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Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität

Die Medizinhistorische Sammlung ist eine kulturhistorische Lehr- und Forschungssammlung zur Geschichte der Medizin. Sie wurde in den 1970er Jahren begründet und Mitte der 1980er Jahre von der Ruhr-Universität Bochum übernommen. Die im Malakowturm der ehemaligen Zeche Julius Philipp untergebrachte Sammlung umfasst mehr als 10.000 Objekte aus dem gesamten Spektrum der Medizintechnik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die vornehmlich aus Spenden von Ärzten und Krankenhäusern aus dem Ruhrgebiet stammen. Über eine in den 1990er Jahren realisierte Dauerausstellung sind ausgewählte Objekte öffentlich zugänglich, wie beispielsweise anatomische Sektionsbestecke, Mikroskope, Bluttransfusionsgeräte und Moulagen. Zudem besitzt die Medizinhistorische Sammlung umfangreiche Sonderbestände, wie die Pharmazeutische Drogensammlung Vester (mehrere Hundert Objekte), die Medaillen- und Münzsammlung Vester (1600 Objekte) sowie Plastiken und Zeichnungen des Bochumer Künstlers Friedrich Gräsel zum Thema Herz.

Kontakt

PD Dr. Stefan Schulz
Medizinhistorische Sammlung und Abteilung für medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der RUB
Ruhr-Universität, Malakowturm
Markstr. 258a
44799 Bochum
Tel. +49 (0)234 / 32-28652
E-Mail: joerg-stefan.schulz@rub.de

www.ruhr-uni-bochum.de/mhs/

Aus der Sammlung


„Blauer Heinrich“
Glas / Metall, Entwickelt 1889

Das Taschenfläschchen für Hustende wurde von Tuberkulosekranken als Spuckgefäß benutzt, um die Mitmenschen vor der Ansteckung mit der gefährlichen Krankheit zu schützen. Seine geschickte Konstruktion sicherte den gefährlichen Inhalt auch dann, wenn der Deckel nicht geschlossen war und das Gefäß umkippte.