Vorlesung | 020 110 | BA VI | M 4

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Dialog zwischen Gott und Mensch - Einführung in die Liturgiewissenschaft

 

Zeit: Mo 10 - 12 Uhr
Raum: HGA 20
Beginn: 09.10.2017
eCampus-Anmeldung: bis: 02.02.2018

In einem breiten Spektrum von Gottesdiensten feiern Christen ihren Glauben. In Wort und Zeichen, in Gebet, Gesang und vielen anderen ritualisierten Elementen kommt das Bekenntnis zu Gott und seinem Heilshandeln in Jesus Christus zum Ausdruck. Mit der Umschreibung, die Liturgie sei ‚Quelle und Gipfel allen kirchlichen Handelns' hat das Zweite Vatikanische Konzil das Bewusstsein dafür erneuert, dass das christliche Leben in der Feier wie unter einem Brennglas verdichtet wird. Keine andere Lebensäußerung der Kirche ist so sehr Ausdruck christlich-kirchlicher Identität wie die Liturgie: "Der eigentliche Existenzort von Kirche ist nicht irgendeine Bürokratie, auch nicht die Aktivität einer Gruppe, die sich zur ‚Basis' erklärt, sondern die ‚Versammlung'" (J. Ratzinger). Die Vorlesung fragt nach den anthropologischen und theologischen Grundlagen und gibt einen Überblick über die wichtigsten Strukturen gottesdienstlichen Handelns. Welche Sinngehalte bestimmen die äußere Feiergestalt? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Praxis?

Die Vorlesung stellt die Arbeitsmethoden der Liturgiewissenschaft vor, erläutert die Quellen und ordnet sie in den Kontext der Theologie als übergeordnete Disziplin ein. Die Lehrveranstaltung ist begleitet durch ein Online-Tutorium.

Literaturhinweise:
  • Gerhards, Albert/ Kranemann, Benedikt, Einführung in die Liturgiewissenschaft, 3. Auflage, Darmstadt 2013.
  • Meßner, Reinhard, Einführung in die Liturgiewissenschaft, 2. überarb. Auflage, Paderborn 2009.
  • A. Saberschinsky, Der gefeierte Glaube. Einführung in die Liturgiewissenschaft, Freiburg 2006.
  • M. Stuflesser/St. Winter, Wo zwei oder drei versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1), Regensburg 2004.
  • K. H. Bieritz, Liturgik, Berlin 2004

 

Up Zum Seitenanfang

Vorlesung | 020 111 | MEd NEU C | MED ALT E | M 13 | MA VIII

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Liturgie in pluralisticher Gesellschaft

 

Zeit: Do 10-12 Uhr
Raum: am 12.10.2017 in HGA 20, danach immer in GA 03/149
Beginn: 12.10.2017
eCampus-Anmeldung: 02.02.2018

 

Die erste Vorlesung beginnt am 12.10.2017 in HGA 20 und die letzte Vorlesung findet am 30.11.2017 statt.

Der allgegenwärtige kulturelle und religiöse Pluralismus stellt die christliche Gottesdienstpraxis vor neue Herausforderungen: Andere Religionsgemeinschaften bringen ihre Feierkultur mit. Vielerorts steht die Frage im Raum, inwieweit bei bestimmten Anlässen des öffentlichen Lebens gemeinsame Feiern von Christen und Angehörigen anderer Gemeinschaften abgehalten werden können. Neben der Begegnung mit anderen Religionen sehen sich Christen einer ausgeprägten säkularen Ritualfreudigkeit gegenüber, in denen die Suche nach Lebensdeutung ihren Ausdruck findet. So genannte ‚Ritualdesigner' sind hier nur ein Beispiel dafür, wie mit neu entworfenen Zeichenhandlungen individuelle Bedürfnisse aufgegriffen werden. Zudem sind die Religionslosen nicht außer Acht zu lassen, auch sie sind kulturelle Akteure. Kann sich die liturgische Praxis in diesem Umfeld allein auf ihre Hochformen zurückziehen? Worin kann der Beitrag christlicher Liturgie für die Gestaltung eines Miteinanders der Religionen und Kulturen bestehen? Welche Feierformen eignen sich dafür, in den Dienst einer pluralen Gesellschaft gestellt zu werden? Im Blick auf die Praxis wird es entscheidend sein, Kriterien zu erarbeiten.

