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Universitätsprogramm: „Innovative Praxisprojekte“

 

Welches Ziel verfolgt die Förderung?

Um das Transferpotenzial der einzelnen Fachdisziplinen auch in die Lehre zu integrieren, wird die Entwicklung und Erprobung interdisziplinärer und transferorientierter Lehrformate auf dem Campus und darüber hinaus unterstützt. Dabei sollen aktuelle (gesellschaftliche) Entwicklungen und Herausforderungen (z.B. Klima, Mobilität, Digitalisierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt) und/oder Nutzerbedürfnisse die Ausgangsbasis der Lehrformate bilden, für die in interaktiven Lernsettings innovative Lösungen generiert werden. Egal, ob durch den Transfer von Wissen ein innovatives Produkt, eine Dienstleistung oder eine gesellschaftliche Problemlösung erarbeitet wird, im Zentrum steht die Anwendung wissenschaftlich-forschender Kompetenzen auf einen praktischen Problemkontext, um darüber neue Ideen zu entwickeln und zu erproben.

Die didaktischen Konzepte sollten dabei einen interaktiven Charakter aufweisen, bei denen die Studierenden etwa in kleinen Projektgruppen arbeiten und in die auch Praxispartner und Exkursionen eingebunden werden können. Den Studierenden soll in diesem Rahmen die Möglichkeit gegeben werden, in interdisziplinären Teams unterschiedliche Perspektiven einzubringen und gemeinsam kreative Ideen zu erarbeiten. Ziel ist es, dass die Studierenden ihre im Studium erworbenen Kompetenzen exemplarisch anwenden können sowie Kompetenzen wie Eigeninitiative, Kreativität, Innovationsfreudigkeit und Anwendungskompetenzen weiterentwickeln und diese bei Gründungsabsichten oder allgemein in ihrem Berufsleben nutzen können.

 

Wer kann die Förderung beantragen?

Die Förderung richtet sich an alle Fakultäten und zentrale wissenschaftliche Einrichtungen, die Studiengänge verantworten. Die Lehrformate sollen interdisziplinär ausgerichtet sein, um unterschiedliche Fachperspektiven für die Arbeit an den Praxisproblemen zu nutzen. Die Anträge müssen durch ein positives Votum des Fachschaftsrates und des Dekanats der Fakultät mitgetragen werden. Pro Durchlauf kann die Erprobung und Entwicklung von drei Lehrformaten mit Personal- und Sachkosten (siehe unten) gefördert werden.

 

Welche Entscheidungskriterien werden für eine Förderung zugrunde gelegt?

Folgende Kriterien sollten in den Anträgen Berücksichtigung finden:

  • In den Vorhaben sollte die Transferorientierung deutlich werden, d.h. sie
    • nehmen konkrete Praxisherausforderungen und/oder Nutzerbedürfnisse als Anlass und folgen daher einem problemorientierten didaktischen Prinzip;
    • vermitteln und erproben methodische Fähigkeiten (z.B. Projektmanagementmethoden, Kreativitätstechniken), um den Transfer von Studieninhalten exemplarisch einzuüben und so den Studierenden die Entwicklung innovativer Lösungen und Konzepte zu ermöglichen;
    • sensibilisieren für lösungsorientiertes Denken;
    • integrieren Querbezüge aus interdisziplinären Zusammenhängen, um zu neuen Perspektiven und Ideen zu gelangen;
    • integrieren Praxisakteure, etwa als Vorbilder, Auftraggeber*innen oder Berater*innen in die Lehrformate;
  • Die Vorhaben können in einer zeitlich flexiblen Form durchgeführt werden, z.B. durch Abkehr vom wöchentlichen Veranstaltungsrhythmus und/oder durch eine Projektorientierung, sollten jedoch mind. zwei Mal durchgeführt werden.
  • Die Vorhaben sollen an die bestehende Forschungs- und/oder Lerninfrastruktur anknüpfen, um im Erfolgsfall die Projekte nachhaltig verstetigen zu können.

 

Wie sieht die Förderung aus?

