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Fallopia
japonica (Houtt.) Ronse -
Japanischer Staudenknöterich
Aus der Sicht des Naturschutzes zählt der Japanische
Staudenknöterich zu den Problempflanzen unserer Flora.
An Fluss- und Teichufern, an Straßenrändern und
Böschungen findet man häufig dichte Bestände,
die sich alljährlich bis zu 1 m seitlich ausbreiten.
Die Pflanzen besitzen ein bis 2 m tief reichendes Rhizom,
an dem sich zahlreiche Erneuerungsknospen befinden. Kleinste
Rhizomstücke, die von Wasser transportiert oder mit Gartenabfällen
unerlaubt an Waldränder gelangen, regenerieren sich zu
ausgedehnten Dickichten. Direkte gesundheitliche Schäden
(wie von der Herkulesstaude mit seiner phytosensibilisierenden
Wirkung) sind nicht bekannt, aber die Auswirkungen auf den
Wuchsort sind durch Verdrängung des ursprünglichen
Bewuchses (intensives Beschatten und Wurzelkonkurrenz) oder
die Destabilisierung von Deichen und Bahndämmen erheblich.
Bekämpfungsmaßnahmen wie Ausbaggern der Rhizome
(2 m!) oder Entfernen der oberirdischen Teile (Jahre lange
Beweidung oder mehrmalige Mahd) sind langwierig und teuer
und führen nur zu einer Schwächung der Austriebsfreude
der Rhizome.
Fallopia japonica zählt in unserer Flora zu den
invasiven Neubürgern oder Neophyten (gebietsfremde Pflanzen,
die seit der Entdeckung Amerikas unter Einfluss des Menschen
zu uns gekommen sind). Im Naturschutz gelten sie dann als
invasiv, wenn sie unerwünschte Auswirkungen auf andere
Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope haben.
Die aus Ost-Asien stammende Art wurde in Europa erstmals
1835 in England angepflanzt und in den nachfolgenden Jahren
als teure Staude gehandelt. Mit bis zu 3 m Höhe galt
sie als ornamentale Zierpflanze und wurde auch als Futterpflanze
sowie zur Befestigung von Böschungen angepflanzt.

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Ebenso eingebürgert, aber seltener
anzutreffen ist der Sachalin-Knöterich, Fallopia
sachalinesis. Man kann beide Arten an der Form der
Blätter unterscheiden. Fallopia ist zweihäusig,
d. h. männliche und weibliche Blüten entwickeln
sich auf verschiedenen Individuen. Meist werden in unserem
Klima keine Samen ausgebildet. Für die rasche Ausbreitung
ist nur die ungeschlechtliche Vermehrung von Bedeutung.
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Wuchsort im Botanischen Garten: B 9 (schmales Beet eingegrenzt
von befestigten Wegen!)
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