NACH OBEN

Digital Technologies and Student Mental Health: Risks of Social Media and the Promise of Virtual Reality and Autonomous Sensory Meridian Response Interventions

Abueva et al., 2025 

Ziel:

Die Beziehung zwischen sozialen Medien und mentaler Gesundheit von Studierenden soll untersucht werden. Die Effektivität digitaler Interventionen (spezifisch VR-Meditationen und ASMR-Videos) hinsichtlich der Reduzierung von Ängstlichkeit und Stress soll erprobt werden. 

Wichtigste Ergebnisse:

Intensivere Nutzung sozialer Medien korreliert mit höherer Ängstlichkeit, mehr Stress und weniger Selbstbewusstsein. VR und ASMR können Ängstlichkeit signifikant reduzieren, wobei VR den stärkeren Effekt zeigt. Soziale Medien können sowohl Ängstlichkeit verstärken aber auch als Ressource emotionaler Unterstützung dienen.

Hooked on a Feeling: Psychological and Physiological Responses to Autonomous Sensory Meridian Response Triggers

Bollinger et al., 2025 

Ziel:

Präferenzen für spezifische ASMR-Trigger sollen hinsichtlich ihrer physiologischen Reaktionen untersucht werden. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigen, dass alle Videos eine signifikante subjektive Entspannung und eine verringerte Herzschlagrate hervorriefen, während die galvanische Hautleitfähigkeit stark variierte. Diese Muster suggeriert, dass obwohl ASMR generell positive physiologische Reaktionen wie Entspannung hervorruft, bestimmte Trigger auch mehr Aufmerksamkeit oder Anregung aktivieren können.

Beyond the Tingle: Exploring Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) ROle in Mindfulness and Relaxation Among Hong Kong University Students

Chung & Mo, 2025 

Ziel:

Diese Studie untersucht den Einfluss von ASMR-Videos auf Achtsamkeit unter Studierenden in Hong Kong.  

Wichtigste Ergebnisse:

Die Resultate enthüllen einen signifikanten Anstieg in Achtsamkeit nach dem Schauen von ASMR-Videos. Die Studierenden berichten von einer positiven Erfahrung. Das Level von Achtsamkeit steigt mit der Dauer des Schauens an.

The Proximity Prediction Hypothesis: How predictive coding of CTtouch explains Autonomous Sensory Meridian Response and ist therapeutic applications

Flockton et al., 2025 

Ziel:

Theoretische Erklärung von ASMR über die Proximity Prediction Hypothesis, basierend auf prädiktiver Verarbeitung von CT-affektivem Berührungssinn, sowie Ableitung therapeutischer Implikationen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR wird als Ergebnis fehlerarmer Vorhersagen sozialer Nähe interpretiert; das Modell erklärt typische ASMR-Trigger konsistent und stützt das Potenzial von ASMR für angst-, stress- und schmerzbezogene Interventionen.

The effect of autonomous sensory meridian response (ASMR) messages on consumer brand perceptions and intentions

Gotsch & Gasser, 2025 

Ziel:

Untersuchung, wie ASMR-basierte Werbebotschaften Markenwahrnehmung und Kaufintention beeinflussen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Nachrichten verbessern Markenbewertung, wahrgenommene Nähe und Kaufabsicht, insbesondere bei ASMR-affinen Konsumenten.

Do whispering minds tingle alike? Exploring the relationship between ASMR-sensitivity, trait-ASMR, and trigger preference

Greer et al., 2025 

Ziel:

Analyse des Zusammenhangs zwischen ASMR-Sensitivität, trait-ASMR und individuellen Trigger-Präferenzen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Sensitivität ist ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, das systematisch mit bevorzugten Triggern zusammenhängt; deutliche interindividuelle Unterschiede bestätigen ASMR als heterogenes Phänomen.

The emotional experience of ASMR as a social phenomenon

Grothe-Hammer, 2025 

Ziel:

Analyse von ASMR als soziales und emotionales Phänomen jenseits individueller Sinnesreaktionen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR erzeugt Gefühle von sozialer Nähe, Fürsorge und Intimität und fungiert als digital vermittelter Ersatz sozialer Interaktion; das Erleben ist kulturell und sozial eingebettet.

More relaxing than nature? The impact of ASMR content on psychological and physological measures of parasympathetic activity

Hozaki et al., 2025 

Ziel:

Vergleich der entspannenden Wirkung von ASMR-Inhalten mit Naturreizen anhand psychologischer und physiologischer Marker parasympathischer Aktivität. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR erhöhte subjektive Entspannung und parasympathische Aktivität (z. B. Herzratenvariabilität) stärker oder mindestens vergleichbar zu Naturreizen; Effekte waren besonders ausgeprägt bei ASMR-sensitiven Personen.

An exploratory study on the regulatory effect of autonomous sensory meridian response on anxiety: evidence from functional near-infrared brain imaging technology

Jiang et al., 2025 

Ziel:

Explorative Untersuchung der angstregulierenden Wirkung von ASMR unter Nutzung funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS). 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR reduzierte subjektive Angst und veränderte die Aktivität präfrontaler Hirnareale, die mit Emotionsregulation assoziiert sind; die Befunde liefern neurophysiologische Hinweise auf einen anxiolytischen Effekt von ASMR.

Tingle-Eliciting Audiovisual Properties of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) Videos

Jones et al., 2025 

Ziel:

Isolation von spezifischen tingle-eliciting Features durch den Vergleich von tingle Berichten für ASMR Videoausschnitte von ASMR-sensiblen Personen und Kontrollpersonen. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Anwesenheit bestimmter Features in synchronisierten und desynchronisierten Videos rief subjektives ASMR-Erleben hervor. Videos mit gleichzeitiger Objektmanipulation und Sprachgeräuschen waren am effektivsten. Explorative Analysen deuten auf eine Rolle von auf Zuschauer gerichteter Aufmerksamkeit hin

Exploring neural idiosyncrasies in response to autonomous sensory meridian response videos: naturalistic functional magnetic resonance imaging study of stress and sensory processing

Lee et al., 2025 

Ziel:

Untersucht wird, ob ASMR-Videos in einem naturalistischen Kontext eine konsistente neuronale Synchronizität in stress-bezogenen Hirnregionen zeigen. Des Weiteren wird sich der Frage gewidmet, ob individuelle Unterscheide in subjektiver Stresswahrnehmung Variabilität in der neuronalen Antwort vorhersagen. 

Wichtigste Ergebnisse:

Es gibt keine eindeutigen Hinweise, dass ASMR-Videos dauerhaft mit stressbezogenen Netzwerken interagiert oder neuronale Synchronizität vorhersagt. Diese Ergebnisse betonen die große Variabilität in den individuellen ASMR-Antworten. Weitere multimodale Messmethoden sind von Nöten, um die einzelnen ASMR-Wirkkomponenten zu isolieren.

Testing mechanisms in ASMR persuasion: Advertising consumers‘ resistance-overcoming sensory satisfaction.

Lee & Johnsohn, 2025 

Ziel:

Die Studie entwickelte für den kommerziellen Werbekontext das „Resistance-Overcoming sensory satisfaction model“ (ACROSS), um die psychologischen Mechanismen zu identifizieren, in denen ASMR-Werbung zu Kaufentscheidungen beträgt. 

Wichtigste Ergebnisse:

Ergebnisse zeigen, dass sensorische Modalitäten von ASMR – insbesondere auditive Stimulation – unterhaltungsbasierte psychologische Prozesse (voice credibility, sensory gratification, interest, transportation, parasocial interaction, identification, endorser liking) verstärken. Diese unterhaltungsbezogenen Faktoren schwächen im Gegenzug wieder die message resistance-Faktoren (reactance, counterarguing, intrusiveness) und führen so zu positiveren Einstellungen und Verhaltensintentionen bei Konsumenten.

Exploring how autonomous sensory meridian response enhances pjygital fashion retail experiences

Lin et al., 2025 

Ziel:

Untersucht wurde das Potenzial, ASMR im Fashionmarkt einzusetzen, um taktile Reize auch Online zu betonen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Inhalte erreichen alle Dimensionen der Online-Käufererfahrung und verbessern Produkt- und Marken-Wahrnehmung.

Enhancing Autonomous Sensory Meridian Response through personalised triggers in virtual reality

 Ling, 2025

Ziel:

Untersucht wird die Effizienz von personalisierten ASMR-Triggern, um die Erfahrung in VR zu intensivieren 

Wichtigste Ergebnisse:

Personalisierte Trigger verbessern die „Kitzel“-Intensität, Onset Zeit, Dauer und Annehmlichkeit leicht. Kunden bevorzugten die personalisierten Trigger.

Affective touch sensitivity shapes tingling intensity in autonomous sensory meridian response experiences

Liu & Kondo, 2025 

Ziel:

Im Fokus stehen sensorische Mechanismen (v.a. affektive Berührungssensitivität und interozeptive Genauigkeit), die den individuellen Unterschieden in ASMR zugrunde liegen.  

Wichtigste Ergebnisse:

Es gab signifikante positive Assoziationen zwischen Kitzelgefühl und affektiver Berührungssensitvität. Eine Streichelgeschwindigkeit lag bei 3-9cm/s. Diese Sensitivität sagt auch signifikant die ASMR-Kitzelsensation vorher.

Autonomous sensory meridian response: A PRSIMA-guided systematic review

Lohaus et al., 2025 

Ziel:

Der Artikel evaluiert den aktuellen Stand der Forschung zu ASMR 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR ist mit vielen psychologischen Variablen und Persönlichkeitseigenschaften verbunden. ASMR wurde auch mit einem anderem EEG-Muster, Aktivierung in spezifischen Gehirnarealen und atypischer funktionaler Konnektivität als auch physiologischen Änderungen assoziiert.

An experimental EEG study of brain activities underlying the autonomous sensory meridian response

Mohammadi et al., 2025 

Ziel:

Die Studie will die neurologische Grundlagen der „Kitzel“-Empfindung bei ASMR untersuchen.  

