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Mythen um den Japanaufenthalt und dessen Finanzierung


1. „Ein Studienaufenthalt in Japan kommt für mich nicht in Frage, da die Lebenshaltungskosten und das Studium in Japan extrem teuer sind; praktisch unbezahlbar.“
⇒ Bei einem Austausch an einer unserer Partneruniversitäten werden Ihnen die Studiengebühren komplett erlassen, d. h. Sie es kommen nur die Reisekosten sowie laufende Kosten des Alltags auf Sie zu, die Sie in Deutschland auch hätten. Falls Sie sich über ein Stipendium finanzieren, ist die Höhe der Stipendienrate an die Kosten vor Ort angepasst und auch über das Auslands-BaföG gibt es Zuschläge je nach Studienort.
Außerdem sind Preise, beispielsweise für Unterkünfte, auch in Japan regional unterschiedlich – außerhalb des Großraums Tōkyō können Sie zu guten Bedingungen sehr günstig wohnen. Übrigens: Im Regelfall bekommen Studierende mit ihrem Visum auch eine Arbeitserlaubnis ausgestellt, mit der sie bis zu 28 Stunden die Woche einem Nebenjob nachgehen können.


2. „Auslands-BaföG kommt für mich nicht in Frage, denn ich bekomme auch kein normales BaföG.“
⇒ Falsch. Nur weil Sie im Inland kein BaföG erhalten, gilt diese Regelung nicht automatisch für Ihr Auslandsstudium. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob für Sie ein Anspruch auf auf Auslands-BaföG besteht, können Sie auch einen sogenannten Antrag auf Vorabentscheid stellen.
Informieren Sie sich rechtzeitig und lassen Sie sich beraten: Auslands-BaföG


3. „Ein Stipendium kommt für mich nicht in Frage, denn dafür muss man absolute Top-Noten oder mehrere Ehrenämter haben. Diese Voraussetzungen erfülle ich nicht.“
⇒ Stipendien werden nicht nur nach dem Notenschnitt und der Zahl Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten vergeben. Bei vielen Geldgebern fällt beispielsweise die Begründung und Planung des Forschungsprojekts bei der Auswahl der Bewerber schwer ins Gewicht. Auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit und kompetentes Auftreten spielen eine wichtige Rolle, die nicht unterschätzt werden sollte. Lassen Sie sich durch scheinbar sehr strikte Formulierungen bei der Ausschreibung von Förderungen nicht abschrecken – in vielen Fällen wird hier indirekt schon die erste Auswahl getroffen: Wer sich von Zahlen und bürokratischem Aufwand von einer Bewerbung abhalten lässt, will die Förderung sowieso nicht.