Wintersemester 2018/2019

Vorlesungen


Hauptseminare


Oberseminar



Glauben lernen? Einführung in die Religionspädagogik

Zeit: Fr. 10-12 | Raum: GA 03/149
Beginn: 12.10.2018 | VSPL: Nr. 020091
BA: Modul VI | Magister Theologiae: Modul IV
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Den Glauben lehren und lernen zu wollen birgt unter den Bedingungen einer pluralisierten und globalisierten Welt enorme Herausforderungen. Gängige Muster der Glaubensweitergabe sind deutlich an ihre Grenzen gelangt. Religiöse Milieus sind ausdifferenziert. Kulturelle, kirchliche und lebensweltliche Verwurzelung des Glaubens sind verblasst, ohne dass Religion verschwunden ist. Religion ist einerseits unsichtbar geworden, drängt aber andererseits mit Macht in die Öffentlichkeit. Wie soll unter solchen Bedingungen von Pluralisierung und Säkularisierung Glaube gelernt werden können? Welche Lernorte des Glaubens gibt es und welche innere Logik des Glaubenlehrens und Glaubenlernens findet sich dort? Was passiert mit Religion und Glaube, wenn sie in Bildungskontexte eintreten?
Die Vorlesung will nach einer Ausleuchtung des Kontextes gegenwärtigen Glaubenlehrens und Glaubenlernens im Lichte bildungstheoretischer Überlegungen Konzepte, Dimensionen und Prinzipien der Religionsdidaktik und der Katechese diskutieren.

Einführung in religiöses Lernen

Zeit: Fr. 12-14 | Raum: GA 03/149
Beginn: 12.10.2018 | VSPL: Nr. 020092
MEd nach alter Ordnung: Modul A | MEd nach neuer Ordnung: Modul A
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Religionsunterricht ist in der öffentlichen Schule ein ordentliches Lehrfach. Er hat Teil am Bildungsauftrag der Schule und ordnet sich ein in deren institutionelles Bedingungsgefüge. Implizit wird damit freilich etwas behauptet, was pädagogisch wie theologisch keineswegs selbstverständlich ist: die Lehrbarkeit und Lernbarkeit von Religion. Wenngleich zwischen Religion und Glaube zu unterscheiden ist, stellen sich doch bereits hinsichtlich der Religion erhebliche Zweifel an deren Erlernbarkeit ein. Kann man Religion lernen? Oder erschließen sich nur Teilaspekte dem Lernprozess, während andere - vielleicht sogar die elementarsten - vom Lernprozess gerade nicht erfasst werden können? Was bedeutet Lernen im Bereich Religion, wozu dient es? Gibt es Bezüge zwischen der biographischen Entwicklung des Denkens und bestimmten Formen religiösen Lernens?
Diesem komplexen Gefüge widmet sich die Vorlesung in vier Schritten. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Religionsbegriff und dem Begriff des Lernens werden Aspekte religiösen Lernens und der Zusammenhang zwischen Religionspädagogik und Bildung behandelt.

Einführung in die Religionsdidaktik für Studierende im B.A. Studiengang

Zeit: Fr. 16-18 | Raum: GA 03/149
Beginn: 12.10.2018| VSPL: Nr. 020090
BA: Modul VII
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Glauben lehren als Akt geistlicher Gewalt oder Hilfe zur Menschwerdung des Menschen? Welcher Stellenwert kommt dabei dem Religionsunterricht zu? Fungiert er als letzte Bastion kirchlicher Sozialisation in der allgemeinen "Verdunstung des Glaubens"? Oder steht er vielleicht doch im Dienste der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler angesichts ihrer "unsichtbaren Religion" (Luckmann) und hätte damit durch seinen Beitrag zum schulischen Bildungsauftrag seinen unverzichtbaren Platz in der öffentlichen Schule? Reicht aber dazu eine reine Information über Religion aus oder müsste dieser Religionsunterricht nicht doch konfessionell geprägt sein?
Ein breites Themenspektrum eröffnet sich angesichts dessen für die Vorlesung. Vor dem Hintergrund der Erarbeitung eines pluralitätsfähigen Religionsbegriffs werden religionsdidaktische Konzepte ebenso in näheren Augenschein genommen wie Begründungen und Zielsetzungen des Religionsunterrichts und die Rolle der Schülerinnen und Schüler wie der Unterrichtenden.