Wichtigste Ergebnisse:

Das Delta-Band nahm in allen Gehirnregionen ab und das Alpha-Band verstärkte sich im Okzipitallappen. Des Weiteren fanden sich mehr Beta-Oszillationen im linken fronto-temporalen Bereich. Diese Muster konnten nicht in der Gruppe von ASMR-Nonrespondern gefunden werden.

Understanding the mechanisms and benefits autonomous sensory meridian responsen (ASMR) consumption: a systematic review

Ortega-Balderas et al., 2025 

Ziel:

Ziel ist es, die ASMR-Interventionen zusammenzufassen und objektive Parameter und potentielle Vorteile zu untersuchen. 

Wichtigste Ergebnisse:

Studien deuten auf spezifische MRT- und EEG-Komponenten bei ASMR hin. Die Inkonsistenz der ASMR-Interventionen, die Kontrolldesigns, die Vielfalt der Fragebögen, der Mangel an ethnischer Vielfalt und die meist subjektiven Selbstaussagen machen das Review äußerst heterogen. Dies hat einen Einfluss auf die Generalisierbarkeit der neurologischen Komponenten.

Effects of ASMR on mental fatigure recovery revealed by EEG power and brain network analysis

Si et al., 2025 

Ziel:

Diese Studie untersucht, ob ASMR effektiv darin ist, mentale Ermüdung zu reduzieren. 

Wichtigste Ergebnisse:

Reaktionszeiten konnten signifikant reduziert werden. Auf neuronaler Ebene wurden Veränderungen des theta-Bandes im EEG festgestellt.

Evaluation of progressive muscle relaxation and autonomous sensory meridian response in alleviating dental anxiety in children aged 7-11 years: A randomized controlled trial

Tanna et al., 2025 

Ziel:

Die Effektivität von progressiver Muskelentspannung und ASMR wurde mit Conventional Behaviour Guidance Techniken verglichen, um Zahnarztangst in Kindern während Lokalanästhesie zu behandeln. 

Wichtigste Ergebnisse:

PMR und ASMR führten zu einer signifikanten Reduktion des Blutdrucks während Lokalanästhesie. PMR reduzierte auch erheblich des Visual Facial Anxiety score nach der Intervention, ASMR bereits bei der Injektion.

Neurophysiological and cognitive enhancements in autonomous sensory meridian response identified using heart rate variability and electroencephalography connectivity

Wang et al., 2025 

Ziel:

Analysiert wird die objektive physiologische ASMR-Antwort im Gehirn und Körper. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR hat einen signifikanten positiven Effekt auf kognitive Leistungen und Konzentration. EEG-Analysen zeigen vor allem beta- und gamma-Aktivität. Dabei lassen sich Responder und Non-Responder unterscheiden.

A novel perspective on green advertising: The interactive effect of message framing and advertising type on consumer’s green purchase intention

Zhao et al., 2025 

Ziel:

Diese Studie exploriert, wie das sensorische Format grüner Werbung (ASMR vs. Non-ASMR) die Effektivität des Framings (positiv vs. Negativ) auf die Kaufintention der Konsumenten wirkt. Außerdem untersucht sie die meditierenden Rollen von Werbung-Recall und emotionalen Antworten. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Studie zeigt, dass overly comforting sensory cues von ASMR die motivationale Potenz von Angstappellen verwässern können. Außerdem kann Komfort als neuer Mechanismus genutzt werden, um Framing effektiver zu machen. Zudem betont die Studie die strategische Passung des sensorischen Formats und des Framingansatzes, um die Effektivität zu maximalisieren.

An investigation of the somatosensory engagement during autonomous sensory meridian response: An ERP study

Assaf et al., 2024 

Ziel:

Untersuchung der physiologischen Reaktionen auf ASMR-Videos und der Unterscheidung zwischen einem spezifischen ASMR-Effekt und Konditionierungseffekten. 

Wichtigste Ergebnisse:

Elektrophysiologische Untersuchungen zeigen erhöhte somatosensorische Aktivierung spezifisch bei ASMR-Videos und unterstützen somit einen authentischen Effekt von ASMR.

Eating Point-of-View in ASMR Videos Alters Motivational Outcomes

Bailey et al., 2024 

Ziel:

Untersucht wird, ob bestimmte Eigenschaften von essenbezogenen ASMR-Videos positiver wahrgenommen werden als andere. 

Wichtigste Ergebnisse:

Videos aus der Ich-Perspektive mit hochkalorischem Essen riefen die subjektiv positivsten Reaktionen hervor.

Enhancing Deep Sleep Induction Through a Wireless In-Ear EEG Device Delivering Binaural Beats and ASMR: A Proof-of-Concept Study

Hestermann et al., 2024 

Ziel:

Prüfung, ob ASMR in Kombination mit binauralen Beats über ein drahtloses In-Ear-EEG-System die Einleitung von Tiefschlaf verbessert. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Proof-of-Concept-Daten zeigen eine beschleunigte Tiefschlafinduktion und verbesserte schlafbezogene EEG-Marker; die Ergebnisse sind vielversprechend, aber aufgrund kleiner Stichprobe vorläufig.

Research Priorities for Autonomous Sensory Meridian Response: An Interdisciplinary Delphi Study

Hostler et al., 2024  

Ziel:

Identifikation zentraler Forschungsprioritäten zu ASMR mittels eines interdisziplinären Delphi-Verfahrens. 

Wichtigste Ergebnisse:

Konsens über vorrangige Themen wie valide Messinstrumente, neurobiologische Mechanismen, individuelle Unterschiede, klinische Anwendungen und ethische Aspekte; klare Agenda für zukünftige ASMR-Forschung.

Why am I obsessed with viewing mukband ASMR? The roles of mediated voyeurism and intertemporal choice

Jiang et al., 2024 

Ziel:

Erklärung der intensiven Nutzung von Mukbang-ASMR durch die Konzepte des medial vermittelten Voyeurismus und der intertemporalen Entscheidungsfindung. 

Wichtigste Ergebnisse:

Mukbang-ASMR spricht voyeuristische Motive an und begünstigt kurzfristig belohnungsorientierte Entscheidungen; diese Mechanismen erklären erhöhte Nutzungsintensität und potenziell habitualisiertes Konsumverhalten.

The effects of autonomous sensory meridian response (ASMR) on modality, mood, and mindfulness (3Ms).

Kim & Lee, 2024 

Ziel:

Im Fokus steht die genauere Erforschung, wie die einzelnen Elemente von ASMR die psychologischen Reaktionen beeinflussen. Eine multimodale und eine unimodale Bedingung trennten auditive und visuelle Elemente voneinander ab. 

Wichtigste Ergebnisse:

Multimodale Videos führen zu mehr Absorption als unimodale Videos. Absorption vermittelt die Beziehung zwischen multimodalen Videos und Stimmung und momentaner Achtsamkeit relativ zu unimodalen Videos.

Effects of Breahting-Relaxation Training Plus Autonomous Sensory Meridian Response on Mood and Depressive Symptoms in Patients with Mild Depression

Kim & Park[LT4.1], 2024 

Ziel:

Die Forschenden wollten herausfinden, inwiefern ASMR als komplementäre Behandlungsform bei Depressionen wirksam ist. Es wurden Effekte eines Atem-Entspannungstraining mit ASMR-Exposition auf Stimmung und depressive Symptome bei milder Depression untersucht. 

Wichtigste Ergebnisse:

Es wurden keine signifikanten Effekte zwischen beiden Gruppen auf dem Baseline-Niveau gefunden. Nach 8 Trainingssessions erreichte die Experimentalgruppe mit ASMR eine signifikante Verbesserung der Stimmung und depressiver Symptome als die Kontrollgruppe. ASMR könnte sich als komplementäre Behandlung anbieten.

„Be mindful of your tingels, anakin“: Exploring the link between autonomous sensory meridian response (ASMR) and mindulfness

Leslie et al., 2024 

Ziel:

Das Ziel war es, bisherige Verbindungen zwischen ASMR und Mindfulness zu validieren, indem objektive Berichte von ASMR-Erfahrungen versus traditionellem Self-Report fokussiert wurden. Zusätzlich wurde die Beziehung zwischen ASMR und Persönlichkeitsmerkmalen und der LGBTQ+ Community untersucht.  

Wichtigste Ergebnisse:

Analysen implizieren, dass ASMR-sensible Menschen wahrscheinlicher Mindfulness erlebten. Die Ergebnisse zeigten auch signifikante Korrelationen zwischen ASMR und Negative Emotionality, Conscientiousness und Agreeableness. Zusätzlich hatten Menschen, die sich als LGBTQ+ identifizierten signifikant höhere Werte im ASMR-15 als jene, die sich als cisgender oder heterosexuell identifizierten.

Autonomous sensory meridian response as a physically felt signature of positive and negative emotions

Leung & Romano, 2024 

Ziel:

ASMR wird bisher vor allem im Kontext von Entspannung untersucht. Diese Studie untersucht, ob auch andere Emotionen möglich sind, bei denen man dennoch ASMR erfahren kann. ASMR würde dann als Verstärker für die vorherige Emotion gelten, und nicht exklusiv für positive Emotionen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR fand in allen emotionalen Priming-Bedingungen statt. ASMR findet in positiven und negativen emotionalen Situationen statt. Therapien mit ASMR sollten deshalb sorgfältig Stimuli auswählen.

The effect of audio trigger’s frequency on autonomous sensory meridian response

Li et al., 2024 

Ziel:

Analysiert werden per EEG verschiedene auditive Frequenzmerkmale, die die Wirkung von ASMR charakterisieren.  

