[ vorherige ] [ nächste ] [ Übersicht nach Zeit ][ alphabetische Übersicht ]

(00111) 23.04.2002 13:21

Probanden gesucht: Bergmannsheil testet neues Medikament gegen Gürtelrose


Redaktioneller Hinweis:
Im folgenden lesen Sie den Inhalt der archivierten Pressemitteilungen!
Es werden  k e i n e  Probanden mehr gesucht, da die Studie inzwischen abgeschlossen ist!

Bochum, 23.04.2002
Nr. 110


Probanden gesucht
Gürtelrose – Ende des Leidens in Sicht?
Bergmannsheil testet neues Medikament


Die Gürtel- und Gesichtsrose (Herpes Zoster Infektion)
betrifft besonders ältere und abwehrgeschwächte Personen –
für sie bedeutet die Erkrankung lebenslanges Leiden. Abhilfe
könnte ein neu entwickeltes Medikament schaffen, indem es
die Berührungsschmerzen der Patienten lindert. Die Abteilung
für Schmerztherapie der BG Kliniken Bergmannsheil, Klinikum
der Ruhr-Universität Bochum, sucht Probanden, die nach
abgeklungener Erkrankung noch unter Schmerzen im Gesicht
oder am Körper leiden. Nur wenige Kliniken in Deutschland
verfügen wie das Bergmannsheil über ein Labor, das
Veränderungen der Berührungsempfindlichkeit wissenschaftlich
nachweisen kann. Patienten oder ihre Ärzte können sich unter
der Telefonnummer 0234/3617978 als Teilnehmer melden und
sich über die Tests informieren.

Hoher Leidensdruck

Bei der Gürtel- und Gesichtsneurose wird ein Virus
wiederbelebt, den die meisten Menschen im Nervensystem
behalten haben, nachdem sie als Kind als Windpocken erkrankt
waren. Der Leidensdruck ist außerordentlich hoch, zumal
viele ältere Menschen lebenslang unter den Schmerzen leiden.
Die Behandlung ist kompliziert, herkömmliche Medikamente
versagen häufig. Je länger die Krankheit anhält, desto
wirkungsloser ist bisher die Therapie.

Tückischer Berührungsschmerz

Bedingt durch eine besondere Art der Nervenerkrankung leiden
die Patienten insbesondere unter Berührungsschmerzen –
selbst ein Luftzug kann schmerzhaft sein. Ärzte geben in der
Regel ein Schmerzmittel und Medikamente, die ursprünglich
zur Therapie von epileptischen Anfällen entwickelt wurden.
Diese so genannten „Antikonvulsiva“ sind bei einigen
Patienten wirksam, allerdings nicht gegen die
Berührungsempfindlichkeit.

Gute Verträglichkeit

Inzwischen haben Forscher ein neues Medikament entwickelt,
die Substanz heißt „Haskeride“. In Tierversuchen hat sich
gezeigt, dass es die Berührungsempfindlichkeit positiv
beeinflussen kann. Untersuchungen bei mehr als 300 Patienten
haben zudem ergeben, dass das neue Medikament gut
verträglich ist. Daher haben sich nun Forschergruppen aus
Bochum, Paris und Liverpool entschlossen, das Medikament bei
Patienten zu testen, die starke Schmerzen nach einer länger
zurückliegenden Gürtel- und Gesichtsrose haben. Sie werden
nicht nur prüfen, ob die Schmerzen zurückgehen, sondern
auch, ob sich die Berührungsempfindlichkeit der Patienten
verbessert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Christoph Maier, Abteilung Schmerztherapie, BG
Kliniken Bergmannsheil, Tel. 0234/302-6366, Fax:
0234/302-6367, E-Mail: christoph.maier@ruhr-unu-bochum.de


--
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB



zurück zur Übersicht nach Zeit | alphabetisch