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(00387) 19.12.2002 14:40

Prorektorenwahl im Senat: Nur eine kam durch


Bochum, 19.12.2002
Nr. 387


Nur eine kam durch
Zwei Prorektorkandidaten scheiterten im RUB-Senat
Notburga Ott neue Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und
Medien


Das Votum war eindeutig: Mit 23 von 25 Stimmen wurde Prof.
Dr. Notburga Ott (Fakultät für Sozialwissenschaft) heute zur
neuen Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der
RUB gewählt. Anders verlief die Wahl hingegen bei den beiden
Kandidaten Prof. Dr. med. Jörg Thomas Epplen (Medizinische
Fakultät) und Prof. Dr. Matthias Drieß (Fakultät für
Chemie): Epplen kandidierte als Prorektor für Forschung und
Wissenstransfer, konnte in drei Wahlgängen jedoch nicht die
erforderliche Mehrheit im Senat der RUB erzielen. Drieß zog
nach dem ersten Wahlgang (10 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung, 14
Nein-Stimmen) seine Kandidatur als Prorektor für Planung,
Struktur und Finanzen zurück.

Erste Reaktionen

„Ich habe viel daraus gelernt, sie hätten es lieber
konturlos“, sagte Drieß in einer ersten Reaktion zu den
Mitgliedern des Senats. Epplen verließ zuvor die Sitzung
sofort nach dem dritten Wahlgang. Notburga Ott bedankte sich
beim Senat für das „große Vertrauen“, das ihr mit der
eindeutigen Mehrheit ausgesprochen worden sei.

Fotos im Internet

Fotos von Prof. Dr. Notburga Ott stehen im Internet zum
Herunterladen unter
http://www.rub.de/aktuell/prorektorenwahl/

Wagner übernimmt zusätzliche Aufgaben, Nienhaus
kommissarischer Prorektor

Damit ist das Rektorat um den neuen Rektor der RUB, Prof.
Dr.-Ing. Gerhard Wagner (seit 1.12.2002 im Amt), nicht
komplett. Wagner hatte nach seiner Wahl gesagt, er wolle
eine Frau als Prorektorin berufen und die Kandidaten so
auswählen, dass alle vier Säulen der RUB (Geistes-,
Ingenieur-, Naturwissenschaften und Medizin) im Rektorat
vertreten seien. Spätestens bis zur nächsten Senatssitzung
im Februar 2003 wird Wagner zwei Kandidatinnen oder
Kandidaten für die vakanten Ämter benennen. Bis zwei neue
Prorektoren gewählt sind, wird sich Rektor Wagner auch der
Aufgaben annehmen, die im Bereich Forschung und
Wissenstransfer anfallen. Der bisherige Prorektor für
Planung, Struktur und Finanzen, Prof. Dr. Volker Nienhaus
(seit 11.02.2000), bleibt kommissarisch im Amt.

Vita Prof. Dr. Notburga Ott

Notburga Ott wurde am 23. März 1954 in Amberg geboren, sie
ist in der bayerischen Oberpfalz aufgewachsen und zur Schule
gegangen. Sie ist verheiratet und hat eine 24-jährige
Tochter. Nach dem Abitur 1973 studierte sie Pädagogik,
Mathematik und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten
Regensburg und Bielefeld und beendete ihr Studium 1984 mit
dem Diplom in Volkswirtschaftslehre. Anschließend war sie
bis 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim
Sonderforschungsbereich „Mikroanalytische Grundlagen der
Gesellschaftspolitik“ (SFB 3) im Projekt „Mikrosimulation“
und als wissenschaftliche Assistentin am Fachbereich
Wirtschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang
Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig. 1989 wurde
sie mit einer spieltheoretischen Arbeit zur „innerfamilialen
Arbeitsteilung“ an der Universität Bielefeld promoviert,
1996 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über die
Anwendbarkeit von Fuzzy-Mathematik in der
Entscheidungstheorie an der Universität Frankfurt. Nach
Lehrstuhlvertretungen an der Humboldt-Universität Berlin
(Finanzwissenschaft) und der Universität Bremen
(Sozialpolitik) übernahm sie 1997 den Lehrstuhl für
Wirtschaftspolitik an der Universität Bielefeld. 1998 wurde
sie an die Ruhr-Universität Bochum auf den Lehrstuhl für
„Sozialpolitik und öffentliche Wirtschaft“ in der Fakultät
für Sozialwissenschaft berufen. Otts aktuelle
Arbeitsschwerpunkte sind neben allgemeinen Fragen der
Sozialpolitik vor allem Haushaltsökonomik, Familienpolitik
und Gesundheitswesen. In der Politikberatung hat sie sich
mit Projekten im Auftrag von Bundes- und Landesministerien
und auf kommunaler Ebene (z. B. Sozialbericht der Stadt
Bielefeld) engagiert. Weiterhin ist sie Mitglied im
wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen beim
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Seit ihrer Studienzeit war sie kontinuierlich Mitglied in
verschiedenen Universitätsgremien, zuletzt als Dekanin der
Fakultät für Sozialwissenschaft. Wissenschaftliche
Beratungs- und Organisationsaufgaben hat sie z. B.
übernommen als Mitglied in Beiräten verschiedener
Forschungsinstitutionen (z. B. Institut für Arbeitsmarkt-
und Berufsforschung, Nürnberg), als Gutachterin für
Forschungsförderungseinrichtungen (z. B. für die DFG und den
Schweizer Nationalfonds) und im Vorstand wissenschaftlicher
Vereinigungen (z. B. Deutsche Gesellschaft für Be
Bevölkerungswissenschaft).


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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