Sommersemester 2013

"Was Hänschen nicht lernt ... !?" Einführung in Religiöses Lernen

Zeit: Mi 11-12 | Raum: HGA 20
Beginn: 10.04.2013 | VSPL: 17.04.2013 (Nr. 020093)
M.Ed: Modul A | M.A. Modul IV
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Religionsunterricht ist in der öffentlichen Schule ein ordentliches Lehrfach. Er hat Teil am Bildungsauftrag der Schule und ordnet sich ein in deren institutionelles Bedingungsgefüge. Implizit wird damit freilich etwas behauptet, was pädagogisch wie theologisch keineswegs selbstverständlich ist: die Lehrbarkeit und Lernbarkeit von Religion. Wenngleich zwischen Religion und Glaube zu unterscheiden ist, stellen sich doch bereits hinsichtlich der Religion erhebliche Zweifel an deren Erlernbarkeit ein. Kann man Religion lernen? Oder erschließen sich nur Teilaspekte dem Lernprozess, während andere - vielleicht sogar die elementarsten - vom Lernprozess gerade nicht erfasst werden können? Was bedeutet Lernen im Bereich Religion, wozu dient es? Gibt es Bezüge zwischen der biographischen Entwicklung des Denkens und bestimmten Formen religiösen Lernens?
Diesem komplexen Gefüge widmet sich die Vorlesung in vier Schritten. Nach einer Ausein¬an¬der¬¬setzung mit dem Religionsbegriff und dem Begriff des Lernens werden Aspekte religiösen Lernens und der Zusammenhang zwischen Religionspädagogik und Bildung behandelt.

Glauben lernen? Einführung in die Religionspädagogik

Zeit: Di 12-14 | Raum: GA 03/149
Beginn: 09.04.2013 | VSPL: 16.04.2013 (Nr. 020092)
BA: Modul VI, VII| M.Theol M.4
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Den Glauben lehren und lernen zu wollen birgt unter den Bedingungen einer pluralisierten und globalisierten Welt enorme Herausforderungen. Gängige Muster der Glaubens¬weiter¬gabe sind deutlich an ihre Grenzen gelangt. Religiöse Milieus sind ausdifferenziert. Kulturelle, kirchliche und lebensweltliche Verwurzelungen des Glaubens sind verblasst, ohne dass Religion verschwunden ist. Religion ist einerseits unsichtbar geworden, drängt aber andererseits mit Macht in die Öffentlichkeit. Wie soll unter solchen Bedingungen von Pluralisierung und Säkularisierung Glaube gelernt werden können ? Welche Lernorte des Glaubens gibt es und welche innere Logik des Glaubenlehrens und Glaubenlernens findet sich dort? Was passiert mit Religion und Glaube, wenn sie in Bildungskontexte eintreten?
Die Vorlesung will nach einer Ausleuchtung des Kontextes gegenwärtigen Glaubenlehrens und Glaubenlernens im Lichte bildungstheoretischer Überlegungen Konzepte, Dimensionen und Prinzipien der Religionsdidaktik und der Katechese diskutieren.

Jesus im RU. Konzeptionelle, didaktische und methodische Überlegungen

Zeit: Fr 14-16 | Raum: GA 04/714
Beginn: 12.04.13 | VSPL: 19.04.2013 (Nr. 020096)
M.Ed: Modul D | M.Theol. M23
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Es gibt eine Jesusmüdigkeit im Religionsunterricht. Inzwischen ist dort zwar wieder stärker und intensiver von Gott die Rede. Sich aber an einem bestimmten, lange zurück liegenden Ereignis zu orientieren, sich gegebenenfalls von dort Sinn und Hoffnung zusprechen zu lassen: diese Form geschichtlicher Konkretisierung fällt nach Ausweis neuerer empirischer Forschungen zum Religionsunterricht schwer. Hier ist der Graben zwischen dem Glauben der Kirche und der Perspektive der Theologie einerseits und den Erfahrungen und Selbst¬konstruktionen der Schülerinnen und Schülern andererseits besonders tief. Das Interesse am historischen Jesus ist gering.
Das Seminar will empirische Forschungen zum Jesusbild bei Kindern und Jugendlichen analy¬sieren, Status und Gestalt der Jesus- und Christologiedidaktik in Richtlinien, Schul¬büchern und Unterrichtsmaterialien untersuchen und neuere konzeptionelle und metho¬di¬sche Ansätze der Christologiedidaktik diskutieren.

Religionsunterricht denken. Neue Konzeptionen zum RU

Zeit: Di 16-18 | Raum: GA 04/714
Beginn: 09.04.13 | VSPL: 16.04.2013 (Nr. 020094)
B.A. VI,VII | M.Theol. M11
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme / N.N.

Die Religionspädagogik ist in Bewegung gekommen. Eine Vielzahl an neuen Konzepten und Entwürfen zum Religionsunterricht ist entstanden. Man traut Konzepten zu, den oft in Miss-kredit geratenen Religionsunterricht zu verbessern. Andere hingegen sprechen bereits von einer „Neuen Unübersichtlichkeit“. Manche glauben gar, in der Vielzahl neu entstehender Konzepte vor allem das modische Diktat wohlfeiler Marktförmigkeit oder gar die Profilie-rungssucht ihrer Autoren erkennen zu können, während man andernorts die Relevanz von Konzepten für die konkrete Planung, Durchführung und Reflexion religionsunterrichtlicher Lehr-Lernprozesse grundsätzlich in Frage stellt.
Das Seminar will in dieser Situation einen Überblick über aktuelle Konzeptionen zum Reli¬gionsunterricht erarbeiten und dabei der Frage nachgehen, inwiefern die Konzepte einen Beitrag zu einem guten Religionsunterricht leisten.

Kinder und Jugendliche als Christologen? Der Beitrag der Kinder- und Jugendtheologie zu christologischen Bildungsprozessen

Zeit: Fr 12-14 | Raum: GA 04/714
Beginn: 12.04.13 | VSPL: 19.04.2013 (Nr. 020095)
M.Ed. Modul D | M.Theol. M23
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme / N.N.

Kinder und Jugendliche nicht nur als Rezipienten, nicht nur als passive Konsumenten oder – noch schlimmer – nicht nur als Objekte von Theologie zu begreifen: Dies ist das Anliegen der Kindertheologie und - in letzter Zeit auch - der Jugendtheologie. Ihnen geht es darum, die Kinder und Jugendlichen selber in ihrer Art des Denkens und Erfahrens als Theologen zu verstehen, die auch den Erwachsenen theologisch etwas zu sagen haben. In besonderer Schärfe wird dies auf dem Feld der Christologie brisant.
Doch ist dies mehr als ein sentimentaler Romantizismus, ist dies mehr als eine religions¬pädagogische Mode, die von Systematischen Theologen belächelt und im schulischen Alltag keine Relevanz besitzt? Oder kommen hier Kinder und Jugendliche endlich auch einmal in ihren eigenen Erfahrungen zu Wort?
Es wird im Seminar darum gehen, das Anliegen der Kindertheologie und der Jugend¬theologie auf dem Feld der Christologie herauszuarbeiten und auf seine Tragfähigkeit hin zu überprüfen.

,,Religionsdidaktik und -methodik"

Zeit: Mo 10-12 | Raum: GABF 04/354 | Beginn: 15.04.13 | M.Ed. Modul A
Dozentin: Stephanie Dahm

Die Religionsdidaktik analysiert Prozesse religiösen Lernens. In theoretischer Praxisreflexion und praktischer Erprobung der Theorie möchte sie Gesetzmäßigkeiten feststellen, die es erlauben, Hinweise zur Gestaltung religiöser Lernprozesse zu geben.
Das Seminar bereitet damit im Studiengang „Master of Education“ die fachbezogenen schulpraktischen Studien vor, welche die Studierenden in einem vierwöchigen Blockpraktikum absolvieren. Diese Studien werden vom Seminarleiter begleitet und während eines Blockseminars zu Beginn des folgenden Winterrsemesters gemeinsam reflektiert.

Kolloquium für Examenskandidatinnen und -kandidaten

Zeit und Ort nach Absprache!

Im Kolloquium sollen für die Prüfung vorgesehene Themenkomplexe der Religionspädagogik aufgefrischt und resümiert werden. Prüfungsansprüche und Beurteilungsmaßstäbe werden konkretisiert, so sollen Hemmungen ab- und Motivationen zur intensiveren Vorbereitung aufgebaut werden.