Literaturhinweise:
  • Kranemann, Benedikt, Rituale in Diasporasituationen. Neue Formen kirchlichen Handelns in säkularer Gesellschaft, in: Böntert, Stefan (Hg.), Objektive Feier und subjektiver Glaube? Beiträge zum Verhältnis von Liturgie und Spiritualität. Regensburg 2011 (Studien zur Pastoralliturgie 32) 253-273.
  • Böntert, Stefan, Gottesdienste »in der zweiten Reihe«. Einige Perspektiven für Liturgiewissenschaft und Praxis angesichts neuer Feierformen, in: Merz, Birgit Jeggle- / Kranemann Benedikt (Hg.), Liturgie und Konfession. Grundfragen der Liturgiewissenschaft im interkonfessionellen Gespräch, Freiburg/Br. 2013, 77-96.
  • Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen. Eine Handreichung der deutschen Bischöfe, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. 2., überarb. und aktualis. Aufl. (Arbeitshilfen 170), Bonn 2008 (Download unter www.dbk.de)

Up Zum Seitenanfang

Vorlesung | 020 112 | BA VII | MED Neu C | M 11 und M 23

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Liturgie in Krankheit, Tod und Trauer

 

Zeit: Mo 14 - 16 Uhr
Raum:GA 03/149
Beginn: 09.10.2017
eCampus-Anmeldung: bis 02.02.2018

 

Krankheit, Tod und Trauer sind Grunderfahrungen, die die ganze menschliche Existenz betreffen. Sie rütteln an den Säulen des Daseins und können in tiefe Lebenskrisen stürzen. Gespeist aus dem biblisch begründeten Auftrag, sich Kranker, Sterbender und Trauernder anzunehmen, versteht sich die Pastoral der Kirche in ihren Angeboten und Strategien als Bestandteil einer umfassenden Sorge in solchen Momenten. Seit je her spielt auch die Liturgie eine wichtige Rolle auf diesem Feld. In der Vergangenheit gab es Tendenzen, die hauptsächlich die Sakramentenspendung (Krankensalbung, Krankenkommunion) sicherstellten und darin bereits eine hinreichende Erfüllung der Aufgaben sahen. Inzwischen ist diese einseitige Sicht einer breiter angelegten diakonischen Akzentsetzung zugunsten von Begleitung und Gespräch gewichen. Vor diesem Hintergrund stellt sich erneut die Frage, wo der Ort der Liturgie in der Begleitung sein kann und welche Gestalten sich dafür eignen. Welche spezifisch theologische Funktion kommt ihr im Prozess der Begleitung zu? Wo spiegelt sich die liturgische Sorge, auch außerhalb sakramentlicher Feiern? Wie kann sich ein liturgischer Heilsdienst inmitten eines religiös und rituell pluralistischen Umfeldes positionieren, wenn er nicht vordergründig als therapeutische Maßnahme betrachtet werden soll, sondern als theologischer Akzent? Die Vorlesung stellt die Pluriformität liturgischen Handelns im Umfeld von Krankheit, Tod und Trauer vor, beleuchtet historische Wurzeln und fragt nach Perspektiven. In den Blick kommt ein Ansatz, der Theologie, liturgische Ästhetik, anthropologische Bezüge und kulturelle Kontexte zusammenbindet und von hier aus verantwortbare Wege weisen kann.

 

Literaturhinweise:
  • Die Feier der Krankensakramente. Die Krankensalbung und die Ordnung der Krankenpastoral in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebietes, Solothurn u.a. 2 1994. Die kirchliche Begräbnisfeier in den Bistümern des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch, Ständige Kommission für die Hrsg. der Gemeinsamen Liturgischen Bücher im Dt. Sprachgebiet, 2., authentische Ausgabe auf der Grundlage der Ed. typica 1969, Freiburg 2008.
  • Bärsch, Jürgen, Gedächtnis der Verstorbenen – Begleitung der Trauernden. Die Liturgie des Totengedenkens zwischen kirchlicher Auferstehungshoffnung und gesellschaftlicher Trauerkultur, in: Auferstehung der Toten. Ein Hoffnungsentwurf im Blick heutiger Wissenschaften, hg. von Hans Kessler, Darmstadt 2004, 340-359.
  • Böntert, Stefan: Heilssorge in Krankheit als Paradigma liturgischen Handelns. Überlegungen zur Gottesdienstkultur im Schnittfeld von Theologie, Medizin und Ritual, in: Heiliger Dienst 62 (2008), 224-244.
  • Jeggle-Merz, Birgit, Heilende Gottesbegegnung. Aspekte liturgischer Begleitung in schwerer Krankheit, in: Bibel und Liturgie 88 (2015), 63-71.

Up Zum Seitenanfang

 

Vorlesung | 020 113 | MA VI und VIII | MED Neu B | Mag Theol M 23

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Homiletik II: Einführung in die Theologie der Verkündigung

 

Zeit: Do 10-12 Uhr
Raum:GA 03/149
Beginn: 07.12.2017
eCampus-Anmeldung: bis 02.02.2017

 