Wichtigste Ergebnisse:

Die Audiofrequenz kann die Gehirnaktivität modulieren (in theta, alpha, beta, gamma und hohen gamma Frequenzen). Es scheint eine generelle höhere Sensitivität für niedrig-frquente Reize und Weißes Rauschen zu geben, wenn Gehirnaktivität in gamma und höher gamma Frequenz unterdrückt wird. ASMR durch niedrige Frequenzen könnte mehr Aufmerksamkeitsselektion und semantische Verarbeitung involvieren – und Informationsverarbeitung und Exekution nicht beeinflussen.

Brain circuits in autonomous sensory meridian response and related phenomena

Lin & Kondo, 2024 

Ziel:

Untersucht werden neuronale Grundlagen und Komorbiditäten von ASMR und verbundene Phänomene mit veränderter sensorischer Verarbeitung. Diese beinhalten Sensory Processing Sensitivity (SPS), Synästhesie, Alice in Wonderland Syndrome und Misophonie.  

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR ist ein distinktes Phänomen und besitzt einen eigenen Aufmerksamkeitsmechanismus und Verbindung zur Emotionsregulation. Mehr Aktivierung in der Insula und reduzierte Konnektivität im Default Mode Network zeigen sich als typisch für ASMR-Responders.

Personality-related characteristics of artists creating autonomous sensory meridian reponse videos and their role in evoking asmr sensation in others

Lohaus et al., 2024 

Ziel:

Die Persönlichkeit von ASMR-Videokreateuren und ihre Fähigkeit, ASMR-Trigger auszulösen, wurde untersucht.  

Wichtigste Ergebnisse:

Die Abonnentenzahl der Youtuber spielte keine Rolle bei der Erzeugung von ASMR-Triggern, die Wahrnehmung des Youtubers als sympathisch, entspannt, nahestehend und empathisch hingegen schon. ASMR-Youtuber scheinen sich systematisch von anderen Youtubern und Studenten zu unterscheiden.

Autonomous sensory meridian response and the functions of conscioussness

Ludwig & Khalidi, 2024 

Ziel:

Die Autoren wollen die wichtige Rolle von ASMR in den kognitiven Wissenschaften herausstellen.  

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR hat ein robustes kausales Profil und mutmaßlich einen adaptiven evolutionären Hintergrund. Ein Verständnis von ASMR kann beim Verständnis von anderen kognitiven Phänomenen wie Bewusstsein helfen.

Differences between autonomous sensory meridian response (ASMR) and biophilia: A pilot study

Mahady et al., 2024 

Ziel:

Biophilie beschreibt das Konzept, das Menschen automatisch zur Natur hingezogen sind. Sowohl Biophilie als auch ASMR haben in vergangenen Studien ähnliche physiologische und emotionale Antworten hervorgerufen. Dieses Phänomen soll weiterhin untersucht werden.  

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR war sensorisch stimulierender und anregender, während biophilische Reize entspannender wahrgenommen wurden. Menschen mit ASMR-Präferenz bewerteten Biophilie als weniger stark, umgekehrt fanden Menschen mit Biophilie-Präferenz ASMR zu intensiv. Diese Ergebnisse unterstützen die Theorie, dass ASMR verwandt mit dem Flow-State ist.

Misophonia reactions in the general population are correlated with strong emotional reactions to other everyday sensory-emotional experiences

Mednicoff et al., 2024 

Ziel:

Untersuchungsgegestand ist das Ausmaß der Misophonie bei Erwachsenen auf verschiedene audio-visuelle emotionale Reize. Die Rolle von Musikalität wird hierbei besonders beachtet 

Wichtigste Ergebnisse:

Misophonische Reaktionen wurden durch Reaktionen auf ASMR-Videos vorhergesagt. Die Häufigkeit, mit der Individuen emotionale Antworten zeigten, variierten ähnlich in positiven und negativen emotionalen Kontexten. Musikalität zeigte keine Beziehung zu Misophonie.

Therapeutic effects of autonomic sensory meridian response in orthodontic practice: enhancing patient comfort and well-being

Roy et al., 2024 

Ziel:

Das Review untersucht das therapeutische Potenzial von ASMR in der Zahnheilkunde. Untersucht werden physiologische und psychische Vorteile, die neurowissenschaftliche Basis und den Effekt auf Komfort und Zahnarztangst 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR führt zu einer Verlangsamung der Herzrate, verbesserter Stimmung und reduziertem Stress in klinischen und nicht-klinischen Populationen. FMRT-Studien zeigen, dass Gehirnaktivierung in Regionen vorliegt, die mit Belohnung und emotionaler Verarbeitung assoziiert sind.

Exploring the technological dimension of autonomous sensory meridian response-induced physiological responses

Seifzadeh & Kostek, 2024 

Ziel:

Der Artikel soll eine Übersicht der technischen Beiträge zur Erforschung der ASMR-Mechanismen bieten. 

Wichtigste Ergebnisse:

Viele Studien benutzen EEG und andere physiologische Messmethoden, um ASMR-Effekte zu untersuchen. EEG-Studien zeigen ein distinktives Muster von Gehirnaktivität unter ASMR, besonders in Regionen emotionaler Verarbeitung und sensorischer Integration. In physiologischen Messungen sind vor allem eine Abnahme der Herzrate und eine Zunahme der Hautleitfähigkeit und Pupillendurchmesser, der Entspannung indiziert, zu verzeichnen.

Exploring the correlates and anture of subjective anomlaous interactions with objects (psychometry): a mixed methods survey

Simmonds-Moore, 2024 

Ziel:

Die Studie erforscht, wie Synästhesie und ASMR mit einer Reihe an ungewöhnliches Erfahrungen (Psychometrie) korrelieren.  

Wichtigste Ergebnisse:

Menschen, die Psychometrie erlebten, hatten höhere Werte in ASMR-Tests als Menschen, die keine Psychometrie erlebten. Synästhesie war aber nicht signifikant mit Psychometrie korreliert. Sowohl ASMR als auch Synästhesie waren mit Tendenzen zu ungewöhnlichen Erfahrungen assoziiert. Analysen isolierten 5 Themen: flash of imagery, lived feeling and intense emotions, noesis and perspective taking/empathy.

Predicting tingling sensations induced by autonomous sensory meridian response (ASMR) videos based on sound texture statistics: a comparison to pleasant feelings

Terashima et al., 2024 

Ziel:

Die Forschenden untersuchen, wie das „Kitzelgefühl“ bei ASMR-Videos im Verhältnis zu akustischen Eigenschaften steht. 

Wichtigste Ergebnisse:

Das „Kitzelgefühl“ wird insbesondere durch Frequenzen nahe 5 kHz von 1500 bis 750 ms vor der Reaktion vorhergesagt.

It’s a pattern of time: exploring flow experience in autonomous sensory meridian response videos

Wang, 2024 

Ziel:

Es wurden nicht-interpersonelle Trigger in ASMR-Videos und deren Einfluss auf ein subjektives Flow-Erleben untersucht.  

Wichtigste Ergebnisse:

Videos, die als besonders perzeptuell flüssig und stimmig wahrgenommen werden, sagen mit größerer Sicherheit Flow-Erleben vorher.

Cognitive and Neurophysiological Impact of Autonomous Sensory Meridian Response: Heart Rate Variability-Guided Responder Classification

Wang et al., 2024 

Ziel:

Untersucht werden die Effekte von ASMR auf kognitive Funktionen und neuropsychologische Veränderungen und die objektive Unterscheidung zwischen ASMR-Respondern und -Nonrespondern mittels der Herzratenvariabilität. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR führt zu schnelleren und besseren Leistungen in Gedächtnistests. Eine EEG-Analyse zeigt verstärkte Aktivität während der resting-state functional connectivity und erhöhte parasympathische Aktivitätsindikatoren. ASMR könnte exekutive Funktionen und Gedächtnisabruf verbessern.

Autonomous sensory meridian response in service experience: an exploratory study

Zlateva et al., 2024 

Ziel:

Diese Studie untersucht den Effekt von sechs ASMR-Triggern auf die Kundendienst-Erfahrung in sechs Settings mit verschiedenen Interaktionsbedingungen der Teilnehmenden. 

Wichtigste Ergebnisse:

Der ASMR-Effekt hängt vom jeweiligen Kontext ab. ASMR-Exposition erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Kaufs. ASMR-Exposition verbessert auch die Kundenerfahrung in intensiven und langen Kontaktsituationen, aber verschlechtert sie in kürzeren und niedrigschwelligen. Das bedeutet, dass der Effekt von ASMR je nach Kontaktbedingung unterschiedlich ausfällt.

How Brand Managers Can Maximize Engagement with ASMR YouTube Content: Influencers Who Give You the “Tingles” through Autonomous Sensory Meridian Response Cues

Broadbridge et al., 2023

Ziel:

Dieser Artikel verbindet digitale Literaturerecherche und automatisierte Textanalyse, um herauszufinden, wie ASMR-Quellen das Benutzerverhalten auf Youtube beeinflussen.

Wichtigste Ergebnisse:

Systematic Literature Review of Therapeutic Use of Autonomous Sesnory Meridian Response (ASMR) and Short-Term ASMR Auditory Training Trial.

Cueblo, 2023

Ziel:

Bewertung des therapeutischen Potenzials von ASMR (v. a. zur Stress- und Angstreduktion) sowie Prüfung der kurzfristigen Wirksamkeit eines ASMR-Hörtrainings. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Literatur zeigt überwiegend positive Effekte auf Entspannung, Stimmung und Stress; das Kurzzeit-Hörtraining führte zu messbaren, kurzfristigen Verbesserungen der Entspannung, bei begrenzter Evidenz und weiterem Forschungsbedarf.

Determining autonomous sensory meridian response (ASMR) effect on advertising effectiveness by using content analysis.

Danisman, 2023 

Ziel:

Untersuchung, wie ASMR-Elemente in Werbung die Werbewirkung beeinflussen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR steigert Aufmerksamkeit, emotionale Bindung und Erinnerungsleistung der Werbung und kann dadurch die Werbeeffektivität signifikant erhöhen.

