Vorlesung | 020 110 | BA VII | MA VIII | M 23 | MEd neu Modul B | Optionalbereich

 

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 12-13.30 Uhr ab dem 18.4.16
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Geschichte der Liturgie

 

Zeit: Mo. 10 - 12 Uhr
Raum: GABF 04/714
Beginn:11.04.2016
eCampus-Anmeldung bis: 22.07.2016

 

Die Liturgie der Kirche ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Frucht einer komplexen geschichtlichen Entwicklung. Erste Grundlagen stammen bereits aus spätneutestamentlicher Zeit, spätere Generationen bauten darauf auf und schufen ein breites Spektrum an gottesdienstlichen Formen. An erster Stelle stehen sicherlich die Sakramente, die auf dem Weg zu ihrer heutigen Gestalt zahlreiche Reformen und Neuakzentuierungen erfahren haben. Gleiches gilt aber auch für andere Bestandteile des gottesdienstlichen Lebens. Hier wie dort wirkten Kräfte ein, die aus den charakteristischen Merkmalen ihrer Zeit schöpften und von hier aus Einfluss auf Gestalt und Deutung der Feiern nahmen. Schon ein oberflächlicher Blick zeigt, dass man keineswegs immer denselben Abläufen folgte und die Wechselwirkungen mit der Umgebung stark waren. Unverkennbar stand die Liturgie in Konzeption und Durchführung immer in Auseinandersetzung mit ihrer Zeit, insbesondere mit sozialen, religiösen, politischen, rechtlichen und künstlerischen Strömungen.

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Hauptlinien der Liturgiegeschichte, fragt nach Zusammenhängen und befasst sich mit den theologischen Interpretationen, die den einzelnen Etappen zugrunde lag. Die Arbeit an der Liturgiegeschichte verfolgt nicht nur ein historisches Interesse. Sie leistet einen Beitrag dazu, die gegenwärtige Praxis zu verstehen und eröffnet zugleich Kontexte, innerhalb derer sie neue Perspektiven entwickeln muss, wenn sie authentische Feier des Glaubens sein will.

Die Vorlesung wird zusammen mit dem Lektürekurs Gottesdienst im 19. Jahrhundert im Modul Gottesdienste im Wandel im Optionalbereich angeboten.Es können insgesamt 5 CP erworben werden.

Literaturhinweise:
  • J. Bärsch, Kleine Geschichte des christlichen Gottesdienstes, Regensburg 2015
  • H. B. Meyer u. a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft (mehrere Bände), Regensburg 1983ff.
  • M. D. Stringer, A Sociological History of Christian Worship, Cambridge 2005
  • F. C. Senn, The People´s Work. A Sociological History of the Liturgy, Minneapolis 2010

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Vorlesung | 020 111 | MA VIII | M 23

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 12-13.30 Uhr ab dem 18.04.16
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Homiletik II: Einführung in die Theologie der Verkündigung

 

Zeit: Do 10-12 Uhr
Raum: GA 6/131
Beginn: 14.04.2016
eCampus-Anmeldung bis: 22.07.2016

 

Die Verkündigung des Glaubens gehört zu den festen Bestandteilen eines christlichen Gottesdienstes. Auch wenn über ihre Unverzichtbarkeit ein breiter Konsens herrscht, existieren unterschiedliche Zugänge zur Frage, wie die Predigt theologisch zu verstehen ist. Die Predigt soll zum einen die Bibel in das Leben der Zuhörenden übersetzen, zum anderen aber auch die Feier selbst auslegen. Predigt ist Wegweisung, Deutung, Lebenshilfe und Erschließung. Menschliche Erfahrung, der Anspruch des Glaubens und das Zeugnis der Kirche greifen ineinander. Welche Aufgabe kommt der Predigt zu? Welche Rolle übernimmt der Prediger bzw. die Predigerin, wenn er/sie das Wort ergreift? Welche Formen der gottesdienstlichen Verkündigung gibt es? Wo liegen die zentralen Herausforderungen in unserer Gegenwart? Die Vorlesung skizziert anhand von ausgewählten Texten eine theologische Grundlegung der Predigt im Kontext der Liturgie. Sämtliche Texte werden in Blackboard zur Verfügung gestellt und bilden die Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Die Veranstaltung enthält Elemente einer Vorlesung, sie setzt aber auch auf das selbständige Arbeiten der Teilnehmenden.

