Aktuelles
Russland Anders Denken.
Russland Anders Denken
Gemeinsames Kolloquium der Forschungsstelle für Russische Philosophie und Ideengeschichte, des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte und des Seminars für Slavistik im SoSe 2013
Die Idee der Gerechtigkeit in Russland.
Die Idee der Gerechtigkeit in Russland
Podiumsdiskussion mit Russland-Spezialisten
Donnerstag, 12. Juli 2012, 19 Uhr
Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a, 50667 Köln
Philosophie in der Sowjetzeit.
Internationale Tagung, veranstaltet von der Forschungsstelle "Russische Philosophie und Ideengeschichte" und dem Institut für Slavistik der Universität Trier, am 3.-6. November 2011 an der Kueser Akademie für europäische Geistesgeschichte
Projekt „Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland“ (Förderung durch das BMBF)
Ziele
Die Forschungsstelle hat das Ziel, die philosophische Bedeutung und die theoretischen Potentiale der russischen Philosophie und Ideengeschichte neu zu erschließen.
Die Forschungsstelle führt vergleichende Studien zur kulturellen Verortung der philosophischen Diskurse durch. Den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten bilden die deutsch-russischen intellektuellen Beziehungen im Zeitalter der Moderne. Die Analyse der hier stattfindenden Transferprozesse und Wechselwirkungen hat zum Ziel, Gemeinsamkeiten und Differenzen der philosophischen Traditionen sichtbar zu machen.
Arbeitsweisen
Die Forschungsstelle führt vergleichende Studien zur kulturellen Verortung der philosophischen Diskurse durch. Den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten bilden die deutsch-russischen intellektuellen Beziehungen im Zeitalter der Moderne. Die Analyse der hier stattfindenden Transferprozesse und Wechselwirkungen hat zum Ziel, Gemeinsamkeiten und Differenzen der philosophischen Traditionen sichtbar zu machen. Auf diese Weise kann die fruchtbare interne Pluralität des europäischen Denkraumes als Ertrag der Freiheit des Denkens verdeutlicht werden.
Das Konzept der Ideengeschichte (Intellectual History) orientiert sich am Leitfaden der Sprache der Philosophie, der die Geschichte der Begriffe, Argumente, Metaphern und intellektuellen Topoi verbindet. Die semantischen Gehalte der philosophischen Konzeptionen werden aus dieser methodischen Perspektive sowohl in ihrer theoretischen Bedeutung als auch in ihrer Wirkung auf die öffentlichen Diskurse untersucht. Auf dieser methodischen Basis sollen neue methodische und thematische Akzente für die Erforschung der russischen Philosophie und Ideengeschichte gesetzt werden.
Aufgaben
Forschung:
- Durchführung selbständig entwickelter Forschungsvorhaben zur Philosophie- und Ideengeschichte im Russland des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zu speziellen Themenschwerpunkten der aktuellen philosophischen Diskussion in interkultureller Perspektive
- Ausarbeitung und Durchführung interdisziplinärer Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit anderen kulturwissenschaftlichen Disziplinen
- Organisation von Fachtagungen und Forschungskolloquien, die sowohl zur fachinternen als auch zur öffentlichen Diskussion aktueller Fragen und Probleme der internationalen Kommunikation beitragen
Netzwerke:
- Aufbau langfristiger Netzwerke in Forschung und Lehre in internationalem Maßstab
- Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus Deutschland und dem Ausland zu den Themenschwerpunkten der Forschungsstelle
- Beratung zu deutsch-russischen philosophischen Fachkooperationen
Information:
- Aufbau einer internetbasierten Informationszentrale mit Quellentexten sowie bibliographischen und weiteren Daten zu den betreuten Projektvorhaben
- Ausbau und Betreuung einer Fachbibliothek (mit Quellen und Studien zur Russischen Philosophiegeschichte und zum gegenwärtigen Stand der philosophischen Forschung in Russland)
Mitarbeiter
Leiter der Forschungsstelle: Professor Dr. Alexander Haardt
Wiss. Mitarbeiter, Projektkoordinator: Dr. Nikolaj Plotnikov
Projekte
Phänomenologie, Hermeneutik, Ästhetik
- "Die Sprache der Dinge". Philosophie und Kulturwissenschaften im deutsch-russischen Kulturtransfer der 1920er Jahre (gefördert durch die Volkswagen-Stiftung)
- Wilhelm Dilthey. Russische Ausgabe der Ausgewählten Werke in sechs Bänden hrsg. von Nikolaj Plotnikov (gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung)
- Zwischen den Lebenswelten. Interkulturelle Profile der Phänomenologie (gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung)
- Philosophie in Russland (1861-1922). Eine Bibliographie (gefördert durch die Volkswagenstiftung)
Ethik, Rechtsphilosophie, Religionsphilosophie
- Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland (gefördert durch das BMBF)
- Das normative Menschenbild in der russischen Philosophie (gefördert durch die DFG und die Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität)
- "Person" und "Subjekt" im deutsch-russischen Kulturtransfer. Untersuchungen zum Begriffsfeld der 'Personalität' in interkultureller Perspektive (gefördert durch die Volkswagen Stiftung)
Buchreihe
Die Forschungsstelle präsentiert die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in einer Buchreihe
„Syneidos. Deutsch-russische Studien zur Philosophie und Ideengeschichte“
beim LIT-Verlag (Münster-Hamburg-Berlin-Wien-London-Zürich).


