Menschen im Bergbau (2019-2022)

Verantwortlich: Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg (Teilprojekt A) / Prof. Dr. Nicola Brauch (Teilprojekt B)
Laufzeit: 2019-2022, laufend

Seit 2014 führen die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets (SGR) und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) das Oral-History-Projekt „Digitaler Gedächtnisspeicher: Menschen im Bergbau“ durch, um die Erinnerungen derer zu bewahren, die den Bergbau in den Jahrzehnten zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der endgültigen Schließung im Jahr 2018 geprägt haben. In der zweiten Projektphase ab 2019 werden die gesammelten Erzählungen unter verschiedenen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Fragestellungen ausgewertet.

Die Juniorprofessur für die Didaktik der Geschichte betreut dabei das fachdidaktische Teilprojekt A „Digitales Lernen: Theorie und Praxis“. In dem Projekt werden digitale Unterrichtsmaterialien und -konzepte für die Videoplattform „Menschen im Bergbau“ entwickelt und praktisch umgesetzt.
Ziel des fachdidaktischen Teilprojektes B „Digitales Lernen: Effekte auf das historische Lernen“ ist die empirische Überprüfung zur Lernwirksamkeit von erstellten Unterrichtsmaterialien und –konzepten. Dieses wird durch die Professur für die Didaktik der Geschichte betreut.

Projektpartner: Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets, Deutsches Bergbaumuseum Bochum

Gefördert durch: Stiftung Geschichte des Ruhrgebietes, Stiftung Ruhrkohle AG


"Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung"

Verantwortlich: Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg
Laufzeit: 2016-2019, abgeschlossen

Seit 2005 ist das Videoportal YouTube Teil einer sich stetig verändernden Medienlandschaft. Im Gegensatz zu anderen Onlineangeboten wie Mediatheken, Streaming-Diensten und Video-on-Demand-Anbietern bietet YouTube seinen Nutzer:innen, sowohl Konsument:in als auch Produzent:in der eingestellten Videos zu sein. Damit wurden auch neue Zugänge und Formate zur Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Geschichte geschaffen. Neben hochgeladenen TV-Dokumentationen und historischen Filmdokumenten erfreuen sich insbesondere die sogenannten Erklär- und Lernvideos einem großen Zuspruch durch die Zuschauer:innen. YouTube-Kanäle wie "The Great War" oder "Einfach Geschichte" bieten ebenso wie der YouTuber "MrWissen2go" eigene Formate zur Darstellung von Geschichte an. Klassische mediale Gate Keeper und Agenda Setter wie Journalist:innen und Historiker:innen erhalten dadurch eine erfolgreiche Konkurrenz - Grund genug, sich mit dem Phänomen "Geschichte auf YouTube" aus fachwissenschaftlicher, geschichtsdidaktischer und pragmatischer Perspektive auseinanderzusetzen.

Die Ergebnisse des Projektes sind am 21. Oktober 2019 mit dem Titel „Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung“ bei De Gruyter Oldenbourg erschienen und beinhalten Beiträge aus den Perspektiven der Geschichtswissenschaft, der Geschichtsdidaktik und der praktischen YouTube-Arbeit. Der Band ist Teil der neuen Reihe „Medien der Geschichte„, die von den Hamburger Professoren Thorsten Logge (Public History), Andreas Körber (Geschichtsdidaktik) und Thomas Weber (Medienwissenschaft) herausgegeben wird.

Projektpartner: Nils Steffen, anders & wissen - das projektlabor.

PHase: in Public History angeleitet soziale Wirklichkeit erforschen

Verantwortlich: Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg
Laufzeit: 2018-2019, abgeschlossen

Kern des Vorhabens ist es, den im Rahmen des Projekts "ABC - Abseits des Curriculums" (gefördert durch das Universitätsprogramm "Forschendes Lernen") von den Erziehungswissenschaften entwickelten, in der Lehre eingesetzten und evaluierten Selbstlernkurs (Moodle) zur Einführung in Methoden der qualitativen Sozialforschung für die Anforderungen des neuen Masterstudiengangs "Public History" zu adaptieren. Es erfolgt also ein Transfer von der Erziehungs- in die Geschichtswissenschaft sowie von der Bachelor- auf die Masterstufe. Bei dem Kurs handelt es sich um eine interaktive und handlungsorientierte Einführung in Methoden der empirisch-qualitativen Sozialforschung. Die Auseinandersetzung mit den Kursinhalten befähigt Studierende dazu, sich eine eigene Forschungsfrage zu wählen und diese in kleinem Rahmen empirisch zu bearbeiten (z.B. durch die Entwicklung eines Interviewleitfadens und die Durchführung, Transkription und Reflexion eines Interviews). Studierende des Masterstudiengangs "Public History" bewegen sich perspektivisch in potenziellen Berufsfeldern (z.B. Museen), für die Grundkenntnisse in qualitativer Sozialforschung in zunehmenden Maße erforderlich sind (z.B. Besucher- und RezipientInnenforschung). Insofern ist der interdisziplinäre Ansatz hier leitend, um erziehungswissenschaftliches Wissen auf die Geschichtswissenschaft und ihre speziellen Anforderungen zu übertragen.

Die Ergebnisse erscheinen vsl. 2020 in einem Band zum Forschenden Lernen an der RUB: PHase: In Public History angeleitet soziale Wirklichkeit untersuchen, in: Freitag, Kornelia/Ricken, Judith (Hrsg.): Forschendes Lernen an der Ruhr-Universität Bochum. Prinzipien, Methoden, Best Practices. Bochum 2020 (zus. mit Sandra Aßmann, Andrea Blome, Jörg Maack)

Projektpartnerin: Prof. Dr. Sandra Aßmann, Institut für Erziehungswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

Gefördert durch: Universitätsprogramm „Forschendes Lernen“ der RUB


Digital Storytelling in historischen Museen? – Empirische Begleitung des Projekts „Stuttgart neu erzählt. Pulsierende Stadtgeschichten

Verantwortlich: Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg
Laufzeit: 2016-2019, abgeschlossen

Im April 2018 wurde das Stadtmuseum Stuttgart eröffnet. Das Museum setzt neben bewährten Formen der Ausstellungsgestaltung auch auf die Methode des Digital Storytellings in der Konzeption der Dauerausstellung. Das Projekt begleitet den Prozess beratend und empirisch. Im Zentrum steht eine Analyse der durch das Digital Storytelling von Stuttgarter Bürger:innen erstellten historischen Narrationen. Das Projekt untersucht den Produktionsprozess (incl. Produzent:innen), die Produkte sowie die Rezeption.

Digital Storytelling im Museum – Besucher(innen) erzählen Stadtgeschicht(e), in: Broadcast yourself: history stories! Geschichte auf Youtube – eine Bestandsaufnahme, in: Bunnenberg, Christian/Steffen, Nils (Hrsg.): Geschichte auf YouTube. Neue Herausforderungen für Geschichtsvermittlung und historische Bildung (= Medien der Geschichte, Band 2), Berlin 2019, S. 133-144.

Projektpartner: Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg GmbH, Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart, Hochschule der Medien, Stuttgart