Vorlesung | 020 110 | BA VII | M 23 | MEd neu Modul C | Optionalbereich

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Geschichte der Liturgie

 

Zeit: Mo 10 - 12 Uhr
Raum: GABF 04/714
Beginn: 09.04.2018
eCampus-Anmeldung bis: 20.07.2018

 

Die Liturgie der Kirche ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Frucht einer komplexen geschichtlichen Entwicklung. Erste Grundlagen stammen bereits aus spätneutestamentlicher Zeit, spätere Generationen bauten darauf auf und schufen ein breites Spektrum an gottesdienstlichen Formen (z.B. Sakramente). Auf das gottesdienstliche Leben wirkten Kräfte ein, die aus den charakteristischen Merkmalen ihrer Zeit schöpften und von hier aus Einfluss auf Gestalt und Deutung der Feiern nahmen. Schon ein oberflächlicher Blick zeigt, dass man keineswegs immer denselben Abläufen folgte und die Wechselwirkungen mit der Umgebung stark waren. Unverkennbar stand die Liturgie in Konzeption und Durchführung immer in Auseinandersetzung mit ihrer Zeit, insbesondere mit sozialen, religiösen, politischen, rechtlichen und künstlerischen Strömungen.

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Hauptlinien der Liturgiegeschichte, fragt nach Zusammenhängen und befasst sich mit den theologischen Interpretationen, die den einzelnen Etappen zugrunde lagen. Die Arbeit an der Liturgiegeschichte verfolgt nicht nur ein historisches Interesse. Sie leistet einen Beitrag dazu, die gegenwärtige Gottesdienstpraxis zu verstehen und eröffnet zugleich Kontexte, innerhalb derer sie neue Perspektiven entwickeln muss, wenn sie authentische Feier des Glaubens sein will.

Literaturhinweise:
  • Bärsch, Jürgen, Kleine Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Regensburg 2016.
  • Meyer, Hans Bernhard u. a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft (mehrere Bände), Regensburg 1983ff.
  • Senn, Frank C., The People´s Work. A Sociological History of the Liturgy, Minneapolis 2010
  • Fürst, Alfons, Die Liturgie der Alten Kirche. Geschichte und Theologie, Münster 2008
  • Angenendt, Arnold, Liturgik und Historik. Gab es eine organische Liturgie-Entwicklung? (QD 189), Freiburg/Br. 2001
  • Klöckener, Martin/Kranemann, Benedikt (Hg.), Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes. Teil 1: Biblische Modelle und Liturgiereformen von der Frühzeit bis zur Aufklärung; Teil 2: Liturgiereformen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Münster 2002 (Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen 88)

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Hauptseminar | 020 112 | BA VI und VII | MEd (NEU) B | M. Theol. M 11 und Hauptseminsar | MA IX | Optionalbereich

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Aufbrüche und Umbrüche, die liturgische Bewegung im 20. Jahrhundert

 

Zeit: Mo 12 - 14 Uhr
Raum: GA 6/131
Beginn: 09.04.2018
eCampus-Anmeldung bis: 06.04.2018

 

Gottesdienste, wie sie die Kirche heute, nach dem Zweiten Vatikanum feiert, schöpfen aus Impulsen, die im Laufe des 20. Jahrhunderts erwachsen sind. Maßgeblichen Einfluss übte die liturgische Bewegung aus, die sich zum Vordenker einer Überarbeitung entwickelte. Ihre Vertreter reflektierten die Frage, welcher Stellenwert der Liturgie im christlichen Leben zukommt und welche Konsequenzen für die Konzeption und Gestaltung von Gottesdienst daraus zu ziehen sind. Im Hintergrund des Erneuerungswillens stand das Bemühen, die bisweilen parallel nebeneinander laufenden Formen kirchlicher und privater Frömmigkeit wieder zusammenzuführen und aufeinander zu beziehen. Zu den wichtigsten Anliegen zählte das Programm der ‚tätigen Teilnahme', des aktiven und verstehenden Mitvollzugs von Liturgie, ein Stichwort, das in der Folge eine Reihe an Maßnahmen und Experimenten nach sich zog. Diese betrafen die Konzeption der Feier selbst, aber auch den Kirchbau und die Entwicklung einer liturgischen Bildung bei den Feiernden.

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die Wegmarken und Intentionen der liturgischen Bewegung zu vermitteln. Gemeinsam werden Kerntexte ihrer führenden Köpfe ausgewertet, Konzepte miteinander verglichen und vor dem Hintergrund der Liturgie- und Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts eingeordnet.

