Brain Day 2018

Am 19.September 2018 fand zum 8. Mal der BRAIN DAY an der Ruhr-Universität Bochum statt.


Als Überraschung für die Besucher gab es dieses Mal Begrüßungstaschen.


Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan, Sprecherin des SFB 874, begrüßte das Publikum.


Rund 350 Menschen hatte es in das Veranstaltungszentrum der RUB gezogen.


Prof. Tanja Legenbauer (Universitätsklinik Hamm) berichtet über die Diagnose und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).


Im Publikum wurden fleißig Notizen gemacht.


Im zweiten Vortrag diskutierte Dr. Lars Dittrich (DZNE Bonn) die Frage: "Bist du wirklich müde, oder glaubst du es nur?".


Im Anschluss beantwortete er die Fragen der Langschläfer und Frühaufsteher aus dem Publikum.


In der Pause hatten die Besucher Zeit, ihre Gedanken zu sortieren…


… oder sich miteinander auszutauschen.


Außerdem präsentierten verschiedene Selbsthilfegruppen ihre Arbeit rund um neurologische Erkrankungen.


Sie freuten sich über den Austausch mit Interessierten.


Die Mitarbeiter des Instituts für Anatomie erklärten mit Hilfe verschiedener Modelle, wie das Gehirn aufgebaut ist…


… und zeigten ganz genau, welches Hirnareal wofür zuständig ist.


Bei den Mitarbeitern des Neural Plasticity Labs konnte man die Grenzen des eigenen Tastsinns testen.


Und die Gummihand-Illusion am eigenen Leib erfahren.


Wie man lernt, neue Objekte zu erkennen, untersuchen die Neurologen im Universitätsklinikum Bergmannsheil mit Hilfe von Virtueller Realität.


Ihre Kollegen im Knappschaftskrankenhaus setzen die Brillen bei ihrer Forschung mit querschnittsgelähmten Patienten ein.


Wie sie eine Hirn-Computer-Schnittstelle zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten nutzen wollen, zeigten sie beim BRAIN DAY.


Die Mitarbeiter der Abteilung für Neurophysiologie erklärten, wie die transkranielle Magnetstimulation im Gehirn angewendet werden kann.


Und im Raum der Illusionen verdrehten optische Täuschungen den Besuchern den Kopf.


Bei manchen Illusionen musste man nur genau hinsehen, um sie zu verstehen.

Andere konnten nur mit Hilfe einer Schablone entlarvt werden.


Prof. Martin Diers (LWL-Universitätsklinikum Bochum) berichtete im dritten Vortrag von seiner Forschung zu chronischen Schmerzen.


Dr. Jonas Rose erklärte, was die Verwandtschaft von Vögeln und Dinosauriern mit deren Intelligenz zu tun hat.


Das Team des SFB 874 freut sich schon auf den nächsten BRAIN DAY am 25.09.2019


Photos: Susanne Troll

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Bei strahlend schönem Wetter zog es am 19. September 2018 rund 350 Menschen in das Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität Bochum. Sie waren der Einladung des Sonderforschungsbereiches 874 zum 8. BRAIN DAY gefolgt und ließen sich durch Vorträge und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm in die Welt der Hirnforschung entführen.

Vorträge zu ADHS und Schlaf

Nach der Begrüßung durch Denise Manahan-Vaughan, Sprecherin des SFB 874, startete Prof. Dr. Tanja Legenbauer aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LWL Universitätsklinik Hamm ihren Vortrag über die Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Sie erklärte, dass es sich bei der Krankheit nicht um eine reine Modediagnose handelt und erzählte, wie ADHS bei Kindern festgestellt und therapiert wird. Anschließend folgte der Vortrag von Dr. Lars Dittrich. Der Neurowissenschaftler vom Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen in Bonn widmete sich dem Thema Schlaf und erklärte, wieso es Frühaufsteher und Langschläfer gibt. Anschließend ging es in die Pause, in der die Besucher Stände von Bochumer Forschern entdecken oder mit den Vertretern der Selbsthilfegruppen ins Gespräch kommen konnten, die ihre Arbeit rund um neurowissenschaftliche Erkrankungen vorstellten.

