Vortrag Prof. Vollmann: „Ich kann doch meine Mutter nicht verhungern lassen!“ Der schwerkranke Patient zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge.

29.04.2019

Das Recht der Selbstbestimmung des Patienten ist ein hochgeschätztes Gut in der medizinischen Versorgung. Aber gerade bei schwerkranken Patienten gerät dieser Wert immer wieder in Konflikt mit der (zumindest gefühlten) Verpflichtung von Angehörigen und medizinischem Personal zur Fürsorge.

Insbesondere das Thema Ernährung im hohen Alter ist in diesem Zusammenhang emotional aufgeladen. Eine ethische problematische Dimension stellt sich dabei: Auf der einen Seite steht das Selbstbestimmungsrecht des Pflegebedürftigen, auf der anderen Seite die Tatsache, ohne Nahrung nicht leben zu können.

Mit dem ethischen Dilemma sind dann die Angehörige, gesetzlichen Betreuer, Pflegende in Einrichtungen und Ärzte befasst. Gerade Angehörige, die häufig unvermittelt vor der Frage stehen, was zu tun ist, entwickeln Schuldgefühle, wenn es zur Entscheidung kommt, eine Magensonde nicht (mehr) zu legen: „Ich kann doch meine Mutter nicht verhungern lassen!“

Wir wollen uns im Sozial-Ethischen Forum mit dieser vielschichtigen Fragestellung beschäftigen. An diesem Abend wird Professor Vollmann im Rahmen seines Vortrags und der anschließenden Diskussion auf die Themen Patientenverfügung, Sterbebegleitung, Therapien am Lebensende und das Sterbenlassen des Patienten eingehen.

Daten zur Veranstaltung

Montag, 6. Mai 2019,
18.00 – 20.00 Uhr

Kapelle St. Josef-Hospital
Gudrunstr. 56
44791 Bochum

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Sozial-Ethische Forum ist eine Veranstaltungsreihe, die gemeinsam vom Katholischen Klinikum Bochum und dem Katholischen Forum Bochum organisiert wird.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie folgendem Veranstaltungsflyer entnehmen: