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(00263) 11.09.2001 15:27

E-Learning-Preis für Bochumer Chemiker


Bochum, 11.09.2001
Nr. 261

E-Learning-Preis geht an Bochumer Chemiker
Praktikum im virtuellen Labor
Theoretische Aufgaben von zu Hause aus lösen

Bochumer Chemiestudierende brauchen für ihr
Theorie-Praktikum das heimische Sofa nicht mehr zwingend zu
verlassen: Sie können sich übers Internet in die
Praktikumsrechner einloggen und bequem von zu Hause aus ihre
Aufgaben erledigen. Möglich wird das durch das „Virtuelle
Labor für Theoretische Chemie und Biochemie an der
Ruhr-Universität Bochum“, für das Dr. Karin Fink und Dr.
Axel Kohlmeyer (Lehrstuhl für Theoretische Chemie, Prof. Dr.
Dominik Marx) jetzt mit dem Wolfgang-Hande-Preis für
E-Learning 2001 ausgezeichnet wurden.

Unicomputer fernbedienen

Für die erste Sitzung müssen sich die Teilnehmer schon noch
an die Universität begeben, denn da werden sie mit der
Bedienung des virtuellen Labors vertraut gemacht. Das ist
notwendig, weil die Computer mit Linux arbeiten, ein
Betriebssystem, mit dem sich nicht jeder auskennt. Jeder
Teilnehmer erhält dann einen persönlichen Account. So kann
er sich übers Internet von jedem Rechner aus in die
Unicomputer einloggen und sich die Aufgaben des Praktikums
über seinen Browser anzeigen lassen und auch gleich online
berechnen.

Tastatur statt Bleistift und Papier

„Theoretische Aufgaben, die früher mit Bleistift und Papier
zu bearbeiten waren, haben wir zu Computerexperimenten
umgebaut“, erläutert Dr. Karin Fink. Gibt es Probleme,
können Studierende sich per Email an die Betreuer wenden.
Ebenfalls per elektronische Post können sie Protokolle
einsenden und den Kontakt zu anderen Teilnehmern aufrecht
erhalten. Bald sollen sie sogar ein elektronisches
Online-Forum nutzen können. Können - wohlgemerkt, denn „die
Studierenden haben natürlich nach wie vor die Möglichkeit,
in der Uni zu arbeiten, die dortigen Rechner zu nutzen und
von Angesicht zu Angesicht mit den Lehrenden zu sprechen –
ob jemand lieber im stillen Kämmerlein oder am High-Tech
Graphik-Arbeitsplatz in der Uni arbeitet, ist
Geschmacksache. Und nicht jeder hat einen Internetzugang zu
Hause“, so Fink. Gibt es keine Lizenzprobleme, können sich
die Teilnehmer Software auch zu Hause auf ihrem Rechner
installieren, so dass sie nicht unbedingt online sein müssen
um zu arbeiten.

Erste Runde kommt gut an

Die Studierenden des ersten Durchlaufs sind mit der neuen
Form des Praktikums durchaus zufrieden – sie lösen ihre
Aufgaben sowohl von zu Hause aus als auch in der Uni. Als
komfortabel empfinden sie vor allem die zeitliche Freiheit:
In der Uni steht ihnen der Arbeitsplatz ganztägig zur
Verfügung, von zu Hause aus sogar 24 Stunden täglich. Jeder
kann die Aufgaben gemäß seines persönlichen Lerntempos
lösen. Als positive Nebenwirkung des Praktikums im
virtuellen Labor haben sich verbesserte IT-Kenntnisse
herausgestellt, die die Teilnehmer ganz nebenbei mit
Praxisbezug lernen. Das Praktikum für Theoretische Chemie
und Biochemie soll auf jeden Fall weiterhin als
E-Learning-Veranstaltung angeboten werden. Auch für andere
Themenbereiche, in denen viele Computerexperimente anstehen,
bietet sich diese Form an.

Weitere Informationen

Dr. Karin Fink, Dr. Axel Kohlmeyer, Lehrstuhl für
Theoretische Chemie, Fakultät für Chemie der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel.
0234/32-22125/-26673, Fax: 0234/32-14045, E-Mail:
karin.fink@theochem.ruhr-uni-bochum.de,
axel.kohlmeyer@theochem.ruhr-uni-bochum.de

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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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