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(00180) 24.06.2002 13:01

Eickhoff-Preis 2002: IT-Netzwerke und Hightech-Gelenke


Bochum, 24.06.2002
Nr. 179

Spitzenleistungen, die verbinden
Gebrüder Eickhoff-Preis 2002 für Bochumer Ingenieure
IT-Netzwerke und Hightech-Gelenke

Er sorgt für zusätzlichen Glanz auf dem Doktorhut: der Gebrüder
Eickhoff-Preis für hervorragende Promotionsarbeiten von RUB-Ingenieuren
des Maschinenbaus sowie der Elektrotechnik und Informationstechnik. Am
28. Juni (10.15 Uhr) erhalten Dr.-Ing. Jan Scholten (Maschinenbau) und
Dr.-Ing. Günter Grau (Elektro- und Informationstechnik) den Preis im
Hause der Gebrüder Eickhoff in Bochum, Hunscheidtstr. 176, 44789 Bochum,
für ihre Arbeiten über Hightech-Gelenke und IT-Netzwerke. Die Medien
sind herzlich willkommen.

Drahtlos gleich grenzenlos

Drahtlose Netzwerke und ihre ungeheuren Möglichkeiten regen derzeit die
technologische Fantasie von Hightech-Spezialisten und Anwendern
besonders an. Denn erst „drahtlose“ Technik, wie z. B. UMTS, macht den
Weg frei zum grenzenlosen Datenaustausch. Dr.-Ing. Günter Grau hat in
seiner Dissertation die Schaltungen in lokalen Funknetzwerken
weiterentwickelt (Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Langmann, Lehrstuhl
für Integrierte Schaltungen). Lokale Funknetzwerke verbinden Computer
flexibel miteinander. Grau, Jahrgang 1971, entwickelte Schaltungen für
den europäischen Standard HiperLAN/2, der Datenaustausch in
Hochgeschwindigkeit (5-GHz-Band) ermöglicht, und brachte diese Technik
so einen großen Schritt voran. In der internationalen Fachwelt stießen
Graus Arbeiten auf lebhaftes Interesse: Seine zukunftsweisenden Lösungen
stellte er auf renommierten Tagungen in Japan und den USA vor.

Intelligente Verbindungen

Für „intelligente Verbindungen“ sorgt Dr.-Ing. Jan Scholten: Seine
Forschung beschäftigte sich mit wartungsfreien Gelenklagern. Sie werden
u. a. bei der Lagerung von Schwenkbrücken oder auch an den
Rotorverstellantrieben von Windgeneratoren verwendet. Die flexiblen
Allrounder müssen dabei Höchstbelastungen aushalten. Gelenklager noch
widerstandsfähiger und langlebiger zu machen, war das Ziel von Scholtens
Forschungsarbeit. Die Mühe hat sich gelohnt: Veränderungen, die Scholten
an der Konstruktion vornahm, verdoppeln die Lebensdauer der Gelenklager,
ohne dass die Material- und Fertigungskosten steigen. Der frisch
promovierte Ingenieur (Jahrgang 1965) beendete das anspruchsvolle
Maschinenbau-Studium schon nach 9,5 Semestern. Für seine Diplomarbeit in
Zusammenarbeit mit der Firma Krupp-Maschinentechnik in Essen erhielt Jan
Scholten bereits einen der „Preise an Studierende“ der Ruhr-Universität
Bochum.

Verbindung mit Unternehmen

Der Gebrüder Eickhoff-Preis steht nicht nur für exzellente
Forschungsarbeiten, sondern auch für die fruchtbare Verbindung zwischen
dem Campus der Ruhr-Universität und Unternehmen mit lokalen Wurzeln. Die
Firma Eickhoff stiftete den Preis 1989 anlässlich ihres 125-jährigen
Bestehens. Zu Beginn der Verleihung wird der Geschäftsführer der Gebr.
Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei, Dr. Paul Rheinländer, die
Gäste begrüßen. Nach der Vorstellung der beiden Preisträger überreichen
Prof. Dr- Ing. Johann F. Böhme, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik
und Informationstechnik, und Prof. Dr. Gustav Schweiger, Prodekan der
Fakultät für Maschinenbau die Preise.

Weitere Informationen

Dr. Iris Bertozzi, Fakultät für Maschinenbau, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 0234/32-27265, E-Mail: iris.bertozzi@ruhr-uni-bochum.de
Dr.-Ing. Jörg Albrecht, Fakultät für Elektrotechnik und
Informationstechnik, IC 02/134, Tel. 0234/32-25666, Fax : 0234/32-14444,
E-Mail: dekanat-albrecht@et.ruhr-uni-bochum.de



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