Einführung in die Religionsdidaktik für Studierende im Mag. Theol.

Zeit: Fr. 14-16 | Raum: GA 03/149
Beginn: 12.10.2018| VSPL: Nr. 020093
Magister Theologiae: Modul XIII
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Glauben lehren als Akt geistlicher Gewalt oder Hilfe zur Menschwerdung des Menschen? Welcher Stellenwert kommt dabei dem Religionsunterricht zu? Fungiert er als letzte Bastion kirchlicher Sozialisation in der allgemeinen "Verdunstung des Glaubens"? Oder steht er vielleicht doch im Dienste der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler angesichts ihrer "unsichtbaren Religion" (Luckmann) und hätte damit durch seinen Beitrag zum schulischen Bildungsauftrag seinen unverzichtbaren Platz in der öffentlichen Schule? Reicht aber dazu eine reine Information über Religion aus oder müsste dieser Religionsunterricht nicht doch konfessionell geprägt sein?

Ein breites Themenspektrum eröffnet sich angesichts dessen für die Vorlesung. Vor dem Hintergrund der Erarbeitung eines pluralitätsfähigen Religionsbegriffs werden religionsdidaktische Konzepte ebenso in näheren Augenschein genommen wie Begründungen und Zielsetzungen des Religionsunterrichts und die Rolle der Schülerinnen und Schüler wie der Unterrichtenden.

Ethisches Lernen

Zeit: Mi. 16-18 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 10.10.2018| VSPL: Nr. 020101
MEd nach alter Ordnung: Modul C | MEd nach neuer Ordnung: Modul D |M.A. IX
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme | Patrik Dzambo

Kann man Ethik lernen? Was ist überhaupt damit gemeint im Unterschied zur Moral? Wo sind die Bezüge zum Religionsunterricht, wo das Spezifische ethischen Lernens im Kontext von Religion?
Dieser komplexen Problematik geht das Hauptseminar nach.

Interreligiöses Lernen

Zeit: Fr. 8-10 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 12.10.2018 VSPL: Nr. 020094
MEd nach alter Ordnung: Modul B | MEd nach neuer Ordnung: Modul E
Dozent: Patrik Dzambo

Wahrscheinlich gibt es derzeit kaum eine größere Herausforderung für religiöse Bildungsprozesse als die Nähe des Fremden in einer pluralen Gegenwart. Vor allem mit anderen Religionen und Kulturen sind wir konfrontiert. Was für die einen eine enorme Bereicherung darstellt, führt bei anderen nicht selten zu Irritation und Unsicherheit. Wie kann ein Religionsunterricht mit diesem Phänomen umgehen? Welche religionstheologischen Positionen gibt es? Welche religionsdidaktischen Konzepte führen weiter? Welche Kompetenzen werden angestrebt?
Das vorliegende Seminar setzt sich mit dieser spannenden Debatte auseinander und führt ein in den Horizont einer pluralitätsfähigen Religionspädagogik, die ihre Relevanz gerade im Kontext interreligiösen Lernens unter Beweis stellen muss.

Sprache im RU als Herausforderung einer inklusiven Religionspädagogik

Zeit: Di. 8-10 | Raum: GA 6/134
Beginn: 09.10.2018 | VSPL: Nr.020095
BA: Optionalbereich
Dozent: Claudia Wilhelm

Basierend auf den Grundlagen des Spracherwerbs werden die Bedeutung von Sprache, didaktische Ansätze sowie Fördermöglichkeiten für einen sprachsensiblen Religionsunterricht diskutiert. Gegenwärtige Herausforderungen religiöser Sprachbildung werden insbesondere vordem Hintergrund von inklusiver Beschulung thematisiert. Dabei werden im Sinne der sprachlichen Achtsamkeit u. a. die eigene (Unterrichts)-sprache und Kommunikation reflektiert.

