vorrangigen Arbeitsbereiche dar. Wir erforschen Osteuropa nicht für sich, sondern im Zusammenhang mit Westeuropa sowie der außereuropäischen Welt. So verbinden Fragen nach dem gesellschaftlichen Wandel unter unterschiedlichen kulturellen und politischen Bedingungen die osteuropäische Geschichte mit mittel- und westeuropäischen Regionen. Mit Nordamerika hat Osteuropa die Bedeutung der weiten Räume und der inneren Kolonisierung gemein. Und ebenso ist die Geschichte der Sowjetunion und des Kalten Krieges nicht ohne den Bezug auf die Entwicklungen in Europa und USA zu verstehen. Diktatur- und Gewalterfahrung bilden zentrale Aspekte osteuropäischer Geschichte. Der Lehrstuhl ist über Forschungsprojekte, Kooperationen und Austauschprogramme mit Partnern in Osteuropa verbunden.