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(00219) 24.09.1999 12:58

RUB-Kanzler Dr. Wiebel geht in den Ruhestand


Bochum, 24.09.1999
Nr. 213

Kein "Beamten-Typus"
Freiräume genutzt - Zukunft gestaltet
RUB-Kanzler Dr. Wiebel geht in den Ruhestand


Aus den Händen von Staatssekretär Dr. Wolfgang Lieb hat
gestern Nachmittag (23.09.1999) der Kanzler der
Ruhr-Universität Bochum, Dr. Bernhard Wiebel, im
Düsseldorfer NRW-Wissenschaftsministerium seine
Entlassungsurkunde aus dem öffentlichen Dienst verbunden mit
dem Dank des Landes überreicht bekommen. Damit wird zum 30.
September 1999 wahr, was Dr. Wiebel, immer wieder
angekündigt hat: "Ich gehe, wenn ich gehen will, und nicht,
wenn ich gegangen werde." Wiebel scheidet auf eigenen Wunsch
vorzeitig, mehr als ein Jahr vor erreichen der
Pensionsgrenze aus. Nachfolger wird sein bisheriger
Stellvertreter, Gerhard Möller.

Ein echter Wissenschaftsmanager

Freiräume nutzen und - wo nicht vorhanden - welche schaffen,
war die Devise von Dr. Wiebel, der in mehr als 18 Jahren als
Kanzler die Geschicke der RUB mit geprägt hat. Er war nie
der typische Beamte, der seine Erfüllung in der Wahrnehmung
übertragener Aufgaben sieht, sondern hat sich stets als
echter Wissenschafts- und Universitätsmanager verstanden und
gehandelt in einer Synthese von Pflichterfüllung und
Gestaltung. So hat er vor Ort manches vorweggenommen, was
Politik und Gesetzgeber inzwischen weitgehend auf den Weg
gebracht haben. 

Hochschulpolitische und kulturelle Initiativen

Seine musischen Neigungen waren Motor seines vielfältigen
kulturellen Engagements, bei dem die Universität immer auch
als kulturellen Mittelpunkt ihrer Region verstanden hat. Der
erste deutsche Modellversuch studentischer Kulturarbeit,
"BoSKop" - die bochumer studentische Kulturoperative -,
verdankt Wiebel mit ihr Entstehen und Weiterbestehen als
Dauereinrichtung, ebenso wie die "Oase", das unkonventionell
finanzierte Selbsthilfezentrum der RUB. Die Teilnahme der
RUB am Modellversuch "Hochschule und Finanzautonomie", mit
dem sie Spielraum gewann beim Einsatz ihre Etatmittel, ist
ebenso mit dem Namen und der Initiative von Wiebel
verbunden, wie die Umwandlung der Transferstelle in die
RUBITEC - Gesellschaft für Innovation und Technologie mbH
der RUB. Aber auch der Bau eines Gastwissenschaftlerhauses
ist mit seiner intensiven Arbeit verbunden, und dass im Audi
max seit einem Jahr regelmäßig die größte Konzertorgel im
Ruhrgebiet erklingt ist nicht zuletzt Dr. Wiebels
kommunalpolitischem Engagement zu verdanken. 

Neues Engagement in der Gesellschaft der Freunde

Wiebels Engagement für die RUB endet keineswegs mit seinem
Ausscheiden. Er setzt sich verstärkt in der Gesellschaft der
Freunde der RUB ein, derzeit als Mitglied des Vorstands, und
wird demnächst ihre Geschäftsführung übernehmen, um sich
dann der intensiveren Zusammenarbeit mit den sich
entwickelnden Alumni-vereinen der RUB zu widmen.

Biographisches

Bernhard Wiebel wurde am 22.12.35 in Nürnberg geboren. Er
studierte Rechtswissenschaften und Soziologie in Göttingen,
Paris und Hamburg (1955-60) sowie Soziologie und Geschichte
in Münster (1960-65). 1960 legte er das Erste, 1966 das
Zweite Juristische Staatsexamen ab. In Münster wurde Wiebel
1968 zum Dr. phil. promoviert. Dort begann 1962 seine
berufliche Laufbahn als Assistent des Rektors. Später war
Wiebel Dezernent an der Uni Bonn (1966-71),
Verwaltungsdirektor (Kanzler) der FH Wiesbaden (1971-73) und
Kanzler der PH Ruhr in Dortmund (1973-80). Bis zur Übernahme
des Kanzleramtes an der RUB (1981) war Wiebel Ministerialrat
im NRW-Ministerium für Wissenschaft und Forschung. Bernhard
Wiebel ist verheiratet und hat drei Kinder und inzwischen
vier Enkelkinder. 

Ein Foto der Urkundenüberreichung kann in der Pressestelle
der RUB angefordert werden.

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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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