Literaturhinweise:
  • Bärsch, Jürgen, Kleine Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Regensburg 2016.
  • Klöckener, Martin, Die katholische Liturgische Bewegung in Europa. 10 Thesen und Auswahlbibliographie, in: Liturgie in Bewegung. Liturgie en mouvement. Hg. v. Bruno Bürki und Martin Klöckener. Freiburg/Schw., 25−32.
  • Kranemann, Benedikt: Liturgiereform – ein Baustein der Liturgiegeschichte, in: Heiliger Dienst 57 (2003) 225−233. · Maas-Ewerd, Theodor/Richter, Klemens, Die Liturgische Bewegung in Deutschland, in: Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes. Teil II. Liturgiereformen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Hg. v. Martin Klöckener und Benedikt Kranemann (LQF 88/II), Münster 2002, 629−648.

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Hauptseminar | 020 111 | BA VI und VII | M. Theol. Hauptseminar | MEd (NEU) B

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 16 - 17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Großgottesdienste auf dem Katholikentag in Münster 2018


Exkursion vom 09.05.-13.05.2018
Beginn: 12.04.2018
eCampus: nicht freigeschaltet, sondern bis spätestens 20.02.2018 per eMail an gerda.becker@rub.de

 

Vom 9. bis 13. Mai 2018 findet in Münster der 101. Katholikentag statt. Viele Gottesdienste begleiten diese Großveranstaltung. Aus liturgiewissenschaftlicher Sicht sind sie deshalb interessant, weil sie zum einen die Frage aufwerfen, welche spezifischen Herausforderungen Feiern mit großen Gruppen aufwerfen. Dies gilt vor allem für die Liturgien, die über Rundfunk und Fernsehen übertragen werden und damit in ihrer Reichweite über die unmittelbare Feiergemeinschaft weit hinausgehen. Zum anderen gibt der Katholikentag Raum für zahlreiche Gottesdienst-Experimente, die dann später in Gemeinden und Gemeinschaften dankbar wieder aufgegriffen werden. Viele davon stellen sich unter den Anspruch, lebensnah und leicht verständlich Glaube und Alltag eng miteinander zu verbinden.

Die Studierenden des Seminars nehmen am Katholikentag teil, erarbeiten eine Kriteriologie zur Beobachtung der Feiern und werten diese aus liturgiewissenschaftlicher Sicht aus. Der Katholikentag bietet die einmalige Möglichkeit, einen wissenschaftlichen Blick auf das breite Spektrum an Gottesdienstformen zu werfen, das derzeit existiert. Angezielt ist die Identifikation theologischer Besonderheiten und praktischer Aufgaben für die Durchführung von Gottesdiensten in der Gegenwart. Neben der Arbeit an den Liturgien besteht die Möglichkeit, auch an den anderen Veranstaltungen des Katholikentages teilzunehmen.

Zur Vorbereitung finden eine Sitzung am 12.4.18 von 16-18 Uhr sowie ein ganztägiger Studientag am 20.4.2018 von 9- 17 Uhr statt. Die TeilnehmerInnen werden einen sehr geringen Selbstkostenpreis für die ganztägigen Tickets und die Unterbringung in Münster tragen.

Anmeldung: Bis spätestens 20.02.2018 über eMail an gerda.becker@rub.de

Literaturhinweise:
  • Jürgen Bärsch, Die Messe als Prozessionsliturgie. Anmerkungen zum Hauptgottesdienst des 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig, in: Gottesdienst 50 (2016) 197.
  • Benedikt Kranemann, "Seht, da ist der Mensch!". Die Großgottesdienste des Katholikentages in Leipzig als Herausforderung für die Liturgie, in: Gottesdienst 50 (2016) 141-143.
  • Martin Rathmann, Farbig, festlich und verständlich. Zu den Zeichenhandlungen und der Musik beim 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig, in: Gottesdienst 50 (2016) 197.

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Exkursion | 020 113 | für alle Interessierte geöffnet

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 16-17 Uhr
Tel.: 0234/32-22614

 

Kirchen der liturgischen Bewegung im 20. Jahrhundert

 

Zeit: zwei Seminarsitzungen jeweils Do 07.06. und 14.06.2018 von 16.00 – 18.00 Uhr. Die Exkursion selbst findet am 18.06.2018 ganztägig statt.

Das Nachdenken über die Liturgie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat die Gestalt der Kirchenräume vor neue Herausforderungen gestellt. Eines der wichtigsten Anliegen der Liturgischen Bewegung war das Prinzip der ‚tätigen Teilnahme', im Gegensatz zum bloß passiven Beiwohnen. Dieser Gedanke prägte und prägt modernen Kirchenbau und brachte Konzepte hervor, die schon durch ihre Architektur den Gläubigen die tätige Teilnahme ermöglichen wollen.

