Professurvertretung

Verheyen


Vert.-Prof. Dr. Nina Verheyen

Email:
transhistory@rub.de
nina.verheyen@rub.de

Tel.: (+49) 0234 32 24691
GA 6/51

Nina Verheyen hat Geschichte und Soziologie an der Humboldt-Universität und der Freien Universität studiert und war Erasmus-Studentin der Filmwissenschaften an der Università Roma Tre. Sie wurde 2008 an der Freien Universität promoviert mit einer Untersuchung zur Geschichte alltäglicher ‚Diskussionslust‘ nach dem Zweiten Weltkrieg in westdeutsch-amerikanischer Perspektive, bearbeitet als Visiting Scholar an der Columbia University, als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung sowie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes („summa cum laude“, Vandenhoeck & Ruprecht 2010).

Nach der Promotion war Nina Verheyen für kürzere Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“ sowie an der Universität Wien und dann von 2011 bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie Akademische Rätin auf Zeit an der Universität zu Köln, ergänzt um ein Jahr als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. In dieser Zeit hat sie ihr zweites Buch zur Geschichte der Konstruktion und Erfahrung ‚persönlicher Leistung‘ im langen 19. und frühen 20. Jahrhundert geschrieben (Hanser Berlin 2018, Lizenzausgaben u.a. Bundeszentrale für politische Bildung 2019). Die fachwissenschaftliche Monografie, die sich gezielt an eine breitere Leser:innenschaft richtet, wurde im Sommer 2021 in umgearbeiteter und erweiteter Fassung an der Universität zu Köln als Habilitationsschrift eingereicht.

Nina Verheyen war vom SoSe 2019 bis einschließlich SoSe 2021 Mercator Research Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und vertritt seit dem WiSe 2021/22 für ein Jahr die Professur für Transnationale Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Ruhr-Universität Bochum.

Nina Verheyens Forschungsschwerpunkte umfassen deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in transatlantischen und globalen Bezügen, Kultur- und Alltagsgeschichte, Geschichte der Männlichkeiten, der Gefühle und der Alltagskommunikation. Ein weiteres Interesse gilt den Praktiken geschichtswissenschaftlichen Schreibens sowie der Verbindung von Geschichtstheorie mit Fragen der Public History und des Wissenstransfers. Sie gehört zur Redaktion der Zeitschrift Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, ist Mitglied des Arbeitskreis Geschichte und Theorie, des Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V. sowie des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Im Oktober 2021 wurde sie in den Ausschuss des VHD gewählt.

Nina Verheyen kommt aus Hamburg und Bremen, ist verheiratet und lebt nach vielen Jahren in Berlin inzwischen mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Köln.

Publikationen

Monografien und Herausgeberschaften

  • Die Erfindung der Leistung, Berlin: Hanser Berlin 2018; Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2019; Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2018.

    Auszeichnungen: Nominierung Longlist NDR Kultur Sachbuchpreis, 3. Platz Sachbuch-Bestenliste Die Zeit, Deutschlandfunk Kultur, ZDF März 2018; 3. Platz Sachbuch-Bestenliste ORF, NZZ, Die Welt April 2018; 5. Platz Bücherempfehlungen Perlentaucher März 2018.

    Rezensionen u.a. HSozKult, Sehepunkte, FAZ, Die Welt, taz, Deutschlandfunk, NDR, Süddeutsche Zeitung Literaturbeilage, NZZ am Sonntag, NZZ Geschichte, ORF Ö1, Harvard Business Manager, Wiener Zeitung, Falter, Rheinische Post.

  • Diskussionslust. Eine Kulturgeschichte des „besseren Arguments“ in Westdeutschland, Dissertation FU-Berlin 2008 [Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft Bd. 193], Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010.

    Auszeichnungen: Hedwig-Hintze-Förderpreis des Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin.

    Rezensionen u.a.: HSozKult, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Archiv für Sozialgeschichte, German History, Journal für politische Bildung, Neue Politische Literatur.

  • Geschichtswissenschaft im 21. Jahrhundert. Interventionen zur aktuellen Debatte, Berlin: De Gruyter 2020, hg. mit Cord Arendes u.a.

    Rezensionen u.a.: HSozKult

  • Themenheft „Der Wert der Dinge“, Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Heft 3/2016, hg. mit Benno Gammerl, Simone Derix, Christiane Reinecke.

  • Gefühlswissen. Eine lexikalische Spurensuche in der Moderne, Frankfurt am Main: Campus 2011, hg. mit Ute Frevert, Margrit Pernau u.a. übersetzt als Emotional Lexicons. Continuitiy and Change in the Vocabulary of Feeling 1700-200, Oxford: Oxford University Press 2014.

    Rezensionen u.a.: HSozKult, Historische Anthropologie, Annali dell’Istituto storico italo-germanico in Trento/Jahrbuch des italienisch-deutschen Instituts in Trient, Vingtième Siècle, The British Journal for the History of Science.

  • Die Präsenz der Gefühle. Männlichkeit und Emotion in der Moderne, Bielefeld: Transcript 2010, hg. mit Manuel Borutta.

    Rezensionen u.a.: Journal of Contemporary European Studies, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, querelles-net.de, Literaturkritik.de, Journal of Men, Masculinities and Spirituality, H-Soz-u-Kult.