Grundlagen der inklusiven Religionspädagogik

Zeit: Di. 12-14 | Raum: GA 6/131
Beginn: 09.10.2018 | VSPL: Nr.020099
BA: Modul VII
Dozent: Claudia Wilhelm

Das Seminar setzt sich zunächst mit der Idee und dem (weiten) Begriff der Inklusion sowie der sozialen Realität in Schule und weiteren ausgewählten Lebensbereichen auseinander. Darauf aufbauend soll erarbeitet werden, welche organisatorischen, pädagogischen wie auch methodisch-didaktischen Bedingungen gegeben sein sollten, damit Inklusion im Religionsunterricht mit heterogenen Lerngruppen gelingen kann.

Begleitung/Nachbereitung der Praxis

Zeit: Fr. 10-12 | Raum: GABF 04/354
Beginn: 26.10.2018 | VSPL: Nr. 020097
MEd nach alter Ordnung: Modul A | MEd nach neuer Ordnung: Modul A
Dozent: Marcin Morawski

Dieses Seminar dient dazu, Erfahrungen im Praxissemester zu thematisieren und im Kontext religionspädagogischer Theorien zu reflektieren. Darüber hinaus erhalten die Studierenden Gelegenheit, ihre Konzepte für theoriegeleitete Erkundungen vorzustellen und kritisch zu diskutieren.

Das Seminar findet an folgenden Terminen statt:

26.10.18;
16.11.18;
07.12.18;
18.01.19;

Jesus Christus im Religionsunterricht

Zeit: Fr. 14-16 | Raum: GA 6/131
Beginn: 12.10.2018 | VSPL: Nr. 020102
MEd nach alter Ordnung: Modul D | MEd nach neuer Ordnung: Modul B
Dozent: Marcin Morawski

In diesem Seminar soll das Thema Christologie aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.
Welche Zugänge lassen sich z.B. in der systematischen, welche in der biblischen Theologie finden? Welche Rolle spielt Jesus Christus im interreligiösen Dialog? Welche Perspektiven bieten Kunst, Film und Musik auf das Thema? Schließlich stellt sich die Frage nach religionsdidaktischen Erschließungsmöglichkeiten. Hierbei werden u.a. Konzepte wie Kinder- und Jugendtheologie, Bibeldidaktik oder auch Bilddidaktik erarbeitet und praxisnah erprobt.

Religionspädagogisches Vorbereitungsseminar auf die Praxis

Zeit: Fr. 16-18 | Raum: GA 6/131
Beginn: 12.10.2018 | VSPL: Nr. 020096
MEd nach alter Ordnung: Modul A | MEd nach neuer Ordnung: Modul A
Dozent: Marcin Morawski

Dieses Seminar dient sowohl der Vorbereitung auf das Blockpraktikum als auch auf das Praxissemester. Es sollen hierbei ausgewählte religionspädagogische Konzepte hinsichtlich ihrer Relevanz für die Praxis untersucht werden. Diese können Grundlage für theoriegeleitete Erkundungen im Rahmen des Praxissemesters bzw. für den Beobachtungsschwerpunkt im Rahmen des Blockpraktikums sein.
Planung, Durchführung und Reflexion von Religionsunterricht sind ebenfalls Gegenstand des Seminars. Dabei sollen u.a. folgende Fragestellungen berücksichtigt werden: Welche Vorgaben findet man in den Curricula? Wie wird ein Unterrichtsgegenstand zu einem Thema? Wie findet und formuliert man Unterrichtsziele? Wie lassen sich diese operationalisieren? Welche Materialien und Methoden eigenen sich, um die gesetzten Lernziele zu erreichen? Wie baut man eine Stunde auf? (...)

