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(00132) 16.05.2002 13:01

Buchveröffentlichung: Theologen der Antike


Bochum, 16.05.2002
Nr. 130

Was das Christentum erbt
Eintauchen in die Köpfe großer Denker
Buchveröffentlichung: Theologen der Antike

Um VIPs der besonderen Art geht es in „Theologen der Antike“ (Hg. Prof.
Wilhelm Geerlings, Katholisch-Theologische Fakultät der RUB):
Hauptpersonen sind zwölf antike Kirchenväter, deren Erbe auch nach
Jahrhunderten noch unseren Alltag in Bildung und Kultur maßgeblich
beeinflusst. In ihre Gedankenwelten einzutauchen lädt das Buch ein.

Antikes und christliches Wissen vermischen sich

Die Reise geht zurück in die Zeit der Alten Kirche, als sich antikes und
christliches Wissen begegneten und miteinander vermischten. Die Grenzen
zwischen Theologie und Philosophie waren fließend, und die Kirche war
dreigespalten: Der Kirchenvater Origenes bestimmte den Geist der
griechisch-sprachigen Kirche im Osten Europas. Er interpretierte das
Wort Gottes und schrieb das erste Lehrbuch der Theologie. Die östliche
Kirche hatte ein optimistisches Bild vom Menschen, das sich in ihrem
Christusbild – Christus als Lehrer, der die Menschen durch pädagogisches
Geschick zum Guten führt – spiegelt. Ebenso wie Origenes finden sich
auch seine Nachfolger Basilius von Cäsarea, Gregor von Nyssa und Gregor
von Nazianz in der Porträtsammlung.

Optimistisches und pessimistisches Menschenbild

Vordenker der lateinisch-sprachigen Kirche des Westens waren Tertullian
und Cyprian. Als ausgebildete Juristen prägten sie der Kirche ihr
Interesse an der Frömmigkeit und an der verbindlichen und rechtlichen
Regelung aller Fragen des praktischen Lebens auf. Das Menschenbild der
westlichen Kirche war eher pessimistisch: Christus tritt als Arzt auf,
dessen Künste zusammen mit Fasten, guten Werken und Enthaltsamkeit die
Menschen heilten. Erst Augustin, der große Revolutionär der Kirche,
löste mit seiner Gnadenlehre diese Grundzüge ab. Die orientalische
Kirche schließlich, wiederum zerfallen in viele kleine Gruppen und
Theologien, pries und lobte die Größe des absoluten Gottes, dem sich die
Menschen unterwerfen mussten, und war geprägt von jüdischem Denken.
Federführend war hier der große syrische Theologe Ephräm.

Zeitgeist und Biographie mit eingeschlossen

Mit jedem großen Denker befasst sich ein ausgewiesener Experte in einem
eigenen Kapitel. Die Autoren beleuchten das theologische Profil der
porträtierten Persönlichkeiten, blicken hinter sprachliche Kulissen und
beziehen dabei den Zeitgeist und auch die Biographien der Kirchenväter
mit ein. Speziellen Fragen lässt sich anhand des ausführlichen Personen-
und Sachregisters nachgehen.

Titelaufnahme

Wilhelm Geerlings (Hg.): Theologen der christlichen Antike.
Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (WBG) 2002, ISBN
3-534-14736-7

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wilhelm Geerlings, Katholisch-Theologische Fakultät der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-28703, E-Mail:
wilhelm.geerlings@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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