Artikel und Aufsätze (Auswahl)

  • Heide Schlüpmann spricht sehr direkt, in: Zeitschrift für Ideengeschichte, Themenheft: H wie Habermas, Heft XV/3, Herbst 2021 [im Druck].

  • Wer schreibt Geschichte für wen? Fachsachbücher in Geschichtskultur und Geschichtswissenschaft, in: dies., Cord Arendes u.a. (Hg.) Geschichtswissenschaft im 21. Jahrhundert. Interventionen zur aktuellen Debatte, Berlin: De Gruyter 2020, S. 27-36.

  • Liebe, Gehorsam oder Großes leisten? Leistungssemantiken im 19. Jahrhundert zwischen sozialer Verpflichtung und individuellem Können, in: Sabine Reh, Norbert Ricken (Hg.), Leistung. Zur Entstehung und Transformation eines pädagogischen Konzepts, Berlin 2018, S. 165-189.

  • „[…] mein Eheweib und nicht mein College“? Liebe und Beruf(ung) in bildungsbürgerlichen Paarkorrespondenzen aus Österreich vor dem Hintergrund der Frauenbewegung/en um 1900, in: Christa Hämmerle, Ingrid Bauer (Hg.), Liebe in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, S. 87-112.

  • Der ausdiskutierte Orgasmus. Beziehungsgespräche als kommunikative Praxis in der Geschichte des Intimen seit den 1960er Jahren, in: Peter-Paul Bänziger u.a. (Hg.), Sexuelle Revolution? Zur Geschichte der Sexualität im deutschsprachigen Raum seit den 1960er Jahren, Bielefeld 2015, S. 181-197.

  • Die soziale Konstruktion individueller Leistung. Forschungsperspektiven zwischen Geschichts- und Sozialwissenschaften, in: Neue Politische Literatur 59, Heft 1/2014, S. 63-87.

  • Bürgerliches Leistungsethos? Geschichtswissenschaftliche Korrekturen einer irreführenden Formel, in: Leviathan, 42 Jg., Sonderband 29/2014 (Erfolg. Konstellationen und Paradoxien einer gesellschaftlichen Leitorientierungen), S. 45-61.

  • Unter Druck. Die Entstehung individuellen Leistungsstrebens um 1900, in: Merkur. Zeitschrift für europäisches Denken 66, 5/2012, S. 382-390.

  • Distinktion durch Diskussion. 1968 und die sozialen Funktionen verbaler Interaktion, in: Heidrun Kämper, Joachim Scharloth und Martin Wengeler (Hg.), 1968. eine sprachwissenschaftliche Zwischenbilanz, Berlin/New York 2012, S. 159-176.

  • Liebe ohne Leib? Anmerkungen zur Gefühlsgeschichte bürgerlicher Vaterschaft im 19. Jahrhundert, in: Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2010, S. 33-40.

  • Eifrige Diskutanten. Die Stilisierung des ‚freien Meinungsaustauschs‘ zu einer demokratischen Kulturtechnik in der westdeutschen Gesellschaft der 50er Jahre, in: Daniel Fulda, Dagmar Herzog, Stefan-Ludwig Hoffmann und Till van Rahden (Hg.), Demokratie im Schatten der Gewalt: Geschichten des Privaten im deutschen Nachkrieg, Göttingen: Wallstein 2010, S. 99-121.

  • Geschichte der Gefühle, Version: 1,0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 18.6.2010, http://docupedia.de/docupedia/index.php title=Geschichte_der_Gef%C3%BChle&oldid=74436.

  • Loving in Oblivion. Die Marginalisierung bürgerlicher Vaterliebe im Zeitalter der Professionalisierung, in: Detlef Gaus und Elmar Drieschner (Hg.), Liebe im Zeitalter pädagogischer Professionalität, Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2010, S. 157-175.

  • Diskussionsfieber. Diskutieren als kommunikative Praxis in der westdeutschen Studentenbewegung, in: Martin Klimke und Joachim Scharloth (Hg.), Handbuch 1968. Zur Kultur- und Mediengeschichte der Studentenbewegung, Stuttgart/Weimar: Metzler 2007, S. 209-221.

  • Fernsehschule der Vernunft? Der "Internationale Frühschoppen" (1952-1987) in emotionsgeschichtlicher Perspektive, in: Frank Bösch und Manuel Borutta (Hg.), Die Massen bewegen. Medien und Emotionen in der Moderne, Frankfurt a. M./New York: Campus 2006, S. 264-283.

Journalistische Beiträge in FAZ, NZZ Geschichte, Der Tagesspiegel, KWI-Blog u.a.

Rezensionen für Sehepunkte, HSozkult, L’Homme, German History, H-German, Neue Politische Literatur, Archiv für Kulturgeschichte u.a.

Interviews für ARTE 3, 3Sat Kulturzeit, Deutschlandradio, Deutschlandfunk, NDR, WDR, Radio Bremen, ORF, SRF, Philosophie Magazin u.a.


Kontakt

Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Geschichtswissenschaften
Transnationale Geschichte des 19. Jahrhunderts
GA 6/51
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Email: transhistory@rub.de


Sprechstunden

Freitag, 22.10.2021, 12:30-14:30 Uhr
Online via Zoom

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Kommen Sie dann bitte zum vereinbarten Termin in das Zoom-Meeting unter dem folgenden Link: Sprechstunden-Meeting