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Aktuelles

DFG-Forschungsprojekt

Westalliierte Nachrichtendienste und ehemalige Mitglieder von Waffen-SS, Gestapo und Deutscher Wehrmacht im frühen Kalten Krieg. Kooperation, Netzwerke, Kommunikationsstrategien.

Basierend auf Ergebnissen und Vorarbeiten, die durch eine Anschubfinanzierung des Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) möglich gemacht wurden, werden am Lehrstuhl Geschichte Nordamerikas im Forschungsschwerpunkt "Sicherheit und Öffentlichkeit" seit November 2017 Prozesse der Informationsgewinnung und Wissenskonstruktion der amerikanischen Geheimdienste über den noch diffusen Gegner UdSSR nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges herausgearbeitet. Im Fokus steht dabei die Frage, wie ehemalige SS-, Gestapo- und Wehrmachtsangehörige ihre Stellung auf den Wissens- und Deutungsmärkten der unmittelbaren Nachkriegszeit nutzten und so dazu beitrugen, die Gegnerwahrnehmung von ehemaligen Mitgliedern des NS-Regimes zu Kommunisten sowie sowjetischen Spionen zu verschieben und hierdurch selbst als potentielle Gegner unsichtbarer wurden. Bearbeiter des Projekts ist Lutz Heilmann, M.A.

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Konferenz "Creating and Challenging the Transatlantic Intelligence Community"

Die von Prof. Michael Wala in Kooperation mit dem Woodrow Wilson Institute, dem German Historical Institute und der International Intelligence History Association organisierte internationale Konferenz "Creating and Challenging the Transatlantic Intelligence Community" vom 30. März bis 01. April 2017 erfreute sich einer überaus positiven Resonanz. Bilder der Konferenz finden sich hier.
Die Panels der ersten beiden Veranstaltungstage wurden vom US-amerikanischen Sender C-SPAN begleitet und ausgestrahlt und sind nun auch online verfügbar:


Opening and Panel I: Cold War Intelligence Gathering and Training
https://www.c-span.org/video/?426220-2/cold-war-intelligence-gathering-training

Panel II: Western Intelligence Exchange and Gathering
https://www.c-span.org/video/?426220-3/western-intelligence-exchange-gathering

Panel III: U.S. and East Germany Cold War Relations
https://www.c-span.org/video/?426298-3/us-east-germany-cold-war-relations

Panel IV: Cold War Espionage in Eastern Europe
https://www.c-span.org/video/?426220-6/cold-war-espionage-eastern-europe

YRF: Franco-American and Dutch-American Intelligence Exchange

https://www.c-span.org/video/?426298-2/francoamerican-dutchamerican-intelligence-exchanges


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Konferenzvideo: "Negotiating Security in Europe and the United States"

Am 24. Oktober 2016 hielten Prof. Michael Wala und Prof. Constantin Goschler in New York anlässlich der Konferenz "Negotiating Security in Europe and the United States" zwei Vorträge, die nun vom "German Center for Research and Innovation" als Video veröffentlicht wurden und hier einsehbar sind.


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   Keine neue Gestapo

Konferenzankündigung: "Creating and Challenging the Transatlantic Intelligence Community", 30.03.-01.04.2017 in Washington, D.C., USA

Gemeinsam mit dem Woodrow Wilson Center, dem German Historical Institute und der International Intelligence History Association organisiert Prof. Dr. Michael Wala die Konferenz "Creating and Challenging the Transatlantic Intelligence Community" in Washington, D.C., USA, in deren Rahmen Experten aus den USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Israel, Kroatien und den Niederlanden unterschiedliche Aspekte der transatlantischen Nachrichtendienste seit 1945 diskutieren und jüngste Forschungsergebnisse vorstellen. Die Konferenz ist für die Öffentlichkeit zugänglich, das Programm und weitere Informationen finden sich unter intelligence-history.org.



Neuste Publikationen:


Michael Wala: "The Value of Knowledge. Western Intelligence Agencies and Former Members of SS, SD, and Gestapo During the Early Cold War", in: Transforming Occupation: Power Politics, Everyday Life, and Social Interactions in the Western Zones of Occupied Germany, 1945-1955, Hrsg. Christopher Knowles, Camilo Erlichman, Bloomsbury Academic Publishing, 2017.

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Michael Wala, "Westliche Nachrichtendienste, SS-Gestapo- sowie Wehrmachtsangehörige und die Entstehung einer transatlantischen Sicherheitsarchitektur im frühen Kalten Krieg", Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik, 2/2016.

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Michael Wala, "Stay-behind Operations, Former Members of SS and Wehrmacht, and American Intelligence Services in Early Cold War Germany", Journal of Intelligence History, Volume 15, 2016 - Issue 2, S. 71-79.

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Michael Wala, "Gegenspieler. Otto John, Reinhard Gehlen und die Sicherheitsarchitektur der frühen Bundesrepublik", in: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Hg): "Achtung Spione" Geheimdienste in Deutschland 1945-1956, Dresden: Sandstein Verlag 2016, S. 115-125.

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Constantin Goschler / Michael Wala, "Keine neue Gestapo". Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die NS-Vergangenheit, Reinbek: Rowohlt 2015.

Die Mordserie des NSU hat Vorwürfe laut werden lassen, das Bundesamt für Verfassungsschutz sei von jeher «auf dem rechten Auge blind». Und das habe damit zu tun, dass die Behörde in ihrer Gründungsphase von Altnazis durchsetzt gewesen sei. Wie zutreffend ist dieses Urteil? Die Historiker Constantin Goschler und Michael Wala haben die ersten 25 Jahre des Bundesamtes für Verfassungsschutz erforscht und hatten dafür Zugang zu vielen bislang geheimen Akten. Nun lässt sich zum ersten Mal genauer einschätzen, wie viele Belastete es gab und welchen Einfluss sie in der Behörde hatten. Darüber hinaus beleuchtet dieses Buch die Handlungsspielräume des Verfassungsschutzes unter alliierter Kontrolle, seine Rolle im Kalten Krieg und bei der «Inneren Sicherheit» sowie seine zahlreichen Skandale. Klar ist: Ebenso wie sich wandelte, was Politik und Verfassungsschutz als Bedrohung sahen, wurde die Behörde selbst in der Gesellschaft zunehmend als Bedrohung gesehen. So schreiben die Autoren auch eine Geschichte der politischen Kultur von der Adenauerzeit bis in die sozialliberale Ära.

Mehr Informationen unter: Rowohlt Verlag, "Keine neue Gestapo"