The Effect of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) Relaxation on Anxiety in Teenagers

Firmansyah et al., 2023 

Ziel:

Untersuchung der Wirkung von ASMR-basierter Entspannung auf Angstniveau bei Jugendlichen. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Interventionen führten zu einer signifikanten Reduktion von Angst und zu erhöhter subjektiver Entspannung im Vergleich zum Ausgangsniveau.

Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) Use in College Students

Gautam et al., 2023 

Ziel:

Erfassung von Nutzung, Motiven und subjektiven Effekten von ASMR bei Studierenden. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR wird häufig zur Stressreduktion, Entspannung und Schlafverbesserung genutzt; regelmäßige Nutzer berichten über positive emotionale Effekte, bei gleichzeitig hoher interindividueller Variabilität der ASMR-Reaktion.

Effects of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) on mental health

Higueras et al., 2023 

Ziel:

Untersuchung der Auswirkungen von ASMR auf die psychische Gesundheit. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR ist mit reduzierten Stress-, Angst- und Depressionssymptomen sowie verbesserter emotionaler Regulation assoziiert; die Evidenz ist vorläufig und weist auf weiteren Forschungsbedarf hin.

Stepping inside the whispers and tingles: multisensory virtual reality for enhanced relaxation and wellbeing

Kaleva & Riches, 2023 

Ziel:

Diskutiert werden die ASMR-Effekte auf Entspannung und Achtsamkeit. Das therapeutische Potenzial von ASMR auf das subjektive Wohlbefinden wird hierbei besonders in den Fokus genommen.  

Das therapeutische Potenzial von ASMR wird durch zahlreiche Studien veranschaulicht. Jedoch wird der große Bedarf an weiterer ASMR-bezogener Forschung betont, insbesondere an spezifischen klinischen und diverseren demographischen Stichproben.Ergebnisse:

Structural differences in the cortex of individuals who experience the autonomous sensory meridian response

Kornelsen et al., 2023 

Ziel:

Bisherige Forschung mit fMRT hat gezeigt, dass eine ASMR-Reaktivität mit medialen präfrontalen und sensomotorischen Hirnarealen zusammenhängt. Nun soll untersucht werden, ob es auch strukturelle Anomalien in den Cortices von ASMR-sensiblen Menschen im Vergleich zu nicht-sensiblen gibt. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Reaktivität ist mit einer reduzierte kortikalen Dicke in zahlreichen Regionen – darunter der linke Precuneus, der präzentrale Gyrus, die Insula, der rechte orbitofrontale Cortex, der superior frontale Cortex und dem paracentralen Lobus. Reduzierte Dicke wurde auch bilateral im supramarginalen Gyrus gefunden. Menschen mit ASMR-Sensitivität zeigten weniger kortikale Komplexität im Pars opercularis und im Pars triangularis. Folglich sind viele funktional verschiedene Areale, z.B. für phonologische Verarbeitung, sensomotorische Funktion und Aufmerksamkeit, strukturell abweichend.

The impact of mukbang live streaming commerce on consumers‘ overconsumption behavior.[

Lee & Wan, 2023 

Ziel:

Die Forschenden untersuchen den Einfluss von ASMR-Videos mit Essensinhalt auf das Konsumverhalten. In 3 Studien werden Einfluss der Videos, Influencer in den Videos und Kanalfaktoren mit der subjektiven Wertzuschreibung, Impulskäufen und Konsumverhalten hinsichtlich des Essens in Verbindung gesetzt 

Wichtigste Ergebnisse:

Non-ASMR Videos, in denen die Influencer mit der Zuschauerschaft reden und normales (kein Junkfood) Essen essen, haben mehr Einfluss auf den subjektiven Wert des Videos und erhöhen Impulskäufe und Essenskonsum. Glaubhafte und parasoziale Influencer haben einen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung des Videos – unabhängig vom Essensinhalt. Kanal- und Influencerfaktoren haben einen größeren Einfluss auf Kaufentscheidungen der Konsumenten.

Attention and purchase intention of sounding advertisements – A study on autonomous sensory meridian response of towel sound

Liang & Li, 2023 

Ziel:

Der Effekt von ASMR in auditiven Werbespots wird untersucht. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR führte zu einer deutlich stärken Hautleitfähigkeit und Gehirnwellenaktivität im linken anterioren Frontalkortex. Die Aufmerksamkeit des Konsumenten würde so spezifisch gelenkt werden

What is autonomous sensory meridian response (ASMR)? A narrative review and comparative analysis of related phenomena

Mahady et al., 2023 

Ziel:

Hierbei handelt es sich um einen narrativen Review zu ASMR, in der andere sensorische Phänomene wie Frisson, Synästhesie und Misophonie verglichen wurden.  

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR sei ein eigenständiges Phänomen, das stetig intensiver erforscht würde. Die Studien hätten sich von weiter formalisiert. Kritische Fragen bleiben jedoch weiterhin unadderssiert, wie zum Beispiel Erwartungs- und Placeboeffekte.

From the outside in: ASMR is characterised by reduced interoceptive accuracy but higher sensation seeking

Poerio et al., 2023 

Ziel:

ASMR-Sensibilität ist mit etwa 20% nicht universell verbreitet und wird auf eine atypische multisensorische Wahrnehmung – sowohl interozeptiv als auch exterozeptiv zurückgeführt. Es wird untersucht, ob diese Wahrnehmungsgenauigkeit sich zwischem ASMR-sensiblen und nicht-sensiblen Menschen unterscheidet. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responser haben weniger interozeptive Genauigkeit aber eine größere Tendenz zu Sensation Seeking, besonders in den taktilen, olfaktorischen und gustatorischen Modalitäten. Dies könnte einen kompensatorischen Mechanismus für die defizitäre Interozeption darstellen.

From touch to tingles: Assessing ASMR triggers and their consistency over time with the ASMR Trigger Checklist (ATC)

Poerio et al., 2023 

Ziel:

Das Paper präsentiert einen neuen Fragebogen, mit der relevante Trigger für ASMR erhoben werden sollen – die ASMR Trigger Checklist (ATC) mit 37 Items. 

Wichtigste Ergebnisse:

24 der 37 Items wurden durch 75% der Testenden hervorgehoben und könnten daher als prototypische Trigger gelten. Nach 5 Monaten konnte eine höhe Konsistenz der Angaben gefunden werden (84% unverändert).

The relaxation effect of autonomous sensory meridian response depends on personal preference

Sakurai et al., 2023 

Ziel:

Forschende untersuchen die neurologische Basis für die entspannenden Effekte von ASMR-Videos, die zu den individuellen Präferenzen der Versuchspersonen passen.  

Wichtigste Ergebnisse:

Emotionsbezogene Areale (Amygdala, Frontalkortex, Insula) wurden in der Kontrollgruppe nicht aktiviert. Sie wurden nur beim Schauen von individuell präferierten ASMR-Videos aktiviert.

Brain function effects of autonomous sensory meridian response (ASMR) video viewing

Sakurai et al., 2023 

Ziel:

Diese Studie versucht, die Unterschiede zwischen den Effekten direkter audiovisueller und auditiver Stimulation auf neuronaler Ebene zu untersuchen. 

Wichtigste Ergebnisse:

Signifikante Aktivierung wurde im visuellen Kortex für audiovisuelle Reize, im visuellen und auditiven Kortex für auditive Reize gefunden. Spezifisch wurden bei audiovisuellen Reizen der mittlere frontale Gyrus und der linke Nukleus Accumbens gefunden. Für auditive Reize wurde Aktivierung in den bilateralen insulären Kortices gefunden. Es gab keinen Unterschied zwischen einem „entspannten“ oder „kitzelnden“ Zustand.

Relax your fear – the role of autonomous sensory meridian response (ASMR) in green advertising

Suci et al., 2023 

Ziel:

Die Studie kontrollierte die Effektivität, ASMR-Inhalte mit negativen grünen Werbespots zu unterlegen.  

Wichtigste Ergebnisse:

Die Angst junger Erwachsene nimmt nach ASMR-Exposure bei negativen umweltbezogenen Inhalten ab. Dieser Effekt ist stärker bei Männern als bei Frauen. Es gibt keine direkten oder indirekten Effekte von niedriger Angst auf grüne Kaufintentionen.

Understanding the structural components behind the psychological effects of autonomous sensory meridian response (ASMR) with machine learning and experimental methods[

Tan et al., 2023 

Ziel:

Maschinelles Lernen soll zur Kategorisierung von ASMR-Videos basierend auf ihrer Geräuscheigenschaften genutzt werden.  

Wichtigste Ergebnisse:

Caresses, whispers and affective faces: A theoretical framework for a multimodal interoceptive mechanism underlying ASMR and affective touch: An evolutionary and developmetal perspective for understanding ASMR and affective touch as complementary processes within affiliative interactions

Villena-Gonzalez, 2023 

Ziel:

Der Autor postuliert einen theoretischen Rahmen, um ASMR und Affective Touch (AT) zu integrieren. Er betont die die gemeinsame biologische Basis und positiven Effekte auf emotionale und psychophysiologische Regulation. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR resultiere aus der Entwicklung biologischer Mechanismen assoziiert mit Selbstregulation, ähnlich zu AT. Multimodale interozeptive Mechanismen lägen beiden Phänomenen zugrunde. Integration dieses Inputs geschehe in den interozeptiven Arealen des Gehirns, die physiologische Regulation ermöglichen.

Autonomous sensory meridian response is associated with a larger heartbeat-evoked potential amplitude without differences in interoceptive awareness

Villena-Gonzalez et al., 2023 

Ziel:

Untersucht werden Unterschiede in Interzeption zwischen Menschen, die ASMR ausgesetzt sind oder nicht. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Maße für Interzeption unterscheiden sich zwischen den Gruppen nicht. Jedoch war die Herzamplitude in der ASMR-Gruppe größer. Die Forscher*innen stellen die Hypothese auf, dass die ASMR-Antwort auf unbewussten Mechanismen beruht, wie Herzschlag.

