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Montangeschichte

Was ist Montangeschichte?

Die Montangeschichte als Teildisziplin der Geschichtswissenschaft definiert sich nicht über ihren methodischen Zugriff, ihre disziplinäre Perspektive oder ihre epochale Verortung, sondern über ihren Untersuchungsgegenstand. Im Mittelpunkt montanhistorischer Forschung steht die Wechselwirkung zwischen bergbaulich gewonnenen Ressourcen und der Gesellschaft, hierbei beschränkt sich die Montangeschichte nicht auf den Bergbau. Vielmehr werden auch die vor- und nachgelagerten Branchen zu Objekten der Analyse. So beschäftigt die Montangeschichte sich unter anderem mit der Erforschung des Bergbau und Hüttenwesens und analysiert die hiermit zusammenhängenden ökonomischen, technologischen, sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen. Die Art der Gewinnung der Rohstoffe und die Technik ihrer Verarbeitung ist hierbei so verschieden, wie die abgebauten Rohstoffe und ihre Verwendungsmöglichkeiten und wandelte sich im Laufe der Zeit.
Foto: Nikolai Ingenerf Steinkohle (Bild: Nikolai Ingenerf)

So steht der Montangeschichte ein weites Forschungsfeld zur Verfügung, welches sich mit sozial-, technik-, zeit-, wirtschafts- oder unternehmenshistorischen Fragestellungen bestellen lässt und keinerlei geographischen, zeitliche oder theoretisch-methodischen Begrenzungen aufweist. Hierdurch kann die Montangeschichte als Brückendisziplin fungieren und epochal übergreifende Analysen ebenso erarbeiten wie regionale Vergleiche, während sie zugleich methodisch und inhaltlich anschlussfähig an die übrigen Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft und ihre aktuellen Debatten ist.

Die Bochumer Juniorprofessur für Montangeschichte

Aktuell liegt der Schwerpunkt der Juniorprofessur für Montangeschichte auf der Erforschung des Steinkohlenbergbaus in Deutschland nach 1945, wodurch zugleich die Geschichte des Ruhrgebiets in den Fokus gerät. Unlängst begonnene Forschungsprojekte im Bochumer Forschungsbereich Montangeschichte haben eine Vielzahl an Desideraten sichtbar gemacht und bieten ein breites Betätigungsfeld. Hierbei leisten die Erkenntnisse aus der montanhistorischen Forschung unter anderem Beiträge zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte, Politikgeschichte und Zeitgeschichte.