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(00196) 10.07.2002 14:27

"Hep-Net" startet: Kompetenznetz Hepatitits West


Bochum, 10.07.2002
Nr. 196


Hep-Net startet: Kompetenznetz Hepatitis
Ruhrgebiet als „Modellregion West“
Verbesserte Hepatitis-Behandlung durch Kooperation


Einen bisher einmaligen Weg, Hepatitis zu diagnostizieren
und zu behandeln, gehen Ärzte, Wissenschaftler und
Selbsthilfegruppen mit dem Kompetenznetz Hepatitis West
(Hep-Net West), das sich heute in der Ruhr-Universität
Bochum (RUB) der Öffentlichkeit vorstellt. Die erste
Modellregion dieses bundesweiten Gemeinschaftsprojektes wird
im Ruhrgebiet aufgebaut. Prof. Dr. Wolff Schmiegel, Sprecher
von Hep-Net West (RUB, Knappschaftskrankenhaus), Prof. Dr.
Wolfgang Schmidt (RUB, St. Josef-Hospital), Prof. Dr. Guido
Gerken (Universitätsklinikum Essen) und Prof. Dr. Claus
Niederau (St. Josef-Hospital Oberhausen) leiten das Projekt.

Hep-Net im Netz

Das Modellprojekt Hep-Net West hat eine Homepage
eingerichtet unter
http://www.west.kompetenznetz-hepatitis.de

Hep-Net hilft

Ziel des Kompetenznetzes ist, Modellregionen einzurichten,
in denen die Versorgung von Hepatitis-Patienten analysiert
und verbessert werden soll. Mit den so gewonnen Daten wollen
die Kooperationspartner Forschungsprojekte anstoßen,
Präventions- und Früherkennungsstrategien erarbeiten.
Langfristig wollen sie Forschungsergebnisse rascher umsetzen
und einheitliche Untersuchungs- und Therapiestandards für
die Patienten entwickeln. Hep-Net hat zudem die Aufgabe, in
einem regelmäßigen Informationsfluss über Veranstaltungen,
Zeitschriften, Hotlines und das Internet Ergebnisse aus der
Forschung vorzustellen, Kenntnisse über das Krankheitsbild
zu vermitteln, um Ängste und Missverständnisse auszuräumen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
fördert das Projekt.

Vorreiter Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet eignet sich besonders gut als Modellregion im
Kompetenznetz: Auf mindestens 80.000 chronisch erkrankter
Hepatitis B- oder  C-Patienten schätzen die Projektpartner
die Zahl für die Region mit der höchsten Bevölkerungsdichte
Deutschlands. Insgesamt sind es in Deutschland mindestens
800.000 Menschen, die an der chronischen Leberentzündung
leiden. Da das Hepatitis B- oder C-Virus häufig keine oder
nur wenig Beschwerden verursacht, gehen Ärzte und
Wissenschaftler von einer Dunkelziffer nicht erkannter
Infektionen aus.

Erfolglose Behandlungen

Obwohl in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt
wurden, die Virushepatitis zu erforschen und zu behandeln,
sind viele Patienten und auch Ärzte verunsichert, wie bei
der Diagnose und Therapie richtig vorzugehen ist. Das
Problem ist eine Vielzahl erfolglos behandelter Patienten:
es besteht Bedarf an neuen, effektiven
Behandlungsstrategien. Es ist zudem notwendig – und daher
Ziel von Hep-Net – die Kommunikation auf allen medizinischen
Ebenen zu verbessern, um eine Über- oder Unterdiagnostik
bzw. -therapie zu vermeiden.

Weitere Informationen

Zentrale des Hep-Net West, Medizinische Universitätsklinik
der Ruhr-Universität Bochum, Knappschaftskrankenhaus
Bochum-Langendreer, In der Schornau 23-25, 44892 Bochum,
Tel. 0234/299-3404, Fax: 0234/299-3409, E-Mail:
info@hep-net-west.de, Internet:
http://www.west.kompetenznetz-hepatitis.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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