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Bronze und Keramik aus dem antiken Persien

Die Sammlung Paul-Georg Gutermuth und die Sammlung Berthold Beitz

Mit der Sammlung Paul-Georg Gutermuth und der Sammlung Berthold Beitz ehem. Hundhausen wurden der Ruhr-Universität Bochum im Jahre 2012 zwei bedeutende Privatsammlungen antiker Keramik- und Bronzeobjekte aus Persien geschenkt. Sie decken zeitlich eine Spanne vom späten 5. Jahrtausend vor Chr. bis in das islamische Mittelalter und räumlich nahezu sämtliche Kulturlandschaften des Iran ab: vom fruchtbaren, feuchten Schwemmland bis zur toten Salzwüste, von Landstrichen unterhalb des Meeresspiegels bis zu Hochgebirgen mit über 5000 m hohen Bergriesen. Urartäer, Assyrer, Sumerer, Meder, Perser, Parther, Sassaniden lebten in diesem Raum.
Die Zeugnisse dieser orientalischen Kulturen können nun in den Kunstsammlungen den Meisterwerken aus den griechischen und römischen Zentren der Antiken Welt gegenüber gestellt werden. Dabei zeigen sich Gemeinsamkeiten und wechselseitige Beeinflussungen ebenso deutlich wie Unterschiede und Eigenes.

Zur Sammlung Gutermuth gehören neben einigen charakteristischen Bronzefunden vor allem Keramikgefäße unterschiedlichster Form,  die in der ersten Hälfte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts von Dr. Paul-Georg Gutermuth im Iran erworben wurden. Sie werden nach geografischen und chronologischen Kriterien geordnet ausgestellt.

 

Die Sammlung Beitz wurde in den sechziger Jahren von Prof. Dr. Carl Hundhausen zusammengetragen. Der Sammler konzentrierte sich ausschließlich auf so genannte Luristan-Bronzen. Diese Denkmälergattung, zu der neben Grabbeigaben wie Waffen, Zaumzeug oder Schmucknadeln auch Weihegaben und Kultgeräte gehören, wird nach ihrem Hauptvorkommens- und -fundgebiet, der westpersischen Provinz Luristan zwischen Elburs- und Zagrosgebirge, benannt. Berthold Beitz hat die Sammlung in den siebziger Jahren von Carl Hundhausen erworben und sogleich dem Museum Folkwang in Essen als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, wo sie bis zum Sommer 2012 aufbewahrt wurde.

Die beiden Schenkungen mit insgesamt 514 einzelnen Objekten sind der größte Zuwachs, den das Antikenmuseum seit seiner Eröffnung im Jahre 1975 Jahren zu verzeichnen hat. Den Grundstock bildeten seinerzeit ebenfalls zwei großzügige Stiftungen: Die Sammlung attischer Meistervasen des Wuppertaler Industriellen Julius Funcke und seiner Frau Margot sowie die Sammlung antiker Marmorporträts des Verlegers Paul Dierichs.

 

Öffnungszeiten

Die nächsten Termine:

5. November 2017, 14:30 Uhr:
Öffentliche Führung zum Thema „Herakles und Amazone – Starker Mann trifft starke Frau“

3. Dezember 2017, 14:30 Uhr:
Öffentliche Führung zum Thema „Weingenuss in der Antike: Dionysos und das Symposion“

 


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