Die Verkündigung des Glaubens gehört zu den festen Bestandteilen eines christlichen Gottesdienstes. Auch wenn über ihre Unverzichtbarkeit ein breiter Konsens herrscht, existieren unterschiedliche Zugänge zur Frage, wie die Predigt theologisch zu verstehen ist. Die Predigt soll zum einen die Bibel in das Leben der Zuhörenden übersetzen, zum anderen aber auch die Feier selbst auslegen. Predigt ist Wegweisung, Deutung, Lebenshilfe und Erschließung. Menschliche Erfahrung, der Anspruch des Glaubens und das Zeugnis der Kirche greifen ineinander. Welche Aufgabe kommt der Predigt zu? Welche Rolle übernimmt der Prediger bzw. die Predigerin, wenn er/sie das Wort ergreift? Welche Formen der gottesdienstlichen Verkündigung gibt es? Wo liegen die zentralen Herausforderungen in unserer Gegenwart? Die Vorlesung skizziert anhand von ausgewählten Texten eine theologische Grundlegung der Predigt im Kontext der Liturgie. Sämtliche Texte werden in Moodle zur Verfügung gestellt und bilden die Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Die Veranstaltung enthält Elemente einer Vorlesung, sie setzt aber auch auf das selbständige Arbeiten der Teilnehmenden.

 

Literaturhinweise:
  • G. DeBona, Fulfilled in Our Hearing. History and Method of Christian Preaching, New York 2005
  • M. Entrich, Überzeugend predigen. Ein Leitfaden für die Praxis, Stuttgart 2005
  • Ph. Müller, Predigt ist Zeugnis. Grundlegung der Homiletik, Freiburg/Br. 2007
  • A. Wollbold, Predigen. Grundlagen und praktische Anleitung, Regensburg 2017.

Up Zum Seitenanfang

Hauptseminar | 020 114 | BA VI und VII | MA VIII | MEd NEU C und E | Mag. Theol. außermoduläres HS

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Liturgie in sich ändernden Seelsorgestrukturen

 

Zeit: Do 16 - 18 Uhr
Raum: GA 6/134
Beginn: 12.10.2017
eCampus-Anmeldung: bis 08.10.2017

 

Inzwischen dürfte es keine Diözese im deutschen Sprachgebiet mehr geben, die nicht von tief greifenden Strukturveränderungen betroffen ist. Zahlreiche Faktoren erzwingen auf allen Ebenen ein Überdenken von lange Zeit fraglosen Formen des kirchlichen Lebens. Am deutlichsten spürbar sind die Veränderungen dort, wo einst selbständige Pfarrgemeinden in neue Verbünde überführt werden und nur wenige Priester zur Verfügung stehen. Die Strukturveränderungen stellen die Frage nach einer theologisch und pastoral verantwortbaren Liturgiepraxis unter veränderten Bedingungen. So wird es verstärkt zur Aufgabe, neben der Eucharistie andere Gestalten des Gottesdienstes zu fördern. Ehrenamtliche Laien leiten mancherorts bereits Wort-Gottes-Feiern. Wie ist aus liturgiepraktischer Sicht auf den Wandel sachgerecht zu reagieren? Welche liturgietheologischen Fragen stellen sich? Wie können der theologische Anspruch und die Norm des Glaubens in der Liturgie gesichert werden? Wo ist daneben konstruktives Weiterdenken erforderlich?

 

Literaturhinweise:
  • Böntert, Stefan, Liturgie in sich verändernden Seelsorgestrukturen. Kontinuität im Wandel oder völliges Umdenken?, in: Bibel und Liturgie 80 (2007), 142-151.
  • Haunerland, Winfried, Liturgie als Quelle und Höhepunkt: Gottesdienst in Zeiten der Seelsorgeräume, in: Bibel und Liturgie 80 (2007), 131-142.
  • Kranemann, Benedikt, Gemeindeliturgie vor den Herausforderungen der "Seelsorgeeinheit", in: G. Austin u. a. (Hg.), Priester und Liturgie (FS M. Probst), Paderborn 2005, 371-392.
  • Lohaus, Gerd, Strukturreform der Pfarreien im Bistum Essen. Ekklesiologische Leitlinien, in: Geist und Leben 79 (2006), 458-466. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.): Mehr als Strukturen… Entwicklungen und Perspektiven der pastoralen Neuordnung in den Diözesen. Dokumentation des Studientages der Frühjahrs-Vollversammlung 2007 der Deutschen Bischofskonferenz (Arbeitshilfen 213), Bonn 2007.

Up Zum Seitenanfang

Lektürekurs | 020 115 | MA VI und VIII

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16-17 Uhr
GA 7/132 Tel.: 0234/32-28614

 

Lektürekurs

 

Zeit: n. V.
Raum:n.V.
Beginn: n. V.
eCampus-Anmeldung: bis 10.02.2017

 

Bitte netnehmen Sie die Termine der Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

 

Up Zum Seitenanfang

Oberseminar | 020 114 | für alle geöffnet

 

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Oberseminar

 

Zeit: n. V.
Raum: n. V.
Beginn: n. V.
eCampus-Anmeldung: bis 10.02.2017

Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die größere wissenschaftliche Arbeiten verfassen, intensiv begleitet. Das Seminar ist Teil der Begleitung und eröffnet den Raum, das eigene Projekt in die Debatte zu bringen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

Up Zum Seitenanfang