Literaturhinweise:
  • G. DeBona, Fulfilled in Our Hearing. History and Method of Christian Preaching, New York 2005
  • M. Entrich, Überzeugend predigen. Ein Leitfaden für die Praxis, Stuttgart 2005
  • Ph. Müller, Predigt ist Zeugnis. Grundlegung der Homiletik, Freiburg/Br. 2007

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Hauptseminar | 020 112 | BA VI und VII | MA VIII | M 11 und außermodulär

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 12-13.30 Uhr ab dem 18.04.16
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Theologie und liturgischer Ort des Gebets

 

Zeit: Do 16- 18 Uhr
Raum: GA 6/131
Beginn: 14.04.2016
eCampus: bis 10.04.2016

 

Das Gebet ist der Kern des geistlichen Lebens. In keiner anderen Ausdruckshandlung tritt anschaulicher zum Vorschein, in welcher Beziehung ein Mensch zu Gott steht. Dabei ist Beten nur unzureichend beschrieben als eine ‚Rede zu Gott'. Weitaus umfassender stellt es einen Begegnungsraum dar, in dem der Mensch Gott bittend, dankend, zweifelnd oder auf vielerlei andere Weise in der Gegenwart Gottes weilt. Hier ereignen sich Selbstbegegnung ebenso wie Gottesbegegnung. Darum ist Beten eine Quelle sowohl geistlicher als auch theologischer Erkenntnis. Neben dem persönlichen Gebet nimmt das Gebet innerhalb der Feier der Liturgie eine Vorrangstellung ein. Beten ist eine Grundsäule eines jeden Gottesdienstes. In diesem Zusammenhang knüpft es nicht an der Subjektivität des Einzelnen an, sondern fußt auf der Heilserfahrung der Gemeinschaft der Kirche. Diese Rückbindung führt zu verschiedenen Gebetsformen, die ihrerseits bestimmten Strukturen folgen und darin die Begegnung von Gott und Mensch zur Sprache bringen. Das Seminar fragt in einem ersten Schritt nach den Grundlagen christlichen Betens. Dann kommen die Gebetsweisen und –strukturen des Gottesdienstes in den Blick: Welche Kennzeichen bestimmen liturgisches Beten? Wie sprechen sie von/zu Gott? Welchen Schwierigkeiten, welchen Aufgaben sehen sich das persönliche und das liturgische Gebet gegenüber?

Literaturhinweise:
  • W. Haunerland: "Du aber geh in deine Kammer!" Das Gebet der Glaubenden und der Gottesdienst der Gemeinde, in: Heiliger Dienst 57 (2003), 8-22
  • Haunerland, Winfried, Immer leicht verständlich? Zu den Kriterien liturgischer Gebetssprache, in: Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Berlin, Essen, Hildesheim, Köln, Osnabrück 65 (2013), 67-74
  • Iff, Markus: Was geschieht, wenn wir beten? Dogmatische Überlegungen zum Gebet / Markus Iff. - In: Theologisches Gespräch 38 (2014), 134-144
  • B. Kranemann/A. Gerhards: Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt 2006, 166-179
  • W. Lambert/M. Wolfers (Hg.): Dein Angesicht will ich suchen. Sinn und Gestalt christlichen Betens, Freiburg 2005, 64-77
  • M. B. Merz: Gebetsformen der Liturgie, in: H. B. Meyer u.a.: Gestalt des Gottesdienstes. Sprachliche und nichtsprachliche Ausdrucksformen (Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft Bd. 3), Regensburg 21990, 97-130
  • K. Richter: Darum kommen wir vor dein Angesicht. Vom Sinn des liturgischen Gebets, Freiburg 1992

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Oberseminar | 020 114

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 12-13.30 Uhr ab dem 18.04.16
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Oberseminar

 

Zeit: n. V.
Raum: n. V
Beginn: n. V.
eCampus-Anmeldung bis: 22.07.2016

 

Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die größere wissenschaftliche Arbeiten verfassen, intensiv begleitet. Das Seminar ist Teil der Begleitung und eröffnet den Raum, das eigene Projekt in die Debatte zu bringen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

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Lektürekurs | 020 115 | Optionalbereich | MA VI

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 12-13.30 ab dem 18.04.16
Uhr GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

Dr. Jutta Gisevius
Sprechsunde im Semester: Mo 11-12 Uhr
GA 7/132
Tel.: 0234/32-28614

 

Gottesdienst im 19. Jahrundert

 

Zeit: Mo 14-16 Uhr
Raum: GA 6/134
Beginn: 11.04.2016
eCampus-Anmeldung bis: 22.07.2016

 