Der Wettbewerb fördert die Konzeptentwicklung und -erprobung:

  • Beantragt werden können Mittel für Personal- und Sachkosten zur Konzeption und Durchführung von transferorientierten Lehrveranstaltungen oder Modulen. Die Förderung zielt darauf, Lehrende bei der Konzeptionierung und Erprobung neuer Arbeitsformen, Zeitrhythmen oder Bereiche zu entlasten. Der Zeitraum der Förderung erstreckt sich über zwei Semester.
    • Personalkosten: Als Entlastungsressource kann eine Stelle nach TV-L 13 mit 19,915 Std./Woche über ein Jahr beantragt werden.
    • Sachkosten: Beantragt werden können Mittel für Sachkosten, die zur Umsetzung transferorientierter Lehre und innovativer Praxisprojekte erforderlich sind sowie Mittel für Veranstaltungen. Dabei kann es sich z. B. um Kosten für Technik, Referenten und Verpflegung handeln. Beantragt werden können Sachmittel für projektspezifische Beschaffungen i.H.v. 20.000 €.

 

Wie sieht das Verfahren aus und wer entscheidet über die Förderung?

Die Vergabe erfolgt innerhalb eines wettbewerblichen Verfahrens. Zur Teilnahme nutzen Sie bitte das online bereitgestellte Antragsformular, in dem das Vorhaben, seine Zielgruppe, die curriculare Einbindung in die Lehre und die angebotenen Studiengänge, ein Zeitplan sowie die beantragten Ressourcen dargestellt werden. Zudem sollen erste Überlegungen im Hinblick auf Verstetigungsmöglichkeiten skizziert werden.

Dem Antragsformular kann, falls erforderlich, eine zusätzliche Seite mit Grafiken, Tabellen o.ä. zur näheren Erläuterung beigefügt werden. Weitere Anlageseiten sind, bis auf die beiden Stellungnahmen des Dekanats und der Fachschaft, nicht zugelassen.

Die fächerübergreifend und gruppenparitätisch zusammengesetzte Universitätskommission für Lehre (UKL) berät die Anträge und spricht eine Empfehlung an das Rektorat aus, das über die Förderung entscheidet. Zur Bewertung der Anträge wird die UKL zur externen Beratung Vertreter aus dem Sounding Board des World Factory Start-up Centers heranziehen.
Um die Erfahrungen, die während der Erprobung der Lehrformate gesammelt werden auch für Dritte nutzbar zu machen, werden die Formate evaluiert werden. Die Evaluation wird die Formate anhand feststehender Kriterien charakterisieren und konkrete Handlungshinweise für einen Transfer liefern.

 

Welche Antragsfristen müssen beachtet werden?

Der Wettbewerb sieht pro Jahr eine Runde vor. Der Stichtag für die Förderungen vom Sommersemester 2020 bis zum Wintersemester 2020/21 ist der 15.01.2020. Weitere Ausschreibungen erfolgen 2020 und 2021.

Reichen Sie Ihre Anträge zum jeweiligen Stichtagen per Mail ein. Senden Sie sie unter dem Betreff „Innovative Praxisprojekte“ an universitaetsprogramme-lehre@rub.de. Bitte informieren Sie auch Ihre Institutsleitung und das Dekanat Ihrer Fakultät über Ihre Antragstellung.

Wir freuen uns auf Ihre Konzepte und beraten Sie gerne im Vorfeld!

 

Wie kann man sich bewerben?

  1. Laden Sie das aktuelle Antragsformular herunter:
    Innovative Praxisprojekte
  2. Schreiben Sie Ihren Antrag entlang des Antragsformulars.
  3. Schicken Sie Ihren Antrag mit Betreff „Innovative Praxisprojekte“ an universitaetsprogramme-lehre@rub.de.

Ansprechpartner

Vanessa Vaughn
Dezernat 1 – Hochschulentwicklung und Strategie
Projektkoordination: Entrepreneurship Education – World Factory Start-up Center
Telefon: +49 234 32 29626
E-Mail: Vanessa.Vaughn@uv.rub.de  

Im Rahmen des vom NRW-Wirtschaftsministeriums geförderten World Factory Start-up Cen-ters (WSC) wird Transfer als dritte Säule gemeinsam mit Forschung und Lehre institutionell und organisatorisch an der RUB verankert. Mit dem WSC soll dabei unter anderem das Transferpotenzial in der disziplinären Breite der RUB mit ihren 20 Fakultäten weiter er-schlossen werden und auch Eingang in die Lehre der RUB finden.