‘It’s like Taking a Sleeping Pill’: Student Experience of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) to Promote Health and Mental Wellbeing

Woods & Turner-Cobb, 2023 

Ziel:

Ziel ist es, die Benutzung und die subjektiven positiven Effekte von ASMR in einer studentischen Population zu erforschen. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die Benutzungsfrequenz in der Population war sehr verschieden – sie erhöhte sich, wenn mentale Krisen auftraten und wurde vor allem als Ablenkung oder Einschlafhilfe benutzt. ASMR scheint flexibel, zielgerichtet und nach subjektiven Bedürfnissen angewendet zu werden.

The EEG Oscillations and Psychology Propensities of Autonomous Sensory Meridian Response

Yu et al., 2023 

Ziel:

Diese Studie untersucht grundlegende Mechanismen und den emotionalen Effekt von ASMR, indem das EEG der Teilnehmenden während der ASMR-typischen visuellen und auditiven Bedingungen erhoben wird. 

Wichtigste Ergebnisse:

Die ASMR-Antwort im Gehirn hat eine enge Verbindung zu Neurotizismus und dessen Subdimensionen. Menschen, die stark auf ASMR reagieren haben womöglich eine Tendenz zu Neurotizismus und depressiven Störungen.

Does ASMR propensity reflect a mentally flexible mindset? Exploring the relationship between ASMR propensity, transliminality, emotional contagion, schizotypal traits, roleplaying ability and creativity

Zielinski-Nicolson et al., 2023 

Ziel:

Die Studie untersucht, ob mental flexible Kognitionsstile eine Basis für ASMR-Sensibilität bilden. 

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Sensibilität war positiv korreliert mit Transliminality, Emotional Contagion (Emotionale Ansteckung) und positiven schizotypischen Traits. Sie war auch verbunden mit Roleplaying Ability, aber nicht Kreativität. Verstärkte Imaginationsfähigkeit und Wahrnehmung könnten ASMR-Sensibilität besser erklären als mentale Flexibilität.  

Beyond tingles: An exploratory qualitative study oft he Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR)

Trenholm-Jensen et al., 2022 (Dezember)

Ziel:

Diese qualitative explorative Studie hat die Erfahrungen und die subjektive Bedeutung von ASMR für die Zuschauer untersucht.

Wichtigste Ergebnisse:

Die Analysen legen nah, dass ASMR mehr eine sozial komfortable Umgebung erzeugt, statt eine isolierte physiologische Reaktion. Drei zentrale Themen standen in den Interviews im Fokus: 1) Was genau ist ASMR und in welchen Kontexten wird es hervorgerufen? 2) Das subjektive Gefühl der Intimität, das durch ASMR hervorgerufen wird. 3) Die Rolle von ASMR bei der emotionalen Selbstregulation (self-soothing).

Autonomous sensory meridian response help in rehabilitation for people suffering from anxiety, depression and stress – an integrative literature review

Lokesh, 2022 (November)

Ziel:

Die Rolle von ASMR in der Behandlung von Angst, Depression und Stress wird untersucht.

Wichtigste Ergebnisse:

Die Wirksamkeit von ASMR in der Behandlung wird herausgestellt.

ASMR amplifies low frequency and reduces high frequency oscillations

Swart et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der oszillatorischen Veränderungen im EEG, die durch ASMR ausgelöst werden

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR Erleben könnte aus einer Abnahme der hochfrequenten Oszillationen und einer Zunahme der niederfrequenten Oszillationen resultieren

Body scan meditation enhances the autonomous sensory meridian response to auditory stimuli

Glim et al., 2022

Ziel:

Untersuchung des Einflusses einer Body-Scan-Meditation auf das ASMR-Erleben

Wichtigste Ergebnisse:

Die ASMR-"Tingles" können durch eine vorherige Achtsamkeitsübung, die die Aufmerksamkeit auf den Körper lenkt, verstärkt werden

Can a Whisper Boost Recall Of Video Advertisements?: Exploring the Effects of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) in Advertising

Sands et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der Auswirkungen von ASMR in der Werbung durch einen Vergleich von Werbung mit ASMR-Inhalten mit Werbung mit normalem Audiomaterial

Wichtigste Ergebnisse:

Im Vergleich zu Werbung mit normalem Audiomaterial wirkt sich Werbung mit ASMR-Inhalten positiv auf die Erinnerungsleistung aus

“No pain, no gain”: The impact of autonomous sensory meridian response on pain perception

Janik McErlean et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der Assoziation zwischen ASMR und Schmerzempfinden

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder weisen im Vergleich zu Kontrollpersonen eine höhere Schmerzempfindlichkeit auf, aber es wurde kein Unterschied in Bezug auf die Schmerztoleranz festgestellt

Reduction of psychological cravings and anxiety in women compulsorily isolated for detoxification using autonomous sensory meridian response (ASMR)

Hu et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der Auswirkungen von ASMR auf Angst und psychologisches Craving von Frauen, die für eine Entzugsmaßnahme isoliert wurden

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR verringerte die Angst und den Aufmerksamkeits-Bias für drogenbezogene Cues bei Frauen, die für eine Entzugsmaßnahme isoliert wurden

Similar but different: High prevalence of synesthesia in autonomous sensory meridian response (ASMR)

Poerio et al., 2022

Ziel:

Mehr Informationen über den Zusammenhang zwischen ASMR und Synästhesie generieren

Wichtigste Ergebnisse:

52% der Synästhetiker waren auch ASMR-Responder, 22% der ASMR-Responder waren auch Synästhetiker

Sound Quality Factors Inducing the Autonomous Sensory Meridian Response

Shimokura, 2022

Ziel:

Vergleich, ob von Menschen erzeugte Klänge oder von der Natur erzeugte Klänge mehr ASMR auslösen

Wichtigste Ergebnisse:

Von Menschen erzeugte Klänge lösten im Vergleich zu von der Natur erzeugten Klängen eher ASMR aus

The awesome as well as the awful: Heightened sensory sensitivity predicts the presence and intensity of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR)

Poerio et al., 2022

Ziel:

Erforschung der Zusammenhänge zwischen ASMR und sensorischer Sensibilität

Wichtigste Ergebnisse:

Im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern haben ASMR-Responder eine größere sensorische Sensibilität

The effects of autonomous sensory meridian response (ASMR) on mood, attention, heart rate, skin conductance and EEG in healthy young adults

Engelbregt et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der Effekte von ASMR auf Stimmung, Aufmerksamkeit, Herzfrequenz, Hautleitwiderstand und EEG

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR wirkt sich bei ASMR-Respondern positiv auf die Stimmung aus und verringert bei diesen Proband:innen die Alpha Power; bei allen Proband:innen wurde ein Absinken der Herzfrequenz festgestellt

The Effects of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) Videos and ASMR Group on State Anxiety

Jairom, 2022

Ziel:

Untersuchung des Effekts von ASMR auf State-Ängstlichkeit

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Non-Responder hatten nach der Exposition mit dem ASMR-Video eine höhere State-Ängstlichkeit, bei ASMR-Respondern wurde kein Unterschied festgestellt

The effects of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) videos on arousal and mood in adults with and without depression and insomnia

Smejka & Wiggs, 2022

Ziel:

Untersuchung, ob ASMR die Stimmung verbessert und das Arousal bei Teilnehmer:innen mit Depressionen und/oder Schlaflosigkeitssymptomen minimiert

Wichtigste Ergebnisse:

Im Vergleich zu den ASMR-Non-Respondern und den ambivalenten ASMR-Respondern verbesserten die ASMR-Responder ihre Stimmung und erlebten eine Abnahme des Arousals, nachdem sie ein ASMR-Video gesehen hatten (die Teilnehmer:innen der kombinierten Gruppe und der Depressionsgruppe profitierten am meisten)

The Effects of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) Videos Versus Walking Tour Videos on ASMR Experience, Positive Affect and State Relaxation

Lohaus et al., 2022

Ziel:

Untersuchung, ob ASMR Videos mit mehr positivem Affekt, Entspannung und ASMR-Erleben in Verbindung stehen als Vergleichsvideos

Wichtigste Ergebnisse:

Für ASMR-Responder, nicht aber für ASMR-Non-Responder, sind ASMR Videos mit mehr positivem Affekt, Entspannung und ASMR-Erleben assoziiert als Vergleichsvideos

The role of anomalous perception in Autonomous Sensory Meridian Response

Kilborn et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der Fragestellung, ob eine allgemeine Neigung zum Erleben anomaler Empfindungen zur Erklärung von ASMR-Erleben beitragen kann

Wichtigste Ergebnisse:

Es wurden heterogene Befunde über den Beitrag von anomaler Wahrnehmung zu ASMR-Erfahrungen ermittelt

Tingles down the spinal cord: A spinal functional magnetic resonance imaging investigation of the autonomous sensory meridian response

Smith et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der neuralen Substrate von ASMR

Wichtigste Ergebnisse:

Während ASMR-Stimulation kam es zu Aktivitäten in dorsalen (sensorischen) und ventralen (motorischen) Regionen verschiedener Rückenmarkssegmente

Touching you, touching me: Higher incidence of mirror-touch synaesthesia and positive (but not negative) reactions to social touch in Autonomous Sensory Meridian Response

Gillmeister et al., 2022

Ziel:

Untersuchung der Fragestellung, ob ASMR-Responder im Vergleich zu Kontrollpersonen eine veränderte taktile Verarbeitung aufweisen

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder berichteten über intensivere und häufigere stellvertretende Berührungserfahrungen und zeigten eine höhere Reaktivität auf positive zwischenmenschliche Berührungen

Transfer of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) to Relationship Marketing: Potential Effects on Perceived Customer Intimacy

Pilny et al., 2022

Ziel:

Untersuchung von ASMR im Kontext des Beziehungsmarketings mit Schwerpunkt auf der wahrgenommenen Kundennähe

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR kann die wahrgenommene Kundennähe positiv beeinflussen

University students' Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) experiences in the light of a well-being theory

Chan & Uusiautti, 2022

Ziel:

Untersuchung des Einflusses des ASMR-Erlebens von Student:innen auf ihr Wohlbefinden

Wichtigste Ergebnisse:

Das Anschauen von ASMR-Videos steigerte das Wohlbefinden der Student:innen

Untangling the tingle: Investigating the association between the Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR), neuroticism, and trait & state anxiety

Eid et al., 2022

Ziel:

Untersuchung des Zusammenhangs zwischen ASMR, Trait- und State-Angst und Neurotizismus

Wichtigste Ergebnisse:

1) Im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern erleben ASMR-Responder mehr State-Angst und haben höhere Werte in Bezug auf Trait-Angst und Neurotizismus, 2) Bei ASMR-Respondern (aber nicht bei ASMR-Non-Respondern) verringerte sich die State-Angst nach dem Ansehen eines ASMR-Videos

Unusual experiences and their association with metacognition: investigating ASMR and Tulpamancy

Palmer-Cooper et al., 2022

Ziel:

Untersuchung von ungewöhnlichen Erfahrungen und Metakognition bei ASMR-Respondern und  Menschen, die Tulpamancy berichten

Wichtigste Ergebnisse:

Höhere Halluzinationsanfälligkeit bei Teilnehmer:innen, die ASMR erleben und sich als Tulpamancer identifizieren, im Vergleich zu den anderen untersuchten Gruppen, aber kein Unterschied hinsichtlich der Wahnanfälligkeit; Tulpamancer berichten weniger metakognitive Überzeugungen im Vergleich zu den anderen Gruppen

An electroencephalographic examination of the autonomous sensory meridian response (ASMR)

Fredborg et al., 2021

Ziel:

Untersuchung der neuralen Substrate von ASMR

Wichtigste Ergebnisse:

Alphawellen-Aktivität, Gamma-Wellen-Aktivität und sensomotorischer Rhythmus bei ASMR-Respondern erhöht (im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern)

ASMR as Idiosyncratic Experience: Experimental Evidence

Pedrini et al., 2021

Ziel:

Untersuchung der Neurophysiologie von ASMR (Pupillendurchmesser und Gehirnaktivität)

Wichtigste Ergebnisse:

Geringeres Erregungsniveau in der ASMR-Videobedingung im Vergleich zu den anderen Bedingungen; erhöhter Pupillendurchmesser während der ASMR-Videobedingung, der nicht mit der subjektiven Erfahrung von "Tingling"  zusammenhängt

ASMR-Experience Questionnaire (AEQ): A data-driven step towards accurately classifying ASMR responders

Swart et al., 2021

Ziel:

Versuch der Klassifizierung von ASMR-Respondern mit Hilfe des ASMR-Experience Questionnaire (AEQ)

Wichtigste Ergebnisse:

Nachdem die Teilnehmer:innen den AEQ-Fragebogen ausgefüllt hatten, konnten fünf Gruppen gebildet werden (ASMR-Stark, ASMR-Schwach, Kontrolle+, Kontrolle-, Falsch-Positiv)

Audio-Visual Model for Generating Eating Sounds Using Food ASMR Videos

Uchiyama & Kawamoto, 2021

Ziel:

Erzeugung künstlicher Essensgeräusche, die von echten Essensgeräuschen nicht zu unterscheiden sind

Wichtigste Ergebnisse:

Es war möglich, künstliche Essensgeräusche zu erzeugen, die realistisch genug waren, um die Teilnehmer:innen glauben zu lassen, dass die Geräusche echt sind

Autonomous Sensory Meridian Response and the Disability Resource Center: An Exploratory Review of Student Perceptions

Lee, 2021

Ziel:

Befragung zu ASMR-Erfahrungen und ob / wie ein "Disability Resource Center" Menschen mit ASMR-Erleben helfen kann

Wichtigste Ergebnisse:

40,16 Prozent der Teilnehmer erleben ASMR, es bleibt unklar, wie das "Disability Resource Center" Menschen mit ASMR helfen kann

Autonomous Sensory Meridian Response self-reporters showed higher scores for cognitive reappraisal as an emotion regulation strategy

Morales et al., 2021

Ziel:

Aufdeckung von Unterschieden zwischen ASMR-Respondern und ASMR-Non-Respondern in Bezug auf Emotionsregulationsstrategien

Wichtigste Ergebnisse:

In Bezug auf Emotionsregulationsstrategien wurden bei ASMR-Respondern im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern höhere Werte für die kognitive Neubewertung festgestellt

Autonomous Sensory Meridian Response: Individual Differences and Consciousness Correlates

Roberts et al., 2021

Ziel:

1) Analyse des Zusammenhangs zwischen ASMR und Veränderungen des Bewusstseins (einschließlich Achtsamkeit),
2) Validierung des ASMR-15-Fragebogens

Wichtigste Ergebnisse:

1) ASMR steht in Verbindung mit verändertem Bewusstsein, aber nicht mit Achtsamkeit,
2) als Maß für das ASMR-Erleben zeigt der ASMR-15 eine gute Reliabilität und Validität

Cortical activation changes associated with autonomous sensory meridian response (ASMR): Initial case report

Seifzadeh et al., 2021

Ziel:

Identifizierung der Auswirkungen von ASMR auf die EEG-Power in einer Einzelfallstudie

Wichtigste Ergebnisse:

Im Allgemeinen war die Delta-Band-Power reduziert (vor und nach der ASMR-Videostimulation), aber es zeigten sich keine Unterschiede in Bezug auf die Theta-Band-Power, außerdem wurden spezifischere Veränderungen in verschiedenen Gehirnregionen festgestellt

Dark, loud, and compact sounds induce frisson

Koumura et al., 2021

Ziel:

1) Prüfung der Kohärenz von Frisson (Studie 1),
2) Versuch, eine Verbindung zwischen Frisson-Erfahrung und akustischen Merkmalen von auditiven Stimuli aufzudecken (Studie 2)

Wichtigste Ergebnisse:

1) Frisson-Erfahrung zeigt eine hohe Reliabilität innerhalb einer Teilnehmer:in,
2) Frisson wird durch proximale Klänge mit kompaktem, dunklem Timbre ausgelöst

Effect of watching autonomous sensory meridian response (AMR) video to heart rate, blood pressure and respiratory rate in students of architectural engineering, universitas Syiah Kuala, Banda Aceh, Indonesia

Idayati et al., 2021

Ziel:

Bestimmung der Auswirkungen des Betrachtens eines ASMR-Videos auf Blutdruck, Herzfrequenz und Atemfrequenz

Wichtigste Ergebnisse:

Signifikante Verringerungen der Herzfrequenz und des Blutdrucks, nicht aber der Atemfrequenz wurden beobachtet (prä vs. post)

Improving mindful attention awareness among Saudi nursing students through autonomous sensory meridian response stimulation

Maniago et al., 2021

Ziel:

Untersuchung der Wirkung von drei verschiedenen ASMR-Interventionen auf Mindful-Attention-Awareness

Wichtigste Ergebnisse:

Die "Flüster"- und die "auditorische" Gruppe erzielten eine größere Verbesserung in Bezug auf Mindful-Attention-Awareness im Vergleich zur Gruppe "Persönliche Aufmerksamkeit".

Induction of Relaxation by Autonomous Sensory Meridian Response

Sakurai et al., 2021

Ziel:

Gewinnung von Informationen über unterschiedliche Hirnaktivierung (mittels fMRI) und subjektive Stimmung / Somatosensorik bei ASMR und klassischer Musik

Wichtigste Ergebnisse:

1) Es wurde kein Unterschied zwischen ASMR und klassischer Musik in Bezug auf das Wohlbefinden festgestellt, aber ASMR wurde mit höheren Werten für "Tingle"-bezogene Stimmung in Verbindung gebracht,
2) in Bezug auf die Gehirnaktivität wurde ASMR mit mehr Aktivität im Allgemeinen in Verbindung gebracht, insbesondere im medialen präfrontalen Kortex

Influence of Autonomous Sensory Meridian Response on Relaxation States: An Experimental Study

Yusaira & Bennett, 2021

Ziel:

Untersuchung des Einflusses eines ASMR-Videos im Vergleich zu einem Kontrollvideo auf Entspannungs- und Stresszustände

Wichtigste Ergebnisse:

Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigt die ASMR-Gruppe eine Zunahme von Müdigkeit, aber auf der anderen Seite eine Abnahme von Freude, Liebe, Dankbarkeit und Andacht - alle anderen Outcomes unterscheiden sich nicht zwischen den Gruppen

Storyscaping in fashion brand using commitment and nostalgia based on ASMR marketing

Chae et al., 2021

Ziel:

Entwicklung eines Modells, das Hinweise darauf gibt, wie die Exposition mit ASMR-assoziierter Werbung zu tatsächlichem Kaufverhalten führen könnte

Wichtigste Ergebnisse:

Nur etwa die Hälfte der angenommenen Einflüsse im Modell wird bestätigt (ASMR-bezogenes Engagement beeinflusst Nostalgie, aber Nostalgie beeinflusst zumeist nicht den Markenwert und der Markenwert beeinflusst zumeist nicht vollständig das Verhalten).

