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RUBIN 2-97 - Populaer aufbereitete Forschung aus der RUB



Bochum, 10.12.1997
Nr. 247

Sonne, Wind ... und Arbeitsplätze
Operationen durchs Schlüsselloch und Stürme im Windkanal
Forschung für alle in RUBIN: Wissenschaftsmagazin 2/97


Regenerative Potentiale - Sonne, Wind und Biomasse - sind vorhanden,
doch sie liegen brach. Zu riskant erscheint bislang ein Wandel in den
Energiestrukturen mit Blick auf die Finanzierung und den sensiblen
Arbeitsmarkt. Mit dem geplanten Ausbau der Solartechnikindustrie in
Nordrhein- Westfalen und Bayern wurde nun ein Grundstein gelegt.
Verschiedene Konzepte zur Einführung neuer Energien und deren
volkswirtschaftliche Auswirkungen bis hin zu möglichen
Beschäftigungseffekten untersuchen Ingenieure der RUB am Lehrstuhl für
Neue und Nukleare Energiesysteme von Prof. Dr.-Ing. Hermann Unger. Sie
zeigen was möglich und was machbar ist und empfehlen - im soeben
erschienen Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum, RUBIN
2/97 - die Weichen jetzt zu stellen, bei einer ,Strategie mit
Augenmaß".

Exemplare werden Journalisten auf Anforderung versandt.

Editorial: Der idw und sein Transfer-Makler

RUBIN 2/97 präsentiert wieder spannende Themen aus Wissenschaft und
Forschung. Eingeleitet wird das Heft in vertrauter Weise mit dem
Editorial; den Abschluß bildet erstmals die Rubrik ,News". Im
Editorial bezieht Dr. Josef König, Leiter der Pressestelle der RUB und
Mitinitiator des Informationsdienstes Wissenschaft (idw), Stellung zu
dem immer wieder geäußerten Vorwurf, daß die Hochschulen der Region
der Wirtschaft zu wenig Dienstleistungen anböten. Unter der
Überschrift ,Transparenz schafft Kontakte" wird der idw in seiner
Rolle als Mittler zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
vorgestellt. Das ,jüngste Kind" des idw - der Transfer-Makler - wurde
am 1. Okt. 1997 ins Leben gerufen. Er ist ein spezieller Service für
alle Unternehmen, die zur Lösung technischer und
betriebswirtschaftlicher Fragen fachwissenschaftliche Beratung und
Kooperation mit der Wissenschaft wünschen.

News als new

Einen Einblick in Forschungsprojekte, die vor kurzem erst an der RUB
in Angriff genommen wurden, geben von nun an die ,News" - diesmal
u.a. mit Themen aus der Weltraum- und Astrophysik, der Geodäsie im
Bauwesen und der Islamwissenschaft. Vorgestellt wird das seit Oktober
1997 durch die DFG und das Land NRW geförderte Graduiertenkolleg
,Nanoelektronische, mikromechanische und mikrooptische Systeme:
Analyse und Synthese mittels Ionen, Elektronen und Photonen", daß an
die Fakultäten Elektrotechnik, Maschinenbau und Physik/Astronomie der
RUB vergeben wurde. Und wie immer, auch diesmal dabei (als Beilage)
die Liste aktueller Promotionen und Habilitationen an der RUB.


Weitere Themen: Sehen, wie man sich bewegt

Naturwissenschaften: Ob beim Laufen, Autofahren oder Inlineskating
-ohne daß wir es bemerken, leistet unser Gehirn Schwerstarbeit. In
unzähligen Rechenschritten verbindet es Sinneseindrücke
verschiedener Verarbeitungssysteme, was letztlich kontrollierte
Bewegung möglich macht. In Kombination von Experiment mit
theoretischem Modell (Computersimulation) erforschen Prof. Dr.
Klaus-Peter Hoffmann und seine Mitarbeiter (Allgemeine Zoologie und
Neurobiologie) Schritt für Schritt die Arbeitsweise des Gehirns.

Technisches Neuland: 200-Meter-Kühlturm im Windkanal

Ingenieurwesen: Ein Bauwerk bietet viele Angriffspunkte für den
Wind. Dank technischer Regelwerke haben Ingenieure das Sturmrisiko
schon in der Planungsphase fest im Griff. Ein Test im Windkanal kann
dazu Sicherheit und Kosten optimieren. Unumgänglich ist er, wenn mit
der Bauwerkskonstruktion technisches Neuland betreten wird: Zum
Beispiel, wenn eine Kraftwerksgruppe um einen 200-Meter hohen
Kühlturm erweitert wird. Selbst als Modell ist er ein Riese im Sturm
im Windkanal der Arbeitsgruppe Aerodynamik im Bauwesen von Prof.
Dr.-Ing. Hans-Jürgen Niemann.

Therapie: Multiple Sklerose - Schritt für Schritt

Medizin: Wenn sich die Abwehr auf den eigenen Körper richtet, kann
die Multiple Sklerose, eine chronische, entzündliche Erkrankung des
Zentralnervensystems, die Folge sein. Die Mechanismen dieser
Fehlsteuerung unterscheiden sich von Patient zu Patient - was die
Therapie bislang erschwerte. Mit neuen, spezifischer wirkenden
Substanzen zeichnen sich bessere Behandlungserfolge ab; vorgestellt
werden Ergebnisse der Forschungsgruppe Multiple Sklerose der RUB an
den drei Neurologischen Universitätskliniken (Dr. Dieter Pöhlau, Dr.
Eckhard Sindern, Dr. Michael  Haupts) sowie der Abteilung für
Molekulare Humangenetik der RUB (Dr. Cornelia Epplen). Es kommt nun
darauf an, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und jeden Patienten
mit der ganz auf ihn zugeschnittenen Therapie zu versorgen.

Operation: Die Hand am Instrument, der Blick zum Monitor

Erst ein Schnitt vom Brustbein bis zum Schambein verschaffte bislang
Zugang zu den tiefliegenden Gefäßen. Doch die große Wunde belastet
die Patienten. Sechs kleine Einstiche genügen jetzt, um die
Y-Prothese -einen Bypass von der Bauchschlagader zu den beiden
Beinarterien-einzusetzen. Die neue Technik, entwickelt von PD Dr. med
Matthias Kemen und Mitarbeitern an der Chirurgischen
Universitätsklinik (Direktor: Prof. Dr. med. Volker Zumtobel),
verringert das Operationstrauma, die Patienten erholen sich schneller
und können schon fünf Tage nach dem Eingriff das Krankenhaus
verlassen.

Spaniens goldenes Theaterzeitalter: Bis zu
30.000 Theaterstücke

Geisteswissenschaften: Die Theaterleidenschaft im Spanien des
`Goldenen Zeitalters' - Siglo d'Oro - sorgte für eine heute kaum
nachvollziebare Produktivität der Autoren. Bis zu dreißigtausend
gedruckte, ungedruckte, teils verschollene Theaterstücke werden
vermutet - darunter wahre Bühnenspektakel mit Musik, Tanz und
Erotik. Die hispanistische Forschung an der RUB (Prof Dr. Manfred
Tietz, Romanische Philologie/Hispanistik) und an der Universität zu
Köln (Prof. Dr. Jürgen Rolshoven, PD Dr. Guido Mensching,
Sprachliche Informationsverarbeitung) erschließt u.a. die Welt der
Worte, die Ideen eines Autors oder sogar einer ganzen Epoche, zum
Beispiel unter Zuhilfenahme sogenannter Konkordanzen.

Matt der Götter: Schach im lateinischen Gedicht

Daß Schach spielen durchaus zur wissenschaftlichen Arbeit eines
Philologen gehören kann, zeigen Prof. Dr. Reinhold F. Glei und Dr.
Thomas Paulsen (Seminar für Klassische Philologie der RUB): Mit
geradezu mathematischer Genauigkeit interpretieren sie ein
lateinisches Gedicht aus dem Jahre 1510, das eine Schachpartie
zwischen den Göttern Apollo und Merkur beschreibt. Erstmals ist es
gelungen - was bislang niemand für möglich hielt - diese Partie der
Götter nachzuspielen. Der Reiz dabei liegt nicht allein im
schachtheoretischen Erkenntnisgewinn, sondern in der Evaluation von
Interpretationsmethoden, um im Sinne einer `Hermeneutik more
geometrico' letztlich aus dem Text noch mehr Information zu gewinnen.
Wer Lust hat, die Partie der Götter nachzuspielen oder wenigstens
nachzulesen, kann das jetzt in RUBIN 2/97.

Bezugsmöglichkeiten

RUBIN ist in den Universitätsbuchhandlungen Brockmeyer, Schaten und
Janssen sowie in der Pressestelle der RUB zum Preis von DM
5,-erhältlich und natürlich auch im Internet zu finden:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin.



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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