Von der Vielfalt der Erfahrung - Klassiker der Religionswissenschaft, Religionsphilosophie und der Religionspsychologie

Zeit: Fr. 08-10 | Raum: GA 6/134
Beginn: 12.10.2018 | VSPL: Nr. 020098
BA: Modul VII
Dozent: Marcin Morawski

Rabi Eisik aus Krakau wurde im Traum befohlen, nach Prag zu reisen, um an der Brücke, welche zum Königsschloss führt, einen Schatz auszugraben. Da an der Brücke Wachtposten standen, traute er sich nicht zu graben, kam jedoch mit einem Wachmann ins Gespräch und erzählte ihm von seinem Traum. Dieser lachte ihn aus, da er selbst einen ähnlichen Traum hatte, dass er nach Krakau zu einem gewissen Rabi Eisik reisen sollte, um in dessen Stube unter dem Ofen nach einem Schatz zu graben. Rabi Eisik fuhr wieder nach hause, wo er den Schatz unter seinem Ofen fand.
Dieses Seminar geht von der Annahme der bildenden Kraft des Fremden aus, weshalb im Zentrum Texte aus Religionswissenschaft, Religionsphilosophie und der Religionspsychologie stehen, welche andere, ungewohnte Sichtweisen auf Religion bieten, durch diesen fremden Blick aber vielleicht zu einer neuen Sichtweise auf das eigene führen können. Daneben soll auch der Frage nach der Relevanz dieser Text für religiöse Bildungsprozesse von Lehrern und Schülern gefragt werden


Konfessionell-kooperativer RU. Ein oder das Modell der Zukunft?

Zeit: s.u. | Raum: s.u.
Beginn: 25.10.2018 | VSPL: Nr. 020100
BA: Modul VI
Dozent: Dr. Paul Platzbecker

Ab dem Schuljahr 2018/19 kann auf Basis des geänderten Runderlasses zum RU in NRW und jeweils entsprechender Vereinbarungen zwischen den Kirchen die Kooperation zwischen dem evangelischen und katholischen Religionsunterricht erweitert werden. Dies wird weitreichende Konsequenzen für die Ausbildung der Religionslehrenden haben – in all ihren Phasen!
In ihrer diesbezüglichen Empfehlung fordern uns die Dt. Bischöfe auf, das Verständnis des konfessionellen RU im Interesse seiner Zukunftssicherung weiterzuentwickeln. Jenseits eines die Abgrenzung suchenden Konfessionalismus auf der einen und einer vermeintlich neutralen Religionskunde auf der anderen Seite fokussiert dieser RU keineswegs den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern sucht die authentische Begegnung mit der jeweils anderen Konfession in reflektierter ökumenischer Offenheit zu ermöglichen, um so auch die Vielfalt des christlichen Glaubens als Reichtum wach zu halten. Mehr als zuvor sind die Religionslehrinnen und -lehrer also gefordert, im Wissen um ihre eigene religiöse Position konfessionsbewusst und differenzsensibel zu unterrichten. Damit sind die zentralen thematischen Aspekte des Seminars im WiSe 2018/19 markiert.

Mögliche Termine:

Einführung: Donnerstag, 25. Oktober 2018, 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr GABF 04/714

1. Block: Fr. 9. November 2018, 15.30 Uhr st bis 18.45 Uhr st GA 6/134
Sa 10. November 2018, 10.00 Uhr st bis 15.30 Uhr st GA 6/134

2. Block: Sa 12. Januar 2019, 10.00 Uhr st bis 15.30 Uhr st GA 6/134

3. Block: Fr 1. Februar 2019, 15.30 Uhr st bis 18.45 Uhr st GA 6/134
Sa 2. Februar 2019, 10.00 Uhr st bis 15.30 Uhr st GA 6/134


Aktuelle Diskissionen der Religionspädagogik

Für weitere Informationen bitte den Aushang vor den Räumen GA 7/40-42 beachten.
VSPL: Nr. 020100
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Im Oberseminar sollen aktuelle Debatten der Religionspädagogik wahrgenommen, diskutiert und kritisch beurteilt werden. Es richtet sich an Interessierte aus höheren Fachsemestern, Examenskandidaten und Doktoranden.