A mixed-methods examination of autonomous sensory meridian response: Comparison to frisson

Roberts et al., 2020

Ziel:

1. Untersuchung des Zusammenhangs zwischen ASMR und Frisson; 2. Untersuchung, ob ein ASMR-Fragebogen (ASMR-15) das ASMR-Rating in Bezug auf bestimmte Videos vorhersagt

Wichtigste Ergebnisse:

Kein Zusammenhang zwischen ASMR und Frisson, der ASMR-15 sagt die ASMR-Videoratings voraus

A Study on the Human Body Response to the Sound Stepping on Fallen Leaves in ASMR

Ahn, 2020

Ziel:

Klanganalyse und Untersuchung der Wirkung eines bestimmten ASMR-Triggers auf Meinungen / Gefühle und physiologische Messungen

Wichtigste Ergebnisse:

Blutdruck und Puls normalisierten sich nach dem Hören eines bestimmten ASMR-Sounds (fallende Blätter), ASMR-Sounds wurden mit einem kühlen und erfrischenden Gefühl assoziiert

A Study on the Influence of Watching Youtube Sound Content (ASMR) on Youth Learning and Life

Jeong, 2020

Ziel:

Untersuchung des ASMR-Nutzungsverhaltens von Schülerinnen und Schülern (1. Herausfinden, wie oft und warum ASMR angeschaut wird, 2. welche Gefühle mit ASMR verbunden sind, 3. welchen Einfluss ASMR auf den Alltag hat)

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR wird häufig angeschaut (weniger als 5 Prozent haben noch nie ASMR angeschaut); meist wird es zum Lernen, Schlafen und beim Essen genutzt; als Gefühle nach dem Anschauen von ASMR werden vor allem "kein Unterschied", "Ruhe" und "Langeweile" genannt; hinsichtlich der positiven Auswirkungen werden vor allem "psychologische Stabilität" und "gut zum Lernen" genannt

Autonomous Sensory Meridian Response: Sensitivity and Personality Correlates

Roberts et al., 2020

Ziel:

1) Analyse des Zusammenhangs zwischen ASMR und Persönlichkeitskorrelaten,

2) Validierung des ASMR-15-Fragebogens

Wichtigste Ergebnisse:

1) ASMR war mit höheren Werten für Offenheit und höheren Sensory-Processing-Sensitivity-Scores und mit niedrigeren Werten für Gewissenhaftigkeit verbunden,

2) die Faktorenstruktur des ASMR-15 konnte repliziert werden

Effects of Autonomous Sensory Meridian Response on the Functional Connectivity as Measured by Functional Magnetic Resonance Imaging

Lee et al., 2020

Ziel:

Bewertung der Auswirkungen von ASMR auf die funktionelle Konnektivität

Wichtigste Ergebnisse:

Viele Verbindungen innerhalb verschiedener neutraler Netzwerke waren während der ASMR-Videostimulation stärker ausgeprägt (Verbindungen zwischen dem posterioren cingulären Kortex und dem Gyrus temporalis superior, zwischen dem anterioren cingulären Kortex und dem medialen präfrontalen Kortex und zwischen dem rechten posterioren insularen Kortex und dem Cuneus)

Functional connectivity associated with five different categories of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) triggers

Smith et al., 2020

Ziel:

Untersuchung, ob die Variation der funktionellen Konnektivität, die bei ASMR-Respondern gefunden wurde, sich je nach Trigger unterscheidet

Wichtigste Ergebnisse:

Für die verschiedenen ASMR-Trigger wurden einzigartige Muster der funktionellen Konnektivität identifiziert

Increased absorption in autonomous sensory meridian response

Janik McErlean & Osborne-Ford, 2020

Ziel:

Evaluierung des Unterschieds in Absorption,  Achtsamkeit und Flow-Level zwischen ASMR-Respondern und Kontrollpersonen

Wichtigste Ergebnisse:

Höhere Absorptionswerte bei ASMR-Respondern im Vergleich zu Kontrollen, keine Unterschiede in Bezug auf Achtsamkeit oder Flow

Individuals Who Experience Autonomous Sensory Meridian Response Have Higher Levels of Sensory Suggestibility

Keizer et al., 2020

Ziel:

Untersuchung des Unterschieds zwischen ASMR-Respondern und ASMR-Non-Respondern in Bezug auf die sensorische Suggestibilität

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder zeigen im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern höhere Werte für sensorische Suggestibilität

Proximal Binaural Sound Can Induce Subjective Frisson

Honda et al., 2020

Ziel:

Der Versuch, Frisson (das mit ASMR assoziiert wird) durch ASMR-typische Klänge zu erzeugen, die entweder statisch präsentiert werden oder sich um den Kopf der Teilnehmer:innen bewegen

Wichtigste Ergebnisse:

Frisson wird stärker empfunden, wenn sich die auditiven Stimuli um den Kopf herum bewegen, anstatt ohne Bewegung dargeboten zu werden (unabhängig vom dargebotenen Ton); es wurde kein Zusammenhang zwischen subjektivem Frisson-Erleben und Impulsivität und Angst festgestellt

Research on the Application of ASMR in the Development and Design of Sleeping Product

Wang & Li, 2020

Ziel:

Untersuchung des Einflusses eines Kissens mit Lautsprechern, die ASMR-Klänge abspielen, auf die Schlafqualität

Wichtigste Ergebnisse:

Weniger Teilnehmer:innen gaben an, dass sie nach der Intervention nicht schlafen konnten (Veränderung von 55,6 % vor auf 11 % nach der Intervention), mehr Teilnehmer:innen konnten nach der Intervention die Nacht durchschlafen (vorher: 27,8 %; nachher: 88,9 %)

Sexuality vs. sensuality: The multimodal construction of affective stance in Chinese ASMR performances

Starr et al., 2020

Ziel:

Inhaltsanalyse von ASMR-Videos und S-ASMR-Videos (sexuelles ASMR) im Hinblick auf die Videoeigenschaften

Wichtigste Ergebnisse:

Die Inhaltsanalyse zeigt, dass generell zwischen ASMR- und S-ASMR-Videos unterschieden werden sollte, wobei ASMR-Videos im Allgemeinen keine sexuellen Inhalte präsentieren

Study on the Health Application of the Snow Stepping Sound

Tian et al., 2020

Ziel:

Geräuschanalyse von Tritten auf Schnee und Evaluation ihrer Auswirkungen auf EEG-Frequenzbänder

Wichtigste Ergebnisse:

Geräusche von Tritten auf Schnee können eine Frequenz erreichen, die der Frequenz der menschlichen Stimmbänder ähnlich ist und könnten daher vom menschlichen Gehör leichter verarbeitet werden; Geräusche von Tritten auf Schnee führen einerseits zu einer Zunahme von Alpha- und Betawellen, andererseits zu einer Abnahme von Delta- und Thetawellen

The Impact of Different Sounds on Stress Level in the Context of EEG, Cardiac Measures and Subjective Stress Level: A Pilot Study

Paszkiel et al., 2020

Ziel:

Bestimmung des Einflusses verschiedener Formen von Musik (einschließlich ASMR-auslösender Musik) auf das Stressniveau

Wichtigste Ergebnisse:

Im Vergleich zu den anderen Bedingungen sind ASMR-auslösende Musik und Entspannungsmusik am besten für die EEG-assoziierte Stressreduzierung, aber nicht für andere stressbezogene Faktoren wie die Reduzierung der Herzfrequenz, des Blutdrucks oder des subjektiven Stresslevels

The Influence of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) on Individual's Executive Function

Wang et al., 2020

Ziel:

Untersuchung des Unterschieds zwischen ASMR-Respondern und ASMR-Non-Respondern in Bezug auf exekutive Funktionen und Bestimmung des möglichen Einflusses von ASMR auf diese Domäne

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder und ASMR-Non-Responder unterscheiden sich nicht in Bezug auf die exekutiven Funktionen, aber ein ASMR-Video kann bei ASMR-Respondern die Fähigkeit zum Set-Shifting und zur inhibitorischen Kontrolle verringern

A functional magnetic resonance imaging investigation of the autonomous sensory meridian response

Smith et al., 2019

Ziel:

Bestimmung der neuralen Substrate von ASMR

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Videos stehen bei ASMR-Respondern in Verbindung mit der Aktivierung von Hirnregionen, die mit Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Emotionen verbunden sind

A Preliminary Compilation of a Digital Video Library on Triggering Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR): A Trial Among 807 Chinese College Students

Liu & Zhou, 2019

Ziel:

Zusammenstellung einer Auswahl von ASMR-Videos, die ASMR effektiv auslösen können

Wichtigste Ergebnisse:

60 ASMR-Videos konnten ermittelt werden, die ASMR zuverlässig auslösen

A Study on the Human Sensation of the Reed Wind Sound in ASMR

Ahn et al., 2019

Ziel:

Klanganalyse und Auswirkung eines bestimmten ASMR-Triggers auf Meinungen / Gefühle und physiologische Messungen

Ergebnisse:

Blutdruck und Puls normalisierten sich nach dem Hören eines bestimmten ASMR-Klangs (Schilfwind), ASMR-Klänge wirkten beruhigend und entspannend

An eye-tracking approach to Autonomous sensory meridian response (ASMR): The physiology and nature of tingles in relation to the pupil

Valtakari et al., 2019

Ziel:

Untersuchung von Pupillendurchmesser und Blickfixierung beim Betrachten von ASMR-Videos im Vergleich zu Kontrollvideos

Wichtigste Ergebnisse:

Signifikant größerer Pupillendurchmesser während ASMR-Video-Betrachtung im Vergleich zu Kontrollvideos beim Erleben von Tingles (unabhängig von der Gruppe), kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Blickfixierung

Atypical Functional Connectivity Associated with Autonomous Sensory Meridian Response: An Examination of Five Resting-State Networks

Smith et al., 2019

Ziel:

Analyse von fünf Ruhezustandsnetzwerken im Hinblick auf ASMR

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder zeigten eine verringerte funktionelle Konnektivität in visuellen Netzwerken und Aufmerksamkeitsnetzwerken; atypische Konnektivitätsmuster zeigten sich bei ASMR-Respondern in den zentralen exekutiven Netzwerken, Default-Mode-Netzwerken und sensomotorischen Netzwerken

Autonomous Sensory Meridian Response: An Ineffective Long-Term Therapeutic Intervention

Ditchburn & Bedwell, 2019

Ziel:

Durchführung eines einwöchigen RCT mit einem Vergleich von ASMR, Achtsamkeit und keiner Intervention in Bezug auf verschiedene mit der psychischen Gesundheit verbundene Ergebnisse

Wichtigste Ergebnisse:

Das Anschauen von ASMR-Videos verbesserte Maße psychischer Gesundheit nicht stärker als die Achtsamkeitsintervention und die Kontrollgruppe

Possible Effect of Binaural Beat Combined With Autonomous Sensory Meridian Response for Inducing Sleep

Lee et al., 2019

Ziel:

1) Prüfung, bei welchem Dezibelverhältnis eine Kombination aus binauralen Beats und ASMR-Triggern am ehesten zu Theta-Power (die mit Schlaf assoziiert wird) und psychologischer Stabilität führt,

2) Untersuchung, ob eine Kombination aus binauralen Beats und ASMR-Triggern zu besseren Ergebnissen in Bezug auf die Induktion von Theta-Power und psychologischer Stabilität führt als nur binaurale Beats oder nur ASMR oder nur eine Sham-Condition

Wichtigste Ergebnisse:

1) In Bezug auf die Theta-Leistung und die psychologische Stabilität erzielten Stimuli mit einem Dezibel-Verhältnis von 30:60 (Binaural Beat:ASMR) die besten Ergebnisse im Vergleich zu zwei anderen db-Verhältnissen.

