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Neue Uniformen fuer RUB-Mitarbeiter/innen



Bochum, 1. April 1997
Nr. 61

,Kleider machen Leute" - Identifikation gefragt
Neue Corporate-Design-Uniformen fuer Mitarbeiter
Pilotversuch in der RUB soll Kundenfreundlichkeit staerken


Was Mitarbeitern von Fluggesellschaften, einigen Behoerden und
Dienstleistungsunternehmen selbstverstaendlich ist, soll den
Mitarbeitern der RUB billig sein - wenn auch nicht ganz billig fuer
das Rektorat. Dieses hat kuerzlich beschlossen, Uniformen im neuen
Corporate Design-Look fuer die Mitarbeiter/innen der Verwaltung und
einiger Fakultaeten einzufuehren. Ziel des Pilotversuches ,Uniformen
fuer die RUB-Mitglieder" ist es, deren Identifikation und
Dienstleistungsfreude zu staerken. Dafuer sollen sie leichter und
schneller von Studierenden und Besuchern als Bedienstete identifiziert
werden koennen. Die ersten Uniformen werden auf einer Modenschau im
Senatssal am Dienstag, 1. April 1997, 11.30 Uhr
(Universitaetsverwaltung UV 310), von Models eines nahmhaften
NRW-Textilunternehmers vorgefuehrt. Mit guten Beispiel voran schreiten
die Mitglieder des Rektorats und ihrer Sekretariate ueber den
Laufsteg. Die Medien und die OEffentlichkeit sind herzlich eingeladen.


Deutschland: Entwicklungsland in der Dienstleistung

In Fragen der Kundenfreundlichkeit gilt Deutschland noch immer als
Entwicklungsland. Immer lauter werden in den letzten Jahren die Klagen
ueber muerrische Mitarbeiter, nachlaessig bekleidete Bedienstete, am
eigenen Job Desinteressierte, die jeden Patienten, Kunden oder
Klienten schnell vergraulen. Niederschmetternd ist erst recht die
oeffentliche Kritik an den deutschen Hochschulen, besonders im
Vergleich zu amerikanischen oder niederlaendischen. Dabei gilt gerade
der Dienstleistungssektor als der Bereich mit den groessten
Entwicklungschancen, wo allenfalls noch mit steigender Zahl von
Arbeitsplaetzen zu rechnen ist. Hier sind also Innovationen und
Initiativen gefragt.

In der RUB grosse Bereitschaft vorhanden

Erneut ist es die RUB, die mit gutem Beispiel vorangeht. Eine im
letzten Semester durchgefuehrte Befragung in einigen Bereichen erwies
die grosse Bereitschaft der Mitarbeiter/innen, den beklagenswerten
Zustand aendern zu wollen. Und seitdem das Corporate Design der RUB
zunehmend angenommen wird, wuchs auch im Rektorat die Bereitschaft,
eine Investition von DM 500.000,- aus Mitteln der Finanzautonomie fuer
den Pilotversuch zu wagen _ fuer zunaechst ca. 500 Mitarbeiter/innen.

Kostueme und Anzuege in RUB-Farbe und optimaler Passform

Als erste Bereiche werden Mitarbeiter/innen aus der Verwaltung sowie
den Fakultaeten fuer Wirtschaftswissenschaft, Psychologie und
Ostasienwissenschaft mit den neuen Uniformen bestueckt, weil bei ihnen
groesste Identifikationsbereitschaft festgestellt wurde. Die Damen
bekommen je zwei Kostueme (Blazer - wahlweise mit Rock oder Hose), die
Herren je zwei Anzuege (wahlweise mit und ohne Weste) aus hochwertiger
Schurwolle. Dazu stehen den Damen drei Seidenblusen und Seidentuecher,
den Herren drei Hemden mit Button-Down-Kragen und den neuen
RUB-Krawatten zur Verfuegung. Die einzelnen Komponenten sind in
unterschiedlichen Schattierungen der RUB-Farbe Blau (HKS 42) gehalten,
moderne Schnitte sorgen fuer optimale Passform. Jedes Kleidungsstueck
ist selbstverstaendlich dezent mit dem Uni-Siegel bestickt, das - so
die Variationsmoeglichkeiten - sowohl angeschnitten als auch bis zu
30o gedreht werden kann. Fuer die Mitarbeiter der Verwaltung sind
zusaetzliche Dienstmuetzen vorgesehen, Mitarbeiter der technischen
Betriebe und der Werkstaetten bekommen statt der Anzuege
strapazierfaehige T-Shirts und Pullover sowie blaue Jeans - jeweils im
RUB-Blauton

In Seminaren ,Kundenfreundlichkeit" trainieren

Doch damit allein ist es nicht getan: Zwar gilt noch immer - frei nach
Gottfried Keller - ,Kleider machen Leute", doch die Kleidung ist nur
Mittel zum Zweck der verstaerkten ,Kundenfreundlichkeit". Um die
Wandlung des AEusseren mit einer AEnderung des Umgangs zu verbinden,
sollen die Mitarbeiter - von den Professoren bis hin zu den
Hausmeistern - in entsprechenden Seminaren auf die besonderen
Erfordernisse der kuenftigen Dienstleistungsgesellschaft - sprich auf
kundenfreundliches Verhalten - geschult werden. 

Uniformen bald auf fuer Studierende?

UEbrigens: Bei entsprechend erfolgreichem Pilotversuch sollen in den
naechsten drei Jahren alle Mitarbeiter der RUB auf die neue
Kundenfreundlichkeit eingeschworen werden. Ausserdem erwaegt das
Rektorat, auch fuer die Studierenden - in Anlehnung an
traditionsreiche britischen Schulen - Hochschul-Uniformen
einzufuehren.



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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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