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(00257) 16.09.2002 12:48

Abwasserentsorgung im Blick: 20. Bochumer Workshop Siedlungswasserwirtschaft


Bochum, 16.09.2002
Nr. 258


Baden in der Isar und Keime im Klärwerk
20. Bochumer Workshop Siedlungswasserwirtschaft
„Neue Konzepte und Technologien in der Abwasserentsorgung“


Über „Neue Konzepte und Technologien in der
Abwasserentsorgung“ diskutieren Experten am 26. September
2002 beim 20. Bochumer Workshop Siedlungswasserwirtschaft
(9-18 Uhr, Audimax der RUB). Es geht z. B. um Konsequenzen
aus der veränderten Zusammensetzung des Abwassers, das
Herausforderungen wie etwa Antibiotika-resistente Keime
birgt. Außerdem präsentieren die Referenten am Beispiel der
Isar, wie die Gewässerqualität von Flüssen so weit
verbessert werden kann, dass sie wieder als Badewasser
nutzbar sind.

Saubere Flüsse für Menschen und Fische

Vor dem Hintergrund der geänderten EU-Gesetzgebung stellen
Experten neue Ansätze zur weitergehenden Verbesserung der
Gewässerqualität vor. Sie präsentieren unter anderem das
Projekt „Badegewässer Obere Isar“, das europaweit einmalig
ist. Die Isar soll für die Bevölkerung wieder attraktiv für
Freizeit und Erholung werden. Zudem berichtet das
Umweltministerium NRW (MUNLV) über das „Wanderfischprogramm
NRW“. In diesem Programm werden kleine Fließgewässer wieder
als Lebensraum für Lachse und Meerforellen gewonnen. Im
Mittelpunkt stehen praktische Erfahrungen aus Untersuchungen
an der Bröl (http://www.broel.nrw.de).

Abwasserbehandlung der Zukunft

Die Trinkwassergewinnung aus Oberflächengewässern stellt
immer neue Anforderungen an die Abwasserbehandlung. Neue
Aufgaben ergeben sich z. B. aus seiner veränderten
Zusammensetzung. Hier werden etwa die Konsequenzen aus dem
Fund antibiotikaresistenter Keime in einem Klärwerk
diskutiert. Eine gute Gewässerqualität hängt neben der
Reinigungsleistung der Kläranlage auch von dem Zustand und
dem Betrieb des Kanalnetzes ab. Heute werden die Systeme
Kanalnetz, Kläranlage und Gewässer häufig noch für sich
allein betrachtet, in Zukunft werden jedoch auch ihre
Wechselwirkungen bei Planung und Betrieb berücksichtigt
werden müssen. Erster Ansatz dazu ist ein neues
vereinfachtes Bemessungsverfahren (BWK M3). Fachleute
stellen Erfahrungen in seiner Umsetzung und neue
detaillierte Untersuchungsmethoden aus der Forschung vor.
Vorträge zu den Möglichkeiten der
Niederschlagswasserversickerung und dem Einsatz der
Brennstoffzelle auf Kläranlagen runden das Programm ab.

Teilnahme und Tagungsband

Die Tagung richtet sich an Fachleute aus dem Bereich
Abwasserentsorgung, an Ingenieurbüros, Kommunen,
Wasserverbände, Universitäten und Verwaltungen
(Bezirksregierung, STUA, Landesumweltämter, Ministerien).
Die Referenten und Diskussionsleiter kommen aus den
unterschiedlichsten Fachbereichen und Aufgabenfeldern.
Ingenieure, Biologen, Geologen, Chemiker und Mathematiker
von Universitäten, Ingenieurbüros, Wasserverbänden,
kommunalen Betrieben und den Aufsichtsbehörden stellen sich
nach den Vorträgen der Diskussion. Die Teilnahme kostet 145
Euro, darin enthalten ist auch ein ausführlicher
Tagungsband. Für Studierende gibt es Sonderkonditionen.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Hermann Orth, Dipl.-Ing. Holger Hoppe,
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft, Fakultät für
Bauingenieurwesen der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum,
Tel: 0234/32-22736, Fax: 0234/32-14503, E-Mail:
siwawi@ruhr-uni-bochum.de, Internet:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/siwawi


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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