Gleich zwei verschiedene Forschergruppen hatten ihre Virtual Reality (VR) Brillen im Gepäck: DieMitarbeitern der neurologischen Forschung im Uniklinikum Bergmannsheil zeigten, wie sie im virtuellen Raum das Erkennen von unbekannten Objekten untersuchen. Die Gruppe aus dem Knappschaftskrankenhaus Bochum hingegen führte vor, wie sie mit Hilfe der VR-Brillen querschnittsgelähmten Patienten helfen wollen. Am Stand des Neural Plasticity Labs konnten die Besucher hingegen in verschiedenen Aufgaben ihr Fingerspitzengefühl testen oder den Tastsinn hinters Licht führen.

Zwischen Hirnstimulation und optischen Täuschungen

Wer sich echte Gehirnzellen unter dem Mikroskop anschauen, oder etwas über den Aufbau des Denkorgans lernen wollte, der war bei den Mitarbeitern des Instituts für Anatomie, Abteilung Cytologie, richtig. Sie hatten viele Modelle im Gepäck, um die verschiedenen Strukturen des Gehirns genau zu erklären. Der Stand der Abteilung für Neurophysiologie dagegen lud dazu ein, sich die Hirnstimulation mit Hilfe der transkraniellen Magnetstimulation einmal genauer anzusehen. Und im Raum der Illusionen verdrehten optische Täuschungen den Besuchern den Kopf. Die Mitarbeiter der Nachwuchsgruppe Hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie erklärten den Besuchern, welche neurowissenschaftlichen Erklärungen hinter den Täuschungen steckten.

Nach der Pause ging es mit dem Vortrag von Prof. Dr. Martin Diers aus der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikum Bochums weiter. Diers erforscht an der Ruhr-Universität die Ursachen chronischer Schmerzen und berichtete am BRAIN DAY von seinen Ergebnissen. Im Vortrag von Dr. Jonas Rose ging es dann um die besonderen kognitiven Fähigkeiten von Rabenvögeln und die Frage, wie man diese in der Forschung nutzen kann. Auch in diesem Jahr hat der BRAIN DAY mit den Vortragenden und dem Rahmenprogramm wieder eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und Therapie geschlagen und gezeigt, wie beides an der Ruhr-Universität Bochum umgesetzt wird.

Dankeschön!

Ein so buntes Programm ist nicht ohne die Hilfe vieler engagierter Menschen möglich. Sie haben entschieden zu einem erfolgreichen BRAIN DAY 2018 beigetragen und wir möchten uns ganz herzlich bedanken bei:

Marion Brickwedde, Marie Krüger, André Scholz, Dr. Stefanie Borowy, Sepideh Tabrik, Dr. Christian Klaes, Muhammad Saif-Ur-Rehman, Marie Dominique Schmidt, Prof. Dr. Olivia Masseck, Jill Baumann, Martin Kubitschke, Prof. Dr. Klaus Funke, Dr. Pia Reiterer, Prof. Dr. Carsten Theiß, Dr. Veronika Matschke, Jan Stein, Maya Junghans, PD Dr. Hubert Dinse

und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der folgenden Selbsthilfegruppen:

  • Alzheimer Gesellschaft Bochum e.V./ Demenz-Servicezentrum Ruhr
  • Autismus-Therapie-Zentrum Dortmund und Hagen
  • ADHS Deutschland e.V., Regionalgruppe Bochum
  • Bundesverband Kinderneurologie-Hilfe e.V. und die Abteilung für Frührehabilitation des Clemenshospitals Münster
  • Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppe Recklinghausen
  • Deutsche Deutsche Guillain-Barré Syndrom Initiative e.V.
  • Deutsche Myasthenie Gesellschaft, Ortsvereinigung Bochum
    und Umgebung e.V
  • Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
  • Deutsche Restless Legs Vereinigung Bochum
  • Epilepsie-Selbsthilfegruppe Essen

Save the date!

Der BRAIN DAY findet auch im kommenden Jahr an der Ruhr-Universität Bochum statt. Wir freuen uns, Sie dann am 25. September 2019 im Veranstaltungszentrum begrüßen zu dürfen.

Brain Day 2018

Flyer (in German)


Contact

Ursula Heiler, MA

Phone: +49(0)234-32-26682

Fax.: +49(0)234-32-14490

E-mail: sfb874@rub.de


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