2) ASMR allein und die Kombination von ASMR mit binauralem Beat führten zu einigen Verbesserungen der psychologischen Stabilität im Vergleich zu nur binauralem Beat und Sham (z.B.: mehr Gelassenheit, mehr Glück, weniger Wut); Signifikante Veränderungen der Theta-Leistung nach der Audiostimulation wurden in allen Bedingungen außer Sham beobachtet, aber in verschiedenen Gehirnregionen

Sensory channel effects of autonomous sensory meridian response on short-term memory

Kim et al., 2019

Ziel:

Evaluation, wie ASMR das Kurzzeitgedächtnis beeinflusst und ob es einen Unterschied zwischen ASMR-Videos / ASMR-Sounds / einer Kombination aus beidem gibt

Wichtigste Ergebnisse:

Im Vergleich zu den Kontrollstimuli verbesserten die ASMR-Stimuli die Kurzzeitgedächtnis-Ergebnisse signifikant, allerdings nur bei den Teilnehmer:innen, die auditive ASMR-Stimuli erhielten

Two Studies of Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR): The Relationship between ASMR and Music-Induced Frisson

Kovacevich & Huron, 2019

Ziel:

Studie 1: Inhaltsanalyse von ASMR-Videos im Vergleich zu zwei verschiedenen Arten von Kontrollvideos

Studie 2: Inhaltsanalyse von ASMR-Videos mit dem Versuch, YouTube-Kommentare verschiedenen Kategorien zuzuordnen

Wichtigste Ergebnisse:

Studie 1: ASMR-Videos enthalten im Vergleich zu den beiden Kontrollvideos mehr Audio-Roaming, Intimitäts- und Oral-Wetness-Cues und eine geringere Silbenrate, vokale Energie und Intonation

Studie 2: Die YouTube-Kommentare konnten in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Psychologie (Bewerter 1: 1375 / Bewerter 2: 1819), Ätiologie (968/690), Physiologie (260/290), Funktion (174/224) und "anderweitig interessant" (229/411)

An fMRI investigation of the neural correlates underlying the autonomous sensory meridian response (ASMR)

Lochte et al., 2018

Ziel:

Untersuchung neuraler Korrelate im Zusammenhang mit ASMR

Ergebnisse

Bei ASMR-Respondern wurde eine signifikante Aktivität in Bereichen beobachtet, die mit emotionalem Arousal und Belohnung verbunden sind

Autonomous sensory meridian response: Scale development and personality correlates

Roberts et al., 2018

Ziel:

Bestimmung der psychometrischen Eigenschaften des ASMR-15 über die Durchführung von drei verschiedenen Studien, einschließlich

1) interner Konsistenz und Validität und

2) konvergenter und divergenter Validität durch den Vergleich von ASMR mit anderen Konstrukten

Wichtigste Ergebnisse:

1) Für den ASMR-15 wurde eine ausreichende interne Konsistenz und Validität festgestellt,

2) ASMR war nicht oder kaum mit Angst, Absorption, Misophonie, Frisson, Alexithymie und Flow korreliert und kann daher als unabhängiges Konstrukt betrachtet werden

Expectancy effects in the Autonomous Sensory Meridian Response

Cash et al., 2018

Ziel:

Untersuchung der Fragestellung, ob Erwartungseffekte für das ASMR-Erleben entscheidend sind

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Instruktionen erhöhten die ASMR-Ratings bei unbedarften Teilnehmer:innen, aber nicht bei ASMR-Enthusiast:innen

Increased misophonia in self-reported Autonomous Sensory Meridian Response

Janik McErlean & Banissy, 2018

Ziel:

Evaluation des Zusammenhangs zwischen ASMR und Misophonie mittels eines Vergleichs zwischen ASMR-Respondern und ASMR-Non-Respondern

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern weisen bei allen einbezogenen Misophonie-Subskalen höhere Werte für Misophonie auf

Mindfulness and autonomous sensory meridian response (ASMR)

Fredborg et al., 2018

Ziel:

Untersuchung des Ausmaßes, zu dem ASMR mit Achtsamkeit verbunden ist

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder hatten signifikant höhere Werte als ASMR-Non-Responder bei beiden einbezogenen Achtsamkeitsmessungen

More than a feeling: Autonomous sensory meridian response (ASMR) is characterized by reliable changes in affect and physiology

Poerio et al., 2018

Ziel:

Studie 1: Untersuchung, ob sich der Affekt und die Häufigkeit des Tingling-Erlebens zwischen ASMR-Respondern und ASMR-Non-Respondern nach dem Ansehen von ASMR-Videos und Non-ASMR-Videos unterscheiden

Studie 2: Bestimmung, ob ASMR mit Veränderungen bezüglich des Affekts und physiologischer Messwerte wie Herzfrequenz und Hautleitwert verbunden ist

Wichtigste Ergebnisse:

Studie 1: Nur in Bezug auf ASMR-Videos, aber nicht in Bezug auf Kontrollvideos erlebten ASMR-Responder (im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern) mehr Tingles, mehr Ruhe und Aufregung und weniger Traurigkeit und Stress nach dem Ansehen von ASMR-Videos

Studie 2: 1) Ähnliche Ergebnisse wie Studie 1 in Bezug auf Tingles und Affekt, 2) Bei ASMR-Respondern (aber nicht bei ASMR-Non-Respondern) stieg der Hautleitwiderstand beim Ansehen von ASMR-Videos an, während die Herzfrequenz sank

A Large-Scale Study of Misophonia

Rouw & Erfanian, 2017

Ziel:

Bestimmung der Merkmale von Misophonie, die einen Zusammenhang mit ASMR erkennen lassen

Wichtigste Ergebnisse:

49 Prozent der Misophoniker berichten über ASMR

An Examination of Personality Traits Associated with Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR)

Fredborg et al., 2017

Ziel:

Untersuchung, welche Big-Five-Persönlichkeitsmerkmale mit ASMR verbunden sind

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder hatten höhere Werte in den Bereichen Neurotizismus und Offenheit für Erfahrungen und niedrigere Werte in den Bereichen Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Extraversion (im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern)

Assessing Individual Variation in Personality and Empathy Traits in Self-Reported Autonomous Sensory Meridian Response

Janik McErlean & Banissy, 2017

Ziel:

Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Empathie und ASMR

Wichtigste Ergebnisse:

ASMR-Responder weisen höhere Werte in Bezug auf Offenheit für Erfahrungen, niedrigere Werte in Bezug auf Gewissenhaftigkeit und höhere Werte in Bezug auf verschiedene Facetten der Empathie auf

Sensory determinants of the autonomous sensory meridian response (ASMR): understanding the triggers

Barratt et al., 2017

Ziel:

Gewinnung von Informationen darüber, wie ASMR-Trigger gestaltet sein müssen, um ASMR auslösen zu können

Wichtigste Ergebnisse:

Es wurden mehrere vorteilhafte Trigger-Merkmale festgestellt: a) der ASMR-Inhalt sollte ungeskriptet sein, b) tiefe und natürliche Klänge sind zu bevorzugen, c) Mundgeräusche und Hintergrundmusik sollten vermieden werden, d) die Fokussierung auf feine visuelle Details könnte wesentlich sein, e) ein einziger Trigger ist ausreichend für die Auslösung von ASMR

An examination of the default mode network in individuals with autonomous sensory meridian response (ASMR)

Smith et al., 2016

Ziel:

Analyse des Default-Mode-Netzwerks von ASMR-Respondern

Wichtigste Ergebnisse:

Im Allgemeinen weniger funktionelle Konnektivität im Default-Mode-Netzwerk bei ASMR-Respondern im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern; aber ASMR-Responder zeigten eine erhöhte Konnektivität im Default-Mode-Netzwerk zwischen bestimmten Bereichen im frontalen, okzipitalen und temporalen Kortex (im Vergleich zu ASMR-Non-Respondern)

Autonomous Sensory Meridian Response

Barratt & Davis, 2015

Ziel:

Bereitstellung eines ersten allgemeinen quantitativen Überblicks über ASMR durch Befragung von ASMR-Respondern zu ihrem ASMR-Nutzungsverhalten

Wichtigste Ergebnisse:

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehört, dass das Ansehen von ASMR-Videos mit einer zumindest kurzfristigen Verbesserung der Stimmung und chronischer Schmerzen (bei ASMR-Respondern) verbunden sein könnte und dass knackende Geräusche, persönliche Aufmerksamkeit, langsame Bewegungen und Flüstern häufige ASMR-Auslöser sind

 


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