Das 19. Jahrhundert hat in der Geschichtswissenschaft viel Aufmerksamkeit erlangt. Vielfältige Änderungen in sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen sind Kennzeichen dieser Zeit. Auch aus Sicht der Theologie und der Liturgiewissenschaft lohnt sich eine Beschäftigung mit diesem sog. "langen Jahrhundert" ¬ wurden doch hier mit der Katholischen Aufklärung Reformprozesse in Gang gesetzt, die man als Wegbereiter der Liturgischen Bewegung des 20. Jahrhunderts und der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils bezeichnen kann. Gleichzeitig traten mit der Restauration aber auch Kräfte auf die Tagesordnung, die versuchten, die Veränderungen, die am Gottesdienst der Kirche vorgenommen werden sollten, zurückzudrängen. So ist dieses Jahrhundert gekennzeichnet vom Ringen darum, wie Gottesdienst zu verstehen und zu gestalten ist. Dabei ging es um die Beteiligung von Laien am Gottesdienst, die Verwendung der Muttersprache oder die Stellung des Wortes Gottes im Gottesdienst. Die Beschäftigung mit diesem Jahrhundert eröffnet Zugänge, heutige Liturgietheologie und -praxis und aktuelle Diskussionen um sie besser verstehen, nachvollziehen und beurteilen zu können. Der Lektürekurs will sich mit den liturgischen Fragen des 19. Jahrhunderts beschäftigen und dabei sowohl Autoren der Zeit zu Wort kommen lassen als sich auch mit Forschungsarbeiten zum 19. Jahrhundert beschäftigen.

Studierende, die sich den Kurs im M.A.-Studiengang als einstündige Veranstaltung anrechnen lassen wollen, nehmen nur an der ersten Hälfte des Kurses teil.

Der Lektürekurs wird zusammen mit der Vorlesung Geschichte der Liturgie im Modul Gottesdienste im Wandel angeboten. Es können insgesamt 5 CP erworben werden.

Literaturhinweise:
  • A. Angenendt, Liturgik und Historik. Gab es eine organische Liturgie-Entwicklung? (QD 189), Freiburg/Br. 2001
  • Klöckener, Martin/Kranemann, Benedikt (Hg.), Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes. Teil 1 und Teil 2, Münster 2002 (Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen 88)
  • Kranemann, Benedikt, Zwischen Tradition und Zeitgeist. Programm und Durchführung der Liturgiereform in der deutschen katholischen Aufklärung, in: Jaarboek voor liturgie-onderzoek 20. 2004, 25-47
  • H. B. Meyer u. a., Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft (mehrere Bände), Regensburg 1983ff.
  • Trapp, Waldemar, Vorgeschichte und Ursprung der liturgischen Bewegung, Münster 1979

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Lektürekurs | 020 113 | für alle geöffnet

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde im Semester: Mo 12-13.30 Uhr ab dem 18.04.16
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Lektürekurs

 

Zeit: n. V.
Raum: n. V.
Beginn: n. V.
VSPL: bis: 22.07.2016

Die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils hat ¬ neben anderen ¬ das Prinzip der Inkulturation der Liturgie als Grundidee festgelegt. Sie schenkte den Eigenarten und Kulturen der einzelnen Länder und Ortskirchen damit viel Aufmerksamkeit und warb somit für eine Vielfalt im liturgischen Leben. Ein prägnantes Beispiel sind die Gebete und eigenen Abläufe der Eucharistiefeier, die für die Ureinwohner Australiens und für die Bistümer in Zaire geschaffen wurden. Die Liturgiereform wusste also darum, dass das kulturelle Umfeld immer die Liturgie prägt und auf diese einwirkt. Daraus ergibt sich, dass der Weg der Inkulturation fortlebt und fortgesetzt werden muss. Dies gilt nicht nur für die Kirchen der Entwicklungsländer, sondern auch für unseren Kulturraum: Die vielfältigen neuen Gottesdienstformen, wie die "missionarischen Gottesdienste", aber auch das neue Rituale für die Begräbnisfeier, das die konkreten Umstände eines Todesfalles in die Feier einbezieht, sind ein Beleg für die fortdauernde Inkulturation der Liturgie. Der Lektürekurs widmet sich dem Thema Liturgie und Inkulturation und nimmt dabei verschiedene Arten von Inkulturation und der Verbindung von Feier, Glauben, Leben und Alltag der Menschen mit ihren Bedürfnissen und Wünschen in den Blick. Die Vorbesprechung für den Lektürekurs, bei der auch ein Termin gefunden wird, findet am 14.4. um 18 Uhr in GA 7/131 statt.

Literaturhinweise:

Werden in der Veranstaltung bekannt gegeben.

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