Liturgie kann nicht losgelöst vom Raum gedacht und erlebt werden, in dem sie gefeiert wird. Umgekehrt ist ein Kirchenraum stets Ausdruck eines bestimmten Liturgieverständnisses. Darum haben Kirchenräume aus unterschiedlichen Epochen der (Liturgie-)Geschichte stets auch verschiedene Baustile.

Die Exkursion geht zu herausragenden Kirchen in Köln, die im Geist der Liturgischen Bewegung errichtet sind. Sie wird vorbereitet durch zwei Seminarsitzungen: jeweils Do 07.06. und 14.06.2018 von 16.00 – 18.00 Uhr.

Die Exkursion selbst findet am 18.06.2018 ganztägig statt. Sie kann in Abhängigkeit der Anforderungen der einzelnen Studienordnungen mit einer Studienleistung abgeschlossen werden.

Anmeldung: Bis spätestens 01.05.2018 über eMail an gerda.becker@rub.de

Literaturhinweise:
  • BÄRSCH, Jürgen: "… ein Hindurchgehen des Heiligen Geistes durch seine Kirche" (SC 43). Die Liturgische Bewegung des 19. Und 20. Jahrhunderts als Aufbruch zur Erneuerung der Kirche und des Gottesdienstes, in: Trierer theologische Zeitschrift 124 (2015) 303-313.
  • GERHARDS, Albert: Raum und Geschehen. Vom Zusammenhang zwischen Architektur und Liturgie, in: Theologie und Glaube 103 (2013) 175-187.
  • ROSINY, Nikolaus: Die Aktualität des Werkes von Rudolf Schwarz und Emil Steffann, in: Kunst und Kirche 46 (1983) 11-17.
  • ZAHNER, Walter: Raumkonzepte der Liturgischen Bewegung, in: GERHARDS, Albert (Hg.), Communio-Räume. Auf der Such nach der angemessenen Raumgestalt katholischer Liturgie (Bild – Raum – Feier. Studien zu Kirche und Kunst 2), Regensburg 2003, 70-94.

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Lektürekurs | 020 114 | MA V und IX | für alle geöffnet

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Lektürekurs: Theologie der Liturgie

 

Zeit: ab 18 Uhr s. t. an folgenden Tagen:
16.04., 30.04., 14.05., 28.05., 18.06., 02.07. und 16.07.2018
Raum: n. V.
Beginn: n. V.
eCampus bis: 20.07.2018

 

Feier und Glaubensvollzug sowie Glaubenssubstanz sind aufeinander hingeordnet. Ohne die formale Bestimmung, dass Liturgie und die inhaltliche und die praktische Seite des Glaubens zusammengehören, wäre ein Gottesdienst nur eine Selbstinszenierung der Feiernden. Wenn Gläubige zur Feier zusammenkommen, dann bekennen sie – bewusst oder unbewusst – das Grundgerüst des christlichen Glaubens. Sie bezeugen sinnlich erfahrbar das Wovonher und das Woraufhin ihrer Existenz; es kommt zum Ausdruck, worin der Kern des Glaubens besteht. Darin besteht das Entscheidende: In der Liturgie kommt ein enges Verhältnis von Glaubensinhalt und Feier zum Ausdruck. Deshalb ist Liturgie Theologie pur! Um es mit einer Faustregel zu sagen: Die Kirche feiert, wie sie glaubt, und sie glaubt, wie sie feiert. Der Lektürekurs beschäftigt sich mit den wichtigsten theologischen Grundlagen gottesdienstlicher Feiern.

Literaturhinweise:
  • GRILLO, Andrea: Einführung in die liturgische Theologie. Zur Theorie des Gottesdienstes und der christlichen Sakramente (Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie 49), Göttingen 2006.
  • HOPING, Helmut / JEGGLE-MERZ, Birgit (Hg.): Liturgische Theologie. Aufgaben systematischer Liturgiewissenschaft, Paderborn 2004.
  • MESSNER, Reinhard: Einführung in die Liturgiewissenschaft, 2. überarb. Aufl., Paderborn u.a. 2009.

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Oberseminar | 020 115 | für alle geöffnet

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Oberseminar

 

Zeit: 18.05.18 und 13.07.18 von 14.30 s.t.-16.30 Uhr
Raum: GA 7/131
eCampus-Anmeldung bis: 20.07.2018

 

Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die größere wissenschaftliche Arbeiten verfassen, intensiv begleitet. Das Seminar ist Teil der Begleitung und eröffnet den Raum, das eigene Projekt in die Debatte zu bringen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

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